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Die Odyssee von Homer

Dieses Thema im Forum "Philosophie und Grundsatzfragen" wurde erstellt von Centauri, 24. September 2004.

  1. Centauri

    Centauri Erleuchteter

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    Gilgamesh

    Über welche Geschichten der Odyssee möchtest du konkret dirkutieren ?
    Vielleicht könntest du mal einen Diskusionspunkt ansprechen den du konkret meinst , wäre toll .

    Und mein Lehrer hat sich da wohl sehr vertan mit den 30 Jahren .
    Ihr habt wohl recht , ich frag mich nur wie der auf sowas kommt .
     
  2. _Dark_

    _Dark_ Ehrenmitglied

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    also erstmal: homer hat es so nicht gegeben, er hat höchstens einen teil, also entweder ilias oder odyssee selber geschrieben, weil nachgewiesen ist, dass zwischen den beiden teilen mehr als 80 jahre liegen..
    quellen habe ich nicht gesucht, weil ich das von einem der besten altphilologen bayerns gehört habe...
    ich selber habe selber im altgriechischunterricht eine stunden das behandelt (ich hatte selber keines, aber ich habe mich öfter mit reingesetzt), und muss schon sagen, dass das alles sehr interessant und beeindruckend war...
    die von vergil ist auch nicht zu verachten, aber halt ein reines propagandawerk für juluis cäsar...
     
  3. Gilgamesh

    Gilgamesh Ehrenmitglied

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    Hmmm? Da Du im Geiste mit dem Totenreich in Verbindung stehst, wäre es angebracht und interessant, über das Totenreich der Odyssee zu diskutieren.
    Ich denke, hier könnten wir einige Seiten verfassen und zu interessanten Ergebnissen kommen...


    :arrow: Gilgamesh
     
  4. Centauri

    Centauri Erleuchteter

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    Können wir machen , eine gute Idee .
    Ich muss nur erst was raussuchen was da passt .
     
  5. Centauri

    Centauri Erleuchteter

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    Hab jetzt was raus gesucht was passt .

    Quelle http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_IV/Klass_Phil/Heraklesmythologie.htm

    In diesem Teil der Odyssee kommen die Verstorbenen als Schatten aus der Unterwelt herauf .
    Das könnte man in Bezug auf unseren heutigen christlichen Glauben setzen . Sprich bereits dort wird eine Unterwelt erwähnt , eine Welt neben unserer Welt , wie zum beispiel in der Bibel die Hölle .
    Wie im altägyptischen Glauben das die Seele nach dem Tod gewogen wird und jenachdem in eine Höhere oder eine niedrigere Phswäre geschickt wird .
    Sie kommen nach einer Geisterbeschwörung hinauf , das heisst das man kontakt zur Unterwelt aufnehmen kann , wie es auch heute viele Menschen machen .
    Es deutet für mich auch auf ein Leben nach dem Tod hin , und das das Leben nach dem Tod nicht zu ende ist .
    Das wir in unsere Feinstoffliche Substanz ( Seele ) weiterleben .
    Und das es durchaus möglich ist noch Kontakt auf zu nehmen .

    Diese können nur sprechen wenn sie Blut trinken .
    Das könnte auf die Kraft des Blutes hinweisen , das sich das Blut aus vielen Lebenswichtigen Stoffen zusammen setzt , was die Menschen früher noch gar nicht wissen konnten weil die Wissenschaft noch gar nicht so weit war .Und das man das Böse nicht rufen soll , denn das bringt böses mit sich .
    Das wäre meine Interpretation dazu .
     
  6. ...tja der Odysseus war wohl der Prototyp eines neuen Menschen.
    Da es soviele Forscher derzeit gibt, kann ich mich leider nicht namentlich an jene erinnern, die mittlerweile heraus gefunden zu haben meinen, dass der Mensch zu Zeiten von Odysseus noch über ein intaktes Organ in der Großhirnrinde verfügte, dass einen Stimmen hören ließ, daher auch die vielen Zwiegespräche mit den Göttern und deren so wahrgenommene Gegenwart, denn wie hätten die Menschen seinerzeit sich das Stimmen Hören sonst erklären sollen? Heute tritt dies ja nur noch partiell auf und Menschen, die davon betroffen sind, werden oft psychiatrisch behandelt, aber seinerzeit war das so normal, wie es heute normal ist, keine Stimmen zu hören. Hier nun hat Odyssseus die Möglichkeit gehabt, sich diesem aktiven hören soweit zu wiedersetzen, dass das sich Bahn brach, was wir heute den freien Willen nennen. Revolutionär für die damalige Zeit.
     
  7. Artaxerxes

    Artaxerxes Erleuchteter

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    Hi Oliver,

    das mit dem Organ in der Großhirnrinde interessiert mich jetzt doch mal!
    Das kann ich so gar nicht nachvollziehen. Welche Stimmen wurden denn da gehört - die von Verstorbenen?

    Gruß Artaxerxes 8)
     
  8. Sentinel

    Sentinel Erleuchteter

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    Oder er war der Münchhausen der Antike, der in der Kneipe von seinen "Erlebnissen" berichtete, welche Homer dann in Schrift wiedergab. :D
     
  9. .
    Hi, also welche Stimmen genau...woher soll ich das wissen???
    Davon betroffene äußern sich unterschiedlich. Manche dieser Stimmen seien böse, würden dazu auffordern, böse Dinge zu tun (damit wurde u.a. ein Kindesmord in meinem Arbeitsfeld von der Täterin begründet,
    dass Stimmen ihr gesagt hätten, ihr Kind sei der Teufel).
    Andere empfinden diese Stimmen als diffusen Brei, wie verschiedene Radiosender, die sich überschneiden.
    Übereinstimmend sind die meisten darin, dass ihnen das Stimmen Hören unangenehm ist.
    Für die Menschen der Antike mit dem dazu nötigen intakten Organ war es aber dann eine Selbstverständlichkeit, weil ja nicht anders bekannt.

    Sentinel, Deine Idee ist lustig, aber wohl kaum realistisch. Die Menschen dachten damals doch ganz anders...aber es ist möglich, dass sie das
    was später Seeungeheur uind Zyklopen wurden, natürliche Ursprünge hatten. Die Berber z.B. wären den Griechen, falls sie an deren Küste landeten, an Wuchs um bis zu 40cm überlegen gewesen und in der Gegend von Jericho hat man ja auch Knochen von großen Menschen
    ausgegraben (lief neulich auf Arte). Eine Begegnung mit 'Riesen' könnte
    also für die Griechen tatsächlich statt gefunden haben.
     
  10. Centauri

    Centauri Erleuchteter

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    Man nennt diese Stimme auch Dämon .
    Dämonisch wird auch übersetzt als Besessenheit .
    Es gibt Erinnerungen aus dem Gedächnis die nicht selektiv arbeitet .
    Dann kann es dazu kommen das man Stimmen hört , die aber eigendlich aus dem eigenem Gedächnis sprechen .
     
  11. Simple Man

    Simple Man Forenlegende

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    Momentan scheinbar Schilda ...
    In diesem Zusammenhang sei einmal an Dantes "Göttliche Komödie" erinnert, die die Erlebnisse von Odysseus, vor allem in Hinsicht auf das Ende, in einem anderen Licht zeigen.
    Bei Homer findet Odysseus einen Weg nach Hause, er findet Frieden und Glück. Bei Dante dagegen treiben ihn sein Streben nach Abenteuer und seine Neugier immer weiter, bis er schließlich die Wege Poseidons kreuzt und in dessen Sturm untergeht.

    Welcher Version bzw. welchem Ende man den Vorzug gibt, sei jedem selbst überlassen. Ich persönlich bevorzuge Dantes Version.

    Bin halt kein Freund von Happy Ends. :twisted:
     
  12. arius

    arius Erleuchteter

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    Die »Odyssee« von Homer ist ein weiteres Beispiel einer Schilderung des Abfalls, des Engelsturzes. Diese Schilderung des Abfalls gibt im Gewand des griechischen Mythos der mit Homer ungefähr gleichzeitige Dichter Hesiod in seiner »Theogonie« (d.h.: Werden der Götter).

    Der Engelsturz erscheint bei Hesiod als Kampf der Götter mit den Titanen, die nach neuntägigem Fall im Tartaros, der Unterwelt, anlangten. Auch finden sich in der »Theogonie« mancherlei Parallelen zu biblischen Sinnbildern, z. B. zwischen dem »Okeanos« und dem von einem Strom umflossenen Land Kusch (1.Mose 2, 13) oder zwischen den »Steinwürfen« der Himmelssöhne und den von Habakuk erwähnten Geschossen, die göttliche Anklagen versinnbildlichen.

    Hier ein kurzer Auszug aus der auf uns gekommenen »Theogonie« des Hesiod, den Engelsturz betreffend (Quelle: von Adam zu Mose):

    »Furchtbar hallte wider [vom Kampf] das endlose Meer.
    Die große Erde dröhnte. Es stöhnte der weite Himmel, erhebend;
    von Grund auf wurde der hohe Olymp erschüttert vom Ansturm der Unsterblichen.

    ...Der Schlachtruf beider Parteien gelangte zum sternenreichen Himmel,
    da sie [einander] antrieben.

    Sie prallten aufeinander mit lautem Kampfgeschrei.
    Nicht länger hielt da Zeus seinen Zorn zurück,
    sondern sofort wurde sein Sinn von Zorn erfüllt,
    und er zeigte seine ganze Kraft.

    So schritt er vom Himmel und vom Olymp herab, unablässig Blitze schleudernd.

    Die Blitze aber entflohen mit Donner und Lichtglanz zugleich der kraftvollen Hand, die heilige Flamme häufig aufwirbelnd.

    Ringsum erdröhnte die Nahrung spendende Erde, die verbrannte;
    es krachte ringsum im Feuer der unsagbar große Wald.

    Es kochte die ganze Erde und die Strömung des Okeanos und das unermüdlich wogende Meer; ... Die Schlacht neigte sich.

    Zuvor aber kämpften sie, aufeinander losgehend, in gewaltigen Gefechten.
    In den ersten Reihen aber trieben die bittere Schlacht an:
    Kottos, Briaeros und Gues, der im Kampf unermüdliche.
    Sie sandten aus ihren kräftigen Händen dreihundert Steine dicht hintereinander.

    Mit ihren Wurfgeschossen überdeckten sie die Titanen,
    und sie schickten sie unter die weitwegige Erde, und fesselten sie mit schmerzlichen Fesseln, nachdem sie mit ihren Händen die Übermütigen besiegt hatten:

    Soviel unter die Erde, wie der Himmel von der Erde entfernt ist -
    soviel nämlich ist es von der Erde in den nebligen Tartaros.
    Neun Tage und neun Nächte und neun Tage währte der Fall,
    vom Himmel herabfallend so schnell, wie ein Amboss fällt.
    Erst am zehnten Tag kamen sie in der Unterwelt an.«

    Gruss

    Arius
     
  13. Trestone

    Trestone Großmeister

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    Franken
    Hallo,

    ich bin in der "homerischen Frage" (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Homer
    ein Anhänger der Theorie, das generationenlang Wissen und Gesänge mündlich überliefert wurden
    und dan von Homer (und/oder anderen) "nur" aufgeschrieben wurden,
    ähnlich wie bei Laotse und dem Tao-te-king.

    Das ändert aber nichts an der Wahrscheinlichkeit der These dieses threads,
    dass in der Odyssee wohl tiefe Weisheiten enthalten sind,
    bzw. erhöht diese sogar nach meiner Ansicht sogar noch.

    Dann wäre nicht ein Mensch seiner Zeit voraus gewesen,
    sonder wir sind ihr etwas hinterher ...

    Gruß
    Trestone
     
  14. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    middleearth in otherland
    Mich erinnert das auch an die Gebrüder Grimm.

    Erläutere mal.
    Gruß, streicher
     
  15. Trestone

    Trestone Großmeister

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    Franken
    Hallo streicher,

    wenn in diesen Texten (wie der Odyssee) Wissen aus hundert- oder gar tausendjährigen Überlieferungen steht,
    und uns dieses weitgehend verlorengegangen ist,
    so versuchen wir durch Forschung und Interpretation hervorzuholen,
    was frühere Menschen wohl schon unmittelbarer wußten,
    wir sind ihnen also in diesen Punkten im Wissen hinterher und nicht voraus.

    Gruß
    Trestone