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Die Bildzeitung

Dieses Thema im Forum "Politik, Sozialkritik, Zeitgeschehen & Geschichte" wurde erstellt von Plaayer, 25. Oktober 2003.

Lest ihr die Bildzeitung?

  1. Ja, immer.

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  2. Manchmal.

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  3. Nein, nie.

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  4. Habe sie mal eine Zeit lang gelesen.

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  1. Winston_Smith

    Winston_Smith Forenlegende

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    Einmalig oder jeden Monat?

    ws
     
  2. Gurke

    Gurke Ehrenmitglied

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    Gurkonien
    Denke man meint monatlich.
    30 Mille durch 8000 für zwölf Monate gibt 300 und ein bisschen.
     
  3. wattwurm

    wattwurm Meister

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    Na monatlich:
    300 x 12 x 8000 sind knapp 30000000
     
  4. Winston_Smith

    Winston_Smith Forenlegende

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    Paris - Im weißen FIAT UNO...
    Aha. Danke.

    Persönlich finde ich solche Umverteilungspläne allerdings eher mäßig gut.

    ws
     
  5. Booth

    Booth Erleuchteter

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    Weil?!
     
  6. Simple Man

    Simple Man Forenlegende

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    Vermutlich widerspricht es Winstons Gerechtigkeitsempfinden ...

    Ökonomisch kann das allerdings sogar sinnig sein, solch eine Umverteilung ...
     
  7. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

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    Ja, für die, die wat kriegen, kann die ökonomisch sinnig sein. :D
     
  8. Simple Man

    Simple Man Forenlegende

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    Momentan scheinbar Schilda ...
    :wink:

    Aber auch für andere ...
     
  9. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

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    14. September 2003
    Wie, auch für die, denen/der was entgeht?

    Ich dachte, das wäre höchstens für ihren Nachtschlaf oder ihr Seelenheil förderlich.

    Genug geblödelt. Meinst Du nicht, daß diese Umverteilung eher sozial als ökonomisch sinnvoll wäre?
     
  10. Simple Man

    Simple Man Forenlegende

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    Momentan scheinbar Schilda ...
    Nein Nein ... ich meine schon ökonomisch ...

    Steigende Spar- und Akkumulationsprozesse mit zunehmendem Einkommen, zusätzliche Konsumausgaben durch untere Einkommensschichten bei Umverteilung, Ankurbelung der Wirtschaft ...

    Aber das ist OT, ich geh da mal morgen im Geld-Theorie-Thread drauf ein ... schulde dir da, glaube ich, eh noch ne Antwort ... :wink:

    Aber erst morgen ...
     
  11. wattwurm

    wattwurm Meister

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    Fragt sich nur, WELCHE Umverteilung für die Steigerung des Jahresüberschusses bei der Axel-Springer-AG eigentlich verantwortlich ist. Und da findet sich in der Pressemitteilung des Medienkonzerns folgender Hinweis:
    Gemeint ist damit folgendes:
    zwischen 1977 und 2000 fand in Deutschland das "Anrechnungsverfahren" Anwendung, durch das Aktionäre bei der Dividendenzahlung ihre Einkommensteuer um die von der Aktiengesellschaft gezahlte Körperschaftssteuer mindern konnten. Durch geschickte Gewinn-/Verlust-Gegenbuchungsaktionen konnten Konzerngesellschaften so millionenschwere Körperschaftsteuerguthaben ansammeln, deren Auszahlung an gewisse Auflagen gebunden war (Körperschaftsteuer-Moratoriums).

    Nur kurz zur sozialpolitischen Komponente: kein "Entscheidungsträger" in Politik und Wirtschaft stellt den Zwang der Arbeitnehmer zur Zahlung von Lohnsteuer für ihre Vergütung in Frage, obwohl sie als abhängig Beschäftigte kein eigenes "Unternehmer-Subjekt" sind. Aber Aktionären wird nicht zugemutet, Einkommensteuer zu entrichten, obwohl sie ein von der AG getrenntes eigenständige "Steuer-Subjekt" sind.
    Zurück zur Springer-Bilanz:
    Durch die Neuregelungen des SEStEG ("Entwurf eines Gesetzes über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften") kommen die Inhaber der Körperschaftsteuerguthaben nun endlich an ihr Geld und können es in ihren Bilanzen ausweisen. Der Anstieg um 60 Millionen beim Jahresüberschuss ist vorallem diesem "Steuergeschenk" zu danken.

    Um was es hier eigentlich geht, zeigt das Zitat von einer steuerrechtlichen Infoseite
    Im Klartext: gründe eine AG, die so viel Verlust wie möglich macht und freue Dich an den Steuergutschriften. :?
     
  12. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

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    Die Aktionäre sind der kollektive Eigentümer derAG. Wieso sie einmal gemeinsam und dann noch einmal getrennt besteuert werden sollen, mußt Du mir erklären.
     
  13. wattwurm

    wattwurm Meister

    Beiträge:
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    18. August 2006
    Weil die Aktiengesellschaft als eigenständige juristische Person eine (zitat wiki) selbständig rechtsfähige rechtliche Einheit ist und somit nicht mit der Summe der Gesellschafter gleichzusetzen ist!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Aktiengesellschaft

    Am deutlichsten zeigt sich diese Differenzierung im Schadensfall:
    Schadenersatz muss nur aus dem Unternehmensvermögen gezahlt werden und nicht von den Aktionären mit ihrem Vermögen.
    Das ist doch inkonsequent: wenn die AG Gewinn macht, betrachtet der Gesetzgeber die Kapitalgesellschaft und die Aktionäre steuerrechtlich als quasi identisch und der Shareholder kann seine Einkommenssteuer mit der Körperschaftsteuer verrechnen. Aber wenn Gläubiger der AG zu bedienen sind, haftet nur die AG als Formkaufmann mit dem Gesellschaftskapital, der Aktionär bleibt mit seinem Eigentum unberührt. Also wenn es ums bezahlen geht, werden AG und Aktionär rechtlich plötzlich nicht mehr als Einheit gesehen.

    Sowas führt dann zu solchen Konstrukten wie bei Benq mobile, was zwar eine GmbH war aber als Kapitalgesellschaft ebenfalls nur mit dem Gesellschaftsvermögen und nicht mit dem Privatvermögen der Gesellschafter haften musste. Während die 3000 Mitarbeiter in eine Gesellschaft mit gerademal 25.000 euro Eigenkapital überführt wurden, genehmigten sich die "leistungstragenden" Manager eine eigene Gesellschaft mit 2 Millionen Kapital, aus dem sie bei der Insolvenz bedient wurden. :roll:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalgesellschaft
    http://www.jungewelt.de/2007/01-03/050.php
     
  14. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

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    14. September 2003
    Ich weiß daß AG und Aktionär zwei verschiedene Rechtssubjekte sind, und in Deinem Link hätte ich es nochmal nachlesen können, wenn ich es nicht gewußt hätte.

    Weshalb ist es jetzt Deiner Ansicht nach gerecht, daß der Gewinn einer AG doppelt (als Körperschafts- und als Einkommenssteuer) besteuert wird?

    Übrigens: Lohnsteuer ist keine doppelte Besteuerung. Löhne sind Kosten und mindern den Gewinn, auf den Körperschaftssteuer erhoben wird.
     
  15. Komplize

    Komplize Meister

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    25. April 2007
    Etwas skuril finde ich das ganze schon: ein privater Briefzusteller, steuerlich günstig beheimatet als Holding in Luxemburg, beauftragt eine Werbeagentur, um eine Demo zu organisieren, bei der die Hartz-IV -aufstockenden Zusteller GEGEN den bereits ausgehandelten Mindestlohn von rund 9 euro aufbegehren mit dem Motto "6 Euro sind genug!". Und der gleiche Postdienstleister, der sonst bei einem Tag Fehlzeit wegen Krankheit sofort den Anwesenheitsbonus für den ganzen Monat streicht, versichert seinen Leuten "Ihr werdet trotzdem als anwesend geführt und bekommt die Zeit voll bezahlt".

    Wenn sich Frau Springer noch mehr solcher würdelosen Ausbeutespektakel einfallen lässt, um ihre Jahresdividende von 60 Millionen aufzustocken, sollte man ernsthaft über ein Revival der "Enteignet Springer"-Forderung nachdenken. Dann geht die Pin Mail in die Deutsche Post über und die Zusteller erhalten ein auskömmliches Gehalt, ohne auf ergänzende Sozialleistungen angewiesen zu sein. Aber sich als milliardenschwerer Kapitaleigner noch über seine eigenen Mitarbeiter lustig zu machen, indem man sie (wie ein Lamm zur Schlachtbank) auf eine Demo GEGEN ihre eigenen Interessen treibt, ist das wahre Bild des Kapitalismus unserer Tage, der in der "bild" vollkommen verzehrt aus Sicht der Großaktionäre dargestellt wird. :(

    info
     
  16. spriessling

    spriessling Großmeister

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    Woanders
    @komplize: Erstens gibt es pin schon garnichtmehr, wurde bereits wieder zurück an die waz verkauft, heisst jetzt wlb. Springer hat also damit garnichts mehr zu tun. Zweitens beträgt der Lohn 8,65 Brutto, und zwar schon seit Jahren. Was ich garnicht so schlecht finde, für eine ungelernte Tätigkeit. TNT zahlt deutlich weniger.
     
  17. Simple Man

    Simple Man Forenlegende

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    Momentan scheinbar Schilda ...
  18. seinschatten

    seinschatten Lehrling

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    Beim Wort "Lesen" sträuben sich mir die Nackenhaare. Ich schaue kurz in die Onlineausgabe, welche Sau gerade durch's Dorf getrieben wird und dann hangele ich mich durch alle möglichen Blogs, um den Schwachsinn auf Substanz zu untersuchen. Der Nährwert ist i.d.R. gering und besteht sowieso nur aus nötigender Propaganda, um von den wirklich wichtigen Themen abzulenken.
     
  19. Hosea

    Hosea Erleuchteter

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