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DDR-Spionage

Dieses Thema im Forum "Geheimdienste" wurde erstellt von Campodecriptana, 10. Januar 2004.

  1. Campodecriptana

    Campodecriptana Geselle

    Beiträge:
    85
    Registriert seit:
    28. Februar 2003
    Vera Lengsfeld hat das Buch des Journalisten Klaus Behling besprochen: „Kundschafter a.D. – Anfang vom Ende der DDR-Spionage“-

    Neben der Entführung und Beseitigung unliebsamer Personen, beschäftigte sich die Wolf-Truppe mit Anschlägen auf das Leben von Bürgerrechtlern. Behling schildert, wie einige von ihnen zu Tode gebracht werden sollten und wurden: durch Anschläge auf das Auto (Jürgen Fuchs), Gift (Wolfgang Welsch), Schüsse (Michael Gartenschläger) und mit radioaktiven Material verseuchte Unterlagen (Rudolf Bahro). Keiner dieser Fälle ist als Verbrechen der HVA unter Führung von Wolf wirklich ins öffentliche Bewusstsein gedrungen, weil die letzten Beweise immer fehlen. So kam es im Fall Gartenschläger zu keiner Verurteilung der Todesschützen, weil nicht festgestellt werden konnte, wer von den drei Beteiligten den tödlichen Schuss abgegeben hat. In dubio pro reo.

    Die Stasitäter profitieren heute von den Prinzipien des Rechtsstaates, den sie immer bekämpft haben und den sie heute noch verachten. Zwar ist es den Stasileuten sogar gelungen, auf dem Rechtsweg die nachträgliche Erhöhung ihrer im Einigungsvertrag gedeckelte Renten durchzusetzen. Das hat sie von ihrer grundsätzlichen Feindschaft gegen das „System„ nicht abgebracht.

    Auf www.campodecriptana.de ist der ganze Text von Vera Lengsfeld Online im Inhaltsverzeichnis einsehbar
    Thread dazu - http://www.campodecriptana.de/forum...055643caa8c42a8365d69010&postid=2319#post2319