Cyberkrieg hat begonnen

Zerch

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....und/oder Israel.

Aber wenn Busher nicht wegen Stuxnet ausfiel bleibt die Ursprungsfrage ja noch offen.
Computerspezialisten rätseln schon seit Juni , welches einzelne System , unter diesen unzähligen in Frage kommenden Systemen , entführt werden soll.

-China , und/oder Rußland ?
 

dkR

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Sabotage des iranischen Atomprogrammes? In dem Fall hat die Aktion meine volle Unterstützung.
 

tweety

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Absolut und immer noch besser als wenn Bomben fallen. Die Frage ist hatl nur inwieweit es auf den Iran beschränkt bleibt. In Zeiten der globalen Vernetzung kann so ein Wurm oder Virus ja auch schnell mal woanders hinwandern. :zwinker:
 

erik

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Wieso muss man "finanziell sehr gut ausgestattet" sein, um ein Computervirus zu entwickeln?
 

dkR

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tweety schrieb:
In Zeiten der globalen Vernetzung kann so ein Wurm oder Virus ja auch schnell mal woanders hinwandern. :zwinker:
In dem Fall heiligt der Zweck die Mittel.

Bomben hingegen bleiben ein lokal eher begrenztes Ereignis, stimmt schon.
 

tweety

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erik schrieb:
Wieso muss man "finanziell sehr gut ausgestattet" sein, um ein Computervirus zu entwickeln?
Aus dem verlinkten Artikel:
All das deutet darauf hin, dass bei der Entwicklung von Stuxnet ein Staat beteiligt war, dem umfassendes geheimdienstliches Material zur Verfügung stand
Ich gehe mal davon aus, dass so ein Wurm oder Virus nicht mal eben von ein paar Computerfreaks in der Mittagspause entwickelt wurde. Da steckt wohl monatelange Arbeit hinter und sicherlich können sowas auch nicht irgendwelche Feierabend-Hacker machen. Dafür braucht man Spezialisten und die sind nunmal nicht zum Nulltarif zu bekommen.
 

Malakim

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@tweety
in der Vergangenheit hat sich deutlich gezeigt das sog. Freizeithacker ihren professionellen Kollegen oft überlegen sind. Das liegt an der unterschiedlichen Motivation, der eine arbeitet aus Freude, der andere gegen Geld.

Also die Schlußfolgerung das so ein Virus sehr teuer sei und deswegen ein Staat dahinter stecken müsse halte ich für ungültig.
 

LStrike

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Wenn man diesem Spiegel Artikel glauben darf, dann sind es keine "Freizeithacker" gewesen.

Ich finde, dass das Thema gerade ein wenig aufgebauscht wird und zu etwas gemacht wird, was es gar nicht ist.

Fakt ist wohl, dass ein Wurm/Virus entwickelt wurde, der speziell auf Siemens-Software zugeschnitten wurde. Es wurden Sicherheitslücken ausgenutzt, die ein enormes Fachwissen voraussetzen.
Was Stuxnet überhaupt machen soll ist nach wie vor unklar. Ist es ein Programm zur Spionage oder zur Sabotage?

Jetzt schon vor einem wie auch immer gearteten Cyberwar zu sprechen halte ich für ein wenig übertrieben.
 

the_midget

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erik schrieb:
Wieso muss man "finanziell sehr gut ausgestattet" sein, um ein Computervirus zu entwickeln?
Laut Spiegel nutzt der Virus sogenannte Zero Day Exploits von Windows aus. Angeblich ist so ein Exploit auf dem Schwarzmarkt 250.000 Dollar wert. Zudem müssen die Hacker detallierte Kentnisse des Quellcodes der angegriffenen Software gehabt haben.

Da steckt schon ne Menge Kohle drin...
 

erik

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Ich glaube schon, dass es Leute gibt, die aus einer Art "Ehrenkodex" heraus hacken, ohne sich dafür bezahlen zu lassen.
Und die machen das sicher nicht in der Mittagspause, sondern investieren da auch viel Zeit und Energie.
Oft verdienen solche Leute gutes Geld ins ganz normalen Berufen (die meist auch mit der Computerbranche verbunden sind)

Insofern verstehe ich immer noch nicht, wieso zur Programmierung einer solchen Wurms große finanzielle Resourcen notwendig sein soll.

Sowohl die "Zero Day Expolits" als auch illegal beschaffte Quellcodes von Steuerungssoftware kommen ja wohl eher aus dem Hackerumfeld und nicht von freien Markt. Aber so etwas konnten sich die Computerexperten aus der Politik ja noch nie vorstellen, dass man auch mit handelsüblichen PCs Dinge anstellen kann, die deren Vorstellungsmögen übersteigen.
 

tweety

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LStrike schrieb:
Was Stuxnet überhaupt machen soll ist nach wie vor unklar. Ist es ein Programm zur Spionage oder zur Sabotage?
Ich gehe mal eher von Sabotage aus, aber ausschliessen kann man nichts.

LStrike schrieb:
Jetzt schon vor einem wie auch immer gearteten Cyberwar zu sprechen halte ich für ein wenig übertrieben.
Ich nicht, das war ein grossangelegter Cyber-Angriff auf ein bestimmtes Land. Wir wissen ja auch schon von vorherigen Angriffen auf die USA aus China(?).
 

LStrike

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Ich nicht, das war ein grossangelegter Cyber-Angriff auf ein bestimmtes Land. Wir wissen ja auch schon von vorherigen Angriffen auf die USA aus China(?).
Auch das halte ich noch für spekulativ.
Stuxnet war auch in anderen Ländern aktiv, wie Indien, Indonesien und den USA.
Es stimmt zwar, dass weit über 50% der Stuxnet Aktivität im Iran statt finden/fanden, aber ob dies eine gezielte oder ein groß angelegter Angriff war kann ich nicht beurteilen.
 

the_midget

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Malakim

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Warum muß ich diese Leute als "Gegenseite" begreifen?

Ist nicht das interessante am Cyberkrieg das er "Grenzenlos" ist?
 

Malakim

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tweety schrieb:
Ist nicht das interessante am Cyberkrieg das er "Grenzenlos" ist?
Schon, aber deshalb gibt es doch immer noch einen Gegner gegen den sich Attacken richten.
Ja, aber der gehört eben nicht mehr zu einem Land sondern zu einer Idee oder Ideologie.

Ein "Die" richten sich gegen "Uns" ist schwerer zu erzeugen.
 

wintrow

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Da geb ich Malakim recht. Im Internet gibt es keine klaren Fronten. In den Neunzigern waren die ersten Hacker sowas wie Idealisten. Sie wollten durch ihre Aktionen zeigen welches Potential und welche Konsequenzen die Nutzung des Internet hat. Nationalität spielte da kaum eine Rolle. Heute gibt es wesentliche vielfältigere Gründe.
Ich denke das was Tweety meint geht wohl eher in die Richtung Witschaftsspoinage, die bekanntlich gern gegen den Westen gerichtet ist um Technologie zu beschaffen bzw. einen Marktvorteil zu erzwingen. China und Russland sind heirfür bekannt, die Bundeswehr baut derzeit eine Antihackereinheit auf.
 
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