Berliner Rektorin fordert Schließung der Schule

Franziskaner

Ehrenmitglied
Mitglied seit
4. Januar 2003
Beiträge
4.790
Shishachilla schrieb:
Franziskaner schrieb:
Abhängig oder unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft?
Selbstverständlich abhängig, da wir hier einen Präzedenzfall haben, in dem es um Moslems geht!!!
Entschuldige, die Tatsache das es völlig ausgeschlossen ist, das auch die deutschen Schüler dieser einen Schule an Gewalttaten beteiligt sein könnten, ist mir entgangen.

Ausserdem würde mich dann interessieren, wie du die Verhältnisse an der im von mir schon einmal angesprochenen Artikel beurteilst, insbesonders in Bezug auf durchaus vergleichbare Parameter hinsichtlich ethnischer Herkunft der dort zur Schule gehenden Kinder und Jugendlichen:
http://www.spiegel.de/unispiegel/schule/0,1518,408976,00.html

Für mich schon interessant zu sehen, wie wenig auf so etwas eingegangen wird? Passts vielleicht nicht ganz ins Weltbild?

hier ist niemand faschistisch oder rassistisch
Das bezweifle ich.
 

Winston_Smith

Forenlegende
Mitglied seit
15. März 2003
Beiträge
5.237
Katholiken und Protestanten würden sich also gegenseitig nie verprügeln, nur weil die anderen der "falschen" Religion angehören?
Hier bei uns in Deutschland? Hmmm. Mal überlegen. Ne. Ist mir nicht bewußt. Hast Du ein Beispiel? Vielleicht eine Schule, auf der Katholiken protestatische Mädchen als Huren beschimpfen?


Das heisst, nur wer die deutsche Staatsbürgerschaft unter Verzicht auf die bisherige erwirbt, ist integriert?
Nun. Zumindes wäre das doch mal ein schönes Zeichen, oder?


Du sagst mir also, in der Türkei beispielsweise ist es eine normale Verhaltensweise, Lehrern gegenüber aufsässig zu sein und Mitschüler zu verprügeln, auszurauben und was weiss ich sonst noch? Und das haben die türkischen Migrantenkinder mitgebracht und müssen es sich jetzt abgewöhnen?
Mach doch bitte nicht immer und immer wieder den Fehler, Staatsangehörigkeit und Religion zu verwechseln. Es ist kein türkisches, sondern ein moslemisches "Problem".

Und ja. Ich glaube, dass in Saudi-Arabien (als moslemisches Beispielland) es diese Probleme nicht gibt. Warum? Weil da bestimmt keine Christliche Lehrerin mit kurzem Rock unterrichten wird.


Warst du schon einmal an türkischen Schulen und hast die Verhaltensweisen der Kinder und Jugendlichen dort beobachtet?
Unwichtig, weil es ein religiöses- und kein staatsangehörigkeits Problem ist.




Ausserdem könnte man das dann auch weiterführen und sagen, nicht alle Menschen sind Terroristen, aber alle Terroristen sind Menschen. Was ungefähr genau so aussagekräftig wäre, dann aber zumindest nicht ganz diesen selektiven Touch hätte, stimmts?
Nein. Es ist nicht so aussagekräftig. Die Terroristen berufen sich ja nicht auf das Mensch-sein, sondern eben auf das Moslem-sein. In Köpfungsvideos wird "Gott-ist-Groß" geschrien...



Es gibt eine nicht unerhebliche Anzahl moslemischer Religionsgelehrter, die dir erklären würden, warum ein Terrorist der unschuldige Menschen tötet, kein Moslem sein kann.
Es gibt eine nicht unerhebliche Anzahl moslemischer Religionslehrer, die das Gegenteil behaupten und lehren.

ws
 

Shishachilla

Ehrenmitglied
Mitglied seit
10. April 2002
Beiträge
4.305
Franziskaner schrieb:
Darf ich eine Ergänzungsfrage stellen? Warst du schon einmal an türkischen Schulen und hast die Verhaltensweisen der Kinder und Jugendlichen dort beobachtet?
Darf ich davon ableiten, dass du sagen willst, dass sie sich dort angemessen verhalten, wie man es von ziviliesierten Menschen erwarten dürfte, und ihre Lehrer nicht verkloppen? Kann es dann sein, dass die die hier sind und sich daneben benehmen einfach der assoziale Anteil ist?? Was will man da bloß machen? :k_schuettel:

Franziskaner schrieb:
Es gibt eine nicht unerhebliche Anzahl moslemischer Religionsgelehrter
Wieviele? Woher du wiss? Quelle bitte!!! :D

Franziskaner schrieb:
Entschuldige, die Tatsache das es völlig ausgeschlossen ist, das auch die deutschen Schüler dieser einen Schule an Gewalttaten beteiligt sein könnten, ist mir entgangen.
Verschwindend geringe Zahl...

Franziskaner schrieb:
Ausserdem würde mich dann interessieren, wie du die Verhältnisse an der im von mir schon einmal angesprochenen Artikel beurteilst
interessant, ohne Frage!

Franziskaner schrieb:
Das bezweifle ich.
Also wenn ich dir etwas über meine Einstellung sage, und du glaubst es nicht, dann kann ich dir auch nicht helfen. Mehr als sagen kann ich es nicht, was du glaubst ist und bleibt deine Entscheidung, zum Glück!
 

Franziskaner

Ehrenmitglied
Mitglied seit
4. Januar 2003
Beiträge
4.790
Winston_Smith schrieb:
Hier bei uns in Deutschland?
Hast dich nett aus der Affäre gezogen, Winston...

Hmmm. Mal überlegen. Ne. Ist mir nicht bewußt. Hast Du ein Beispiel? Vielleicht eine Schule, auf der Katholiken protestatische Mädchen als Huren beschimpfen?
Reicht es, dass sich Anfang der 70er immer die Dorfjugend von zwei eingemeindeten Dörfern jeden Samstag vormittag auf nem Acker getroffen hat, um sich gegenseitig zu vermöbeln? Da war noch nicht mal die Religion ausschlaggebend? Ach halt, da hätt ich ja fast vergessen, das es bei uns in der 7. und 8. Klasse an der Tagesordnung war, von den Kerls aus der katholischen Klassengemeinschaft auf dem Flur mit dem netten Wort "Ketzer" eins aufs Maul zu kriegen. Oder in andere Körperteile, ganz nach Belieben. Und das bei uns in der Schule kein Mädchen je das Wort "Hure", "Schlampe" oder "Nutte" gehört hätte, nun, würde ich das behaupten, wäre es schlicht gelogen. Von den 4 oder 5 Türkenkindern, die wir an der Schule hatten, allerdings nie. Wenn die das damals nicht gemacht haben, heute aber schon, dann müssen die das wohl zwischenzeitlich von jemand gelernt haben...

Das heisst, nur wer die deutsche Staatsbürgerschaft unter Verzicht auf die bisherige erwirbt, ist integriert?
Nun. Zumindes wäre das doch mal ein schönes Zeichen, oder?
Hm. Ein schöneres, als hier ein Häuschen zu bauen? Ein Geschäft zu eröffnen? Einen Mercedes zu kaufen? Wenn du meinst.

Mach doch bitte nicht immer und immer wieder den Fehler, Staatsangehörigkeit und Religion zu verwechseln. Es ist kein türkisches, sondern ein moslemisches "Problem".
Also sind Türken keine Moslems, oder wie? Wie sieht es mit tunesischen Schulen aus? Warst du da schon? Wie sieht es dort aus?

Ausserdem könnte man das dann auch weiterführen und sagen, nicht alle Menschen sind Terroristen, aber alle Terroristen sind Menschen. Was ungefähr genau so aussagekräftig wäre, dann aber zumindest nicht ganz diesen selektiven Touch hätte, stimmts?
Nein. Es ist nicht so aussagekräftig. Die Terroristen berufen sich ja nicht auf das Mensch-sein, sondern eben auf das Moslem-sein. In Köpfungsvideos wird "Gott-ist-Groß" geschrien...[/quote]

Du meinst also, wenn wir den Islam in den arabischen Ländern nicht hätten - alle anderen Voraussetzungen ansonsten genau so - würde es Entführungen, Hinrichtungen und Attentate nicht geben?

Terroristen können sich berufen, auf was sie wollen - deutsche Terroristen beriefen sich schon mal darauf, das Volk befreien zu wollen - jedoch sind sie nichts weiter als eine feige Mörderbande, die sich die naheliegendste Rechtfertigung für ihre Taten aussuchen, um sich selber auch noch in einem glorifizierenden Licht darzustellen. Das ist in den arabischen und asiatischen Staaten momentan die Religion.

Jedoch bin ich mir sicher, die Tatsache das Christen in ihren Ländern in der Regel keine vergleichbaren Taten mit Bezug aufs Christentum verüben, hängt weniger mit einer fortschrittlichen oder menschenfreundlicheren Religion zusammen, sondern mit einer säkularisierteren Gesellschaftsform.

Es gibt eine nicht unerhebliche Anzahl moslemischer Religionslehrer, die das Gegenteil behaupten und lehren.
Was also bedeutet, du stimmst mir zu, das wir nicht "Moslems" als Sammelbegriff für eine bestimmte, radikale und intolerante Auslegung des Koran verwenden können sondern weiter differenzieren müssen. Das sag ich doch die ganze Zeit...
 

Winston_Smith

Forenlegende
Mitglied seit
15. März 2003
Beiträge
5.237
sondern mit einer säkularisierteren Gesellschaftsform.
Mein Gott [sic!] jetzt hat er es ! Genau das ist es. Unsere Gesellschaft ist säkularisiert. Das Problem ist nun das:

Viele Muslime den Glauben über den Staat stellen. Darum gibt es diesen Ärger.

Das sieht man doch jetzt gerade in Berlin. Könnten die Randalierer zwischen Staat und Kirche trennen oder würden die religiösen Lehrer ihnen das beibringen, würden weniger Leute als "Schweinefresser" oder "Huren" beschimpft. Auch hätten es weibliche Lehrer um einiges einfacher.

Aber ganz offensichtlich scheint es da ein Problem zu geben. Ob es nun ein generelles Problem des Islam ist, weiß ich nicht. (Befürchte es aber.)

ws
 

Franziskaner

Ehrenmitglied
Mitglied seit
4. Januar 2003
Beiträge
4.790
Shishachilla schrieb:
Darf ich davon ableiten, dass du sagen willst, dass sie sich dort angemessen verhalten, wie man es von ziviliesierten Menschen erwarten dürfte, und ihre Lehrer nicht verkloppen? Kann es dann sein, dass die die hier sind und sich daneben benehmen einfach der assoziale Anteil ist?? Was will man da bloß machen?
Tja, ich weiss nicht? Haben die in der Türkei Bluttests durchgeführt, um festzustellen, wer jetzt zum "asozialen Anteil" gehört und als Gastarbeiter nach Deutschland darf? Oder sind die hier so geworden? Wenn ja, sind sie daran selbst und alleine schuld?

Franziskaner schrieb:
Es gibt eine nicht unerhebliche Anzahl moslemischer Religionsgelehrter
Wieviele? Woher du wiss? Quelle bitte!!!
Ist das eigentlich normal, das meine Bitten um Quellen ignoriert werden, ich aber in der Pflicht bin? Na gut, will ich mal mit gutem Beispiel vorangehen:

http://www.zentralrat.de/4284.php
http://www.atib.org/deutsch/html/body_Verf.html
http://www.islamrat.de/stellungnahme/2001/interview-jaw.htm
http://www.wadinet.de/news/iraq/newsarticle.php?id=1288

Du suchst dir den Rest selbst raus, ja?

Franziskaner schrieb:
Entschuldige, die Tatsache das es völlig ausgeschlossen ist, das auch die deutschen Schüler dieser einen Schule an Gewalttaten beteiligt sein könnten, ist mir entgangen.
Verschwindend geringe Zahl...
Was dann wiederum nichts mit der ethnischen Quote zu tun haben kann, oder? Wie sieht diese verschwindend geringe Zahl denn prozentual aus im Vergleich zum prozentualen Wert der türkisch- oder arabisch-stämmigen?

Franziskaner schrieb:
Das bezweifle ich.
Also wenn ich dir etwas über meine Einstellung sage, und du glaubst es nicht, dann kann ich dir auch nicht helfen. Mehr als sagen kann ich es nicht, was du glaubst ist und bleibt deine Entscheidung, zum Glück!
Danke für dein Verständnis. Ich gehe weiterhin davon aus, das es hier an Bord einige ganz wenige gibt, die ihre rassistische Einstellung mehr oder weniger gut verstecken, weil sie sich dessen sehr wohl bewusst sind, und einige mehr, die sich zwar gern vom Rassismus distanzieren aber trotzdem ganz schön im Bauchladen der Hardcore-Rassisten einkaufen gehen - gedanklich wie rhetorisch. Bei keiner der beiden Gruppen würde mir ein Grund einfallen, warum ich mich mit meiner Bewertung zurückhalten sollte.
 

Franziskaner

Ehrenmitglied
Mitglied seit
4. Januar 2003
Beiträge
4.790
Winston_Smith schrieb:
sondern mit einer säkularisierteren Gesellschaftsform.
Mein Gott [sic!] jetzt hat er es ! Genau das ist es. Unsere Gesellschaft ist säkularisiert. Das Problem ist nun das:

Viele Muslime den Glauben über den Staat stellen. Darum gibt es diesen Ärger.
So, und jetzt überlegen wir mal, wie wir den Muslimen das Säkularisierte unserer Gesellschaft schmackhaft machen können. In dem wir ihnen jeden Tag erzählen, wie rückständig, intolerant und wertefeindlich ihre Religion ist? Denk mal drüber nach...

Was in Berlin und anderswo abgeht, ich sag es dir ganz ehrlich, halte ich für ein Problem der immer weiter um sich greifenden sozialen Abspaltung einer immer grösser werdenden "Unterschicht", deren Chancen auf sozialen Aufstieg immer geringer werden. Das die davon betroffenen Jugendlichen sich eine Rechtfertigung in ihrer Religion suchen, halte ich genau so für einen unverschämten Missbrauch dieser wie ich das bei Terroristen denke. Aber offensichtlich liegt dieses Merkmal der Gruppenidentifikation nahe, wird es doch auch hier immer wieder gern genommen.

Aber ganz offensichtlich scheint es da ein Problem zu geben. Ob es nun ein generelles Problem des Islam ist, weiß ich nicht. (Befürchte es aber.)
Ich weiss nicht, ob wir da nicht einen ganzen Haufen gemachter Fehler in der Kolonialzeit und auch noch danach einfach ausblenden, weil es natürlich immer leichter ist, die Gesamtschuld beim anderen zu suchen.

Mal davon abgesehen, dass ich ein Problem mit "dem Islam" habe, denn so homogen, wie er hier manchmal dargestellt wird, ist er offensichtlich nicht.
 

Shishachilla

Ehrenmitglied
Mitglied seit
10. April 2002
Beiträge
4.305
Franziskaner schrieb:
Tja, ich weiss nicht? Haben die in der Türkei Bluttests durchgeführt, um festzustellen, wer jetzt zum "asozialen Anteil" gehört und als Gastarbeiter nach Deutschland darf? Oder sind die hier so geworden? Wenn ja, sind sie daran selbst und alleine schuld?
Bluttests? Versteh ich nich, was das eine mim anderen zu tun hat!!! Warum muss man irgendwo so werden? "Ich bin zu blöd zu Hause Arbeit zu finden, bzw. bin so asozial, dass ich zu Hause nicht wirklich zu etwas bringen kann, also wandere ich aus gehe nach Deutschland, da bekomm ich den Puderzucker in den Arsch geblasen. Da wirds mir immer super gehen, weil die Regierung zu blöd ist Schranken aufzuweisen!

Zu deinen Quellen: gut nachgeschlagen, nur finde ich da nicht den erwarteten Religionslehrer. Nach deiner Prophezeiung ging ich mal davon aus und wurde nun herbe enttäuscht. :cry:
 

DrJones

Ehrenmitglied
Mitglied seit
21. Mai 2002
Beiträge
2.172
Die Gastabeiter von damals, die kräftigen Hände die Deutschland
brauchte sind nun überflüssig. Mit niedrigqualifizierten
Arbeitskräften ist heute wenig anzufangen da Industrie bröckelt.
Das bedeutete natürlich den sozialen Abstieg dieser Gruppe.
Wohl auch wegen der verpennten Integrationspolitik der letzten 20 Jahre,
und eben wegen der Chancenungleichheit in der Bildung
war es speziell für Ausländer schwierig Schrittzuhalten.
Man flüchtete sich in die Parallelgesellschaft mit eigener Infrastruktur
(türkische Supermärkte,Kleidergeschäfte, Anwälte...)
So wurde eben über Jahre hinweg das herausdestilliert was wir
jetzt im TV sehen...

Die Frage ist was man tun kann?
Die Rufe das Konzept der Hauptschule aufzugeben halte ich für weniger
gut. Ich kenne genug Leute die auf der Hauptschule waren und
dann an ner Realschule ihre Mittlere Reife nachgholt haben und
anschließend sogar noch das Abitur gemacht haben.

Immerhin leben Leute mit Migrantenhintergrund schon etwa
in der 3. Generation in Deutschland. Wie schon erwähnt siecht
die klassische Arbeiterschicht seit Jahren dahin. Vorbilder
gibt es in der eigenen Familie demnach kaum, das heißt man
kann nicht mal erwarten das von dort heraus ein positiver Impuls
kommt aus dem etwas positives erwächst.
Die Eltern der Rütli Schüler hängen wohl selber an Hartz 4, können
wenig deutsch und sind bildungsfern. Ich glaube daher nicht
das die Eltern dazu in der Lage sind irgendetwas zu bewegen.

Ist wohl schwer umzusetzen,
aber wie wäre es die Kinder ihren Eltern quasi
zu entziehen und in eine Art Internat zu stecken in dem sie nur
etwa alle paar Wochen nach Haus dürfen. Sie sind dort den ganzen
Tag, ständig beschäftigt und beaufsichtigt. Schuluniform; es wird
nur deutsch gesprochen; Religion wird ganz rausgehalten;
0 Tolleranzkonzept.

Was meint ihr?
 

Winston_Smith

Forenlegende
Mitglied seit
15. März 2003
Beiträge
5.237
So, und jetzt überlegen wir mal, wie wir den Muslimen das Säkularisierte unserer Gesellschaft schmackhaft machen können.
Schmackhaft?! Das ist doch keine Option nach dem Motto: "Hey, schaut euch das mal an, vielleicht gefällt es auch ja."

Nix da! Die Moslems müssen das hinnehmen und damit leben. (Was ja z.B. auch Juden und Buddisten schaffen.)

In dem wir ihnen jeden Tag erzählen, wie rückständig, intolerant und wertefeindlich ihre Religion ist?
Machen wir das? Ich habe eher das Gefühl als hätte die Gesellschaft echt ganz dolle Verständis:
"Oh, die Comics sind bei Euch verboten? Vielleicht muß man Euch da verstehen und einfach mal unsere Freiheit einschränken."

Ich weiss nicht, ob wir da nicht einen ganzen Haufen gemachter Fehler in der Kolonialzeit
Stimmt. Eigentlich haben wir echt selber schuld, weil damals irgendein Vollidiot meinte, er müsse auf einem Kreuzzug Jerusalem erobern.

Warum haben eigentlich die Inder es geschafft, trotz Kolonialzeit noch normal zu bleiben?!

ws
 

GrossesIrrlicht

Meister
Mitglied seit
23. Februar 2004
Beiträge
113
Franziskaner schrieb:
Also haben wir ein "Politikerproblem" oder ein "Wählerproblem", aber kein "Ausländerproblem", oder?
Gröööööhl.....ich stelle mir gerade vor, wenn ein allergiegeplagter Mensch von seinem Arzt zu hören bekäme:

"Das was sie plagt ist kein Hautproblem, sondern ein Problem unserer Umwelt."


Es gehört wahrlich nicht viel Intelligenz dazu festzustellen, das ALLES eine gesellschaftliche Dimension hat. Dennoch besitzt jedes Individuum auch eine Eigenverantwortung, die im besten Falle so aussieht, dass man sich den gesellschaftlichen Begebenheiten maximal annähert.


BTW: Ich bleibe dabei, dass es niemals um genetische Unterschiede zwischen den Ethnien ging. Von daher ist und bleibt der Begriff "Rassismus" fehl am Platz. Was macht diesen Begriff eigentlich so viel Attraktiver als den der Intolleranz??
 

GrossesIrrlicht

Meister
Mitglied seit
23. Februar 2004
Beiträge
113
Winston_Smith schrieb:
Warum haben eigentlich die Inder es geschafft, trotz Kolonialzeit noch normal zu bleiben?!
.....weil sie sich integrieren mussten. Es gab überhaupt keine Alternative!!
Die gab es übrigens für die ersten Gastarbeiter aus der Türkei auch nicht. Deswegen sprechen die ja auch ein gutes Deutsch...im Gegensatz zu ihren Enkeln!! Die Integration dieser sogenannten ersten Generation ging sogar soweit, dass es für einen türkischen Mann absolut selbstverständlich war, einer deutschen Frau die Türe aufzuhalten. Ich erlebe so etwas immer dann, wenn an unserer Schule Elternsprechtag ist und die Opas als Übersetzer für ihre Kinder mitkommen.....


Mein Fazit ist: Der Wille zur Integration hat deutlich etwas mit der Wertschätzung des Landes zu tun in dem ich lebe. Wie es um diese Wertschätzung bestellt ist, braucht man wohl kaum zu beschreiben. Früher stand Deutschland hoch im Kurs, hier gab es Arbeit und Geld en masse. Heute hingegen........
 

Franziskaner

Ehrenmitglied
Mitglied seit
4. Januar 2003
Beiträge
4.790
Winston_Smith schrieb:
So, und jetzt überlegen wir mal, wie wir den Muslimen das Säkularisierte unserer Gesellschaft schmackhaft machen können.
Schmackhaft?! Das ist doch keine Option nach dem Motto: "Hey, schaut euch das mal an, vielleicht gefällt es auch ja."

Nix da! Die Moslems müssen das hinnehmen und damit leben. (Was ja z.B. auch Juden und Buddisten schaffen.)
Tja, und da bin ich eben der Meinung, das du dich irrst. Was hierzulande hingenommen werden muss bzw. welche gesellschaftlichen Regeln gelten, ist auch immer einer Veränderung unterworfen.

In der Soziologie versteht man unter Integration im übrigen nicht Assimilation, wie du das gerade vorschlägst, sondern die Schaffung eines neuen Ganzen, wobei die zu integrierende Gruppe Kultur und Werte mit einbringt.

So, wenn wir jetzt also nicht den hier lebenden Migranten und ihren Kindern klarmachen wollen, dass sie als "minderwertig" sich gefälligst überall dort anzupassen haben, wo "uns" das passt, dann wirst du dir wohl was überlegen müssen, wie du die dir wichtigen Werte dem anderen schmackhaft machst.

Es sei denn natürlich, es geht dir entweder um schlichte Unterordnung oder um gewollte Konfrontation. Dann ist dein "Friss-oder-Stirb" Weg folgerichtig.

Machen wir das? Ich habe eher das Gefühl als hätte die Gesellschaft echt ganz dolle Verständis:
"Oh, die Comics sind bei Euch verboten? Vielleicht muß man Euch da verstehen und einfach mal unsere Freiheit einschränken."
Tja, da unsere Gefühle bezüglich Toleranz und Verständnis, die aufgebracht werden, offensichtlich stark differieren, schliesse ich daraus folgendes: Entweder, es irrt sich einer von uns gewaltig oder wir beide irren uns ziemlich.

Warum haben eigentlich die Inder es geschafft, trotz Kolonialzeit noch normal zu bleiben?!
Du nennst es normal, wenn Hindus und Sikhs sich gegenseitig umbringen (im Jahre 1984 beispielsweise wurden 3000 Sikhs getötet)? Das sich Indien schon knapp 25 Jahre vor Pakistan die Atombombe beschafft hat?

Bist du auch der Meinung, das die Trennung von Pakistan und Indien - bis heute ein Brennpunkt - in deren Folge ca. 750.000 Menschen ihr Leben durch Gewaltakte oder auf der Flucht verloren, ein Zeichen für Normalität ist, die die Briten da hinterlassen haben?

Erlaubst du die Frage, was bei dir eigentlich nicht normal ist?
 

Franziskaner

Ehrenmitglied
Mitglied seit
4. Januar 2003
Beiträge
4.790
GrossesIrrlicht schrieb:
Gröööööhl.....ich stelle mir gerade vor, wenn ein allergiegeplagter Mensch von seinem Arzt zu hören bekäme:

"Das was sie plagt ist kein Hautproblem, sondern ein Problem unserer Umwelt."
Da ich deinen humoristischen Ausbruch nicht ganz nachvollziehen kann - sagst du mir kurz, wie du jetzt darauf kommst, Krankheiten mit einzubeziehen?

Dennoch besitzt jedes Individuum auch eine Eigenverantwortung, die im besten Falle so aussieht, dass man sich den gesellschaftlichen Begebenheiten maximal annähert.
Hat das jemand bestritten?

Was macht diesen Begriff eigentlich so viel Attraktiver als den der Intolleranz??
Was macht die Angabe (von Ursachen für Schulprobleme) "X % Ausländeranteil" so viel attraktiver als "sozial schwaches Umfeld fördert Gewalttätigkeiten in der Schule"?
 

DrJones

Ehrenmitglied
Mitglied seit
21. Mai 2002
Beiträge
2.172
Man hört ja Stimmen man bräuchte umfassende Schulreformen
bei der die Hauptschule als solches abgeschaft werden soll
und mit der Realschule zusammengefasst werden soll.

Davon halte ich nichts, da sich mit der Auflösung eines Schultyps nicht das
Problem löst. Man gibt dem ganzen dabei nur ein anderes Etikett.
Ich fürchte eher eine Senkung des Niveaus der Leute die
normalerweise an die Realschule gehen.
 

GrossesIrrlicht

Meister
Mitglied seit
23. Februar 2004
Beiträge
113
Franziskaner schrieb:
Da ich deinen humoristischen Ausbruch nicht ganz nachvollziehen kann - sagst du mir kurz, wie du jetzt darauf kommst, Krankheiten mit einzubeziehen?
Lach ich kapriziere nicht auf die Krankheit, sondern lieferte ein Beispiel für deine Art von Argumentation. Komisch, dass du das nicht nachvollziehen kannst??!!
Du verallgemeinerst dort, wo es konkret wird....und bedienst dich sogenannter Totschlag-Argumente. Natürlich ist jedes Problem ein von Menschen gemachtes Problem. Diese gewaltige Feststellung hilft uns im Kern aber doch NULL. Das "Ausländerproblem" ist existent und wird dadurch nicht geringer, indem ich soziologische Ursachenforschung anstrebe und darüber zu dem Ziel gelange, dass der Wähler schuld sei....

Was macht die Angabe (von Ursachen für Schulprobleme) "X % Ausländeranteil" so viel attraktiver als "sozial schwaches Umfeld fördert Gewalttätigkeiten in der Schule"?
Um bei deinem Stil Ich-beantworte-Fragen-grundsätzlich-gerne-mit-Gegenfragen zu bleiben: Warum muss man inhaltlich krampfhaft Soziales Umfeld von Ausländeranteil in einem bestimmten Stadtteil trennen??
 

GrossesIrrlicht

Meister
Mitglied seit
23. Februar 2004
Beiträge
113
DrJones schrieb:
Davon halte ich nichts, da sich mit der Auflösung eines Schultyps nicht das
Problem löst. Man gibt dem ganzen dabei nur ein anderes Etikett.
Ich fürchte eher eine Senkung des Niveaus der Leute die
normalerweise an die Realschule gehen.
Das dreigliedrige Schulsystem ist ein ächtendes Schulsystem. Mit der Zuweisung zu einem bestimmten Schultyp wird bereits die Vita der jeweiligen Kinder festgezurrt. Ich gehöre wohl zu denen, die an einer Gesamtschule arbeiten und dieses System gleichzeitig gut finden. Nicht auf den Output bezogen, sicherlich aber darauf, dass bei uns relative Chancengleichheit vorherrscht.....
 

Franziskaner

Ehrenmitglied
Mitglied seit
4. Januar 2003
Beiträge
4.790
GrossesIrrlicht schrieb:
Du verallgemeinerst dort, wo es konkret wird....
Bitte? Wer nimmt denn hier immer die grösstmögliche Gruppenzugehörigkeit, weils ihm grad so passt?

und bedienst dich sogenannter Totschlag-Argumente.
Welche?

Das "Ausländerproblem" ist existent und wird dadurch nicht geringer, indem ich soziologische Ursachenforschung anstrebe und darüber zu dem Ziel gelange, dass der Wähler schuld sei....
Nochmal, du magst ein Problem mit Ausländern haben - seien es die Dänen in Dänemark, die Franzosen in Frankreich oder die Italiener in Italien. Hier hast du ein Problem mit Inländern. Migranten, um korrekt zu sein. Sogar mit denen, die in der 3. Generation hier sind, in ihrem Heimatland schon lange als Deutsche angesehen werden und den Rest ihres Lebens hierbleiben wollen. Sie dauernd mit den zwei Prädikaten "Ausländer" und "Problem" zu bedenken ist Teil des Problems, nicht Teil der Lösung.

Schade eigentlich, das man sich hier immer wieder den Mund fusselig quasseln kann und keiner von den deutschen Betonhirnen fängt mal an, über seinen eigenen Sprachgebrauch oder auch -Missbrauch nachzudenken.

Um bei deinem Stil Ich-beantworte-Fragen-grundsätzlich-gerne-mit-Gegenfragen zu bleiben:
Ich betrachte das mitnichten als Alleinstellungsmerkmal.

Warum muss man inhaltlich krampfhaft Soziales Umfeld von Ausländeranteil in einem bestimmten Stadtteil trennen??
Muss man nicht - man kann Dinge, die kausal zusammengehören, auch so benennen. Korrellierendes einfach kausal zu nennen ist dagegen schlicht unsauber, und das darf man dann eben auch sagen. So, den Vorwurf, ich würde grundsätzlich mit Gegenfragen antworten, habe ich damit wohl entkräftet, richtig? :wink:
 

DrJones

Ehrenmitglied
Mitglied seit
21. Mai 2002
Beiträge
2.172
Hat nicht jeder die Möglichkeit nach der Hauptschule den Realschulabschluss
nachzuholen und dann spgar das Abi zu meistern?

Ich weiß es nicht, aber bei mir gab es genug die das gemacht haben.
Erst Hauptschule, dann Mittlere Reife und anschließend Abi
am Wirtschaftsgymnasium.

Oder ist das nur in bestimmten Bundesländern möglich?
 

GrossesIrrlicht

Meister
Mitglied seit
23. Februar 2004
Beiträge
113
Klar ist das möglich. Du brauchst aber für den Weggang von der Hauptschule hin zur Gymnasialen Oberstufe eine sogenannte Qualifikation.
So einen qualifizierenden Abschluss an einer Hauptschule zu erlangen ist - aufgrund der äußeren Umstände - extrem schwierig. Das zeigen recht eindrucksvoll die Zahlen der Hauptschulabsolventen an den Gymnasialen Oberstufen unseres Landes.

Und: Zwar kann in unserem Land rein formal jede(r) Abitur machen, der Weg dorthin ist jedoch mal mehr und mal weniger schwer.
 
Oben