Wenn Kapitalisten in Angst geraten!

Ein_Liberaler

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Gott, was für ein Erguß. Ich greife mal die lustigste Stelle raus:

Die Landwirtschaft in einem kapitalistischen System ist nicht daran interessiert die eigene Bevölkerung, oder gar andere zusätzlich, mit Lebensmitteln zu versorgen.
Womit verdient sie denn dann ihr Geld, die Landwirtschaft?
 

agentP

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Wenn man bedenkt, daß der durchschnittliche Kapitalismuskritiker Deutschland und die EU als kapitalistisch betrachtet, dann könnte die Antwort natürlich lauten: Mit Subventionen ! :lol:
 

Winston_Smith

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und sogenannte Islamisten (wir meinen nicht die USAmas und ähnliche Gestalten) weltweit sehr unterschiedliche Gesellschaftsmodelle anstreben, sind sie sich in der antikapitalistischen und damit auch antiimperialistischen Ausrichtung sowie der Forderung nach mehr Gerechtigkeit einig.
Sogenannte... Sehr interessantes Verhältnis zum Terror.

Aber jetzt wissen wir es: Die Kapitalistischen Medien machen die Islamisten erst zu Terroristen. Denn eigentlich sind sie doch ganz friedlich. Mehr noch, sie fordern sogar mehr Gerechtigkeit auf der Welt......



:roll:
 

morgenroth

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Ehrlich gesagt, finde ich sehr viele meiner Gedanken bzw. Ideen in diesem Text wieder. Mich stört nur, dass der angebliche Lösungsweg aus diesem Dilemma, der Glaube an irgendeinen Gott, Mohamed, oder sonst wen sein soll.
Diese Dinge sagt mir mein Verstand und mein Gewissen. Denn letztendlich gehts dem organisierten Glauben auch nur um Missionierung und Macht.
 

Gurke

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Mit den Bauern ist das nicht so einfach. Für Kleinbauern geht das wohl weniger ums Geld, die haben mehr davon wenn sie ihre Sachen selber nutzen, springt eh kaum was raus.
Großbauern gehen eh auf Masse, da kommt schon eher was rum.
Kommt auch drauf an, was die machen. Hatten wir heut wieder ein Beispiel, wollte wer unbedingt Milchproduktion neu hochziehen und ist nun pleite.
Bei den Abnahmepreisen muß man eben knallhart kalkulieren und kann sich dann auch keine kranken Tiere leisten.
Sowas bekommt man nur noch über die Menge halbwegs raus.
 

vonderOder

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morgenroth schrieb:
Ehrlich gesagt, finde ich sehr viele meiner Gedanken bzw. Ideen in diesem Text wieder. Mich stört nur, dass der angebliche Lösungsweg aus diesem Dilemma, der Glaube an irgendeinen Gott, Mohamed, oder sonst wen sein soll.
das ist eine sache die mir auch immer wieder aufstößt, aber man muß ja nicht an einen GOTT glauben.
denn der verfasser schreibt ja auch:
Sogenannte Wertekonservative wollen jene Kraft aus der Tradition schöpfen und sogenannte Linksradikale aus der Solidarität. Gottesehrfürchtige hingegen schöpfen jene Kraft aus dem Glauben. Die nahe Zukunft wird zeigen, welches Alternativmodell alle anderen mitbefreien kann.
ja da kann man wohl gespannt sein, aber ich glaube das sich die leute eher wieder die köpfe einschlagen werden, als das es ein friedliches mit einandergeben wird.

und wenn die mehrheit dieses was er schreibt, nämlich
Das deutsche Grundgesetz sieht in Artikel 20 (1) („Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat“), durchaus vor, dass man sich den Unterdrückungsmechanismen des Kapitalismus entzieht. Vielleicht könnten die Bürger einmal darüber nachdenken, dass die Einforderung eines sozialen Miteinander viel weniger verfassungsfeindlich ist, als der unsoziale Kapitalismus und alle ihre vertreter in Wirtschaft und Politik.
gibt es eh ein ding auf die mütze.

wie weit der Sozialabbau gehen wird, wird sich ja bald zeigen.
 

morgenroth

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vonderOder schrieb:
das ist eine sache die mir auch immer wieder aufstößt, aber man muß ja nicht an einen GOTT glauben.
denn der verfasser schreibt ja auch:
Sogenannte Wertekonservative wollen jene Kraft aus der Tradition schöpfen und sogenannte Linksradikale aus der Solidarität. Gottesehrfürchtige hingegen schöpfen jene Kraft aus dem Glauben. Die nahe Zukunft wird zeigen, welches Alternativmodell alle anderen mitbefreien kann.
Ja sicher, aber so eine gewisse religiöse Ausrichtung im Gesamt-Text, lässt sich wohl nicht leugnen...
 

morgenroth

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captainfuture schrieb:
jawoll, marsch marsch zu kommunismus und planwirtschaft ..... da war noch alles besser ... 8O
Ich glaube nicht, dass es darum geht "zurück zum Kommunismus und zur Planwirtschaft" zu kommen - vielmehr geht es darum zu erkennen, dass der jetzige Weg, auf dem wir uns befinden, tatsächliche Konstruktionsfehler hat.
Zum einen brauchen wir mehr, wie die Erde zur gleichen Zeit hergibt - zum anderen rufen wir -durch das, was wir brauchen-
den Unmut der Natur hervor. Auch die Zwischenmenschlichkeit wird in der Wurzel immer mehr durch das Kapital regiert.
Diese traurige Tatsache lässt sich zwar erstmal durch die ganzen Annehmlichkeiten des Kapitalismus kaschieren, drängt sich aber immer mehr in das Bewusstsein der (westlichen) Menschen.
 

captainfuture

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Aligatooo schrieb:
captainfuture schrieb:
jawoll, marsch marsch zu kommunismus und planwirtschaft ..... da war noch alles besser ... 8O

Nein nicht besser. Sondern gleicher. Die Natur ist ja auch nicht nur Grün.
die natur ist aber auch nicht gerecht. "gleicher" bedeutet in der natur durch extreme reguliert - die großen fressen die kleinen - die stärkeren die schwächeren - das tut der kapitalismus respektive freie marktwirtschaft tausendmal besser als jeglich menschliche erfindung in sachen verteilung, planung, etc ....
 

captainfuture

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morgenroth schrieb:
captainfuture schrieb:
jawoll, marsch marsch zu kommunismus und planwirtschaft ..... da war noch alles besser ... 8O
Ich glaube nicht, dass es darum geht "zurück zum Kommunismus und zur Planwirtschaft" zu kommen - vielmehr geht es darum zu erkennen, dass der jetzige Weg, auf dem wir uns befinden, tatsächliche Konstruktionsfehler hat.
Zum einen brauchen wir mehr, wie die Erde zur gleichen Zeit hergibt - zum anderen rufen wir -durch das, was wir brauchen-
den Unmut der Natur hervor. Auch die Zwischenmenschlichkeit wird in der Wurzel immer mehr durch das Kapital regiert.
Diese traurige Tatsache lässt sich zwar erstmal durch die ganzen Annehmlichkeiten des Kapitalismus kaschieren, drängt sich aber immer mehr in das Bewusstsein der (westlichen) Menschen.
das ist die etwas überhebliche denkweise, in der sich der mensch selbst aus der natur herausnimmt. dadurch, dass er ihrem "unmut" unterworfen ist, ist er aber teil des ganzen und es wird sich selbst regulieren. das wird aber nichts mit kapital oder nicht-kapital zu tun haben.
 

morgenroth

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captainfuture schrieb:
das ist die etwas überhebliche denkweise, in der sich der mensch selbst aus der natur herausnimmt. dadurch, dass er ihrem "unmut" unterworfen ist, ist er aber teil des ganzen und es wird sich selbst regulieren. das wird aber nichts mit kapital oder nicht-kapital zu tun haben.
Ganz bestimmt versuche ich nicht - auch nicht mental- mich der Natur zu entziehen - wie auch?
Da ich aber ein Mensch bin, der nicht glaubt, "es werde sich schon alles von selbst regulieren", machen mir die momentanen Verhältnisse einfach Sorgen. ....
 

vonderOder

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morgenroth schrieb:
Ja sicher, aber so eine gewisse religiöse Ausrichtung im Gesamt-Text, lässt sich wohl nicht leugnen...
willst du ihm vorwerfen das er an eine höhere macht glaubt, ich nicht.
solange mir nicht erklärt wird der glaube an GOTT sei das allheilmittel, und mir niemand versucht den glauben mit gewalt einzutrichtern, ist mir das so ziemlich egal was eine person glaubt.
aber ich habe schon gehört, daß menschen die in großer gefahr waren auf einmal angefangen haben zu beten und hofften, dass der, an den sie nicht glaubten, ihnen hilft.
glaube und religion privatsache und sollte es auch immer sein, auch sollten sie angewannt werden um menschen zu unterdrücken. sollten.
 

Ein_Liberaler

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Gurke schrieb:
Mit den Bauern ist das nicht so einfach. Für Kleinbauern geht das wohl weniger ums Geld, die haben mehr davon wenn sie ihre Sachen selber nutzen, springt eh kaum was raus.
Noch nie auf'm Hof gewesen? Also, meine Oma hat mit 70 Jahren noch genug Kartoffeln für die ganze Familie angebaut, im Garten und mit der Hacke, und noch den einen oder anderen Zentner verkauft. Wenn Du das unter Kleinbauerntum verstehst, okay. Aber wer auch nur die paar Hektar hat, daß sich Maschineneinsatz lohnt, kann seine Ernte in Jahren nicht aufessen...

Großbauern gehen eh auf Masse, da kommt schon eher was rum.
Kommt auch drauf an, was die machen. Hatten wir heut wieder ein Beispiel, wollte wer unbedingt Milchproduktion neu hochziehen und ist nun pleite.
Kein Wunder. Die Milchpreise sind dank subventionierter Überproduktion im Keller, wer nicht genug Quote hat, kann seine Milch als Dünger auf den Acker kippen. War das in Deutschland?
 

morgenroth

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vonderOder schrieb:
aber ich habe schon gehört, daß menschen die in großer gefahr waren auf einmal angefangen haben zu beten und hofften, dass der, an den sie nicht glaubten, ihnen hilft.
glaube und religion privatsache und sollte es auch immer sein, auch sollten sie angewannt werden um menschen zu unterdrücken. sollten.
Ja natürlich, dass der Glaube Privatsache ist, ist wohl richtig. Aber das mit dem Glauben funktioniert auch mit einer Plastikente. Wenn man wirklich und tiefsten Herzens an diese Ente glaubt, kann ich mir vorstelle, dass dieser Glaube irgendwann in Kraft umschlägt.
Nur beim Turbokapitalismus sieht es wohl ein bisschen anders aus. Da hilft es meiner Meinung nach nicht, einfach zu glauben, sondern da muss man handeln und an sich und seiner Welt arbeiten...

@der_h: Dieses Ding von Böll kenn ich auch und finds genauso klasse wie zutreffend.
 
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