Umfrage: homöopathische Behandlung

Tino

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Ich möchte die Forenteilnehmer bitten, ihre Erfahrungen bei der Behandlung von Erkältungen (grippaler Infekt) zu beschreiben. Die Idee entstand bei der Diskussion mit Level42 um die Grundlagen der Homöopathie:
http://www.weltverschwoerung.de/fortopic16208-225.html

Die Frage war, erzielt Homöopathie bessere Behandlungserfolge, als Schulmedizin oder Nichtstun. Die Erkältung wäre da ein idealer Kandidat, weil sie zum einen oft vorkommt, zum anderen durch diverse Therapien behandelt wird (von Nichtstun über Haushaltsmittelchen bis zu homöopathie oder anderen alternativen therapien und Schulmedizinisch).

Es sollte nach Möglichkeit nicht eine Diskussion um die Sinnhaftigkeit einer Behandlung gefragt werden, sondern nur Daten gesammelt werden. Die Auswertung der gelieferten Meldungen übernehme ich, wer mitmachen will ist herzlich willkommen.

Prinzipiell könnt ihr einfach erzählen, wie es euch so gegangen ist und wie ihr behandelt wurdet. Dabei ist interessant, wie lange die Erkältung dauerte, welche Therapie ihr genommen habt und wie ihr euch gefühlt habt.

Um das ganze etwas zu standardisieren schlage ich einen Score vor. 0=nichts/gut, 10=extrem schlecht. Z.B. Husten stark, darunter versteht jeder etwas anderes. Man könnte auch Husten=stark mit Husten =5 beschreiben. Dadurch bleibt die individuelle Beschreibung erhalten, trotzdem könnte man später daraus errechnen, das im Durchschnitt bei einer Erkältung die meisten den Husten mit einer Intensität von 7,2 erleben, und die zur Erkältung gehörende Müdigkeit mit 4 und die Muskelschmerzen mit 8. Werte wie Fieber sind nett, sollte jemand diese Werte jedoch nicht haben, kann er sie auch mit dem Scoresystem beschreiben.
 

polylux

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Mir ist völlig rätselhaft was das bezwecken oder gar ermitteln soll?

Polylux
 

dkR

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Ich nehm bei anfangenden Erkältungen immer Meditonsin. Manchmal bricht die Erkältung aus, manchmal nicht. Natürlich weder reproduzier noch bewertbar. Außerdem hab ich vor einigen Jahren Bachblüten ausprobiert, ebenfalls mit nicht reproduzier und quantifizierbarem Ergebnis.
 

Tino

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Hallo Polylux,

ganz einfach, Homöopathieanhänger sagen gerne, Homöopathie wirkt mindestens besser als Schulmedizin, geht die Erkrankung von ihrer Ursache her an, ist billiger, weniger Nebenwirkungen, etc.

Und anstatt hier lang und breit die wissenschaftlichen Grundlagen zu diskutieren, machen wir doch eine kleine Erfahrungsstudie (echte Erfahrungsmedizin). Soll keine großen Ansprüche haben, sondern einfach mal das Erfahrungsfeld der Teilnehmer bei einer Allerweltserkrankung wie Erkältung widerspiegeln.

Hallo dRk,

danke, vielleicht hast du ein paar klitzekleine Daten, damit ich deine präventive Erfahrung einbeziehen kann. So nach dem Motto, ich spüre das ein grippaler Infekt kommt (fühle mich ...), nehme soundso lange Meditonsin (homöopathisches Kombipräparat) , nach soundsovielen Tagen geht es mir besser. An Zahlen kann man ja einfach die letzte Erkältung nehmen.


Meine letzte Erkältung war im Januar, ich lag drei Tage flach. Ich fühlte mich echt scheiße (7), Fieber 39°C, Husten (4), am ersten und zweiten Tag habe ich abends ein superheißes Bad genommen, mich warm angezogen und zwei Nächte wie blöd geschwitzt. Am vierten Tag war alles überstanden und ich wieder am arbeiten. Medikamente habe ich keine genommen.


Gruß Tino
 

dkR

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Werd ich mal versuchen. Meine letzt - nicht ausgebrochene Erkältung - war im Dezember. Abends leichte Halsschmerzen entwickelt (2), Meditonsin genommen zweimal 10 Tropfen. Am nächsten morgen Halsschmerzen weg. Meine vorletze Erkältung Okober rum - Tagsüber zunehmdes Krankheitsgefühl, meditonsin nach Gebrauchsanweisung genommen 5mal 20 Tropfen, nächsten Tag mit Meditonsin auf dem Sofa verbracht, schlecht gefühlt (6), Tag drauf wieder wesentlich besser gefühlt (2-3), was bei mir seit einigen Jahren so den typischen Verlauf einer Erkältung widerspiegelt. Mittags krank geworden, früh ins Bett, einen Tag rumgelegen, nächsten Tag wieder beinahe gesund. Ich red mir ein, Meditonsin bringt was ;)
 

Simple Man

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Meine letzte Erkältung war im Januar, ich fühlte mich am Abend sehr mies (8), ging aber trotzdem zum Badminton spielen, ich Depp.

Am nächsten Morgen hatte ich starke Halsschmerzen (7), zudem klang ich wie eine rostige Gießkanne im Stimmbruch. War dann zwei Tage krankgeschrieben und nahm Meditonsin (alle drei Stunden 10 Tropfen).

Dem folgte das Wochenende an dem ich, wie die Tage vorher viel schlief, im Bett lag, Tee trank, inhalierte und wie oben beschrieben, dass Meditonsin nahm.

Am Montag zur Arbeit gewesen, fühlte mich abends aber wieder fertig und hatte starke Schluckbeschwerden (6), also am Dienstag zum Arzt.

Der schrieb mich zwei Tage krank, habe diese wie oben beschrieben verbracht. Allerdings verschrieb mir der Arzt dann Penicillin, da ich bereits im Jahr vorher diverse Erkältungen mit starken Halsschmerzen hatte.
Das Penicillin nahm ich 3x tägl., 7 Tage lang.

Am Donnerstag fühlte ich mich wieder recht fit (2) und ging dementsprechend zur Arbeit. Das Wochenende verbrachte ich recht ruhig, trank zudem viel Tee, ständig Schal um, relativ viel Schlaf.

Montag morgen fühlte ich mich wieder ziemlich schlecht (7), müde und hatte starke Schluckbeschwerden (7) und leichte Ohrenschmerzen (3).

War dann beim Arzt, der schrieb mich für ne Woche krank und verwies mich an den HNO, da evtl. die Mandeln raus sollten.
Dort hatt man sich die Mandeln halt angeschaut und Blut abgenommen.

Die Woche verbrachte ich im Bett, habe Tee getrunken, inhaliert, viel geschlafen, etc.

Am Montag der darauffolgenden Woche wieder zur Arbeit und seitdem gehts mir eigentlich wieder ganz gut (1-2).
Btw: Die Mandeln müssen lt. HNO wohl nicht raus, obwohl ich im vergangenen Jahr 6 Erkältungen mit Halsschmerzen hatte.

Fazit:
Aus der homöopatischen Front das Meditonsin genommen, aus der Schulmedizin halt das Penicillin. (Es sei hier erwähnt, dass ich bereits im Dezember Penicillin nahm und Meditonsin bei den 3 davor liegenden Erkältungen, ohne jedoch eine darauf zurückführende Besserung festzustellen.)
Ansonsten scheinen bei mir inhalieren, Tee trinken und viel Schlaf zu wirken.
(Vielleicht bin ich aber auch nur bequem, mags warm und bin heimlicher Brite ... :wink: )

Für nähere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. :wink:
 

holo

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Hmmm, mal überlegen. So richtig flach gelegen, das dürfte im Februar 2002 gewesen sein.
Anfangs ein Kribbeln im Rachen, ein Nasenflügel dicht, dann der andere Nasenflügel dicht, dann beide. Auskurieren ging nicht (ich hatte keine Zeit für eine Erkältung). Nach Feierabend mit Brummschädel und Augenbrennen nach Hause, Hühnerbrühe trinken, schwitzen. Vielleicht hatte ich Temperatur, keinesfalls Fieber - das spüre ich auch ohne Thermometer. Mag sein, dass ich am Tage ne ASS geschluckt habe (übliche 500 mg) - aber nur, weil ich den Brummschädel als störend empfand. Schluckbeschwerden hatte ich auch noch. Der Husten wurde schlimmer, obwohl die verstopfte Nase nach und nach freier wurde. Pariboy angeschmissen und inhaliert - allerdings habe ich mich nicht mehr ausgeruht, bin wieder dem Tagesgeschäft nachgegangen. Wenn ich herausgefunden habe, wie die Lösung hieß, editiere ich das hier nochmal.
Inhalieren hat gut geklappt, ich hatte bis dahin keine Ahnung, was und vor allem wie viel ich danach abhusten konnte (oh, hab´ ich vergessen: nicht vor dem Fruhstück lesen ;-) )Nach einer Woche war dann noch der trockene Husten, und der war nicht von schlechten Eltern. Viani war mein bester Freund und linderte den Hustenreiz sehr schnell. Vielleicht habe ich das Ganze über zwei, drei Wochen verschleppt. Genau weiss ich das nicht mehr. Seit dem war ich zwei Mal - na ja - leicht erkältet. Ein/zwei Tage Schnupfen und Husten - eigentlich nicht nennenswert.

Ich kann allerdings nicht den Schmerz in einer Skala angeben.
Nach einer OP hatte ich trotz Tramal gut Schmerzen erlebt. Bis das ohne Tramal (unter 40 Tropfen!) erträglich war, vergingen fast zwei Monate. Wenn das damals ne 10 war, dann war die Verbrennung zweiten Grades im Dezember dagegen kalter Kaffee. Ich kann das nicht so werten. Ich sage lieber, dass ich hier und dort etwas gespürt habe.
 

level42

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Ich hatte letztes Jahr zwei Erkältungen, eine homöopathisch behandelt und eine schulmedizinisch.

Die homöopathische sah folgendermaßen aus:

Sehr starker Husten (7) und Fieber (38,8 aber nur abends), Halsschmerzen (5) und Brustschmerzen (5) vorrangig beim Husten, keine Stimme mehr (10), ein bisschen Schnupfen (1), seehr müde (10) ich hätte schlafen können, wo ich mich hingesetzt hatte, Gliederschmerzen (5) gingen so, jedoch konnte ich mein Kind nur kurze Zeit tragen. Die ersten zwei Tage habe ich mir Thymiansud gekocht und getrunken. Leider war nichts mit ins Bett legen, da ich Spätschicht hatte, mein Kind ca. 6:30 Uhr wach war, kein Mittagsschlaf hielt (den hält er dann immer bei der TaMu) und ich immer mit 5 ½ Stunden Schlaf auskommen musste, in der ich auch noch gestillt habe. Nach Zwei Tagen war mein Chef wieder da und ich bin zum Homöopathen gegangen. Ich bekam ein Mittel, welches ich drei Tage lang, jeden Tag einen Tropfen einnahm. Ca. zwei Stunden nach der ersten Einnahme waren die Halsschmerzen (2) und Brustschmerzen (2) deutlich geringer aauch beim Husten. Der Husten (5) wurde auch besser, war jedoch immer noch stark. Schnupfen (0) hatte ich gar nicht mehr, die Müdigkeit (10) konnte die Homöopathie nicht lösen die blieb, die Gelenkschmerzen (2) wurden auch wesentlich besser. Die Stimme (5) kam erst nächsten Tag krächzend wieder. Nach drei Tagen waren die Symptome bis auf den Husten weg. Der Husten war erst nach ca. 5 Tagen weg.

Die schulmedizinische sah so aus:

Starker Husten (6) und Fieber (weiß nicht mehr die Temperatur) Halsschmerzen (5), Schnupfen (5), starke Kopfschmerzen (7 beim Husten eine 10), Gliederschmerzen (5). Leider war zur selben Zeit mein Kleiner (war zu dem Zeitpunkt ca. 7 Monate) auch krank – sehr starke Zahnungsbeschwerden (es kamen 4 Zähne auf einmal) mit hohem Fieber und keine halbe Stunde schlafen, die ganze Zeit getragen werden wollen usw. Meine Hauärztin verschrieb mir Bronchipret (brauchte ja etwas Stillfreudiges). Die Symptome wurden auch ziemlich schnell gelindert. Nächsten Tag hatte ich kein Fieber mehr, der Husten (5) wurde etwas weniger, die Kopfschmerzen (7) blieben noch, Gliederschmerzen (3), Halsschmerzen (3) und Schnupfen (2) wurden wesentlich geringer. Leider war mein Mann zu dieser Zeit auf Dienstreise, so dass er mir nicht einmal abends den Kleinen abnehmen konnte. Insgesamt dauerte die Erkältung etwas länger (ca. 10 Tage), wahrscheinlich, weil ich auch mehr Stress hatte und selbst nicht groß zum Schlafen kam.
 

Blake

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@level42
Bin erstaunt, Bronchipret ist nicht stillkompalibel.

Äähm, ihr könnt euch ja noch gut an die letzte dicke Erkältung erinnern.
Bin nochmals erstaunt!
Ich hab öfters mal Kratzen im Hals oder Husten, der nicht weggehen will. Die ignorier ich einfach und merk mir nicht wie, wann und wie lange.
Das letzte Mal, das ich richtig flach lag war irgendein Neujahr. Das weiß ich noch, weil es Neujahr war und ich das Haus voller Gäste hatte. Aber das Jahr? 2001 oder 2002? Glaube eher 2002. Ich hatte Fieber und es ging mir sehr schlecht, genaue Symtome und Höhe des Fiebers weiß ich auch nicht mehr. Auf jeden Fall hatte ich zwischendurch einen Blackout. Ich dachte, ich unterhielte mich mit meiner Tochter und wunderte mich, dass sie plötzlich wie vom Erdboden verschwunden war. Tatsächlich bin ich während des Gesprächs eingeschlafen und hatte 4 Stunden gepennt.
Therapie war Tee trinken und viel schlafen :wink: . Dauer zwei Tage (zirka).
 

level42

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Bin erstaunt, Bronchipret ist nicht stillkompalibel.

Bist Du Dir sicher? Sie hat extra in Berlin bei einer Medikamentenauskunft angerufen, ob es stillverträglich ist oder nicht. Kann das jetzt sowieso nicht mehr ändern, wäre nur interessant.
 

antimagnet

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wie kann man denn wissen, ob etwas stillverträglich ist? ist es nicht vielmehr so, dass es bei dem einen menschen stillverträglich ist und bei dem andern nicht? und was ist denn die medikamentenauskunft in berlin? wie können die denn sagen, was mir hilft?

nachtrag: tschuldi, ist blödsinn, bronchipret ist ja normale medizin. da ist mir klar, wie die sagen können, was mir hilft.
 

holo

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antimagnet schrieb:
wie kann man denn wissen, ob etwas stillverträglich ist? ist es nicht vielmehr so, dass es bei dem einen menschen stillverträglich ist und bei dem andern nicht? und was ist denn die medikamentenauskunft in berlin? wie können die denn sagen, was mir hilft?
Ich denk´ mal, dass das mit der Darreichungsform zu tun hat. Beispiel Bronchipret Saft für Nuckelmonster bis 12 Monate max. 1,1 ml - wegen der 7 Umdrehungen im Saft..

Interessanter wäre da eine Aussage zu Studien rund um paraacetamolhaltige Fieberzäpchen für Säuglinge - aber da gibt es einiges, wofür es noch nicht ausreichend Probanden gab ;-)
 

Blake

Meister
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level42 schrieb:
Bin erstaunt, Bronchipret ist nicht stillkompalibel.

Bist Du Dir sicher? Sie hat extra in Berlin bei einer Medikamentenauskunft angerufen, ob es stillverträglich ist oder nicht. Kann das jetzt sowieso nicht mehr ändern, wäre nur interessant.

Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.
http://www.netdoktor.de/medikamente/100005688.htm
Efeu ist immerhin eine giftige Pflanze.
Ich schau einfach auf den Beipackzettel.
Gefällt mir nicht was dort steht, geb ich´s dem Apotheker zurück.
 

Tino

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OT:

Anmerkung zu Medikamenten in der Schwangerschaft und Stillzeit:

Da praktisch kein Medikament in diesen zwei Lebensphasen klinisch getestet wird, stehen so gut wie kaum Informationen zur verfügung.

Einige Medikamente wurden hinsichtlich der Konzentration in der Muttermilch getestet, Alkohol (Brochipret=Primelwurzel und Thymiansaft, der Saft enthält Alkohol, aber nicht die Tablette) gehört zu den "Wirkstoffen", die in die Muttermilch übergehen.

Gruß Tino
 

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