Schulpflicht

PeterPumm

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@Imion du willst nicht ernsthaft hier die appd promoten oder?

Ich denke allgemeine Schulpflicht ist eine gute Sache aber das Bildungssystem sollte umgestellt werden... Die ewige angleicherei und gleichmacherei hängt mir zum hals raus... Schulen sollten viel individuelelr werden mit kleineren Klassen und der möglichkeit eienr spezialisierung bei beibehaltung eines minimums an richtungsfremden fächern... oder die fremden Fächer an den Hauptfächern spezifisch ausgerichtet.. So zum beispiel war bei mir in mathe statistik durchaus sinnvoll aber geometrie, imaginäre zahlen vektorrechnung etc vollkommen überflüssig, genauso wie es dämlich war zu lernen, wie die biene auf der Wabe tanzt...
Man soltle den schülern orientierungshilfen geben, wie den berufsinteressentest und dann fürh spezialisieren lassen so ab 10 oder so...
Aber das ist meine meinung...
 

Magna

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Also ein Lehrer, der 2 Fächer unterrichtet und nur eine Ansicht kann seine Kinder besser unterrichten als eine Schule mit ca. 60 Lehrern, 120 möglichen Fächerkombinationen und 60 verschiedenen Ansichten? Nur so als Beispiel...
Na wenn ihr meint...
Was Bill Gates angeht: Ich glaube kaum, dass das der typische Gymmi-Schüler war. Die meisten können doch prima mit anderen umgehen, das siehst du an jeder Schule. Was übrig bleibt ist ein winziger Prozentsatz an Einzelgängern, zu dem Gates seinerzeit vermutlich auch gehörte. Ursache kann übrigens auch eine psychische Krankheit sein, ist aber ganz bestimmt nicht die Schule.
Allgemeinbildung ist wichtig, das wird hier niemand ändern und wer später im Beruf nicht per 3-Satz ausrechnen kann, was er jetzt an Rabatt spart, wenn er irgendwas heute und nicht übermorgen bestellt, weil ihm sein Daddy das nicht beibringen konnte weil ers selber nicht wusste, der fliegt trotzdem raus.
Und was Geschichte angeht: Stellt euch vor'n paar Fascho-Eltern kämen auf die selbe Idee.
@ regimekritiker: Und ob es hier Bildleser gibt! Woher kennen die Herren denn sonst die Artikel?
Liebe Grüße,
Magna
 

Deighton

Geselle
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Ja, die Schulzeit.

Vom Grundsatz her, denke ich, daß es gut und wichtig ist, das es Schulen gibt. Über den Inhalt, der dort vermittelt wird, könnte man streiten.

Aber, es ist sicherlich schwer, heute einen geeigneten Rahmen zu finden. Wenn ich jetzt von einer Normschule - mit Normschülern - ausgehe, finde ich es wichtig, das die Kinder den sozialen Umgang miteinander lernen. Soetwas soll ja auch eine Schule ermöglichen. Steht zwar nicht direkt in den Lehplänen, sollte aber durch Transferleistungen aus den Fächer Politik, Religion, SoWi vielleicht erkannt werden. Problemfälle von Schülern bedürfen natürlich der gesonderten und besonderen Beobachtung, das es auch was wird, aus ihm / ihr.

Aus eigener Erfahrung stelle ich mir manchmal die Frage, Warum mußte ich den ganzen Scheiß lernen? Manchmal stolper ich über gewisse Dinge und merke, das da mal etwas war, warum ich das gelernt habe. Aber ernsthaft! Je nach dem welchen Werdegang ich einschlage, brauche ich eine unterschiedliche Basis.

Als Beispiel: Ich wollte etwas Kaufmännisches lernen. Da war natürlich das ideale Lernziel Deutsch, Englisch, ggf. eine 2. Sprache oder SoWi, Mathematik.

Aus meiner heutigen Sicht, mit 27. Jahren hätte ich es mir damals gewünscht in der Art: Deutsch, Englisch, Französich, Mathematik und SoWi, weil ich heute merke, die Fächer hätten es mir gebracht. Nein, aus Interesse hatte ich Physik LK, mit dem kann ich auch super etwas anfangen, wenn ich noch die Zerfallsgleichungen kann, aber Kaufmann geworden bin.

Meiner Meinung nach, sollte die Schule bis zu einem bestimmten Punkt ein solides (Grund-)Wissen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Naturwissenschaften vermitteln. Ein weiteres Fach, welches aus der Mischung Politik, Religion, Ethik, etc. besteht, sollte das gewisse "Wie" im täglichen Leben näher bringen. Ab einem bestimmten Alter sollte die Schule die Möglichkeit bieten, sich eventuell zu spezialisieren, wenn für jmd. klar erkaennbar ist, welchen Berufs- oder Neigungszweig er einschlagen möchte. Klar, die Gefahr besteht darin, das hier Fachidioten herangezogen werden, die ihr Gebiet Top beherrschen, aber zu mehr nicht in der Lage sind.

Ich habe mich jedenfalls maßlos darüber geärgert, daß ich voll den Scheiß eingetrichtert bekam, mit dem ich letztendlich im Berufsleben, Ausbildung daneben lag. Sicherlich, war meine Schuld, das ich Physik LK genommen haben, SoWi wäre besser gewesen, doch der Stoff in der Schnupperwoche stellte sich mir nicht als Sozialwissenschaftlich dar. AUch muß ich sagen, das es für mich im Nachhinein ganz kalr feststeht, das es nur wenige Lehrer auf unserer Schule gab, die kompetent den Schülern Wissen vermitteln konnten und die Schüler überhaupt erst dafür interessieren konnten! Das ist traurig.
 

Storm21

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Deighton schrieb:
AUch muß ich sagen, das es für mich im Nachhinein ganz kalr feststeht, das es nur wenige Lehrer auf unserer Schule gab, die kompetent den Schülern Wissen vermitteln konnten und die Schüler überhaupt erst dafür interessieren konnten! Das ist traurig.
Ein guter Lehrer vermittelt den Schülern den Lehrstoff,
Ein sehr guter Lehrer lässt seine Schüler kreativ sein,
Aber ein wirklich exellenter Lehrer inspiriert seine Schüler.
CYA Storm
 

sillyLilly

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@Storm
hast du gut geschrieben finde ich.

@ all
Alle Kritik in Ehren .... sehe ich ja einiges auch so ...ABER *g*

es ist ja nicht nur eine Sache der Schule meine Kinder zu erziehen.
Meine beiden Kinder gehen auf ein ganz normales Gymnasium. Haben auch manchmal ihre Zweifel ob das immer sinnig ist was sie lernen (ich ja auch manchmal geb ich ja zu :wink: )

Aber insgesamt bin ICH doch diejenige die es ganz entscheidend in der Hand hat ob sie auf diesen Zug (Konsum, Geld, ......) mit aufspringen.
Ich brauche mir doch nicht die Zeit versauern indem ich ihnen Mathe beibringe wenn andere das viel besser können.

Aber das muß mich doch nicht davon abhalten ihnen Dinge beizubringen .... über Geschichte wie sie so nicht gelehrt wird, über Philosophie und über einiges andere mehr .....

Sie leben doch später auch in dieser Gesellschaft und sind täglich damit konfrontiert .... ich versuche ihnen zuhause das Werkzeug dazu zu geben. Und sie gehen täglich aufs neue damit los (in die Schule) und können versuchen es zu nutzen.
menschlichkeit sollte in der Schule sicher auch gelehrt werden ...aber in erster Linie wird das von der Familie geprägt.
schulische Grüsse Lilly
 

dkR

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Es ist verdammtnochmal garnicht Aufgabe der Schule deine Kinder zu erziehen sondern DEINE!!! :x
Die Schule ist dazu da, ihnen Wissen zu vermitteln, nicht ihnen beizubringen, wie man mit Messer und Gabel isst und andere Umgangsformen.
Auch wenn heutzutage irgendwie der Trend zu bestehen scheint den Lehrern alles hinzukübbeln ist das einfach nicht ihr Job.
Jetzt will man auch noch die Ganztagesschule einführen, damit die "Eltern mehr Zeit für sich haben", zur "Selbstverwirklichung". Ganz toll.
Wenn ich mir Kinder zulege, sollte ich auch bereit sein mich dafür etwas
einzuschränken, nicht nur den lieben Kleinen morgens Frühstück zu machen, sie nach dem Abendessen von der Schule abzuholen und ins Bett zu stecken.
Über sowas könnt ich mich wieder Stundenlang aufregen.

Sollte ich mal wieder was falsch verstanden haben bitte ich den post zu ignorieren.
 

Tarvoc

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WzP schrieb:
Tatsächlich ist es doch so, dass man im deutschen Schulsystem als erstes Ziel lernt, wie man ein braver Produzent und Konsument wird ohne aus der Reihe zu tanzen.

Haha, ich bin auf einer Privatschule, da ist das ganz anders!

Okay, es ist 'ne katholische Schule, aber die Lehrer kommen mir - im Vergleich zu dem, was ich von Lehrern auf staatlichen Schulen höre - alle wie Freidenker vor! Mein Ex-Lateinlehrer ist sogar offen antiamerikanisch und antikapitalistisch eingestellt.

WzP schrieb:
Jetzt sollen des Lehrers Kinder in die Schule...zum.... Re-asozialisieren?

Ich bin für eine vollständige Reformation des Bildungssystems! Und solange das nicht gegeben ist, werde ich weder öffentliche Schulen noch Universitäten besuchen!
Einen guten Ansatz bieten - wie ich finde - mal wieder die Violetten - obwohl das Waldorfsystem auch noch absolut unausgereift ist!
 

dkR

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sillyLilly
es ist ja nicht nur eine Sache der Schule meine Kinder zu erziehen
Wenn ich das so lese hat die Schule darüber hinaus deiner Meinung nach noch mehr Verpflichtungen deinen Kindern gegenüber, als "nur" sie zu erziehen.
 

sillyLilly

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@dkr
*lach*
ach so hast du das gelesen
dann hast du aber den rest meines postings schon nicht mehr gelesen oder?
:wink:

Die Betonung bei dem Satz liegt bei "der Schule"
 

Satorian

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Prinzipiell finde ich unser Schulsystem gar nicht so schlecht. Es hat mir immerhin erlaubt viel Freizeit mit anderen Dingen zu verbringen.

Ich bin ehrlich: In der 7. Klasse habe ich das Lernen und Hausaufgabenmachen aufgegeben.


Es sollte mehr Möglichkeiten geben, seinen Stundenplan selbst zu gestalten. Es ist doch Unsinn, wenn jemand, der ein genialer Herzchirurg hätte werden können, wegen Mathematik, Sport, Religion und Kunst seinen Abschluss nicht bekommen kann.

Mehr Geld für Bildung, mehr Förderung ALLER Schüler.


Und viele Hauptschüler sind meiner Meinung nach an ihrem Schicksal selbst schuld. Denn viele von Ihnen sehen es nicht ein, "uncool" zu sein, und zu lernen, und verbringen ihre Zeit lieber mit Rumhängen, Computerspielen, Trinken, Feiern was auch immer.
Es ist doch tatsächlich so, dass viele im kritischen Schulalter sehr uneinsichtig sind.
Diese muss man tatsächlich dann zu ihrem Glück, nämlich der Bildung zwingen, und dass staatlich, wenn dies vom Elternhaus nicht erfolgt.

Im Laufe der Zeit wird die "Ressource Mensch", als volkswirtschaftlicher Wert durch Wissen und Ausbildung immer wichtiger werden.
 

dkR

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Dann bin ich ja beruhigt und es besteht noch Hoffnung für die Menschheit :wink:
 

Imion

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Abbadon schrieb:
@Imion du willst nicht ernsthaft hier die appd promoten oder?

Ich denke allgemeine Schulpflicht ist eine gute Sache aber das Bildungssystem sollte umgestellt werden... Die ewige angleicherei und gleichmacherei hängt mir zum hals raus... Schulen sollten viel individuelelr werden mit kleineren Klassen und der möglichkeit eienr spezialisierung bei beibehaltung eines minimums an richtungsfremden fächern... oder die fremden Fächer an den Hauptfächern spezifisch ausgerichtet.. So zum beispiel war bei mir in mathe statistik durchaus sinnvoll aber geometrie, imaginäre zahlen vektorrechnung etc vollkommen überflüssig, genauso wie es dämlich war zu lernen, wie die biene auf der Wabe tanzt...
Man soltle den schülern orientierungshilfen geben, wie den berufsinteressentest und dann fürh spezialisieren lassen so ab 10 oder so...
Aber das ist meine meinung...

LOL, ja ich weiss appd ist unrealisierbar, da anarchy im fische-zeitalter nicht funzen kann (wenn überhaupt) ...
aba das was du da geschrieben hast beschreibt ansatzweise, das was sich die appd da ausgedahct hat ^^
daraus schliese ich das du appd gesehen hast und dann, *WÄH* will ich nit, gedacht hast, ohne es vorurteilsvoll mal anzusehen ...
 

PeterPumm

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Die APPD proklamiert schwachsinn genauso wie Anarchie schwachsinn ist. Das Programm liest sich aus politischer Sicht wie ein Witzbuch.. Anarchie kann und wird niemals funktionieren, weil daraus sofort Sozialdarwinismus entsteht... Eine Gemeinschaft braucht immer regeln... Da sollte man sich nichts vormachen..
 

Magna

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Meines Wissens erhob die APPD doch mit ihrem Programm auch nie einen Anspruch auf Ernsthaftigkeit, oder?
Ich jedenfalls hab herzhaft gelacht.
Liebe Grüße,
Magna
 

sillyLilly

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Anarschisten lehnen keine Regeln ab.
anarchie lehnt herrschaftsansprüche ab. Anrchie ist gegen Macht.
Anarchie ist für die Gleichstellung von Menschen.
Du bist doch Demokrat Abbadon? da ist auch der Grundgedanke die Gleichheit. Aber gelebt wird die Gleichheit nicht, in einem Staat in dem Macht so verlockend ist.
Schade das menschen nicht gleich sein wollen :(
Gruß Lilly
 

PeterPumm

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menschen wären dann nur gleich wenn sie alle geklont wären.. menschen sind nicht gleich sondern individuell verschieden und das ist auch gut so...
ich bin auhc kein demokrat im westlichen sinne...
Wenn man menschen gelichstellt entsteht ein stillstnand der gesellschaft der dann ebenfalls gewaltsam beendet wird...
Macht ist nicht prinzipiell schlecht... und menschen müssen sich gegenseitig auch beherrschend enn regeln sind nichts anderes als herrschaft....
 

sillyLilly

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sorry ...da habe ich mich mißverständlich ausgedrückt mit gleichheit
natürlich sind menschen nicht gleich
hast du völlig recht

aber die gleichen rechte sollten sie haben :)
 
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