Pauschale Verurteilung und Hetze

Paran

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Tut mir leid für den langen Text! Ist normal nicht meine Art :wink:

Verbindungen im Fadenkreuz
"Kampf gegen Rechts": Immer öfter werden Burschenschaften zur Zielscheibe linksextremistischen Terrors / Täter dürfen sich von der Politik ermutigt fühlen
Christian Roth

Für die Bewohner der noblen Villa in der Sierchstraße 23 in Hamburg war der Zwischenfall nichts wirklich Neues. In der Nacht zum 19. Juli diesen Jahres verübten mutmaßliche Linksextremisten einen Anschlag auf das Haus der Hamburger Burschenschaft Germania. Wenige Stunden später war am selben Ort ein Sommerfest der traditionsreichen Studentenverbindung geplant gewesen.

Die Burschen ließen sich die Stimmung nicht verderben und feierten ausgelassen. Ein fader Beigeschmack blieb trotzdem. Nicht nur wegen des Sachschadens von etwa 10.000 Euro, der durch Farbbeutel und andere Wurfgeschosse verursacht wurde. Die jüngsten Übergriffe sind nicht die ersten Aktionen gegen die Hamburger Burschenschaft. Die Germania sieht den neuerlichen Anschlag vielmehr als Ergebnis einer seit mehreren Monaten andauernden Verleumdungskampagne von linksgerichteten Medien und speziell vom AStA der Universität.

Das geistige Rüstzeug erhielten die Attentäter vermutlich von der links-alternativen taz, die zwei Tage zuvor mit der reißerischen Überschrift "Braune Burschen" gegen den Hamburger Germanen Christian Brandes Stimmung machte. Brandes ist Abgeordneter der Bürgerschaft der Hansestadt und hochschulpolitischer Sprecher der Schill-Partei. In der jüngeren Vergangenheit hat vor allem die SPD-Opposition scharfe Geschütze gegen Brandes und die Germania aufgefahren. Der Studentenverbindung wurden neben dem pauschalen Extremismusvorwurf auch eine angebliche Nähe zu den Rechtsparteien NPD und Republikaner unterstellt. "Wir verwahren uns entschieden gegen die Unterstellung politischer Einseitigkeit. Als zukünftige Akademiker sind wir jederzeit zu einer geistigen, ernsthaften und anspruchsvollen Auseinandersetzung insbesondere mit Andersdenkenden bereit", wehrt sich Germanen-Sprecher Hannes Pölzer gegen die Kritik.

"Wenn genug Dreck geworfen wird, bleibt was hängen"

Doch die Distanzierungen dürften dem jungen Germanen nichts nutzen. Vor allem die Mitgliedsbünde der Deutschen Burschenschaft sehen sich seit mehreren Jahren einem erhöhten Verfolgungsdruck ausgesetzt. Zeitgleich mit dem von Bundeskanzler Gerhard Schröder geforderten "Aufstand der Anständigen" hat eine Kampagne gegen die rund 120 Mitgliedsbünde des akademischen Dachverbandes in der Bundesrepublik und Österreich eingesetzt.

Den Anfang machten die so genannten "Münchner Vorfälle" im Jahr 2001. Damals war es vor einem Lokal in der bayerischen Landeshauptstadt zu einer Schlägerei gekommen, in deren Verlauf ein vorbestrafter Grieche erheblich verletzt wurde. Der mittlerweile verurteilte Täter hatte in der Tatnacht Unterschlupf auf dem Haus der Münchner Burschenschaft Danubia gefunden. "Burschenschafter bieten Neonazis Unterschlupf", titelten bundesweit die Medien.

Der bayerische Landesvorsitzende der Grünen, Jerzy Montag, forderte daraufhin nicht nur "das Verbot der Danubia", sondern "auch deren Enteignung". Solche Forderungen wiederholen sich seitdem regelmäßig, auch wenn alle Verfahren gegen die Danubia längst eingestellt wurden.

Doch im Falle der Danubia bewahrheitete sich das alte Motto: "Wenn genug Dreck geworfen wird, wird schon etwas hängen bleiben." Als Steigbügelhalter der Antifa profilierte sich ausgerechnet der bayerische Innenminister Günther Beckstein. Seit zwei Jahren hat die Danubia ihren Stammplatz im Verfassungsschutzbericht des Freistaates sicher. Gleichzeitig ordnete "Metternich Beckstein", wie der CSU-Politiker in Verbindungskreisen gerne genannt wird, die Überwachung der Erlanger Burschenschaft Frankonia und des Regensburger Bundes Teutonia Prag. Seitdem ist zwar eine geraume Zeit vergangen, doch die Auswirkungen sind immer noch sichtbar. "In ihrer Gesamtheit wird die DB nicht verfolgt", glaubt Benedikt Fahrland von der Burschenschaft Hilaritas. Der Stuttgarter Bund hatte bis zum 31. Juli den Vorsitz der Deutschen Burschenschaft inne. "Es gab immer schon Widerstand von Einzelpersonen und Gruppen, die sich gegen Burschenschafter beziehungsweise ihr Engagement gerichtet haben. Daß einige Menschen, die sich nicht objektiv mit den Hintergründen beschäftigen und kaum etwas über die DB beziehungsweise Verbindungen wissen, eine Einordnung von Korporationen in ein bestimmtes politisches Lager vornehmen und, darauf aufbauend, nicht nur verbal, sondern auch aktiv attackieren, ist auch der gesellschaftlichen und politischen Veränderung in Deutschland zuzuschreiben", sagt Fahrland.

Am härtesten bekommt die Danubia diesen Prozeß zu spüren. Innerhalb der "Münchner Szene" gelten die Danuben "als schwarze Schafe." Zum Volkstrauertag bekam der seit 1848 bestehende Bund schriftlich mitgeteilt, daß die Anwesenheit seiner Vertreter bei der Gedenkveranstaltung der Münchner Verbindungen nicht erwünscht sei. Ähnliche Vorfälle werden zunehmend aus dem gesamten Bundesgebiet gemeldet. Österreichische Burschenschafter kennen diese Probleme weniger - ihre parlamentarische Vertretung durch die FPÖ und ihre Präsenz in hohen Ämter sorgen für eine bessere Außendarstellung.

In der Bundesrepublik ist der sich selbst als dezidiert politisch bezeichnende Dachverband dagegen medial kaum präsent. "Wenn berichtet wird, dann nur schlecht", heißt es unisono. Bekennende Burschenschafter gibt es in der bundesdeutschen Politiker-Riege nur wenige.

"Farbe tragen, heißt Farbe bekennen"

Die CSU-Bundestagsabgeordneten Hans-Peter Uhl (Arminia-Rhenania München) und Peter Ramsauer (Franco Bavaria München) haben aus ihrer Verbindungszugehörigkeit nie einen Hehl gemacht. Der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen (Burschenschaft Saravia), bewegt sich allerdings erst seit dem Ende seiner politischen Laufbahn wieder in Verbindungskreisen. "Farbe tragen, heißt Farbe bekennen" - dieser Leitsatz der Deutschen Burschenschaft kann Personen in hohen Ämtern schnell zum Verhängnis werden. So geriet der baden-württembergische CDU-Fraktionschef Günter Oettinger vor zwei Jahren in erheblichen Erklärungsnotstand, weil beim Stiftungsfest seiner Verbindung das Deutschlandlied in allen drei Strophen gesungen wurde. "In extremistischen Burschenschafterkreisen" bewege sich der Politiker, hetzte die örtliche Presse. Pech nur, daß es sich bei Oettingers Bund um eine eher unpolitische Landsmannschaft handelt, die mit der Deutschen Burschenschaft (DB) nichts zu tun hat.

"Verbindungen gelten als traditionelle Vereinigungen und als nicht mehr zeitgemäß. Deswegen sind sie per sei verdächtig", glaubt der Politikwissenschaftler Hans-Helmuth Knütter: "Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um eine Burschenschaft oder um eine andere Verbindungsspielart handelt", analysiert Knütter. Diese bittere Erfahrung mußte unlängst auch ein Hamburger Student machen, der einer konfessionell gebundenen evangelischen Verbindung angehört. Der junge Mann geriet zufällig in die Demonstration gegen den NPD-Aufmarsch zum 60. Jahrestag der Operation "Gomorrha" und wurde als Angehöriger einer Verbindung erkannt, da er typische Studentenmütze unter dem Arm trug. Diese Form von "Farbe bekennen" mußte der Student mit erheblichen Verletzungen und einem Aufenthalt im Krankenhaus bezahlen. Rund 80 Zusammenschlüsse von Verbindungen und Dachverbände gibt bestehen derzeit in der Bundesrepublik Deutschland und Österreich. Die wenigsten haben eine politische Ausrichtung.

Vor allem die Deutsche Burschenschaft gerät im Zuge der Kampagne immer häufiger unter den Vorwurf der Rechtslastigkeit. "Das ist die Folge von gezielten Desinformationen und schlampiger Recherche", glauben Verantwortliche des Dachverbandes. In der Tat sind die rund 120 Mitgliedvereinigungen mit ihren 14.500 Mitgliedern an Heterogenität kaum zu überbieten. Neben einem rechten Flügel gibt es auch liberale und eher linke Interessen-Zusammenschlüsse. "Statt Bünde, die auf dem Boden des Grundgesetzes und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen, zu bedrohen, gibt es weitaus wichtigere Fragen, die vom VS geklärt werden sollten - zum Beispiel die Bedrohung durch fundamental-islamische Terrorgruppen", fordert Ex-DB-Sprecher Benedikt Fahrland. Doch das Anliegen des Stuttgarter Burschenschafters dürfte sich als frommer Wunsch erweisen.

Extremisten fordern Verbot der Burschenschaften

In Gießen geriet die örtliche Burschenschaft Germania in Erklärungsnöte, weil sich findige Journalisten an der Mitgliedschaft des Republikaner-Vorsitzenden Rolf Schlierer stießen. Und in Bayreuth flog der Publizist und NPD-Funktionär Jürgen Schwab in hohem Bogen aus der Burschenschaft Thessalia. Seine ehemaligen Bundesbrüder fürchteten, ebenfalls in Becksteins Bannstrahl zu geraten. "Gilt für den Bürger weiterhin das Prinzip, daß jedes Wort ein falsches sein kann und womöglich gegen Gesetze verstößt, kann jeder Innenminister (Bund und Land) in seinem VS-Bericht gezielt dafür sorgen, die Existenz von Organisationen in Gefahr zu bringen", beklagt Fahrland.

Professor Knütter spricht sogar von "öffentlichen Diffamierungen", wenn Burschenschaften in Berichten des Staatsschutzes auftauchen. Den betroffenen Verbandsbrüdern empfiehlt er sogar "den Gang vor den europäischen Gerichtshof" für den Fall, daß Berufsverbote ausgesprochen werden sollten. Auf einem solch fruchtbaren Boden kann es nicht überraschen, daß die abstrusesten Gedanken gedeihen.

Bekennende Linksextremisten wie die ehemalige PDS-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke rufen dazu auf, "alle Burschenschaften zu verbieten". Die Fußtruppen auf der Straße legen derweil schon einmal selbst Hand an. Die Universitätsstadt Marburg erlebt seit Jahren ein gespenstisches Schauspiel zu einem eigentlich fröhlichen Anlaß. So wird der dort stattfindende Marktfrühschoppen, den die Marburger Bürger gemeinsam mit den Studentenverbindungen feiern, regelmäßig von autonomen Krawallmachern empfindlich gestört (JF 28/03).

In Berlin ging unlängst das Auto eines Mitgliedes der Burschenschaft Gothia in Flammen auf. Das Haus des Bielefelder Bundes Normannia-Nibelungia wurde kürzlich zum wiederholten Male Opfer von Brandanschlägen. Und die Normannia in Heidelberg, die über lange Jahre ein traditionsreiches Mai-Ansingen in der Innenstadt veranstaltete, verzichtet seit einiger Zeit auf die öffentlichen Auftritte. Der "Tanz in den Wonnemonat" findet nun hinter verschlossenen Türen statt, abgeschirmt von Mannschaftswagen der Polizei und nur für geladene Gäste. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es zu ernsthaften Personenschäden kommt", fürchtet ein Burschenschafter.

In Hamburg wäre es fast so weit gewesen. Nur die Sicherheitsvorkehrungen am Germanen-Haus haben Schlimmeres verhindert. "Wären die Personen bis zu dem Gebäude vorgedrungen, so wäre es zu erheblichen Übergriffen auf unbeteiligte männliche wie weibliche Gäste gekommen", teilten die Germanen mit.

Hinter den Anschlägen steckt übrigens Methode. Sogenannte Autonome Gruppen hatten im Internet zu "Maßnahmen" gegen die Germania aufgerufen. Besser hätte Schröders "Aufstand der Anständigen" gar nicht funktionieren können.
 

Fantom

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wie wäre es mal mit einer quellenangabe?

edit: schon gefunden, mal wieder die "junge freiheit". da passt der threadttiel natürlich perfekt, die kennen sich mit "pauschalen verurteilungen und hetze" hervorragend aus.
 

Winston_Smith

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@paran

Das Problem ist doch, daß sehr wohl zahlreiche Verbindungen/Burschenschaften/Landsmannschaften gibt, die unbedingt überwacht werden müssen! (Habe es am eigenen Leib erfahren und durch zahlreiche Besuche auf div. Häusern selber erlebt.)

Sicherlich werden auch alle diese Gruppen in einen Topf geworfen. ("Wer Farben trägt, singt auch die erste Strophe vom Deutschlandlied.")

Gegen diese Dummheit kann man aber recht wenig machen.

Die normalen Verbindungen leiden unter der Radikalität der anderen.

Das sind Vorurteile. Sowas erlebt man aber häufig. Wenn manche Leute sehen, wie z.B. ein Türke in der Disco Streß macht, sind halt alle Türken Schläger.

Schlimm ist nur, daß gerade ASten auf solche Vorurteile reinfallen. Obwohl man von angehenden Akademikern durch aus etwas mehr erwarten könnte....


WS
 

Paran

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@ fantom

Die Junge Freiheit ist sicher ein rechtskonseratives Blatt, das ist klar, aber unabhängig von deinen Vorurteilen gegenüber dieser Zeitschrift können doch die erwähnten Aktionen gegen Verbindungen im Allgemeinen kaum deinem Toleranzverständnis enstprechen

@ Winston Smith

Dass es solche Bünde gibt bestreite ich ja nicht, aber diese ewige verallgemeinerung und Miesmache in den Medien kotzt einen an. Wenn dann Gewalttaten gegen Mitglieder von Verbindungen verübt werden interessiert das keinen. Das sind eh alles rechte Schweine die es nicht anders verdient haben.
 

Winston_Smith

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@paran

Sicherlich kotzt es Dich an. Das Problem bei Vorurteilen ist aber, daß sie sich unglaublich lange halten:

-Burschenschaftler sind alles Nazis
-Juden wollen nur Geld
-McD holzt der Regenwald ab
-Bush will nur das Irakische Öl
-die SPD betreibt sozialabbau
-in der CSU sind nur Nazis
-Arbeitslose wollen gar nicht arbeiten

usw.

Sowas kann man nicht ändern.

Traurig, aber wahr.

WS
 

Fantom

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Paran schrieb:
die erwähnten Aktionen gegen Verbindungen im Allgemeinen kaum deinem Toleranzverständnis enstprechen

tun sie auch nicht, die leute die solche aktionen starten, sind in meinen augen nur kriminelle.

diese tatsache wird mich aber nicht zu mitleidstränen für die burschenschaften hinreißen, denn gerade die genannte germania-gruppe, begibt sich mit ihren eher zweifelhaften ansichten zur demokratie auf ein ähnliches niveau, wie irgendwelche selbsternannten rotfront-kämpfer.

und da meine persönlichen erfahrungen mit den "bemützten" auch nicht die besten waren, sage ich einfach: beide blöd!
 

Paran

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@ fantom

Beide blöd! Tolle Aussage muss ich schon sagen. Was waren denn deine ach so schlimmen Erfahrungen und wie äußert sich das mangelnde Demokratieverständnis dieser Burschenschaft. Das Problem ist, dass es bei den "Bemützten" wie du uns so schön nennst ziemlich erhebliche Unterschiede gibt, denn wir sind nicht einheitlich organisiert und gehören keiner Partei an. Die politische Palette bei Verbindungen reicht von den liberalen Corps und Landsmannschaften über konserativ-christliche kofessionelle Verbindungen bis zu Burschenschaften. Innerhalb dieser Gruppen wiederum gibt es große Unterschiede, aber ich weiß, das sind ja alle "Bemützte" und außerdem sind die blöd!
 

phoenix

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Ach ja die junge Freiheit muß ihre bedrohten Burschenschaften schützen...
Ich hab ehrlich keine Ahnung inwieweit die Burschenschaften mit rechtsradikalen oder nationalistischen Gedankengut kontaminiert sind, allein der Name Germania lässt vermuten ,daß sich da ein paar schwarze Schafe tummeln, letzendlich sind die Proteste von links begründet oder auch nicht, wenn aber die 3. Strophe und überhaupt die deutsche Nationalhymne gespielt und mit gegrölt wird, lässt erahnen was da im Bierzelt abgeht.
 

EVILRAVEN

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hmm
mir sind die Bruschenschaften auch eher suspekt , aber das legitimiert noch lange keine Gewalt.
 

erik

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Ich habe das Argument langsam satt, von Burschenschaftern immer zu hören, sie seien ja eigentlich aus liberalen ja geradezu revolutionären Bewegungen entstanden und seien deshalb heute auch keineswegs rechts, sondern lediglich "wertkonservativ" oder so was.

Also mal ein paar Punkte, warum ich die nicht leiden kann:
1) Wieso sind eigentlich keine Frauen Mitglieder in solchen Vereinigungen? Klingt nicht sehr tolerant, liberal was auch immer für mich
2) Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen auf Wohnungssuche in München mit der Weltanschauung einiger Korpsmitglieder konfrontiert zu werden.
Daraufhin wohnte ich lieber teuer aber weltanschaulich neutral.
3) Ich habe zweimal erleben dürfen, wie sich die Burschenschafter bei ihrem jährlichen "Convent" in einer fränkischen Stadt daneben benehmen.
Und öffentliches Urinieren in Hauseingänge ist da noch einer der harmlosen Ärgernisse.

Klar gibt es Vorurteile gegen über diesen "Verbindungen" aber diese Vorurteile werden eben auch immer wieder bestätigt - und einischtige, klar denkende Mitglieder habe ich noch nicht getroffen, die hatten alle einen "an der Kappe"

Hochachtungsvoll,

Wer sich jetzt persönlich angegriffen fühlt, dem sei gesagt dass er höchstwahrscheinlich nicht mal satisfaktionsfähig ist, also können wir uns das Duell sparen
 

IMplo

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Zum Eröffnungsbeitrag:

"linksextremistischer Terror" wirft nicht mit Farbbeuteln, lieber sollte man sagen, linke Chaoten oder ähnliches...maßlos übertrieben!

Obendrein ist das alles nur MUTMASSLICH linker Terror....also Vorsicht! Genausogut kann das irgendwer gewesen sein.

Zu Burschenschaften:

Es ist wohl u.a. ein Ausdruck von Intelligenz, Seilschaften schon auf der Universität zu bilden, denn das ist ja ein ganz wesentlicher Grund für den Bestand von Burschenschaften. Wäre das anders, würden die Burschenschaften auch ein besseres Image haben. Wenn die nicht so manches, seltsame, schlagende Ritual hätten (Saufen und Kloppen), kämen sie auch deutlich sympathischer rüber.

Mir persönlich sind Bruderschaften weder positiv noch negativ entgegengetreten und ich habe eine durchweg neutrale Haltung zu ihnen.

Ich möchte dennoch darum bitten, bevor man Terror schreibt, auch zu prüfen, ob es Terror ist und ob es Beweise gibt, oder mutmaßlich , d.h. kannsein, kannichtsein...etc gegeben sind.

Greetz!
IMplo
 

TheUnknown

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Für mich sind diese sogenannten Buschenschaften die Vorläufer grosser Gehimbünde die mit Ritualen und dergleichen ihre Mitglieder binden und abhängig machen. Die Tatsache das keine Frauen, und Menschen aus Randgruppen erwünscht oder erlaubt sind machen das ganze für mich noch unsympathischer, denn ich vertraue keinem Verein der von vornherein einen gewisse Gesellschaftsschicht ausgrenzt nur um deren Ideen und deren Denkweise nicht konfrontiert zu werden.

Ich bin kein Linker-Farbbeutelwerfer ...trotzdem halte ich von diesen Herrenclubs nichts, auch weil meine Erfahrungen damit durchwegs negativ waren, vor allem was mitgleider der Germania betrifft.
 

Fantom

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Paran schrieb:
Beide blöd! Tolle Aussage muss ich schon sagen.

allerdings - und die habe ich mir nicht mal eben so ausgedacht.

Was waren denn deine ach so schlimmen Erfahrungen und wie äußert sich das mangelnde Demokratieverständnis dieser Burschenschaft.

durch einen penetranten chauvinismus und nationalismus.

Das Problem ist, dass es bei den "Bemützten" wie du uns so schön nennst ziemlich erhebliche Unterschiede gibt, denn wir sind nicht einheitlich organisiert und gehören keiner Partei an.

ich hab die story schonmal gepostet. vor einem jahr saß ich nichtsahnend mit 3 kommilitoninnen in einem biergarten nahe der uni. was ich nicht wusste: der biergarten gehört zum wohnheim der gruppe "schleswig holstein" (name natürlich auf latein). als ich da also so saß und in der sonne mein bier trank, gesellten sich drei typen zu uns und haben erzählt, wie das leben bei deren club so abläuft. neben saufen und trinken gab es für die füxe noch eine tolle beschäftigung: nachts die obdachlosen im park nahe der uni "aufmischen". auf meine frage hin, wie das denn ablaufe, meinten die nur lachend, sie würden sich erst richtig die kante geben und dann eben in den park und den typen auf die fresse hauen.

ich war entsetzt, besonders deshalb, weil diese gestalten (fast) alle existierenden vorurteile bestätigten.

Innerhalb dieser Gruppen wiederum gibt es große Unterschiede, aber ich weiß, das sind ja alle "Bemützte" und außerdem sind die blöd!

und wieder die heterogenität, ich darf semball zitieren, auch wenn es dabei um die andere seite ging (die die "junge freiheit" so passend als "linksextreme" bezeichnet hat, obwohl es die auch in 1000 schattierungen gibt.)

semball schrieb:
Sich als total heterogene Masse darzustellen ist übrigens ein gewitztes Mittel um sich vor jeder Kritik zu schützen, da die eine Hand immer drauf verweisen kann, dass es die andere Hand war und nie der gesamte Körper.
 

Paran

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An sämtlichen Beiträgen hier erkennt man wieder mal wo Toleranz bei manchen Leuten endet! Keiner von euch hat mir vernünftige Argumente gebracht warum er so denkt!

@ Fantom

Es ist eine Tatsache, dass Verbindungen ganz unterschiedlicher ideologischer Ausrichtung sein können oder würdest du FDP, CDU/CSU und SPD gleichsetzen? Der sozialdemokratische Innenminister ist übrigens bei einem unpolitischen Corps korporiert genauso wie Karl Marx!
 

Angel of Seven

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Paran schrieb:
An sämtlichen Beiträgen hier erkennt man wieder mal wo Toleranz bei manchen Leuten endet! Keiner von euch hat mir vernünftige Argumente gebracht warum er so denkt!

Na ja, immerhin haben einige über ihre persönlichen Erfahrungen mit Burschenschaften berichtet. Wenn das kein Argument ist wenn man selbst eigene Erfahrungen mit einer Personengruppe macht? :roll:


LG


AoS
 

Paran

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Zu den Fragen:

1) Die Frauenfrage ist traditionell bedingt, denn zur Gründungszeit der meisten Verbindungen durften noch keine Frauen studieren bzw. gab es kaum welche und sie durften auch keine Waffen tragen. Es gibt im übrigen einige Frauenverbindungen und auch gemischte Verbindungen, nur finde ich, dass das jede Verbindung selbst zu entscheiden hat!

@ The Unknown

Burschenschaften und andere Verbindung treten ganz im Gegensatz zu Geheimgesellschaften öffentlich auf und bei den meisten Veranstaltungen sind Nichtmitglieder auch gerne willkommen!

@ IMplo

Ich bin bei einer nichtschlagenden Verbindung und von denen gibt es genügend! Das fechten ist im übrigen kein Ausdruck von Agression sondern ist eine Tradition, da früher neben Adeligen und Soldaten nur Studenten zur Selbstverteidigung (da sie von weither kamen und leicht Opfer von Überfällen wurden)! Saufen tun viele auch ohne Studentenverbindung, das ist meiner Meinung nach kein Argumen!
 

Paran

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@ Angel of Seven

Und wenn ein Türke dich verprügelt sagst du dann alle Türken sind schlecht oder böse? :roll:
 

Angel of Seven

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Paran schrieb:
@ Angel of Seven

Und wenn ein Türke dich verprügelt sagst du dann alle Türken sind schlecht oder böse? :roll:


Menschlich wäre es, diese falsche Behauptung als persönliche Wahrheit anzunehmen.
Ein Obdachloser der von den "Burschlern" verprügelt wird, wird ähnlich denken.


LG


AoS
 

Fantom

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Paran schrieb:
Keiner von euch hat mir vernünftige Argumente gebracht warum er so denkt!

chauvinismus und nationalismus sind für mich mehr als ausreichende gründe, um eine bestimmte geisteshaltung abzulehnen!

Der sozialdemokratische Innenminister ist übrigens bei einem unpolitischen Corps korporiert genauso wie Karl Marx!

da ich weder der sozialdemokratische innenminister noch karl marx bin, ist es mir ziemlich egal.

ich lehne diese größtenteils reaktionären zirkel ab.

Saufen tun viele auch ohne Studentenverbindung, das ist meiner Meinung nach kein Argumen!

ha! :lol: ich habe noch nie einen salamander zelebriert, nur um mein bier einfach mal eben so sinnlos zu exen.
es ist schon ein unterschied, ob man sich betrinkt, oder ob man einen ganzen sauf-traditions-kanon abarbeitet!
 

Paran

Großmeister
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@ fantom
[/quote]chauvinismus und nationalismus sind für mich mehr als ausreichende gründe, um eine bestimmte geisteshaltung abzulehnen!
Wenn das deine Argumente sind finde ich das etwas jämmerlich!
da ich weder der sozialdemokratische innenminister noch karl marx bin, ist es mir ziemlich egal.

ich lehne diese größtenteils reaktionären zirkel ab.
Die beiden sind bzw. waren ja auch so reaktionär gell?
ha! ich habe noch nie einen salamander zelebriert, nur um mein bier einfach mal eben so sinnlos zu exen.
es ist schon ein unterschied, ob man sich betrinkt, oder ob man einen ganzen sauf-traditions-kanon abarbeitet!
Wenn dir diese Traditionen egal sind ist das deine Sache, aber was ist so schlimm daran?
 
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