Irak - Start der Bodenoffensive....

Ask1 Redaktion

Geselle
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Am frühen Abend des 20.03 begann der Angriff der "alliierten Truppen" gegen den Irak.

Die Nachrichtenagentur AP meldete, dass die US-Artillerie am Donnerstagabend irakische Stellungen in Südirak beschoss und damit die Bodenoffensive im Golfkrieg eingeleitet hat.

Der arabischen Sender "al-Dschasira" berichtete, dass US-Truppen auf irakisches Territorium vorrücken. Von Kuwait aus setzten sich diesen Berichten zufolge große Mengen von amerikanischen Militärfahrzeugen Richtung Irak in Bewegung. Drei Divisionen, zwei Amerikanische und eine Britische in halber Stärke, mit zusammen ca. 40 000 Mann, haben die Grenze überschritten.
Offenbar haben die USA ihre Strategie geändert und rücken nun simultan mit Bodentruppen und Luftunterstützung vor.

Die irakischen Städte Bagdad und Basra wurden dann am Abend von vereinzelten Luftangriffen erschüttert. Husseins größter Präsidentenpalast und das Außenministerium in Bagdad sollen schwer getroffen sein. Das zehnstöckige irakische Planungsministerium wurde gegen 19.07 Uhr von drei Raketen getroffen und ist in sich zusammengefallen.

Die alliierten Streitkräfte melden den Absturz eines US-Transporthubschraubers vom Typ CH-46E "Sea Knight" der US-Marine mit 16 Insassen. Ein Militärsprecher bestätigt den Tod von zwölf Briten und vier Amerikanern. Der Absturz soll nicht durch feindliche Kampfhandlungen ausgelöst worden sein.

In Großbritannien wurden die stationierte B52-Langstreckenbomber bereits am frühen Abend des 20.03 mit Bomben bestückt. Am 21.3 gegen 11.00 Uhr wurde gemeldet, dass sie von ihrem Stützpunkt in England gestartet sein.

Das ZDF berichtet, dass US-Kampfflugzeuge angeblich auch von Jordanien aus Einsätze geflogen haben. Auch Bodentruppen sollen von Jordanien aus vorrücken. Die USA haben zirka 6 000 Mann in Jordanien stationiert.
Der jordanische Außenminister, Marwan Muasher, beteuerte, dass von jordanischem Boden aus keine offensiven Operationen gegen den Irak ausgehen werden. Die irakischen Streitkräfte haben jedoch nach eigenen Angaben im Grenzgebiet zu Jordanien einen feindlichen Angriff zurückgeschlagen. Das Grenzgebiet zum Irak im Osten des Landes wurde von Jordanien zum Sperrgebiet erklärt. Der jordanische Regierungschef, Ali Abu Ragheb, teilte mit, dass sich in der Region nur noch diejenigen aufhalten dürfen, die eine spezielle Erlaubnis dazu haben.

Aus der Provinz Chusestan wird berichtet, dass schwarzer Rauch über die Grenze vom Irak her treibe. US-amerikanische und britische Militärsprecher bestätigen Brände an Ölquellen im südirakischen Rumaila-Ölfeld. Demnach sollen zirka 30 Ölfelder angezündet worden sein.
Der britische Verteidigungsminister, Geoff Hoon, sagt dazu:
"Angesichts der Tatsache, dass es Hunderte von Ölfeldern gebe, sei dies aber nicht so schlimm. Wir haben befürchtet, das die irakischen Behörden einen Versuch unternehmen, alle Ölfelder systematisch zu zerstören".In einigen arabischen Staaten mehren sich die Proteste gegen den "ungerechtfertigten Angriffskrieg" der USA in der Bevölkerung. In Kairo kam es gestern zu ungewöhnlich heftigen Protesten. Aufgebrachte Demonstranten wollten zur US-Botschaft vordringen und forderten die Ausweisung von US-Bürgern. Auch in Jordanien brodelt es bereits. Die Sicherheitskräfte auf den Straßen wurden verstärkt. Die Mehrheit der Bevölkerung ist palästinensischen Ursprungs und sympathisiert mit dem Führer des Irak. Experten warnen, dass sich nach den Freitagsgebeten diese Unruhen noch ausweiten werden.
 
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