Grüne fordern vegetarischen Kantinen-Tag

Ein_Liberaler

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Eigentlich fühle ich mich dahingehend bereits hinreichend aufgeklärt, vielen Dank. Die Regierung informiert mich so zuverlässig und umfassend darüber, wie ich mich bitte ernähren soll, wie die Regierung von Ozeanien das Volk darüber informiert, daß man immer schon mit Eurasien im Kriegszustand war.

Deshalb fordern wir mehr Verbraucheraufklärung zu den gesundheitlichen, sozialen und ökologischen Folgen des Fleischkonsums. Öffentliche Kantinen sollen Vorreiterfunktionen übernehmen. Angebote von vegetarischen und veganen Gerichten und ein „Veggie Day“ sollen zum Standard werden. Wir wollen ein Label für vegetarische und vegane Produkte.

Bundestagswahlprogramm 2013 von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, S. 164

Naja, jede Menge Feinsteuerung und Bevormundung halt. Der emissionslose Bauernhof und ähnlicher Kiki. Agrarprodukte sollen am besten weder importiert noch exportiert werden, und Spekulation mit Agrarflächen gehört auch verboten.

http://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Wahlprogramm/Wahlprogramm-barrierefrei.pdf
 

Simple Man

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@haruc
Deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen. Gerade in öffentlichen Kantinen - und um die geht es ja, weshalb auch deine Hinweise mit der Wirtschaftlichkeit und den privaten Entscheidungen ein wenig ins Leere gehen - wird nicht das angeboten, was ich/die Leute gerne hätten; sofern ich das Gemecker über das Mensa-Essen richtig deute. (Aus Studienzeiten rührt meine hauptsächliche Erfahrung mit öffentlichen Kantinen, aber auch in Firmenkantinen wird häufig über das Essen geschimpft.)

Meist habe ich das folgendermaßen gelöst: ich habe nicht dort gegessen, sondern am Abend zu Hause. Oder ich habe mir etwas mitgebracht. Oder ich bin in ein Restaurant gegangen. Die Kantine hat mir also vorgeschrieben, was ich essen soll, ich habe mich aber in einem rebellischen Akt dagegen aufgelehnt und habe einfach was anderes gegessen.

Warum soll das zukünftig nicht mehr gehen?
 

agentP

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Das einzig erschreckende daran ist, wie man eine völlig vage Formulierung aus einem Wahlprogramm, die überhaupt nicht konkret wird, zu so einem Medienhype aufblasen kann.
 

vonderOder

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agentP schrieb:
Das einzig erschreckende daran ist, wie man eine völlig vage Formulierung aus einem Wahlprogramm, die überhaupt nicht konkret wird, zu so einem Medienhype aufblasen kann.
Nee, das ist nicht erschreckend, dass ist gut so. Denn dann wissen die Ideenspender dieses Unsinns, das es Mitbürger gibt mit denen man nicht alles machen kann und nicht nur die Schafe sind denen Politiker ihren Willen aufdrücken können.
 

Giacomo_S

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Simple Man schrieb:
aber auch in Firmenkantinen wird häufig über das Essen geschimpft.

Ich habe mehrjährig als Küchenchef eines Mittagsrestaurants (keine Kantine) gearbeitet, das hauptsächlich Menschen aus den umliegenden Büros bewirtet hat. Dabei habe ich festgestellt:

1. Und wenn Du Sterneküche anbötest: Mittags wird immer über das Essen geschimpft. Und es hat nichts, aber auch gar nichts mit Qualität/Preis/Auswahl Deines Angbots zu tun, sondern mit dem schlechten Nervenzustand des arbeitenden Menschen.
Donnerstags liegen die Nerven dann ganz blank.

2. Was Gäste in Umfragen einfordern, und was sie dann tatsächlich bestellen - das sind zwei Paar Schuhe. Eingefordert wird "gesund"/vegetarisch/ausgewogen, bestellt wird Schnitzel/Hamburger/Bolognese.
Es scheint wichtiger zu sein, "gesunde" Gerichte auf der Karte zu haben, damit sich die Leute einreden können, sie lebten ja so gesund.
Freitags ist dann Hamburger-mit-Pommes-Tag ("den gönne ich mir heute mal").

3. Vegetarische Küche kann schwierig und aufwändig in der Vorbereitung sein. Im Unterschied zur normalen Küche lässt sich nur wenig à la minute kochen, oder einfach nur mal als Schöpfgericht herausgeben. Mittags haben die Leute auch keine Zeit.
Die Umsätze mit vegetarischen Gerichten sind dazu schwankend. In der Konsequenz wirft man die vorbereitete Ware entweder weg oder gibt sie tagelang heraus - beides ist unbefriedigend.
Vergessen darf man auch eines nicht: In der Gastronomie muss Essen auch besser sein und aussehen als daheim. Was für viele daheim okay ist, würde in der Gastro mit Pauken und Trompeten durchfallen.

4. Vegane Küche ist für ein durchschnittliches Mittagsrestaurant nicht zu leisten, außerdem eine unreflektierte Kopfgeburt.
Zum Einen setzt eine vegane Ernährung einen ausgeklügelten Diätplan voraus, das kann kein Restaurant leisten. Man ist eben nicht einfach mal so Veganer. Zum Anderen erfordert eine vegane Küche eine ausentwickelte Vorbereitung - das ist etwas für Spezialrestaurants.
 

Ein_Liberaler

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Ich freue mich immer über diese interessanten und lehrreichen Einblicke in die Welt des professionellen Kochens, auch schon damals über den Chinaware-Beitrag. Dafür einfach mal "Danke!"

Was ist hiervon zu halten?

Pommes rot-weiß, Reibekuchen mit Apfelmus und Kartoffeln mit Rahmspinat und Ei sind in Kantinen heiß begehrt. Das weiß Johann Resch, der die Düsseldorfer Polizeikantine betreibt. Woran bei diesen Speisen kaum jemand denkt: Das alles sind vegetarische Speisen. "Wenn man aber dranschreibt, es ist fleischfrei oder vegetarisch, wollen es gleich weniger Leute", sagt Resch. Diplom-Psychologe und Geschäftsführer des Rheingold-Instituts Heinz Grüne sagt, das liege daran, dass das Wort "vegetarisch" nicht das Essen beschreibt, sondern eine Ideologie.

http://nachrichten.rp-online.de/panorama/etikett-vegetarisch-schreckt-haeufig-ab-1.3587991
 

Giacomo_S

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Ein_Liberaler schrieb:
Was ist hiervon zu halten?

Pommes rot-weiß, Reibekuchen mit Apfelmus und Kartoffeln mit Rahmspinat und Ei sind in Kantinen heiß begehrt. Das weiß Johann Resch, der die Düsseldorfer Polizeikantine betreibt. Woran bei diesen Speisen kaum jemand denkt: Das alles sind vegetarische Speisen. "Wenn man aber dranschreibt, es ist fleischfrei oder vegetarisch, wollen es gleich weniger Leute", sagt Resch. Diplom-Psychologe und Geschäftsführer des Rheingold-Instituts Heinz Grüne sagt, das liege daran, dass das Wort "vegetarisch" nicht das Essen beschreibt, sondern eine Ideologie.

http://nachrichten.rp-online.de/panorama/etikett-vegetarisch-schreckt-haeufig-ab-1.3587991

Interessant, da ist sicher etwas dran.

Die vegetarische Küche ist per Definition eine Diät, und wird von vielen - wie andere Diäten auch - als Genussbremse angesehen. Die Profis unter den Köchen, die auch die Medien bestimmen, haben sich ihrer in der Vergangenheit nicht gewidmet und tun dies auch heute noch relativ wenig.

Das Feld haben sie dafür den Ideologen überlassen, küchentechnischen Amateuren. Die wiederum fühlten sich berufen, neben weltanschaulichen Gründen auch gesundheitliche Aspekte in den Vordergrund zu stellen. So manche Publikation zum Thema schiesst dabei über das Ziel hinaus, das ist dann alles fettarm, Vollwert, Körner, Rohkost und so fürchterlich gesund - oder was diese Leute eben dafür halten.

In den Köpfen vieler blieb dann für die vegetarische Küche das Bild hängen: "Gesund, aber genussfreie Gemüsebreischale".
Pommes rot-weiss oder Pizza Magherita sind zwar vegetarische Gerichte, gelten aber als Junk-Food. Sie werden nicht mit dem vegetarisch-asketisch-fettfrei-Klischee des Vegetarismus assoziiert.

Anders ist es mit Gerichten wie dem Rahmspinat oder den Reibekuchen. Das sind Klassiker aus Zeiten, in denen sich die Deutschen sogar überwiegend vegetarisch ernährten - allerdings nicht aus ideologischen Gründen. Vergessen wir nicht: Noch weit bis ins 20. Jh. hinein gab es für viele Deutsche Fleisch nur an Sonn- und Festtagen.

In den Kantinen, in denen ich zuletzt gespiesen habe (und gelegentlich gehe auch ich in Kantinen) wurden heutzutage mehrere Gerichte angeboten, darunter auch immer mindestens ein vegetarisches. Und das war keineswegs langweilig, manchmal konnten sich die Gäste auch noch etwas auswählen. Ich finde es falsch, Gäste mit einem "Veggie-Day" zu ihrem Glück (oder dem der Tiere) zwingen zu wollen.
 

vonderOder

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Giacomo_S schrieb:
Ich finde es falsch, Gäste mit einem "Veggie-Day" zu ihrem Glück (oder dem der Tiere) zwingen zu wollen.
Genau! Darum geht und ging es ja bei dem 'Aufschrei der Empörung'.

Wenn ich Kartoffeln, Spinat und Spiegelei auf die Teller bringe, ist am Spinat noch durchwachsener Speck dran; und an Eintöpfen auch. Also ist bei mir auch da nüscht mit 'Veggie Day'. Na gut, ich koche ja wenn, dann auch nur zu Hause.
 

Mr. Anderson

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Giacomo_S schrieb:
3. Vegetarische Küche kann schwierig und aufwändig in der Vorbereitung sein. Im Unterschied zur normalen Küche lässt sich nur wenig à la minute kochen, oder einfach nur mal als Schöpfgericht herausgeben.
Vegetarische Küche ist eigentlich gar nicht so kompliziert, zumal es sich ja im Grunde nur um Küche ohne Fleisch (und Fisch), handelt z. B.
Schnitzel mit Kartoffeln und gemischtem Gemüse, minus Schnitzel,
Gebratene Nudeln mit Hühnchen, minus Hühnchen,
Salat mit Speck, minus Speck,
all das dürfte nicht aufwendiger zuzubereiten sein als die gleichen Gerichte mit Fleisch. Das sind typischerweise auch diejenigen Gerichte, die ich in Restaurants unter der „Vegetarisch“-Abteilung der Speisekarte erblicke; bzw. das, was man sich dann zusammenstellen lässt.
Was anderes kriegt man meiner Erfahrung nach in der Regel nicht. Allerdings wäre ich auch neugierig, was für Du Gerichte zaubern würdest ;)
 

agentP

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Denn dann wissen die Ideenspender dieses Unsinns, das es Mitbürger gibt mit denen man nicht alles machen kann und nicht nur die Schafe sind denen Politiker ihren Willen aufdrücken können.

Eigentlich sieht man daran eher, wie bereitwillig die Schafe auf den Mist in der BILD et al. unreflektiert anspringen. Von "Zwang" oder "Aufdrücken" ist jedenfalls im zitierten Parteiprogramm keine Rede.
 

vonderOder

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agentP schrieb:
Denn dann wissen die Ideenspender dieses Unsinns, das es Mitbürger gibt mit denen man nicht alles machen kann und nicht nur die Schafe sind denen Politiker ihren Willen aufdrücken können.
Eigentlich sieht man daran eher, wie bereitwillig die Schafe auf den Mist in der BILD et al. unreflektiert anspringen. Von "Zwang" oder "Aufdrücken" ist jedenfalls im zitierten Parteiprogramm keine Rede.

Na da scheinst Du ja einer von den wenigen zu sein, die verstanden haben was der Herr Tritt ihn meinte.

:
Es... erweitert die Speisekarte, wenn wir in öffentlichen Kantinen einen Tag haben, an dem man sich fleischlos ernähren kann


:
Grünes Verwirrspiel um den Veggietag
 

Zerch

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Ich bin selbst Vegetarier und dabei der Meinung daß jede gewohnt-gutbürgerl. Küche genug Fleischlosigkeiten bietet um damit klarkommen zu können.

Allerdings sollte vor der Bestellung alles abgeklärt werden , denn ein Vegetarier bemerkt kleinste Reste an tierischem Fett , selbst wenn es nur an einem Messer war , oder mini-Speckreste , Hühnerbrühe in Soße usw.

Wer nicht den Mund auf macht kann dabei einen vermeintlich vegetarischen Salat bestellen , welcher dennoch Hühnerbrühe , Speck , oder Schinken enthält.
 

Giacomo_S

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Mal vorab:
Mittagsküche und Abendküche sind zwei verschiedene Dinge. Ich beziehe mich hier vor allem auf die Mittagsküche.

Mr. Anderson schrieb:
Schnitzel mit Kartoffeln und gemischtem Gemüse, minus Schnitzel,
Gebratene Nudeln mit Hühnchen, minus Hühnchen,
Salat mit Speck, minus Speck,
all das dürfte nicht aufwendiger zuzubereiten sein als die gleichen Gerichte mit Fleisch.

Ich persönlich halte nichts davon, ein vegetarisches Gericht dadurch entstehen zu lassen, indem man einfach das Fleisch weglässt. Denn dadurch reduziert man den Vegetarier auf einen Beilagenesser - im Grunde respektlos. Privat kann man so etwas machen, für die Gastro reicht das einfach nicht.

Ein bürgerlicher Teller ist ja zusammengestellt aus z.B. Fleisch, Gemüse, Sättigungsbeilage, ggf. Sauce. Ein vegetarischer Teller sollte ähnlich zusammengestellt sein, nur dass das Fleisch durch etwas vegetarisches ersetzt wird, was diese Position einnimmt. Damit meine ich nicht vegetarische Fleischimitationen (brr !), sondern eine idealerweise eiweißhaltige Speise, wie z.B. Bratlinge, ein Stk. Auflauf oder Strudel, Schiffchen, Polenta o.ä.

Solche Zubreitungen müssen vorbereitet werden, damit man sie im Anschluss herausgeben kann. Solange man sie gut verkauft, ist alles gut. Hat man jedoch bei vegetarischen Gerichten schwankende Umsätze, wird es damit problematisch.

Aus diesem Grund habe ich Zubereitungen wie z.B. "Auberginenschiffchen", "Zucchinischiffchen" aus zukünftigen Wochenkarten rausgeworfen. Am Tag der Herstellung sehen die attraktiv aus, am Tag drauf aus dem Kühlhaus aber wie Fallobst und haben auch selbige Konsistenz. Obwohl hygienisch einwandfrei, möchte man das dann einfach nicht mehr ausgeben (wie gesagt: Für Zuhaus okay, für die Gastro für zu schwach befunden).

Was den Wareneinsatz von vegetarischen Speisen betrifft, ist es nicht weiter wild, auf mal einwandfreie Ware wegzuwerfen. Das Problem entsteht eher durch den Aufwand an Arbeitszeit, der in sie gesteckt werden muss.

Nimmt man den Vegetarier ernst, dann landet man - vor allem aus Qualitätsgründen - in der à la minute-Küche. Dann fallen aber eine Reihe von Zubereitungen aus dem Raster, denn Mittags kann man den Gästen nicht "Wartezeit 30 Min." auf die Speisekarte schreiben. Und das ist dann der Grund, warum auf so vielen Speisekarten Gerichte stehen wie: "Gemischte Gemüseplatte mit Kartoffeln und Kräuterrührei".

Zerch schrieb:
Hühnerbrühe in Soße usw.

Das ist auch so ein Thema: Vegetarische Brühen und Fonds.
Ich persönlich habe den Anspruch, alle Brühen und Fonds selbst zu kochen, und i.d.R. geht das auch. Aufwand und der Platz auf dem Herd für Stunden wollen aber auch erst einmal erarbeitet sein.
Weitere Brühen und Fonds - z.b. vegetarische, aber auch Fisch- und Krustentierfonds - erhöhen diesen Aufwand natürlich weiter. Bei Fisch- und Krustentierfonds kann man wenigstens noch einen höheren Preis verlangen, bei vegetarischen Gerichten nicht.
Generell ist aber in der Gastro das Kochen eigener Fonds auf dem Rückzug.

Im Kern drehen sich jedoch alle Probleme um rein ökonomische Fragen.
In den letzten 20 Jahren habe ich mitansehen müssen, wie der Kopf der Unternehmen, diejenigen die das verwalten, bewerben, organisieren immer größer wird und größer. Un diejenigen, die das letztlich produzieren immer kleiner und kleiner. Zuletzt habe ich in einem Betrieb gearbeitet, der hatte vor 20 Jahren 28 Köche, heute sind das 18.

Zumindest hier in München sind in den letzten Jahren die Verkaufspreise faktisch gesunken, Anspruch an Auswahl, Qualität und Geschwindigkeit aber gestiegen. Zwar hat auch moderne Technik in die Gastro Einzug gehalten (sofern man sie hat :-_-: ), aber kochen muss man letztlich immer noch wie früher. Da gibt es eben noch keinen "OK"-Button.
Und anscheinend kann ja kein Gast mehr den Weg ins Restaurant finden, ohne das weitere Mitarbeiter in der Geschäftsführung Internetauftritt, Facebook, Twitter undwasweissich bedienen.

Wenn dann aber in der Konsequenz weniger Menschen mehr leisten sollen (und in der Küche war man schon immer knapp besetzt), und das auch noch mit höherem Tempo, dann bleibt einfach an den Rändern des Angebots etwas auf der Strecke. Und das sind dann eben die Vegetarier.
Oder das Zauberwort heisst Convenience Food.
 

agentP

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Dass die Springer-"Welt" und die Springer-"BILD" in´s gleiche Horn blasen überrascht mich jetzt ehrlich gesagt nur mässig.

Na da scheinst Du ja einer von den wenigen zu sein, die verstanden haben was der Herr Tritt ihn meinte.

Wer redet den von Trittin? Ich beziehe mich auf das, was im Programm der Partei steht. Habe ich auch mehrmals wörtlich so geschrieben.

Aber mit Einzelmeinungen von Parteimitgliedern kann ich natürlich auch dienen:

BR am 06.08.2013 schrieb:
Die Grünen fordern einen fleischfreien Tag pro Woche in Kantinen. Fraktionschefin Künast sagt im Gespräch mit Bayern 1-Moderator Uwe Erdelt, dass die Partei eine Diskussion erzwingen, aber keine gesetzliche Regelung wolle.

http://www.br.de/radio/bayern1/sendungen/am-morgen/kuenast-veggieday-gruene-100.html

:roll:
 

haruc

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Naja, man kennt ja die Grünen. Erst wollen sie einen Dialog erzwingen und fünf mituten später liegste mit nem Dolch im Rücken im Rinnstein...

Spass beiseite. Solche Formulierungen, wie sie da von den Grünen gebraucht werden, sind doch ganz offenkundig Nebelkerzen! Die Diskussion findet seit Jahren statt und jetzt wird so getan als würde man einen Stein ins Rollen bringen. Das ist ziemlich arm, fast wie bei Apple.
 

dkR

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Vegetarische Mauer?
Läßt sich das mit artgerechter Tierhaltung vereinbaren?
 

agentP

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Die Diskussion findet seit Jahren statt und jetzt wird so getan als würde man einen Stein ins Rollen bringen. Das ist ziemlich arm, fast wie bei Apple.

Das nennt man Wahlkampf und wenn man will findet man Beispiele sicher bei allen Parteien. Diesmal hat sich der Boulevard halt die Grünen ausgeschaut um das Sommerloch zu stopfen. Arm ist vor allem, dass mitten im Wahlkampf in den Medien (und z.B. auch hier) einem so banalen und nebensächlichen Thema so viel Raum eingeräumt wird. Als gäbe es nix wichtigeres... :roll:

Wäre ich BILD-Redakteur, hätte ich mich ja lieber auf unsere Verbraucherschutzministerin gestürzt, die mal eben (vertrauensselige, laktoseintolerante) Verbraucher in Gefahr bringt, indem sie (die auch Landwirtschaftsministerin ist) bei Lanz über natürlich gewonnene milchzuckerfreie Milch fabuliert.

http://www.youtube.com/watch?v=QNqjr28YDuU

:)
 
G

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Jetzt fordern sie auch noch PKW Maut - machen die jetzt mit Seehofer gemeinsame Sache?
 

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