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Gedichte

Dieses Thema im Forum "Lyrik" wurde erstellt von Laokoon, 22. Mai 2006.

  1. Laokoon

    Laokoon Erleuchteter

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    Es folgen eventuell noch ein paar von mir, deshalb mach ich nur einen Thread für sie auf...


    In Flammen

    Der Himmel brennt, das Firmament glüht,
    in letztem, güld’nem Schein, die leuchtend Sonn' erblüht,
    ein Phoenix, der die letzten Reste
    seines unsterblichen Seins versprüht,
    um erneut aus diamant’ner Asche zu ersteh’n,
    den Pfad zeitloser Verjüngung zu begeh’n
    ein strahlend Licht der Ewigkeit.

    XXII.V.MMVI ~Laokoon~
     
  2. Laokoon

    Laokoon Erleuchteter

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    Ton, Staub, Erde,
    auf dass er werde,
    der neue Mensch,
    geformt von Menschenhand,
    geformt von Götterhand.

    XXV.VII.MMVI ~Laokoon~
     
  3. Laokoon

    Laokoon Erleuchteter

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    Thingherren's Schlachtruf


    Ihr Männer, schlachtbeseelte Krieger,

    lasst euer Schwert im Kampfe tanzen,
    zieht gleich den Wölfen über’s Land,
    Seid des Todes Vorstoß, Lanzen,
    durchbrecht die Wälle, setzt in Brand,
    ebnet Hallen, letzte Schanzen

    und kehrt heim als reiche Sieger!


    XXX.VII.MMVI ~Laokoon~ (größtenteils eigentlich MMV)
     
  4. Laokoon

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    Wächter des Nordens


    Tief schlummernd seit Äonen,
    in Träumen tief versunken,
    schläft des Gipfels Seele,
    sich alter Zeiten vag bewusst.

    Wo ist die Demut?
    Wo der Respekt?

    In vergessenen Zeiten,
    heilig Grund,
    Samen-Berg,
    Nammatj.

    XXX.VII.MMVI ~Laokoon~
     
  5. Laokoon

    Laokoon Erleuchteter

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    Freiheit

    Leere im Kopf
    Doch berstendes Herz
    Schmerzverzerrter Schrei
    Schrei nach Freiheit
    Qualvoller Schrei
    So nah am Untergang
    So nah
    Die Liebe
    Brennen, Verlangen
    Nach Freiheit
    Wer gibt mir Freiheit
    Wer gibt mir Freiheit
    Gefangen
    Gefangen im Körper
    Gefangen im Geiste
    Gefangenes Herz
    Ausbruch unmöglich
    Zum Scheitern verurteilt
    Doch
    Die Klinge erhebend
    In den Untergang
    Für die Freiheit
    Für die Freiheit
    In den Untergang
    Die Befreiung des Herzens
    So nah
    So nah.

    I.IX.MMVI ~Laokoon~
     
  6. Laokoon

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    Klageruf der Athene

    Pallas! Teure Gefährtin!
    Welch Unglück war dir bestimmt,
    Welch grausam Moiren Werk!
    Gehütet in Tritons schimmernden Grotten,
    Erzog man uns im Waffengang.
    Dich erprobte Kriegermaid,
    Mich unerschrocken Borngeharnischte.

    Antlitz gen Antlitz, wir
    Mit Panzer, Speer und Schild
    Voll Eifer im Gefecht.
    Doch starke Bande banden
    Voll Treue, voll Freundschaft
    Wie Mutterschnur von uns geknüpft
    Auch im verbissensten Gestech.

    Oh warum nur, Zeuger,
    Wurde Unglück durch Unglück ersetzt,
    Fingst du Vater Zeus,
    Ihren Hieb mit Aegis’ Leder,
    Der doch mir gewidmet war.
    Aus ihrem Todesstreich,
    Wurde meiner, traf, traf tief.

    Welch Wehschrei, dein Sinken,
    Das Fallen der irdnen Schneide,
    Dein rötlich rinnend Leben
    Dem Schattenstrom zuhin.
    Pallas, bittren Abschied,
    Hätten die Moiren uns
    Nicht können auferlegt.

    So nenn mich von nun
    An Pallas Athena
    So sei gewidmet,
    Palladion, ein Bildnis dir.

    Deinen Namen ewig will
    Ich ehren in Erinnerung;
    Dein Abbild ewig will,
    Ich ehren in Erinnerung.

    X.IX.MMVI ~Laokoon~
     
  7. Laokoon

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    Weltbild

    Mit den Kindheitserinnerungen
    verblasst eine - die - perfekte Welt.
    Die abstoßende Realität ,
    wird mir jeden - jeden einzelnen - Tag mehr bewusst.
    Das Schlimme daran jedoch ist,
    dass mir so - gerade so- zu gefallen scheint.

    X.IX.MMVI ~Laokoon~
     
  8. Laokoon

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    Todeskampf

    Die Tränen in deinen Augen
    Brannten sich
    Wie Säure in meine Erinnerung
    Deine unbewusste Rache
    Für die blutigen Wunden,
    Die meine Unbedachtheit schlug

    Die Geschehnisse
    Trafen wie ein Pflock
    Auch in meinen Kopf, mein Herz
    Wie feine Nägel,
    Rostend, gallend,
    Schuld.

    Wie Folter,
    man würde gern,
    doch sterben kann man nicht,
    unerträglicher Schmerz.
    Doch nicht allein,
    zu zweit,
    den Daumenschrauben ausgesetzt.

    Du sagst Danke,
    doch welch Irrsinn,
    lässt die Verfluchte,
    dem Fluchsprecher danken?
    Noch tiefer,
    ätzen deine Tränen,
    mit diesen zarten Worten.

    Gib mir einen Ausweg,
    junge Amazone,
    die du so verbittert,
    ums Überleben kämpfst.

    Habe ich eine Chance,
    oder wir
    dich und mich
    mich und dich
    zu retten?

    [....ohne uns bei dem Versuch


    zu töten?]


    II.X.MMVI ~Laokoon~
     
  9. Laokoon

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    Vertrauen – eine Bestandsaufnahme

    Vertrauen trauen
    Treu Wortstamm

    Vertrau mir!

    Vertrau deiner
    Inneren Stimme

    Vertrauen gut
    Kontrolle besser

    Vertrauen sie
    Ihrem Finanzplaner

    Vertrauen
    Was ist das?

    Ein Wort
    Unter vielen

    Hoffnung
    Glaube

    Aber nie
    Gewissheit.


    ~~~~~~~~~~~~~~


    Vertrauen

    Unsichtbare Fäden
    Spinnennetze
    Sanft gewoben
    In langer Arbeit
    Fast nichtig
    Und doch stahlhart
    Scheinbar unzerstörbar
    Und doch fragil


    ~~~~~~~~~~~~~~


    Grüner Honig

    Vertraust du mir, vertrau ich dir.
    Kinderworte, die verhallen,
    Vertrau mir, mein Schatz;
    Liebesworte, die erschallen.

    Kann ich’s?
    Zweifel, der erklingt,
    Könnt’ ich nur,
    Giftzweig der sich schlingt

    Tu es, ich tu dir nichts,
    Nachdruck, der hier spricht.
    Herzchen, ich liebe dich,
    Stachel, der süß sticht.

    Ich tu’s, du siehst nett aus,
    in der Falle, eingesperrt.
    Ich dich auch, oh auch,
    die Realität verzerrt.

    Beide in süßem Traum,
    doch böse erwacht,
    beide voll Hoffnung,
    bald umgebracht.

    [Der Name lehnt sich an eine Substanz
    in Umerto Ecos „Baudolino“ an,
    Vertrauen hat oft....sagen wir....
    dessen Wirkung gemein]



    ~~~~~~~~~~~~~~


    VII.X.MMVI ~Laokoon~
     
  10. Laokoon

    Laokoon Erleuchteter

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    Machtergreifung des Kronos

    KRONOS (zu sich) :
    Meine adamantne Sichel fällte dich nieder, Vater,
    Wer, wer steht mir nun noch im Weg?
    Gaia, selige Mutter, spießquellende Natur?
    Kyklopen, die missgestalteten Monströse?
    Oder gar, Hekatoncheiren, Hundertarmige?
    Meine Brüder und Schwestern – Titanenblut?

    Nein – mir gebührt der Sieg, der Ruhm,
    mir allein, der angstlos kämpfte!

    Kein Nebel ist süßer, als die zartgoldene Macht.
    Sie soll ab heute durch meine Lungen strömen,
    oh herrlicher Odem, flute ein!


    KRONOS (zu den Titanen):
    Ich will Euch in eine goldene Ära führen
    Sprecht ihr mir nur den Platz des Ersten zu!
    Ich werde Euch eine Ordnung schaffen,
    die ewig bestehen, ewig wirken soll!
    Ihr, Titanen, seid meine Zeugen,
    ab heute, gibt es keine Zukunft mehr
    - denn ich schaffe Euch ein Paradies der Ewigkeit!

    Wollt ihr mir folgen? Wollt ihr mir dienen?
    Ich will Euer unumstößlicher Herrscher sein,
    Euer weiser Vater, Führer, Feldherr!

    Ihr Brüder, Ihr Schwestern, verneigt Euch vor mir!

    XVII.X.MMVI ~Laokoon~
     
  11. Laokoon

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    Tod dem Vampir!

    bum. bum. bum. Trommeln in der Nacht.
    bum. bum. bum. Herz das leise wacht.
    bum. bum. bum. Pflock, der Brustkorb kracht.

    XXII.XI.MMVI ~Laokoon~
     
  12. Laokoon

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    Die Freien

    Ein Hoch auf die ewige Liebe, denn sie macht uns unsterblich.
    Ein Hoch auf die ewige Liebe, die ohne Waffen zu töten vermag.

    Ein Hoch auf jene, die schaffen sie zu bändigen und überleben.
    Ein Hoch auf jene, die ihn diesem ehrenhaften Kampf fallen, sie sterben edel und frei.

    XIV.XII.MMVI ~Laokoon~
     
  13. Laokoon

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    Wolfswinter

    Endlose, leblose Weite;
    Das Leben erstarrt,
    von Reif überzogen.

    Schneidend zieht der Wind
    über die graue, gefrorene Ebene
    gen trüben Horizont.

    Einzig in der Ferne,
    ein Wolf,
    mit seinem Heulen
    einsam der Kälte trotzdend.

    XXVIII.I.MMV ~Laokoon~
     
  14. Laokoon

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    Die Schönheit der Stille

    Nebel , oh wunderschöner Schleier, mein,
    könnte ich nur von Dir umfangen sein,
    spürte Deine milchig weiße Haut, so zart,
    sähe Dein Lächeln, von so mystischer Art.

    Nebel, oh wunderschöner Schleier, mein,
    könnte ich nur von Dir umfangen sein,
    fühlte mein Herz, und doch stille Schweigsamkeit,
    schlösse die Augen, gewahr in Sicherheit.

    Nebel, oh wunderschöner Schleier, mein,
    wirst meine wortlose Gefährtin sein,
    Dir flüstere ich meine Schwächen zu,
    Verbirgst sie in verständnisvoller Ruh’.

    XXIII-II-MMVII ~Laokoon~
     
  15. Laokoon

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    -vorläufig ohne Titel-

    Wirkliche Freiheit kann kein menschlicher Geist erfassen.
    Doch in kurzen Momenten, sind wir eins mit der Welt,
    verlieren unsere Seele in endloser Weite.
    Einen Augenblick, völlig ausgeglichen, fließen wir
    und sind wir
    sind einfach
    und fließen im weiten Strom der Welt
    - nicht als Teil von ihr -
    Wir sind sie,
    sie ist wir,
    alles und nichts - vereinigt und rein.
    Leider dauert dieser Moment
    nur den Bruchteil einer Sekunde,
    und wir nehmen ihn kaum wahr, kaum mit,

    und nur eine unbestimmte Sehnsucht bleibt.

    XVI.V.MMVII ~Laokoon~