Fragen zur Meditation

Xanatos

Neuling
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17. September 2003
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Seid gegrüßt,

ich bin nun zum ersten mal auf dieser Seite und habe auch mit anderen Seiten die dieses oder ähnliche Themen beinhalten keine erfahrung. Um es einfach zu erklären ich bin ein absoluter Neuling.

Ich finde die verschiedenen Themen sehr Interessant. Astralreisen finde ich besonders faszinierend.
Ich möchte dies in naher/ferner Zukunft auch versuchen.

Nun habe ich gelesen das Meditation dabei sehr behilflich sein kann.
Es soll auch ja auch so sehr hilfreich sein.
Ich kenne mich aber leider damit gar nicht aus.

Was ist Meditation eigentlich genau? Kann man es überhaupt beschreiben.
Was bringt mir meditation eigentlich? Entschuldigt bitte wenn ich mich mit der Frage falsch ausdrücke!!!

Ich wäre für hilfreiche Antworten für einen absoluten Neuling sehr dankbar!

Xanatos
 

DOIDSCH

Geselle
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30. April 2003
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Hai! :)

Selber meditiere ich erst seit einigen Monaten auf Konzentration und denke das ich dir nicht wirklich weiterhelfen kann. Aber dafür habe ich gute Lektüre für dich --> Guckst du hier.
 

DOIDSCH

Geselle
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30. April 2003
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56
Beinah hätte ich es vergessen.


Das Ziel der Meditation besteht in der Fähigkeit, nur einen einzigen Gedanken zu denken. Und wir nennen das KONZENTRATION.
Quelle: Der Former

Den "Der Former" kannst du auch über obigen Link beziehen. Meditation ist nur ein Teilaspekt - der größte - des genannten Skriptes.
 

Tenshin

Großmeister
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13. Juli 2002
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Konnichiwa allerseits :D

Zu meiner Person : Ich bin seit 13 Jahren praktizierender Zen-Buddhist
in der Tradition des Soto-Zen, Linie Taisen Deshimaru.

Ich könnte dir ein Buch empfehlen, welches ich dir auf Anfrage auch gerne
als pdf senden kann "Taisen Deshimaru Roshi ZaZen, die Praxis des Zen"

Den Link zur AZI, der von Harakiri-kun gepostet wurde, kann ich nur untertützen - eine sehr gute Quelle zum Thema Meditation in der Tradition des Zen.

Desweiteren empfehlenswert zu nennen ist vielleicht die Hauptseite der Soto-Zen-Schule unter www.sotozen-net.or.jp, besonders der Punkt "How to do ZaZen" dürfte dabei von Interesse sein.

Ansonsten bin ich, bei Fragen zur Materie auch per PN zu erreichen.

Hier eine Kurzfassung der grundlegendsten Hinweise :

lockere Kleidung tragen, am besten in gedeckten Farben, die Körper und Atmung nicht behindert (Traditionellerweise werden schwarze Meditationsanzüge oder Laienroben getragen)

aufrechte Haltung bewahren (wichtig für Konzentration, Atmung und Bewusstsein)

für die Meditation bieten sich die frühen Morgen- und die Abendstunden an,
besonders am Morgen ist der Verstand noch nicht gänzlich erwacht und so erleichtert ein frühes Aufstehen die Meditationspraxis.


Ich selbst praktiziere täglich von 4:00 - 6:00 die bei mir vorher sonst üblichen zwei Abendstunden fallen durch die intensive Internetnutzung allerdings weg :oops: :wink:

Selbstverständlich ist nicht die Dauer ausschlaggebend, sondern die "Qualität", sprich ; wie lange die Konzentration gehalten werden kann.
gerade für den Anfänger gilt : Lieber 5 Minuten gutes ZaZen als eine Stunde lang, mit brezelartig verknoteten Beinen, Körper und Geist etwas abzuzwingen. :wink:



Sô, ich hoffe ich konnte wenigstens etwas dienen, bei weiteren Fragen werde ich mich bemühen diese nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten.

Ich verbleibe
mit freundlichen Grüssen

<gassho>

hona sainara

Tenshin
 

Xanatos

Neuling
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17. September 2003
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Seid gegrüßt,

ich möchte mich bei euch für die Verweise bedanken.
Nun werde ich mich mit dem Thema mal ernsthaft
beschäftigen. Nochmals vielen Dank!!!

Xanatos
 

muhman

Meister
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21. Februar 2003
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Du solltest dich bei der Meditation auf keinen Fall versuchen in irgendeine unbequeme Sitzhaltung einzuzwängen.
Viele sagen z.B., dass der Lotossitz gut für die Meditation ist, aber wenn man darin nur mit starken schmerzen sitzen kann, bringt er dir auch nicht viel!
Ich möchte dir auch noch ein gutes Buch empfehlen: Der verborgene Geist der Freiheit, Sphinx Verlag.
Ich hoffe ich konnte dir auch ein bisschen helfen!
 

spartakus

Lehrling
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versuche einfach, jeden Gedanken, der dir in den Sinn kommt, sofort sanft "wegzuschieben"! So entspannst du dich am meisten....
 

Harakiri

Meister
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muhman schrieb:
Du solltest dich bei der Meditation auf keinen Fall versuchen in irgendeine unbequeme Sitzhaltung einzuzwängen.
Viele sagen z.B., dass der Lotossitz gut für die Meditation ist, aber wenn man darin nur mit starken schmerzen sitzen kann, bringt er dir auch nicht viel!
Ich möchte dir auch noch ein gutes Buch empfehlen: Der verborgene Geist der Freiheit, Sphinx Verlag.
Ich hoffe ich konnte dir auch ein bisschen helfen!
wenn du aber dann im Schneidersitz die ganze Zeit mit den Beinen wackelst, weil die Haltung einfach nicht stabil ist, ist dir damit genausowenig geholfen . Meiner Meinung nach ist es nicht schlecht ein wenig Zeit darauf zu verwerden den Lotussitz zu erlernen, denn wenn man ihn draufhat, also ohne Schmerzen, ist er umso besser und man sitzt wirklich wie ein Berg.
 

Harakiri

Meister
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vielleicht machst du es einfach nicht richtig oder deine Kleidung ist zu eng ? Hast du den Fuß weit genug auf Oberschenkel, sodass dein Fußknöchel nicht zu weit gedehnt wird .
Wo genau tut es denn weh ?
 

muhman

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Harakiri schrieb:
wenn du aber dann im Schneidersitz die ganze Zeit mit den Beinen wackelst, weil die Haltung einfach nicht stabil ist, ist dir damit genausowenig geholfen . Meiner Meinung nach ist es nicht schlecht ein wenig Zeit darauf zu verwerden den Lotussitz zu erlernen, denn wenn man ihn draufhat, also ohne Schmerzen, ist er umso besser und man sitzt wirklich wie ein Berg.
Da hast du völlig recht! Ich denke auch, dass der Lotossitz geradzu perfekt ist (schade, dass ich ihn nicht behersche!)
Ich wollte ja nur sagen, dass man sich nicht direkt am Anfang da hineinquetschen sollte. Die Schmerzen halten einen von der Mediation ab und sind auch ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt.
Im übrigen sollte man den Lotossitz wirklich mit der Zeit erlernen, aber vielleicht einige extra-Stunden am Tag dafür verwenden und am Anfang nicht gleich die Meditation.
Dafür kann man erstmal den Schneidersitz (den ich selber auch nicht verwende oder empfehlen kann, weil die Beine da z.B zu schnell einschlafen), den viertel Lotossitz oder andere benutzen. Gibt ja genug!
Ich selber benutze schon die ganzen drei Jahre, denen ich dem Buddhismus angehöre den viertel Lotossitz (linkes Bein liegt auf den rechten Unterschenkel).
Mich würde auch interessieren, wie man lernt im vollen Lotossitz zu sitzen!
Wie die Haltung Zustande kommt weiß ich. Ich könnte mich auch da hineinzwingen, aber nicht gemütlich darin sitzen.
Wenn jemand ein Tipp hat würde mir das auch helfen!
 

Tenshin

Großmeister
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Konnichiwa allerseits :D

Im folgenden, einige meiner Hinweise zum erlangen einer stabilen kekka-fuza-Position, ich hoffe sie helfen euch etwas weiter.


1. Langsam aber stetig angehen lassen.
Nicht Gelenke und Bänder überlasten, indem man mit zuviel Ehrgeiz an der falschen Stelle an den vollen Lotos herangeht. Lieber täglich etwas üben als von Heute auf Morgen etwas erreichen wollen. Trotzdem sich aber nicht damit zufriedengeben "Naja, ich kann den halben Lotossitz, das muss dann eben ausreichen", sondern das Ziel im Auge behalten.

2. Es sollte klar sein, dass langjährige Praxis des kekka-fuza über Kurz oder Lang, die Bänder verkürzen kann, wenn nicht sogar wird. Von daher ist die ausdauernde Praxis von ZaZen und ein Beruf wie zB Artist oder Künstler, sagen wir, "kontraproduktiv". Sowohl für die Praxis der Meditation als auch die Ausübung des Berufes :wink:

3. Oft unterschätzt wird die Position und Polsterung der Knie. Ziel des kekka-fuza ist nicht die, in der Luft schwebende "kosmische Brezel" sondern eine stabile Haltung, die Knie in der Erde verwurzelt.
In den Zenklöstern wird man keinen Mönch treffen, der irgendwo in der meditationshalle seine, nur durch die schwarze Robe geschützen Knie,
auf blanke Holzdielen oder harten Steinboden drückt. :?

Neben einem ordentlichen Zafu (runden Meditationskissen) ist für die Praxis des ZaZen ein Zabuton, also eine Meditationsmatte, oder ersatzweise eine zusammengelegte, dünne Decke unbedingt zu empfehlen. So ist nicht nur der Boden gleich ein paar Zentimeter näher an den Knien :wink: - es wird schmerzhafter Druck vom Knie genommen und das einnehmen der Position vereinfacht.

4. Das wichtigste an sich : Die ZaZen-Haltung.
Damit meine ich jetzt speziell die Position des ehrenwerten Hinterteils.
Viele Meditationsneulinge setzen sich zufrieden lächelnd mitten auf ihr Kissen - nur um sich dann zu wundern, wieso sie die Knie nicht auf den Boden bekommen.
Richtig dagegen ist es, im vorderen Bereich des gut gefüllten Kissens zu sitzen, den Rücken gerade aber nicht krampfhaft durchgestreckt, und im Becken leicht geneigt. Wie der verehrte Meister Kodo Sawaki sagte :
"Man muss das Gefühl haben, als ob der After die Sonne betrachten wolle"


5. Sollte es zB aus medizinischen Gründen wie Schädigungen des Bandapparates im Bein und Kniegelenk, oder Meniskusverletzungen nicht möglich sein die Knie auf den Boden bzw die Sitzmatte zu senken, so kann man rechteckige Stützkissen unterlegen, so dass auch das "schwebende" Bein zumindest improvisierten Bodenkontakt hat.

6. In Zenklöstern ist auch die Übung des Schmetterlings üblich, dass heisst man setzt sich auf sein Zafu, umfasst die vor einem liegenden Füsse mit beiden Händen, so dass die Fussohlen aneinanderliegen und übt nun mit den Unterarmen :!: vorsichtig :!: Druck auf die Oberschenkel aus und dehnt sie so leicht.
Anschliessend durch leichtes Wippen der Knie in derselben Position die Anspannung lockern und sich an den nächsten Versuch zur Erlangung des vollen Lotos machen.

Allerdings sind Schilderungen in schriftlicher Form ohn bebilderung gezwungenermassen relativ ungenau - diejenigen von euch, die an meinem Meditationsseminar teilnahmen, wissen wovon ich rede :wink:


Hoffe einstweilen gedient zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüssen

<gassho>

hona sainara

Tenshin
 

muhman

Meister
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21. Februar 2003
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Was ich noch mit anführen wollte: Man braucht seine Meditation nicht nur auf Shine (so wird Za-Zen in Tibet genannt) beschränken.
Alles was man mit Achtsamkeit tut ist Meditation.
Man kann diese Achtsamkeit bei seinen Beruf, beim spazieren, beim Essen, bei allen Tätigkeiten ausführen.
So wird putzen z.B. viel angenehmer! :)
 

Tenshin

Großmeister
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13. Juli 2002
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Konnichiwa allerseits :D

@muhman-san :

Och ich übe mich auch besonders gerne in "Zen in der Kunst des Fensterputzens" - ich finde das ausgesprochen meditativ - und Kinhin (Meditationspraxis im Gehen) gehört sowieso zu unserer Tradition.

<gassho>

hona sainara

Tenshin
 
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