500.000 Mülltonnen mit RFID heimlich in England verwanzt

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.... 500.000 britische Mülltonnen sind mit Funkchips ausgerüstet worden - ohne Wissen der Bürger. Die Chips sollen Recycling-Muffel ausfindig machen. Ein Politiker sprach von einer Überwachungsmaßnahme schlimmer als in der ehemaligen Sowjetunion.
Der heimliche Einbau von Funkchips in Abfallbehälter sorgt für Empörung auf der Insel, noch dazu, weil die verwendete RFID-Technik aus Deutschland kommt. "Deutsche verwanzen unsere Mülltonnen", schreibt die britische Zeitung....

http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,433800,00.html[/quote]
 

holo

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Und so wie es dort weiter steht:
Im Land Brandenburg haben die Restmülltonnen einen Transponder, über den individuell abgerechnet wird.
Die gelben Säcke werden an den Straßenrand gestellt, wobei da auch mehrere Haushalte stapeln - kostet ja nix, genau, wie die Papiertonne.
Durch dieses System finden sich sicher viele Recyclingwillige - vielleicht sogar mehr als bei den Briten.

Gruß
Holo
 

Gilgamesh

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Na, jede neue Technologie läßt sich aber auch zum "bösen" mißbrauchen.
Und in diesem Falle sehe das so aus:

Gerät eine Person in Verdacht, wird dieser nicht nur beobachtet und abgehört, nun kann man noch eideutig seine Mülltonne am Strassenrand identifizieren und in seinem Müll spionieren.

Das rumspionieren im Müll ist bei Verdachtsfällen bei vielen Geheimdiensten ein alter Hut!
 

Aphorismus

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Dass das ausgerechnet bei so einem ausgemachten Blödsinn wie Recycling gemacht werden muss... :roll:
 

DrJones

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Ja, ich hätte jetzt auch einen Thread zu dem Thema aufgemacht.
Es gab ja mal den Thrad mit den grausligsten RFID Ideen.
Und dann wartet man noch ne Weile und dann kommt sowas.
Ich finds schon ziemlich dreist, was da mit den uninformierten
Bürgern gemacht wird.
Auf diese Weise könnten sich lokale Behörden über die Abfall-Gewohnheiten jedes einzelnen Haushalts informieren

Es gehe darum, Umwelt und Steuerzahler zu schützen. Die Daten würden nicht veröffentlicht. Es gehe vor allem darum, Haushalten beim Recycling zu helfen. "Wir können die Recycling-Raten messen", sagte ein Sprecher des Councils von Crew und Nantwich. Wenn eine Straße dabei nicht mitmache, werde man mit den Leuten reden.

Aber selbstverständlich dient das alles nur dem Steuerzahler.Tststs
 

holo

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Gilgamesh schrieb:
Gerät eine Person in Verdacht, wird dieser nicht nur beobachtet und abgehört, nun kann man noch eideutig seine Mülltonne am Strassenrand identifizieren und in seinem Müll spionieren.
Da hier nur die Restmülltonne den Transponder hat, ist es beim Gelben Sack und dem Papiermüll schon schwieriger mit der Zuordnung.

DrJones schrieb:
Es gab ja mal den Thread mit den grausligsten RFID Ideen.
Und dann wartet man noch ne Weile und dann kommt sowas.
Ich finds schon ziemlich dreist, was da mit den uninformierten
Bürgern gemacht wird.
Das ist etwas anderes. Die Tonne hat den Transponder. Bei der Abholung landet der Müll in der Schüttmulde. Und nach dem Beispiel der Briten, die durch die pöhsen Deutschen "verkabelt" werden, hat das wohl logistische Gründe.
RFID an Produktverpackungen sind das andere Risiko, bei dem du ja bereits beim Verlassen des Ladens ausspioniert werden kannst.

Gruß
Holo
 

Aphorismus

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Giacomo_S schrieb:
Aphorismus schrieb:
Dass das ausgerechnet bei so einem ausgemachten Blödsinn wie Recycling gemacht werden muss... :roll:

Ich wüßte mal gern, was bei Recycling "Blödsinn" sein soll.

Germany seems to be one of the leading nations in solid waste management, especially in the case of packaging waste; success stories about the ongoing increase in recycling strengthen this impression. However, enormous costs and questionable ecological benefits are the result of Germany's packaging ordinance and the formation of the recycling organization Duales System Deutschland (DSD). This article shows that similar progress in the reduction and recycling of packaging could have been realized without the packaging ordinance and dual system, with lower costs. This regulatory impact analysis of the German packaging ordinance covers all the effects on the different life-cycle stages of packaging, from production to recycling or disposal. The conclusion is that a fragmentary solid waste management approach - one that is based, like the German packaging ordinance, more on ideology than on facts - leads to enormous costs and questionable ecological benefits. To improve this situation, there is a need for an integrated solid waste management approach, based on evaluation of the economic, environmental, and social effects of different waste management options for the materials involved. klick

In Tschechien heißt es Zeleny Bod, in Portugal Ponto Verde und hierzulande einfach Grüner Punkt: das Recyclingsymbol, das die Umhüllungen von Schokoriegeln ebenso ziert wie Bierbüchsen, Schampoofläschchen oder Konservendosen. 1990 in Deutschland erfunden, sind die in sich verschlungenen Pfeile inzwischen nicht nur in 170 Ländern gesetzlich geschützt; der Grüne Punkt schaffte es sogar binnen zehn Jahren zum weltweit meistgenutzten Markenzeichen. Bereits 13 Nationen ermuntern ihre Verbraucher, es den Deutschen gleichzutun, ihren Verpackungsmüll getrennt zu sammeln und anschließend recyceln zu lassen. Hierzulande betreiben 91 Prozent der Bevölkerung diesen Volkssport, der die Verbraucher insgesamt knapp vier Milliarden Mark kostet - zur Freude vor allem von Wolfram Brück, dem Chef des Kölner Grüne-Punkt-Unternehmens Duales System Deutschland (DSD). klick
 

Gilgamesh

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Holo schrieb:
Da hier nur die Restmülltonne den Transponder hat, ist es beim Gelben Sack und dem Papiermüll schon schwieriger mit der Zuordnung.

Interessant ist doch der Restmüll!
Wo kommen denn bei euch z.B. gebrauchte Zahnbürsten oder Haare hin?
Hier kann man sehr leicht genetische Materialien Sammeln.
 

DrJones

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Also so wie ich das verstanden habe werden Recyclingraten
ermittelt.
Hat ein Haushalt extrem viel Restmüll, kann man davon ausgehen
das dieser seinen Abfall nur schlecht trennt.
Er es also mit dem Gelben Sack oder dem Biomüll nicht so genau nimmt
und alles in die Restmülltonne kloppt.

Und schon kann man Druck machen und von seitens der
Entsorgungsfirma als Umweltsünder gebrandmarkt und
vielleicht gemaßregelt werden. Evtl durch einen höheren,
individuell an der Recyclingrate ermittelten Preis. Gerechtfertigt
wird das natürlich mit dem 'unglaublichen' Mehraufwand der
für die Entsorgerfirma entsteht.
 

Aphorismus

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Gilgamesh schrieb:
Interessant ist doch der Restmüll!
Wo kommen denn bei euch z.B. gebrauchte Zahnbürsten oder Haare hin?
Hier kann man sehr leicht genetische Materialien Sammeln.

Klar - gebrauchte Zahnbürsten und Haare, DAS interessiert die Geheimdienste. Daraus bauen die dann Voodoo-Puppen, die sie ihren zionistischen Psi-Spionen als kleine Hilfestellung mit auf den Weg geben, wenn es darum geht die Welt im Namen ihres großen geheimen Overlord El-Schaddai zu übernehmen. Ich trickse die aber immer aus und tue Haare und Zahnbürste vom Nachbarn in den Müll - MICH kriegen die so schnell nicht! Ich habe neulich übrigens gehört, dass Atmen in Wirklichkeit gar nicht nötig zum Überleben ist - denk mal nach, Embryos schaffen das auch irgendwie anders, das mit der Nabelschnur ist nur Propaganda - sondern Luft ein Gasgemisch, mit dem sie einen jederzeit anhand der charakteristischen Emmissionswerte jedes einzelnen erkennen können. Besonders leicht, wenn man Knoblauch oder Zwiebeln gegessen hat. Also - lieber die Luft anhalten, sonst wissen die Babyschlachter wo du wohnst!

:don:

:D Paranoia strikes again... :D
 

dkR

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Aphorismus schrieb:
:D Paranoia strikes again... :D

marvin.gif

Und jetzt alle: Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Ausatmen. gaanz langsam.
 

Eskapismus

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OT: Meister im Mülltrennen sind aber immer noch die Japaner. In einigen Präfekturen muss der Abfall in über 50 verschiedene Eimerchen sortiert werden, die kriegen ein riesiges Buch wo drin steht, was wohin gehört, beispielsweise Lippenstift, der noch nicht zu Ende gebraucht worden ist muss anders entsorgt werden als Lippenstift, der aufgebraucht worden ist usw. Das System wird durch gegenseitige Kontrolle der Bürger am Leben erhalten (bei uns wär das wohl nicht möglich).

Bei uns in der Schweiz trennt man auch intensiv. Zeitweise so gut, dass der Müll in der Müllverbrennungsanlage gar nicht mehr brennt und so wird tonnenweise getrenntes wieder zusammengebracht.
 

Gilgamesh

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@Aphorismus
Danke dkR, dass ich Dich jetzt nicht angreife!
Zur Konfliktlösung schlage ich vor, dass Du in Deiner und ich in meiner Welt bleibe!

@all

Interessanter Beitrag unter folgendem Link.
Noch interessanter das Video auf dieser Seite...

http://www.mdr.de/exakt/2819699.html

Hier zeigt die Industrie eindeutig Interesse am Müll und scheut den Aufwand nicht.
Nun überlege man sich, was ein Geheimdienst mit dem Müll anfangen würde!
 

_Dark_

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@Eskapismus

ähhm?? also hier am thuner see trennt man eigentlich gar nicht, zumindest wenn man das mit deutschland vergleicht.. alles kommt in den müll, mal abgesehen von kartonagen und plastikflaschen. und glasflaschen..

finde ich übrigens sehr praktisch, die ewige trennerei nervt ziemlich.. ich habe mal gehört, dass sowieso immer alles wieder zusammengeschüttet wird. kann aber auch ein gerücht sein :wink:

dass in letzter zeit häufiger eigentlich anders gedachte systeme wie z.b. das mautsystem nun auch ganz zufällig zur überwachung eingesetzt werden, überrascht mich eigentlich nicht... ob das jetzt hier der fall ist, verstehe ich nicht ganz, wundern würde mich das aber nicht
 

general

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Hier bei uns werden Papier, Karton, Altglas (nach Farbe), PET-Plastikflaschen, Alu, Blech, Bauschutt, Metall, Elektronik/Elektroschrott, Sperrmüll und der normale Müll getrennt. Und vielleicht hab ich auch noch was vergessen...

Was trennt ihr denn in Deutschland noch alles? Das Glas nach Form? :wink:

Grüsse
general

PS: Dark, wohnst Du jetzt in der Schweiz?
 

Angel of Seven

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Gilgamesh schrieb:
Interessant ist doch der Restmüll!
Wo kommen denn bei euch z.B. gebrauchte Zahnbürsten oder Haare hin?
Hier kann man sehr leicht genetische Materialien Sammeln.

Man muß sich im Klaren sein das sich jede Rumschnüffelei rechtfertigen läßt. Was ist wenn man den bösen Kindesmörder von Nebenan, anhand seiner genetischen Daten aus der Mülltonne identifizieren kann? Irgend ein CSU-Paranoiker wird das mit Sicherheit gutheißen.
Ich bezweifel auch das der vermeintliche Regionalzug-Bombenattentäter aufgrund der Videokameras an Bahnhöfen gefasst wurde.
Aber genau dieses wird als Rechtfertigung zur Überwachung von öffentlichen Plätzen herangezogen. Und so wird es immer weitergehen, befürchte ich, ohne dabei in Panik zu verfallen. 8)


LG

AoS
 

Eskapismus

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general schrieb:
Hier bei uns werden Papier, Karton, Altglas (nach Farbe), PET-Plastikflaschen, Alu, Blech, Bauschutt, Metall, Elektronik/Elektroschrott, Sperrmüll und der normale Müll getrennt. Und vielleicht hab ich auch noch was vergessen...

Auch hier gilt wie fast immer bei einer Frage zur Schweiz unsere Standardsantwort: "Dies ist bei uns Kantonal geregelt" in diesem Fall sogar "auf Gemeindeebene geebnet".

PS: Du hast noch die Altkleidersammlung und Altöl vergessen. In der Stadt Bern wird jetzt neuerdings auch Plastik separat entsorgt (Jogurtbecher usw.)

PPS: In Russland gibt es ein Toilettenpapier, welches mit 100% non recycling Papier wirbt und Aluminiumdosen werden als "die klevere Alternative" beworben.... da fragt man sich schon wozu wir hier alles trennen.
 

Gaara

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Du wohnst b Poccuja (hehe lässt sich doch nicht ganz aufs lat. Alph. übertragen) ?
 

maik79

Meister
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Es geht hier nicht um Recycling, sondern dass klammheimlich eine umstrittene Technologie eingeführt wurde, ohne demokratische Hürden zu überwinden oder ähnliches. Ich bin kein Anhänger von abstrusen Theorien, aber man kann sich ausmalen, dass es nicht gerade schön ist, in welchem Tempo, die Überwachung an vielen Fronten fortschreitet.
 
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