Ölförderung ist am Limit

streicher

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Die Ölförderung ist angeblich fast an der Grenze des Wachstums angelangt. Nur noch Saudi-Arabien könne seine Förderung noch etwas steigen. Wäre die Förderung nun am Limit angelangt, hiesse es zumindest mal Preissteigerung (und Saudi-Arabien könnte durch den Ölhahn nicht mehr runterregulieren). Weltweit müsste man mit drastischen Massnahmen reagieren, um den Verbrauch nicht mehr stark ansteigen zu lassen, sondern die Weichen auf Drosselung zu stellen. Die Folgen sind schwerlich abschätzbar, auf jeden Fall aber eklatant.
"Jedes Land außer Saudi-Arabien produziert so weit am Limit, dass die Fördermenge nicht wesentlich erhöht werden kann, wenn es zu einer Preissteigerung kommt; nur die Saudis können auf höhere Preise mit einem erhöhten Angebot antworten." Im Moment sprechen jedoch alle Zeichen dafür, dass dies nicht mehr der Fall ist: nicht einmal Saudi-Arabien kann seine Produktion so weit steigern, dass der Ölpreis sinkt. Wenn das stimmt, dann könnte 2005-2006 das Ende einer Epoche einläuten: Die Ölpreise würden nur noch steigen. Über die Folgen sind sich die Experten aber nicht einig. Peak Oil
 

DEagle

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Scheisse nur dass ich keinen Führerschein habe...und wenns so weitergeht wird der mir nicht mehr viel bringen....


Geil wäre es wenn jetzt die ganzen Araber den Ölhahn zudrehen würden für alle anderen. Man könnte nichts unternehmen und wäre geliefert.
Weltmacht Arabien?
 

Mother_Shabubu

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DEagle schrieb:
Geil wäre es wenn jetzt die ganzen Araber den Ölhahn zudrehen würden für alle anderen. Man könnte nichts unternehmen und wäre geliefert.
Weltmacht Arabien?
Bestimmt nicht. Es gibt schließlich auch woanders Öl.
 

Franziskaner

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Mother_Shabubu schrieb:
Bestimmt nicht. Es gibt schließlich auch woanders Öl.

Davon abgesehen, ist da ja gerade "zufällig" eine kleinere Invasionsarmee "vor Ort"...

Und irgendwie kommt mir das eh komisch vor, wenn ich sehe, wie die neue Firma nebenan laufend diese Riesen Hummer vor der Türe stehen hat (die verkaufen die Teile), wieviel schlucken die eigentlich?
 

general

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Saudi Arabien will die Fördermenge in ein paar Jahren von heute 9.5 Millionen Fass/ Tag auf 12.5 Millionen steigern. Dies wurde laut Radio DRS nach einem Treffen von US Prädident Bush und dem saudischen Herrscher bekanntgegeben.
 

forcemagick

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Mother_Shabubu schrieb:
DEagle schrieb:
Geil wäre es wenn jetzt die ganzen Araber den Ölhahn zudrehen würden für alle anderen. Man könnte nichts unternehmen und wäre geliefert.
Weltmacht Arabien?
Bestimmt nicht. Es gibt schließlich auch woanders Öl.

da schauts allerdings mittelfristig auch nicht viel besser aus...

es geht aufs ende der ölwirtschaft zu... das konzept hat ausgedient alternativen müssen her...

und bis diese alternativen wirklich da sind wird der ölpreis steigen und dazu beitragen, dass es gesamtwirtschaftlich schön unemütlich wird....
 

Giacomo_S

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Dann müssen die Amis halt auch mal Energie sparen und weniger Benzin verbrauchen.
Immerhin verbraucht ein Amerikaner doppelt soviel Energie wie 2 Westeuropäer.

Ein hoher Ölpreis trifft uns alle, auch wenn man wie ich persönlich kein Auto fährt. Denn so viele Erzeugnisse sind vom Öl abhängig.
Andererseits führt es vielleicht auch mal dazu, daß nicht jeder Joghurt-Becher 1.000 km gefahren wird.
 

forcemagick

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ich ess gar kein joghurt ;)

nein es wäre wünschenswert wenn auch endlich mal ein umdenken stattfinden würde was den verbrauch angeht... nötig wäre es sicher... aber dummerweise .. wie du schon sagst.... der benzinverbrauch der us-amerikaner ist gewaltig und ich glaube nicht, dass die sich so schnell einschränken werden... davon abgesehen ist ja auch bei uns der öffentliche verkehr zunehmend nicht mehr für berufstätige nutzbar... der individualverkehr steigt auch bei uns..

we`re running out of time
 
G

Guest

Guest
Es wird Lustig, ich denke bald ist es soweit, denn lange bevor das Öl engültig versigt. Wird der Rest für das Militär aufgespart. Man stelle sich vor was die Armeen der Welt ohne Treibstoff machen! Und bis jetzt sind wenige Länder am umrüsten ! Das hiese den zusammenbruch der Kontrolle, vieler orts.

Deshalb Bunker die Großen Staaten. z.B. USA, ihre Öl Vorrähte!

Aber was passiert wenn allen der Treibstoff ausgeht!?
 

Giacomo_S

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forcemagick schrieb:
davon abgesehen ist ja auch bei uns der öffentliche verkehr zunehmend nicht mehr für berufstätige nutzbar... der individualverkehr steigt auch bei uns..

we`re running out of time

hää ?
Das sehe ich hier in München aber nicht so.
Zur Hauptverkehrszeit hast Du innerstädtisch nämlich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 15-18 km/h. Im Auto.
Mit der U-Bahn bist Du ganz erheblich schneller, vor allem auch, weil man weder zu seinem (entfernten) Parkplatz laufen, noch am Ziel cruisen und dann auch nicht vom (entfernten) Parkplatz zu seinem wirklichen Ziel laufen muß.

Es gibt viele Argumente für das Auto, nur in vergleichbaren Großstädten eines sicher nicht: Das es schneller oder billiger wäre als öffentlich zu fahren.
Nur: Haben die Leute erst einmal ein Auto, dann fahren Sie auch damit. Ein Auto ist eine fahrende Wohnsphäre, in der man sich mit anderen Menschen nicht direkt auseinandersetzen muß. Und das ist dann der wirkliche Grund zu fahren, auch wenn's lännger dauert, teurer ist usw.
 

Sattelschlepper

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Was auch mal interessant wäre:
Wann wir was erfahren, d.h. ob wir außer dem Peak-Oil-Phänomen über den Stand informiert werden. Das Wir teilt sich natürlich auf in nationale/staatliche und Bildungsgrenzen, denke ich.
Vielleicht ist unsere Mineralölsteuer ein erster Versuch der Eindämmung des Verbrauchs?
Was wird in 5, 10, 20 Jahren passieren?
Wird es Spiegel-Extras geben, "das Öl ist am Ende" oder eher Sanktionen, hinter denen die "Wahrheit", besser die Tatsachen verborgen werden? Autofreier Sonntag wegen Feinstaub, höhere Mineralölsteuern wegen der Umwelt, Subventionen auf Rapsöl wegen Inlandsproduktionsoptimierung etc...
Ich meine mich erinnern zu können, dass Rossevelt sich mal mit Pullover im Weißen Haus hat fotografieren lassen und dies behördlich nicht wohlgeheißen wurde, da dies suggeriert, man könne sich Energie nicht mehr leisten.

Interessant, interessant - was ist klüger? Die schreckliche Wahrheit und der Zwang zu Alternativen? Oder der Glauben an Sicherheit und das Risiko eines revolutionären Zustandes, z.B. kurz-. mittel-, langfristige Energieknappheit oder weitere Ölkriege?

Nachdenkliche Grüße,

Sattelschlepper
 

zerocoolcat

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Meiner Meinung nach ist nicht der hohe Verbrauch von Autos das Problem, sondern dass anscheinend viele glauben, ein Auto zu brauchen.
Klar hab ich ein Auto, aber ich muss mir vor Augen halten, dass das ein Luxusobjekt ist, das laufend kostet und kostet. Vom Tanken über Parkplatzkosten, Versicherung, Steuern etc.
Nichts besseres kann uns passieren, als ein starkes Ansteigen der Benzinpreise, dann werden viele endlich einsehen, dass sie plötzlich kein Auto brauchen...
Leider steigen mit der Ölknappheit auch die Heizkosten (für Leute, die mit Öl heizen)...
 

erik

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Das Öl wird nicht ausgehen.

Zumindest nicht uns.

Ich weiß nicht wie viele von euch sich noch bewußt an die Tschernobyl Katastrophe und die sich anschließende Energiediskussuin erinnern können (u.a. wurde danach das Ministerium für Umwelt installiert)
Es wurde natürlich viel über die Energieträger (v.a. Kernenergie, aber eben auch Öl) diskutiert und über die Alternativen.
Es gab eine Menge Prognosen und schöne Schautafeln, daß die Erdölvorräte bis 2005 (damals immerhin 20 Jahre weg) oder sogar früher aufgebraucht wären. Manche Schätzungen gingen auch von 2020 aus. Im Moment ist die Anzahl bekannter Lagermengen größer als zum damaligen Zeitpunkt. Und es gibt jede Menge Gebiete die noch nicht prospektiert sind.

Wenn die Mineralölkonzerne auf einmal richtig viel Geld in Fusionsenergie stecken, dann sollten wir anfangen uns zu fragen, ob ein Auto mit Verbrennungsmotor noch eine sinnvolle Anschaffung ist
 

Sattelschlepper

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zerocoolcat schrieb:
Meiner Meinung nach ist nicht der hohe Verbrauch von Autos das Problem, sondern dass anscheinend viele glauben, ein Auto zu brauchen.
Soweit sicher nicht verkehrt, aber ...

zerocoolcat schrieb:
Nichts besseres kann uns passieren, als ein starkes Ansteigen der Benzinpreise, dann werden viele endlich einsehen, dass sie plötzlich kein Auto brauchen...
Leider steigen mit der Ölknappheit auch die Heizkosten (für Leute, die mit Öl heizen)...

... es ist nicht NUR ein Luxusobjekt. Man denke an die vielen pendelnden arbeitenden Menschen, die bspw. 12h arbeiten und viele Kilometer Anreise haben. Mit den öffentlichen (die nicht flächendeckend zur Verfügung stehen) ist der Weg oft "beschwerlicher". Sicher gibt es Kompromisse doche genug Beispiele, wo ein Verzicht kaum möglich ist, wenn nicht unter maximalen bis unzumutbaren Bedingungen. Nicht erwähnt sind hier Transportunternehmen oder ähnliche Gewerbe, wie Taxen etc.

Dazu kommt die vielfache weitere Verwendung von Erdöl - man denke an viele Plastikprodukte, die daraus produziert werden (Nein, ich finde Tupperware nicht gut ;-)) und weitere Bereiche, in denen Erdöl nunmal benötigt wird. Es geht ja nicht nur um Autos. Ohne Öl gäbe es erstmal viele Lücken zu füllen.

EDIT:
@erik: Öl ist definitv ein erschöpflicher Rohstoff. Wann ist natürlich die Frage...
 

forcemagick

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Giacomo_S schrieb:
forcemagick schrieb:
davon abgesehen ist ja auch bei uns der öffentliche verkehr zunehmend nicht mehr für berufstätige nutzbar... der individualverkehr steigt auch bei uns..

we`re running out of time

hää ?
Das sehe ich hier in München aber nicht so.
Zur Hauptverkehrszeit hast Du innerstädtisch nämlich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 15-18 km/h. Im Auto.

ja in münchen ;) versuch das mal in den etwas laendlicheren regionen..

wer nicht grad in der grossen stadt lebt kann sich das in die haare schmieren...
 

Sattelschlepper

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zerocoolcat schrieb:
die nicht flächendeckend zur Verfügung stehen
...aber das ändert sich schnell, wenn sich plötzlich 70% der leute keinen Benzin/Diesel mehr leisten können...

Ich kann den Kausalzusammenhang nicht ganz nachvollziehen. Klar kann die Bahn ihre Verfügbarkeit ausbauen, wenn mehr Leute Tickets bezahlen aber ob die Waage stimmt :?:

Zu den hypothetischen 70% werden auch Verlierer gehören. Das scheint nicht ganz so einfach zu sein. Es müsste erst das Rad erfunden werden und dann die Notwendigkeit dazu. Derzeit scheint der Bedarf an alternativen Radantriebsmöglichkeiten nicht gegeben oder genug erwünscht zu sein. Wenn dem so ist (wie üblich spät oder auf einen letzteren Drücker) wird es Menschen geben, die sehr schlecht dastehen, weil es andere gibt/gab, welche die Notwendigkeit zu Alternativen reduzieren.

Und zu diesem Zeitpunkt könnten auch anderen Mineralölprodukte schon sehr schwer verfügbar weil teuer sein. Es müsste also mal im Vorfeld was erdacht und getan werden. :roll:
 

zerocoolcat

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stimmt, natürlich, das kann nicht von heute auf morgen passieren...

Ich kann den Kausalzusammenhang nicht ganz nachvollziehen.
Naja, viele Leute können nicht mehr mitn Auto fahren, weil zu teuer, dann werden Rufe nach besserem öffentlichen verkehrsnetz laut, das dauert dann natürlich (zu lang?), dürfte aber umgesetzt werden...

aber ob die Waage stimmt
...vermutlich nicht, zumindest am beginn, mit der zeit vielleicht schon...
...es ist jedoch müßig, darüber zu diskutieren, vielleicht kommt es ja ganz anders (alternative antriebe, anzahl der autos bleibt/steigt, weil günstiger)...?
 

Sattelschlepper

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zerocoolcat schrieb:
...es ist jedoch müßig, darüber zu diskutieren, vielleicht kommt es ja ganz anders (alternative antriebe, anzahl der autos bleibt/steigt, weil günstiger)...?

Stimmt natürlich, vor allem eine Frage des Optimismus, Pessimismus, Realismus, Utopismus und was man noch so alles muss oder nicht :wink:

Beste Grüße,

Sattelschlepper
 
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