Vortrag von Erich v. Däniken

TanduayJoe

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- Dänikens Lieblingswitz:
[...] Verschiedene Aspekte pseudowissenschaftlicher Beweisführung sind hier ganz deutlich auszumachen. Am offensichtlichsten ist eine übersteigerte Ehrfurcht vor zufälligen Übereinstimmungen von Zahlen, und damit einhergehend damit wird die mögliche Anzahl mathematischer Relationen zwischen einfachen Zahlen unterschätzt.
Um das zu verdeutlichen, möchte ich nun eine neue Religion vorstellen. Sie gründet sich auf mein Hollandrad. Warum? Weil ein Fahrrad in meiner Heimat praktisch denselben Status besitzt wie die Pyramiden im alten Ägypten. In meinem Land gibt es 15 Millionen Holländer, aber 16 Millionen Fahrräder.
Ich vermaß die Durchmesser
- des Pedalwegs, der die vorwärtsschreitende Dynamik symbolisiert;
- des Vorderrads, das meinen Weg in eine unbekannte Zukunft lenkt;
- der Lampe, die mir meine Pfade erleuchtet;
- der Klingel, die nur zur Kommunikation mit Entgegenkommenden dient.
So legte ich den elementaren Grundstein für eine neue holistische, vierdimensionale Religion, die des anbrechenden Wassermannzeitalters würdig ist: die Radosophie.
Die Meßergebnisse wurden in Heilige-Fahrrad-Inches umgerechnet. 1HFI entspricht 17 Millimetern, denn 1 ist die erste und 17 die siebte Primzahl, und die Sieben ist außerdem die heilige Zahl.
Wenn ich die vier gemessenen Werte mit P,W,L und B benenne, dann zeigt sich, daß
P Quadrat * Wurzel L*B = 1823
und siehe da, dies entspricht dem Quotienten der Masse von Protron und Elektron. Ich finde es bemerkenswert, daß solch eine simple Relation zwischen drei Parametern meines Fahrrades eine so fundamentale Konstante ergibt; der Schöpfer meines Rades muß sehr begabt gewesen sein. Möglicherweise besaß er übernatürliche Kräfte, denn vielleicht waren ihm die Werte der Massen von Protron und Elektron gar nicht bekannt.
Aber das ist ja noch nicht alles. Die << Feinstrukturkonstante >> eine für die Grundlagenphysik sehr bedeutsame Zahl, lautet 137,0. Und - man staune:
P hoch 4 / W Quadrat = 137,0
Die Gravitationskonstante lautet G = 6,67 * 10 hoch -8, und siehe da:
P hoch -5 * dritte Wurzel L/WB = 6,67 * 10 hoch -8
Ebenso besteht eine Beziehung zwischen meinem Fahrrad und grundlegenden astronomischen Daten. Zum Beispiel beträgt die Entfernung zwischen Erde und Sonne in Einheiten von hundert Millionen Kilometern ausgedrückt, 1,496. Was stelle ich fest? Daß
P hoch !/2 * B hoch 1/3 / L = 1,496
Die Lichtgeschwindigkeit beträgt 2,998 * 10 hoch 5 Kilometer pro Sekunde. Aus meinen Fahrradparametern errechne ich
W hoch Pi * P Quadrat * L hoch 1/3 * B hoch 5 = 2,999 * 10 hoch 5
Aufgrund der Differenz zwischen den letzten Ziffern möchte ich den Physikern eine Neuberechnung der Lichtgeschwindigkeit nahelegen, denn angesichsts der exakten Übereinstimmungen scheint es sehr unwahrscheinlich, daß der Fehler bei meinem Fahrrad liegt.
Ich könnte die Liste der Kombinationen noch erheblich verlängern. Ich könnte mein Fahrrad zu jeder willkürlich gewählten Zahl in Relation setzen - vom Alter des Weihnachtsmannes bis zur Anzahl der Blumen in meinem Garten. Alle Rechnungen würden aufgehen.
Doch werder an der großen Pyramide noch an meinem Fahrrad ist irgend etwas Besonderes.
Wählen Sie vier Zahlen A, B, C und D und bringen Sie sie in folgende Rechnung ein:
A hoch a * B hoch b * C hoch c * D hoch d
wobei Sie für a, b, c und d ganze Zahlen zwischen 5 und -5 sowie die positiven und negativen Werte Pi, 1/2 und !/3 einsetzen können. Es gibt 83521 mögliche Kombinationen, und die Wahrscheinlichkeit, daß eine davon einer zuvor bestimmten festen Größe ( mit einer Abweichung von 0,01 Prozent ) entspricht, ist etwa eins. ( Beachten Sie, daß ich im vorigen Teil vorsichtig genug war, alle festen Größen mit lediglich drei oder vier Stellen anzugeben! ) Ein einfaches Computerprogramm kann all die Kombinationen ausdrucken, die der festen Größe mit einer Abweichung von, sagen wir, 0,1 Prozent entsprechen. In den meisten Fällen waren es etwa zehn mögliche Kombinationen, aus denen ich dann die besten ausgesucht habe. Ein größerer Rechner als meiner, der auf mehr Variablen und Formeln zurückgreifen kann, würde noch weit bessere Ergebnisse Ausspucken.
In numerischen Experimenten wie auch im täglichen Leben gibt es immer wieder Fälle von Koinzidenz. Wer nicht begreift, daß solche Übereinstimmungen nicht << selten >> sind, verwendet sie entsprechend unangemessen und inkorrekt, um die Existenz paranormaler Vorgänge zu beweisen. Die meisten Menschen unterschätzen die gewaltige Menge möglicher Kombinationen von Zahlen. Und das hat es vielen pseudowissenschaftlichen Auffassungen leicht gemacht, sich auszubreiten und allgemeine Anerkennung zu finden.

Cornelis de Jager ist Astrophysiker am Labor für Weltraumforschung in Utrecht, Niederlande.

Quelle: "Mein paranormales Fahrrad" von Gero von Randow, ISBN 3 - 499 - 19535 - 6

- Keine Verbindung:
Darum ging es: Selbst die arabischen Legenden, deren Glaubwürdigkeit in "Bauherr Henoch" untersucht werden, werden herangezerrt - und ausgerechnet von ägyptisch gekleideten Robotern erzählt - eine suggestive Verbindung zwischen den Arabern und der Kultur, die sie längst nicht mehr kannten..


Grabplatte von Palenque + das "Himmelskreuz + was nicht wahr sein kann, weil es nicht wahr sein darf:
WacahChan.jpg
Das zentrale Element der Platte ist der Wacah Chan, der Weltenbaum der Maya. Die wörtliche Bedeutung davon ist "Aufgerichteter Himmel" Quelle: www.benben.de

Weltenbaum - nicht Kreuz, aber Du lehnst wissenschaftliche Auslegungen ja ab. Sollten Kreuze bei den Maya völlig unbekannt gewesen sein? Zwei Linien, die sich kreuzen, eine Fuge an einer Stelle wo vier Steine zusammengesetzt wurden, eine Person, die mit seitlich ausgebreiteten Armen auf dem Boden liegt, ein Stab, der über einem anderen zum liegen kommt oder
crux_australis.gif

das Kreuz des Südens, alles irgendwie Kreuze, man muß nicht unbedingt Pilatus gekannt haben! Es handelt sich bei der Darstellung, wie gesagt ja auch gar nicht um ein "Lebenskreuz", wie Däniken in seinem Buch ( das Alte liegt hier vor mir ) schrieb.

Die Grabplatte von Palenque, so wie sie auf den Seiten der A.A.S. zu sehen ist ( Zitat: "Im "Führungsteam" der A.A.S. sind heute im wesentlichen vier Personen: Erich von Däniken, als geistiger Vater der Gesellschaft ..." ) und auch auf dem Buch zu sehen ist.
palenque.jpg

Quelle: Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI

Ein Foto der Grabplatte:
pacalkl.jpg

Quelle: www.pacal.de
Auf diesem Foto erkenne ich zum Beispiel folgendes nicht: "die obere Hand ist geöffnet, so, als ob das Wesen an einem direkt vor ihm liegenden Knopf eine Feineinstellung vornimmt; ..." ( Däniken in seinem Buch ) - wo ist der Knopf / Steuerknüpel auf diesem Foto geblieben?

Davon nun mal ganz ab. Ist es wissenschaftlich, ein einzelnes Fundstück völlig isoliert von den damit zusammenhängenden Fundstücken einer alten Kultur zu betrachten und es dann als etwas absolut einmaliges und unerklärliches zu präsentieren? - Wohl kaum!
Die Ausführunge EvD's im Bezug auf die Grabplatte schenk ich mir, wenn er wirklich zu grundlegend anderen Schlüssen gekommen wäre, hätte ich es mitlerweile sicher auch schon aus anderen Quellen erfahren. Auch Dein rhetorischer Versuch mich mit der Platitüde "weil nicht sein kann, was nicht sein darf" madig machen zu wollen, zeigt geradezu, daß es an echten Argumenten fehlt.

- Geschichtswissenschaft:
Ich habe die entscheidenden Worte hervorgehoben.
Der wissenschaftliche Beweis für die Existenz historischer Persönlichkeiten, die zum Beispiel in biblischer Zeit oder gar davor gelebt haben (sollen) ist nur sehr schwer zu führen, muß aber, soweit möglich, in Anlehnung an die oben genannten Kriterien erfolgen.
Kein Wort davon, das sämtliche Kriterien des von mir zitierten Professors für Astronomie und Weltraumwissenschaft und Pulitzer Preis-Träger Carl Sagan eins zu eins übernommen werden sollen!

Als starkes Indiz für die Existenz einer historischen Persönlichkeit würde ich z.B. die Erwähnung in mehreren Quellen, die vollkommen unabhängig voneinander sind. Wenn diese Dokumente dann auch auf Authenzität überprüft wurden, kann man mit ziemlicher Sicherheit von der Existenz der betroffen Person ausgehen. Wenn man vielleicht sogar noch in einer Gruft die mumifizierte Leiche findet und diese mit modernen wissenschaftlichen Methoden auf Krankheitsbilder untersuchen kann, die mit Beschreibungen der Leiden der historischen Persönlichkeit übereinstimmt, ist sehr unwahrscheinlich, daß man einer Geschichtsfälschung aufgesessen ist.


Bevor die ersten Teile des Alten Testaments niedergeschrieben wurden, waren sie schon jahrhundertelang mündlich weitergegeben worden. Ab dem 9. Jahrhundert v.Chr. sind die Texte dann schriftlich fixiert worden. Es ist jedoch sehr schwer, die genaue Entstehungszeit der alttestamentlichen Bücher anzugeben. Quelle: Schweizerische Bibelgesellschaft (Hervorhebung von mir)

Kennt außer mir noch jemand das Spiel "Stille Post"?


Gruß

TanduayJoe
 

Traenenreiter

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so, anlauf zum dritten :)

zum zahlenwitz: ich zitiere däniken: "Wenn (!) die hier notierten Tatsachen (!) keine Zufälle sind,..., dann wurde die Baustelle von Wesen ausgesucht, welche über die Kugelgestallt der Erde bescheid wußten." (EvD, Zeichen und Botschaften aus dem Universum, München 1994.)
ich konstatiere: eine konjunktifische satzbildung. es wird keine indikitavische erklärung geboten. es kann zufall sein, aber auch nicht...

noch ein beispiel zu den zahlen: gehen wir einmal von 200.000 sklaven aus, welche die pyramide bauen mußten. gehen wir mal davon aus,daß zwiebeln in der zeit eine begeherte nahrung waren. jeder sklave bekam pro tag eine halbe zwiebel, daß macht 100.000 zwiebeln pro tag.
nun kann man mit diesen zahlenspiel zwei fragestellungen aufmachen:
a) wo wurden diese mengen an zwiebeln angebaut, wenn man bedenkt, daß ägypten nicht gerade unendliche anbaugebiete bietet
b) nutzten die bauherren die "biogase" zum beschleunigten antrieb der transportschlitten?

wir sehen, man kann daraus verschiedene fragestellungen entwickeln. das die 1. ernsthaft erscheint, die zweite aber blödsinnig, liegt nicht an der frage selbst, sondern nur an der konvention. und die ist es auch, die dänikens schlußfolgerrungen nicht anerkennen mag.

können wir das mit der sugestiven verbindung nicht mal lassen? es ist doch ein blödsinn: auch die griechen wußten nichts von den ägyptern (diodor, herodot), was sie nicht hinderte darüber zu schreiben. und uns daraus lernen läßt. auch römische quellen für das leben der kelten, der germanen etc. würde nach deiner angegeben sugestiven verbindung nicht mehr akzeptiert werden. wollen wir das?

nun aber zu palenque platte :)
ich erlaube mir ein weiteres mal, däniken zu zitieren:
"Die Steinplatte schmücken Glyphen, wie sie uns aus der Maya Literatur (Codices!) und von Maya Stelen her bekannt sind, da gibt es den lebensbaum (oder das lebenskreuz) ... Nach achtmaligem Anlauf gestattet die Regierung eine halbstündige Arbeit mit Kamera und Scheinwerfern (um die Platte zu filmen). Mit diesen Bildern kann ich ... besser als in meinen ersten Buch dokumentieren, worum es mir geht. ... in der mitte ein Wesen ... Dieses ... trägt einen Helm, von dem doppelspurige Schläuche nach rückwärts laufen. Vor der Nase sitzt ein Sauerstoffgerät. ... Die obere Hand ist geöffnet, so, als ob das wesen an einem direkt vor ihm liegenden knopf eine feineinstellung vornimmt, von der anderen Hand sind vier Finger zu erkennen, die vom Handrücken ausgehen, der kleine Finger ist gekrümmt. Sieht es nicht so aus, als ob das Wesen mit dieser Hand einen Hebel, ähnlich dem Gashebel der Motorräder bedient? ..." (EvD, Botschaften und Zeichen aus dem Universum, München 1994, S. 113 - 116)

isoliert ist dieses fundstück sicherlich. aber nur, wenn man in südamerika verweilt. schau dir doch mal eine stupa an, die du in indien an jedem tempel findest. die dinger - das himmelsfahrzeug budhas ? - sind ebenso glockenförmig wie das auf der platte dargestellte fahrzeug. wenn es den eins ist. und genauso auch, wie es auf alten chinesischen zeichnungen, diesmal als himmelsschiff bezeichnet - zu finden ist. kegelform, das sollten wir uns merken, finde ich. finde es überhaupt witzig, das du uns das kreuz des südens präsentierst. da steht ein raumschiff, und zeigt mit seiner spitze auf eine konstelation im himmel. will es da hin fliegen? ;-)

deine kriterien für die existenz historischer persöhnlichkeiten finde ich wohl durchdacht. und wenn du dabei bleibst, kannst du karl den großen streichen. ebenso wie alles, was älter als, sagen wir als das, was herodot beschrieb.

zum alter der bibel: es gibt mehrere quellen, die beschreiben, konstantin der große, der sogenannte, habe sich eine bibelrolle schenken lassen.
fakt: keiner weiß so genau, seit wann den nun die bibel schriftlich fixiert wurde. aber sie blieb erhalten. spaß am märchen? spaß an seiten langen a zeugte b, b zeugt c etc.pp.? oder ist da doch noch mehr dran?

für alle, die das thema interessiert, schaut euch mal die hp von tatjana.ingold.ch an, hier bekommt ihr das größte dänikenportal im internet geboten.

sorry, das die antwort ein paar tage dauerte. freu mich schon auf die antwort

gruß
 

TanduayJoe

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Wenn die hier notierten Tatsachen keine Zufälle sind,..., dann wurde die Baustelle von Wesen ausgesucht, welche über die Kugelgestalt der Erde bescheid wußten.

Leider hast Du die von Herrn Däniken notierten "Tatsachen" nicht mit aufgeführt. Wie leicht sich solche "Tatsachen" durch ein wenig Zahlenspielerei schaffen lassen, hatte ich in meinem vorherigen Posting bereits dargestellt. Nocheinmal möchte ich auf den Link Pyramidengeheimnisse verweisen, der sich eingehend mit "Tatsachen", wie sie beispielsweise von Erich von Däniken in seinem Buch "Die Augen der Sphinx" vorgebracht werden, beschäftigt.

Das betreffende Zitat, aus "Zeichen und Botschaften" liest sich in dem alten Buch so:
[...]
Beide Gründe sind wider jeden Verstand: einmal wäre es entschieden praktischer gewesen, die Baustelle näher an die östlichen Steinbrüche zu legen, um die Transportwege zu verkürzen, und zum anderen läßt sich schwerlich denken, daß der Pharao vom Lärm, der auch damals die Baustelle erfüllte, Jahr um Jahr gestört werden wollte. Da so Vieles gegen die Bilderbucherklärungen der Standortwahl spricht, darf mit Verlaub gefragt werden, ob vielleicht auch die >>Götter<< ein Wort mitredeten, und wenn auch nur durch die fordernden Überlieferungen der Priester. Läßt man eine solche Deutung zu, dann gibt es einen gewichtigen Beweis mehr für meine Theorie von der utopischen Vergangenheit der Menschheit. Die Pyramide teilt nämlich nicht nur zwei Kontinente und Ozeane in zwei gleiche Hälften - sie liegt außerdem im Schwerpunkt der Kontinente! Wenn die hier notierten Tatsachen keine Zufälle sind - und es fällt ungemein schwer, an solche zu glauben -, dann wurde die Baustelle von Wesen bestimmt, die genau über die Kugelgestalt der Erde und die Verteilung von Kontinenten und Meeren Bescheid wußten. [...]

Ich konstantiere: Entweder man glaubt wider jeden Verstand an Bilderbucherklärungen und Zufälle oder an die durch gewichtige Beweise und zahlreiche Tatsachen belegte Theorie von Dänikens.

Siehe in diesem Zusammenhang: Beeinflussung-Manipulation-Propaganda

Übrigens: Die Cheopspyramide war ursprünglich 146,6m ( heute nur noch 137,5m ) hoch. Die mittlere Entfernung Erde - Sonne beträgt aber 149 597 870 km, paßt also nicht mit Pyramidenhöhe * 1 Millarde. Jeweils um den 2. Januar herum ist die Erde jedoch im Perithel ( kleinster Abstand zur Sonne ) und dann "nur" rund 147.100.000km enfernt - das würde wiederum gut passen 146,6 * 1 Milliarde - eine Abweichung von nur etwas mehr als 0,34% - phantastisch! Man hätte also auch durchaus mit der tatsächlichen Pyramidenhöhe einen astronomischen Zusammenhang konstruieren! können, aber das war EvD ( eigentlich hat er nur woanders abgeschrieben ) wohl zu schwierig, darum hat er die Cheopspyramide der Einfachheit halber um knapp drei Meter höher gemacht. Falls es jemanden interessiert, im Aphel ( größter Abstand zur Sonne, um den 5. Juli herum ) ist die Erde rund 152.100.000km von der Sonne entfernt ( Alle Angaben jeweils von Mittelpunkt zu Mittelpunkt ).

Zum letzten Mal ( versprochen! ) - die suggestive Verbindung zwischen den alten Ägyptern und den Arabern:
Die Berichte der Römer über Germanen und Kelten sind naturgemäß nach den betreffenden Ereignissen verfaßt worden. Zudem lebten die Römer, Kelten und Germanen zeitgleich, führten Kriege gegeneinander, pflegten jedoch auch kulturellen Austausch miteinander. ( Link: Der Kampf gegen Rom ) Die alten Griechen, wie Herodot jedoch:
Herodot, der griechische Geschichtsschreiber, war der erste, der von diesen Wunderwerken berichtete. Er bereiste Ägypten im 5. Jahrhundert vor Christus - aber da gab es die Pyramiden schon seit 2.000 Jahren. So stützte auch er sich nur auf Erzählungen der damaligen Bevölkerung. Folgendes gab es da zu hören:
Cheops, der böse Pharao, zwang alle Untertanen, beim Pyramidenbau zu helfen. Es arbeiteten je zehnmal zehntausend Mann drei Monate hindurch und das zwanzig lange Jahre - Sklaverei also. Herodot berichtet auch von Maschinen "hergestellt aus kurzen Holzblöcken", über die bis heute philosophiert wird. Vom Flaschenzug bis hin zum Kran sind auch hier alle Thesen vertreten.
Heute sind sich die Ägyptologen einig, dass es kaum möglich war, ein ganzes Volk mit der Peitsche zu bezwingen. Beweise hierfür finden sich auch in den Überresten der Arbeitersiedlungen, unweit der Pyramiden. Hierbei handelte sich um ganz normale extra für den Pyramidenbau erreichtete Dörfer, in die sich von den eigentlichen Städten nicht untscheiden. Es ist auch davon auszugehen, dass teilweise blinder Glaube die Menschen dazu trieb, unermüdlich an der Pyramide zu arbeiten, denn wer zu Lebzeiten dem Pharao half, bekam im Jenseits dafür Pluspunkte angerechnet. Abgesehen hiervon bot diese antike Baustelle viele Arbeitsplätze, was Brot und vielleicht auch Ansehen mit sich brachte. An qualifizierten Arbeitern wird es jedenfalls nicht gemangelt haben.
Quelle: [url]www.aegypteninfo.de[/url]
Tatsache bleibt, der Erzähler beschreibt Ereignisse, die in der Vergangenheit liegen. Beim Mysteries of the World Park Erich von Dänikens wird jedoch der Zeitablauf umgekehrt, wohl damit die arabischen Legenden authentischer wirken. Ein waschechten Ägypter ( Roboter ) soll den Eindruck erwecken, daß er die Geschichte seines Volkes vorträgt, obwohl es sich um Legenden eines völlig anderen Volkes handelt und diese Mythen zu einer Zeit erschaffen wurden, in der es die altägyptische Kultur schon längst nicht mehr gab. Durch diese Manipulation wird den Besuchern ein falsches Bild über die Kultur der alten Ägypter vermittelt, angebliche Mysterien werden als Fakten dargestellt.

Die Grabplatte von Palenque:
Es bestätigt sich immer wieder - es lohnt sich einfach nicht, noch weitere Bücher von EvD zu lesen oder gar zu kaufen. Ich zitiere mal aus meinem alten Buch:

Die Steinplatte schmücken Glyphen, wie sie aus der Maya-Literatur und von den Maya-Stelen her bekannt sind; da gibt es den Lebensbaum ( oder das Lebenskreuz ), einen Indianer mit der Maske des Erdgottes - Federschmuck auf dem Haupt, Jaderöhrchen und Schnüre und - last, but not least - den heiligen Quezalvogel, eine zweiköpfige Schlange und symbolische Masken. [...] Nach achtmaligem Anlauf gestattete mir die Regierung eine halbstündige Arbeit mit Kamera und Scheinwerfern.
In der Gesamtheit bildet die Grabplatte einen Rahmen, in dessen Mitte ein Wesen vornübergeneigt ( wie ein Astronaut in der Kommandokapsel ) sitzt. Dieses eigenartige Wesen trägt einen Helm, von dem doppelspurige Schläuche nach rückwärts verlaufen. Vor der Nase sitzt ein Sauerstoffgerät. Mit beiden Händen manipuliert der Vornübergeneigte an irgendwelchen Kontrollmechanismen: die obere Hand ist geöffnet, so, als ob das Wesen an einem direkt vor ihm liegenden Knopf eine Feineinstellung vornimmt; von der unteren Hand sind vier Finger zu erkennen, die vom Handrücken ausgehen; der kleine Finger ist gekrümmt. Sieht es nicht so aus, als ob das Wesen mit dieser Hand einen Hebel, ähnlich dem Gashebel der Motorräder bedient? - Die Ferse des linken Fußes ruht auf einem Pedal mit mehreren Stufen. - Dem Betrachter der Palenque-Bilder wird auffallen, daß ...

Anscheinend hat sich in den letzten Jahren doch nicht so viel getan. Wie Du selbst feststellen kannst, ist der Text nahezu identisch, sogar die halbstündige Arbeit mit Kamera und Scheinwerfern gab's damals schon! ( Bei dem zitiereten Buch handelt es sich um einen Sonderband, mit Namen "Besucher aus dem Kosmos", der die drei Bücher "Erinnerungen an die Zukunft", "Zurück zu den Sternen", "Aussaat und Kosmos" + Däniken Story zusammen enthält, leider kein Erscheinungsdatum ISBN 3 - 7042 - 4004 - 4 )

Das das Kreuz des Südens auf irgendeine Art und Weise mit der Spekulation um das "Raumschiff" der Grabplatte in Verbindung gebracht werden würde, ahnte ich irgendwie schon beim Betrachten und Durchlesen meines fertigen Postings. :wink:

hdscn1719.jpg

Während diese Stupa noch durch Girlanden am Boden gehalten wird, ist der Hamburger Michel schon startbereit!
Michel%202.jpg


Man könnte auch spekulieren, Kirchtürme sind nichts weiter als stilisierte Raketen und das Kreuz ...; da Du Markus Pössels "Phantastische Wissenschaft" ebenfalls gelesen hast, brauche ich wohl weiter nichts dazu schreiben.


Karl wurde am 2. April 747 als Sohn Pippins des Jüngeren und Enkel Karl Martells geboren.
kroenung54k.jpg

Karl der Große wurde am 25. Dezember 800 in Rom durch Papst Leo zum Kaiser gekrönt und starb am 28.1. 814 in Aachen, wo er noch am selben Tag in der Aachener Pfalz beigesetzt wurde

In den gut 66 Jahren seines Lebens hat Karl der Große jede Menge an Spuren hinterlassen, welche zu großen Teil auf Authenzität überprüft wurden, folglich kann man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, daß er auch existierte. Zur Not könnte man ja mal einen Blick hier hinein werfen:
karlsschrein154k.jpg

Der Karlsschrein

Vielleicht ist ja etwas Interessantes zu entdecken, warum er im Alter hinkte etwa.
Er war von breitem und kräftigem Körperbau, hervorragender Größe, die jedoch das richtige Maß nicht überschritt - denn seine Länge betrug, wie man weiß, sieben seiner Füße -, das Oberteils seines Kopfes war rund, seine Augen sehr groß und lebhaft, die Nase ging etwas über das Mittelmaß, er hatte schönes graues Haar und ein freundliches, heiteres Gesicht. So bot seine Gestalt im Stehen wie im Sitzen eine höchst würdige und stattliche Erscheinung, wiewohl sein Nacken feist und zu kurz, sein Bauch etwas hervorzutreten schien: das Ebenmaß der anderen Glieder verdeckte das. Er hatte einen festen Gang, eine durchaus männliche Haltung des Körpers und eine helle Stimme, die jedoch zu der ganzen Gestalt nicht recht passen wollte; seine Gesundheit war gut, außer daß er in den vier Jahren vor seinem Tode häufig von Fiebern ergriffen wurde und zuletzt auch mit einem Fuße hinkte. Aber auch damals folgte er mehr seinem eigenen Gutdünken als dem Rat der Ärzte, die ihm beinahe verhaßt waren, weil sie ihm rieten, dem Braten, den er zu speisen pflegte, zu entsagen und sich an gesottenes Fleisch zu halten.
Quelle: Uni Tübingen


Wie alt die Geschichten der Bibel nun tatsächlich sind, was und wann welcher Teil schriftlich festgehalten wurde ist auch nicht nachvollziehbar, da gebe ich Dir vollkommen recht! Des weiteren ist unklar, wie groß der Wahrheitsgehalt der einzelnen Geschichten ist. Z.B. stellt Marvin Harris in seinem Buch "Fauler Zauber Wie der Mensch sich täuschen läßt" ( ISBN 3 - 423 - 30585 - 1 ) Jesus in einem ganz anderem Licht dar, als die Bibel, so waren er und auch seine Jünger wohl längst nicht so friedfertig, wie immer behauptet wird und Jesus war nur einer unter vielen Messiasgestalten, die zur damaligen Zeit herumliefen. Weshalb sich diese Legenden, in Form der Bibel, bis heute erhalten haben kann ich Dir leider auch nicht sagen, aber es gibt auch andere alte Göttersagen. Ich persönlich finde die von den alten Griechen
zeus.gif

( Zeus )

oder auch die der Germanen
ger-sw-odin.jpg

( Odin )

viel amüsanter, auch wenn es heute wohl Niemanden mehr gibt, der daran glaubt. Ob an der Bibel oder einem anderen "heiligen Buch" und dem Glauben an jeweiligen Gott / Göttin etwas dran ist muß jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist, die Existenz eines Gottes ( oder Göttin ) ist ebenso unbewiesen, wie die Paläo-SETI-Hypothese. :wink:

Ein schönes Wochenende!


Gruß

TanduayJoe
 

Weird

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Hallo Leutz!

Finde ich ehrlich gesagt unfair, wie manche hier EvD als Spinner und Fantast abstempeln. Zugegeben er steigert sich manchmal etwas zu euphorisch und unobjektiv in bestimmte Thesen der Paläo-Seti Theorie ein, dennoch ist die Grundaussage jener Theorie gar nicht abwegig.
Habe auch schon mal einem Diavortrag von EvD beigewohnt und festgestellt, daß er sich all zu oft in aberwitzige Spekulationen verliert.
Aber zur Paläo-Seti Theorie besteht ja eine ganze Forschungsgesellschaft (A.A.S.), welche hochrangige Wissenschaftler beinhaltet.
Möchte damit sagen, daß man zum besagtem Thema vielleicht erst einmal ein paar seriöse Bücher lesen sollte, statt nur zweitrangige TV-Dokus zu sehen, damit man auch mal ein objektives Urteil abgeben kann und nicht nur in den blauen Dunst Leute verurteilt.
Wenn man sich dann näher mit der Materie befasst hat, wird man feststellen, daß es ein paar beunruhigende Aspekte gibt, die manche Aussagen sogar beweisen.

Bei ernsthaftem Interesse ohne plumpe Vorurteile:

www.x-gate.ch
 

Traenenreiter

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woher wußte ich nur, daß ich in der antwort den kirchturm präsentiert bekomme *lach*

na, dann will ich mal (im umgangssprachlichen sinne) die hosen herunterlassen:

wie es aussieht, kommen wir nicht überein. es hat viel spaß gemacht, mit dir zu diskutieren. vielleicht sollten wir mal ein resumee ziehen.
du bist kein anhänger der paläo-seti hypthese. du glaubst, wissenschaftliche erklärungen für rätsel der welt sind immer möglich und auch zu finden, und da du den organisationen, welche diese these untersuchen, nicht für wissenschaftlich hälst, hälst du die paläo-seti theorie als solche für humbug.
ich hingegen halte wissenschaft als solche für eine illusion.
was uns beide verbindet: wir sehen beide rätsel in der vergangenheit, die wir gerne lösen wollen.
zum beispiel eben, warum in nahezu jeder religion die götter vom himmel kommen, die pyramide oder was auch immer.

daher glaube ich, daß es keinen sinn mehr hat, unseren streit fortzusetzen. das wir beide ein wenig ahung von der thematik haben, haben wir uns zur genüge bewiesen, finde ich. daher mein vorschlag: was hälst du davon, wenn wir uns ein einziges rätsel aussuchen, einen neuen thread aufmachen, und zusammen nach einer lösung suchen? vielleicht erhalten wir auch kompetente unterstützung anderer forumsteilnehmer?
das würde meiner meinung nach mehr sinn machen, auch wenn es mir schon unter den nägeln brennt, auf dein letztes posting zu antworten...nur werden wir uns eben nicht überzeugen.
was meinst du?

schöne woche
 

TanduayJoe

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Wenn auch nicht wirklich originell, so konnte ich dem Kirchturmvergleich doch einfach nicht widerstehen. :wink:

Auch mir hat der Gedankenaustausch ( Streit würde ich es nicht nennen wollen ) Spaß gemacht und Deine Idee ein Thema zu nehmen und es dann gründlich zu durchleuchten finde ich nicht schlecht. Hast Du da schon ein bestimmtes Thema im Auge? Man könnte das Ganze auch als Artikel gestalten, der dann im redaktionellen Teil der WV veröffentlicht wird.

Einen Anhänger der Paläo-SETI-Hypothese kann man mich wirklich nicht nennen. Eine theoretische Möglichkeit, daß diese Hypothese zutreffen könnte, besteht aber zweifelsohne ( das hatte ich in einem anderen Thread bereits eingeräumt ), allerdings ist die Wahrscheinlichkeit doch sehr gering und es gibt m.E. auch keinerlei Hinweise darauf, daß Außerirdische in die Entwicklungsgeschichte des Menschen eingegriffen hätten ( Das siehst Du aber sicherlich anders! ).


@Weird
Was sind deiner Meinung nach Kriterien, die für die Seriosität eines Buches sprechen?


Gruß

TanduayJoe
 
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Traenenreiter schrieb:
ich hab das buch gelesen: mein kommentar: man kann alles wiederlegen, wenn man ein paar zitate nimmt, sie aus dem kontext reißt und wieder zusammenbastelt. das soll wissenschaft sein? na danke schön.

Reden wir über dasselbe Buch?
Soweit ich das beurteilen kann, sind es gerade Däniken, vor allem aber Buttlar, die Dinge aus dem Zusammenhang reißen und sie vollkommen verquer wieder zusammenbuchseln.
Als Interessierter mag man Pössel vorwerfen, dass er nicht "unkonventionell" genug ist und seinem Glauben an die Physik als Basiswissenschaft verfallen ist, aber er zeigt absolut unwiderlegbare Fehler in den Argumentationen Dänikens und Buttlars auf! Vor allem der Berg an Sekundärliteratur - der von Däniken/Buttlar nicht in Anspruch genommen wurde! - widerspricht allem, was die beiden in ihren Werken an Szenarien entwerfen, und sei es noch so spekulativ. Und wenn Leuten wie Buttlar eindeutig Lüge und Betrug nachgewiesen wird, weiss ich, was man von denen zu halten hat.
Ich habe selten ein so fundiertes und gründlich recherchiertes Buch gelesen.
Ich gebe gern zu, dass Däniken mir sympathisch ist. Immerhin, so erscheint es zumindest, tut er das, was er tut aus Überzeugung und tiefstem Herzen und nicht aus Gründen persönlicher Bereicherung. Aber dass seine Theorien teilweise auf äusserst dünnem Eis dahinschlittern bzw. schon bis zum Hals im eisigen Wasser stehen und mit den Zähnen klappern, ist für mich unzweifelhaft.
 

Traenenreiter

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@zwackelmann: ich dachte eigentlich, ich hätte mich mit TanduayJoe über das thema des aus dem zusammenhang reißens geeinigt. ich habe eingestanden, daß meine formulierung unglücklich war.

@TanduayJoe: finde ich voll genial, daß du da interesse hast. ich hab mich viel mit dem hesekiel text beschäftigt, vielleicht hast du dazu lust? oder vielleicht können wir uns unseren so oft von mir bemühten karl dem großen zuwenden (auch wenn der nun nix mehr mit däniken zu tun hat) ? das wären so meine favoriten, aber du kannst gerne andere vorschläge machen.

gruß
 

TanduayJoe

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Mit Hesekiel und seiner Prophezeiung (siehe Link) kann ich leider nicht so viel anfangen. Mit dem Thema "Karl der Große" könnte ich mich schon viel eher anfreunden. - Wollen wir uns für dieses Thema entscheiden?
Interessant fände ich auch die Themen Nero (der römische Kaiser - nicht das Brennprogramm :wink: ), welches mit EvD auch nichts zu tun hat, sowie das alte Ägypten.

Da der Vorschlag ein Thema herauszusuchen und einen neuen Thread aufzumachen von Dir stammt, entscheide Du, womit wir uns als Erstes befassen wollen.


Gruß

TanduayJoe
 
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