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Mokele Mbembe

Dieses Thema im Forum "Mythen und Aberglaube" wurde erstellt von TheFreeman, 3. September 2003.

  1. TheFreeman

    TheFreeman Großmeister

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    Rheinisch Kongo
    Da dieser Teil des Forums doch etwas vernachlässigt wird tische ich heute mal etwas auf, dass zwar nicht grade neu, dafür aber sehr interessant ist...


    Mokele-Mbembe

    Im dichten, dunklen Dschungelwald und den Wasserläufen des Kongobeckens lebt neben dem heimlichen Leoparden und den aggressiven Flusspferden ein unbekanntes, geheimnisumwittertes und weitaus gefährlicheres Wesen. Der ansässige Pygmäenstamm der Bangombe fürchtet dieses aggressive Monster und mehr als einmal wurden die Fischer des Stammes in ihren leichten Kanus angegriffen. Sein Ruf unter den Pygmäen ist legendär und für die Kryptozoologie ist sein Name neben Nessie und dem Yeti einer der mysteriösesten und zugleich umstrittensten überhaupt - Mokele-Mbembe, der "den Lauf des Flusses stoppt".

    Der Pygmäenstamm der Bangombe lebt rund um den kongolesischen See Tele und eine der Hauptnahrungsquellen des Stammes stellt die Fischerei im See sowie in dessen Zu- und Abflüssen dar. Die Anwesenheit des etwa elefantengroßen und äußerst aggressiven Mokele-Mbembe, das sich nicht nur in den Dschungelwäldern sondern auch im See aufhält, ist für die Pygmäen seit mehreren Generationen ein Problem und so verwundert es nicht, dass es regelmäßig zu lebensgefährlichen Zusammenstößen kommt, zumal auch da das Tier sein Territorium erbittert verteidigt. Nur einmal ist eine solche Begegnung nach den Erzählungen der Bangombe für das Wesen selbst tödlich ausgegangen. Am nördlichen Ende des Sees befinden sich unübersichtliche Wasserläufe, die in Sumpfland beziehungsweise in Dschungel übergehen. Diese Verbindung nutzt Mokele-Mbembe regelmäßig als Zugang zum See und vertreibt hier den Pygmäen, die an diesem Ende des Sees fischen, ihre Beute. So beschloss man diese Schneise zu blockieren, doch man unterschätzte wohl die schiere körperliche Kraft der gewaltigen Tiere, denn zwei von ihnen durchbrachen ohne größere Mühen die Barriere. Als letzten Ausweg, auch um ihr eigenes Leben zu retten, töteten die Bangombe eines der Tiere mit ihren Speeren, woraufhin sich das andere rasch zurückzog. Die Fischer zerlegten das Fleisch und brachten ihre reiche Siegesbeute zurück in ihr Dorf, bedeuteten diese Unmengen von frischem Fleisch doch eine sichere Nahrung über einige Wochen hinweg. Ein großes Siegesfest wurde abgehalten und ein Teil des Fleisches gleich als Festbraten gegessen. Doch die Freude währte nicht lange - alle die vom Fleisch des Tieres aßen wurden krank und starben kurz darauf. Dieser Vorfall ereignete sich um das Jahr 1959 herum. Ist Mokele-Mbembe nur ein Mythos, eine dämonische Entität der Pygmäen?

    Im Jahr 1776 fand einer der ersten weißen Kolonialisten, der Franzose Abbe Proyart, Spuren dieses Wesens. Missionare, die versuchten ihren Glauben den wilden, unzivilisierten Einheimischen aufzudrängen, berichteten seit Jahren von Spuren, großen Fußabdrücke mit Klauen an den Zehen. In einer afrikanischen Höhle wurde die primitive Felszeichnung einer vierbeinigen, langhalsigen Kreatur entdeckt und auf einem der acht Stadttore von Babylon, dem prunkvollen Ishtar-Tor, findet sich das Relief eines ebensolchen Wesens.
    Der deutsche Freiherr von Stein zu Lausitz war der erste Ausländer, der gezielt Berichte über Mokele-Mbembe auf einer Expedition im Jahr 1913 im Flussgebiet des Likoula-aux-Herbes sammelte. Die Einheimischen zeigten ihm sogar einen Pfad, den das Tier durch den Dschungel gezogen hatte um an seine Lieblingsnahrung zu kommen. Erst in den Jahren von 1920 bis 1935 gibt es dann wieder mehrere Sichtungen verschiedener Augenzeugen, die eine Kreatur mit langem, schlangenähnlichem Hals, stämmigen Beinen und einem wahrhaft massigen Körper gesehen haben wollten. 1954 sah ein englischer Tourist im Bangweulu-See einen langen Hals mit schlangenähnlichem Kopf aus dem Wasser ragen, und in den sechziger Jahren sah der Großwildjäger Nicolas Mondongo nahe des Likoula-aux-Herbes-Flußes ein großes Tier, dessen Beschreibung genau auf Mokele-Mbembe zutrifft, das nicht weit entfernt von seiner Position aus dem Wasser an Land kam. Von Oktober bis Dezember 1980 wurden vom deutschen Ehepaar Herman und Kia Regusters Lautäußerungen und mehrere mysteriöse Wasserbewegungen, verursacht durch ein großes Tier, wahrgenommen. Es gelang ihnen sogar Audioaufnahmen der Geräusche zu machen und auch einen langen Hals im Wasser zu beobachten. Im selben Jahr und teilweise nochmals ein Jahr darauf führten die Naturwissenschaftler und Kryptozoologen Roy P. Mackal, James Powell, Richard Greenwell und Justin Wilkinson zwei Expeditionen in den Kongo, um die bis zu zweihundert Jahre zurückreichenden Berichte über Mokele-Mbembe zu verifizieren. Sie sammelten Augenzeugenberichte, Legenden und Mythen um das sagenhafte Wesen und kamen zu dem Ergebnis, dass sich auffallend viele der Beschreibungen glichen. Die zweite Expediton, zu deren Teilnehmern nur noch Greenwell und Wilkinson gehörten, konnte als weitere Indizien die Spuren eines Mokele-Mbembe aufweisen. Zu dem Experten und überzeugtesten Anhänger von Mokele-Mbembe wurde der kongolesische Biologe und Begleiter von Roy P. Mackal auf dessen zweiter Expedition, Marcellin Agnagna. 1983 unternahm dieser eine eigene Erkundungsfahrt und tatsächlich sollte ihm offenbar mehr Glück vergönnt sein. Im Tele-See konnten er und einige andere Mokele-Mbembe mehrere Minuten lang beobachten - Beweise wie Filmaufnahmen konnte er jedoch aufgrund einer angeblichen Fehleinstellung seiner Videokamera auch nicht aufweisen. Die Fußspuren die er fand, verblassen neben der versäumten Chance einer Videoaufzeichnung regelrecht und die Tatsache, dass er seine Geschichte in Laufe der Zeit mehrere Male änderte, lässt Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit aufkommen. Die britische "Operation Kongo", die voller Hoffnungen und hochgesteckter Ziele im Januar 1986 begann, endete im Juni zwar nicht mit irgendwelchen Beweisen oder Sichtungen von Mokele-Mbembe, dafür aber mit dem Nachweis von Krokodilen, Pythons und Schildkröten im Tele.
    Die Sensationsmeldung kam im September 1992, als es einem japanischen Forscherteam um Tatsuo Watanabe vom Flugzeug aus gelang, ein unbekanntes, schwimmendes Tier im See zu filmen. Die tatsächlich auswertbaren Aufnahmen des qualitativ schlechten Videos beschränken sich jedoch lediglich auf fünfzehn Sekunden. Sie zeigen eine langhalsige Kreatur, die den See durchquert und nach Meinung der Japaner als Mokele-Mbembe zu identifizieren ist. Um was genau es sich hier handelt konnte nicht genau festgestellt werden, die Vermutungen schließen aber einen großen schwimmenden Python nicht aus...

    Aber wie wird denn Mokele-Mbembe nun eigentlich genau beschrieben? Die Afrikaner ziehen als Größenvergleich das Nilpferd beziehungsweise den Elefanten zu Hilfe.




    Zwischen diesen beiden rezenten Tierarten soll die mögliche Größenspanne des massigen Tieres liegen (wobei aber auch Berichte über noch größere Tiere existieren), vier stämmige Extremitäten, deren Abdrücke denen von Nilpferden ähneln und deren Zehen drei Klauen aufweisen. Markantestes Merkmal dürften jedoch der lange, flexible Hals mit etwa dreißig Zentimetern im Durchmesser und der kleine Kopf, der bei männlichen Exemplaren ein Horn oder einen hornähnlichen Fortsatz aufweisen soll (wie dies zum Beispiel auch bei einigen rezenten Reptilien der Fall ist) sowie der lange Schwanz sein. Die Hautfarbe variiert von bräunlich-grau bis zu rötlich-braun. Da ein einzelnes Tier über kurz oder lang sterben würde, muss man zwingend von einer überlebensfähigen Population dieser Tiere ausgehen. Die Legenden und Berichte von Wesen, die genau wie Mokele-Mbembe beschrieben werden, sind zudem nicht nur auf den Kongo beschränkt. Auch aus Gabun und Kamerun gibt es ähnliche Belege für die Existenz der gleichen oder einer ähnlichen Spezies, die hier je nach Region Le'kela-bembe, Mbulu-em'bembe, Amali, M'kuoo-m'bemboo, N'Yamala oder M'(o)ké-n'bé genannt wird. Es stellt sich nunmehr die Frage, worum handelt es sich denn eigentlich beim Mokele-Mbembe? Einige der vorher beschriebenen Augenzeugenberichte und Legenden lassen sich durchaus auf Verwechslungen mit bekannten Tiere zurückführen. So könnte zum Beispiel die Sichtung von Marcellin Agnaga von 1983 auch auf die große afrikanische Weichschildkröte (Trionyx triunguis) zurückgehen. Verschiedene weitere rezente Tierarten wurden von Kryptozoologen und Zoologen aufgeführt, die zu einer Fehlinterpretation einiger der Sichtungen oder Spuren geführt haben könnten. Das Nilkrokodil (Crocodylus niloticus), Flußpferde (Hippopotamus amphibus) oder der westafrikanische Manatee (Trichechus senegalensis). Von einer BBC-Expedition wurde als Erklärung vorgeschlagen, die vagen Erinnerungen der Einheimischen an Nashörner in dieser Region hätten zu einer Legende wie dem Mokele-Mbembe geführt. Obwohl die Bangombe das Bild eines Nashorns als Mokele-Mbembe identifizierten (was sie im übrigen auch vorher schon mit dem Bild eines Apatosaurus taten) und diese Theorie allgemein große Aufmerksamkeit erregte, tun sich wie bei allen bisherigen Erklärungsversuchen mehr neue Fragen auf, als dass alte glaubhaft geklärt werden. Es stellt sich hier zum Beispiel die Frage, wie man ein langhalsiges, flusspferd- bis elefantengroßes Wesen, das über einen muskulösen Schwanz verfügt, mit einem Nashorn verwechseln kann...
    Doch was für eine Tiergattung kommt denn überhaupt in Frage wenn man davon ausgeht, dass längst nicht alle Berichte und Indizien auf derartige Tiere zurückgehen können?

    Die Beschreibungen von Mokele-Mbembe lassen als greifbarste und doch heikelste Lösung des Gesamträtsels nur einen Schluss zu – Dinosaurier! Betrachtet man die große Artenvielfalt dieser ausgestorbenen Tiere, stößt man unweigerlich auf die Infraordnung Sauropoda, den „Echsenfüßern“. Die Infraordnung Sauropoda unterteilt sich nach den taxonomischen Richtlinien in fünf Familien mit mehreren Arten.

    Zu diesen Familien zählen bekannte Arten wie Cetiosaurus (Fam. Cetisauridae), Camarasaurus, Euphelopus oder Opisthocoelicaudia (Fam. Camarasauridae), Apatosaurus oder Dicraeosaurus (Fam. Diplodociden) und Alamosaurus (Fam. Titanosauridae). Die Familie Brachiosauridae wird aus dem möglichen Kandidatenkreis hier ausgeschlossen, da deren ungewöhnliche Schädelanatomie unverwechselbar ist (ein hoher Knochenbogen, der die beiden hoch und weit hinten am Kopf liegenden Nasenöffnungen voneinander trennt) und nicht auf Mokele-Mbembe zutreffen. Alle diese Sauropoden haben einige grundlegende körperliche Merkmale gemeinsam. Ein relativ kleiner Kopf sitzt auf einem extrem langen Hals, der mindestens zwölf v-förmige Halswirbel aufwies, die durch Hohlräume extrem leicht waren (so ist z. B. der Halswirbel einer im Vergleich kleinen Giraffe um einiges schwerer als der eines Sauropoden) und der am anderen Körperende sein Gegenstück in einem langen Schwanz findet. Alle Sauropoden liefen auf vier stämmigen Beinen und waren Zehengänger, so ähnlich wie die heutigen Elefanten. An Daumen und Zehen befanden sich zudem große Klauen. Vergleicht man nun anhand von Dinosaurierlexika die Beschreibungen von Mokele-Mbembe, erscheint als eine mögliche Übereinstimmung der Dicraeosaurus aus der Familie Diplodociden, da er mit 12, 6 Metern Länge und mit einer Schulterhöhe von rund 3 Metern in etwa die richtige Proportionen aufweisen kann. Zudem wurden von ihm in Ostafrika (Tansania) fossile Überreste gefunden, die darauf schließen lassen, das er insbesondere auch in den Flussniederungen heimisch war. Das gravierendste Gegenargument für diese Theorie stellt jedoch der ausgerechnet bei dieser Art zu kurze Hals dar. Aber andersherum gesehen, lässt sich anhand eines einzigen Fossils keine repräsentative Schlussfolgerung für die gesamte Spezies ziehen und ein langer Hals ist ohnehin ein sehr subjektiver Begriff. In Afrika selbst wurden auch noch andere Sauropodenfossilien zum Beispiel von Janenschia oder Barosaurus gefunden, so dass dieser paläontologisch noch immer wenig erforschte Kontinent und speziell die seit Millionen von Jahren von Dschungelwäldern beherrschte, weitgehend unzugängliche Region des Kongo sicherlich noch weitere Überraschungen für die Paläontologen und vielleicht ja auch für die Kryptozoologen bereithält...


    Quelle : www.kryptozoologie-online.de


    Eure Meinung ?
     
  2. minister

    minister Großmeister

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    Da hat sich "The Freeman" aber viel Mühe gemacht. :D


    Minister
     
  3. Gaara

    Gaara Erleuchteter

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    Gibts inzwischen mal was Neues dazu ? Ne neue Reise ?
     
  4. TheFreeman

    TheFreeman Großmeister

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    Bisher nichts gefunden...alles so etwa das Selbe...

    Eigentlich seltsam.....denn entweder es nimmt heutzutage niemand mehr richtig für voll was die Eingeborenen da fabrizieren oder es besteht kein Interesse...sonst hätte doch jemand das Viech schon lang mal wenigstens mit ner Wärmekamera geknipst...
     
  5. orbital

    orbital Ehrenmitglied

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    und wieso hat er das tier nicht erschossen? muss doch das grösste für einen grosswildjäger sein, und dann die kurze entfernung?
    merkwürdig das bei allen sichtungen immer was dazwischen kommt?!
     
  6. Technoir

    Technoir Erleuchteter

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    hm also selbst als Großwildjäger schiesst man nicht einfach mal eben so auf ein Tier, vor allem dann nicht wenn es sich um ein Wesen handelt, dass eigentlich ausgestorben sein sollte.
    Er war sicher darauf vorbereitet einem Elefanten oder ähnlichem zu begegnen aber sicher nicht einem Sauropoden. Daher wird er wohl außer mit offenem Mund nach Luft zu schnappen kaum zu etwas anderem in der Lage gewesen sein. So würde es mir an seiner Stelle zumindest gehen.

    Ich halte es durchaus für möglich, dass sich einige dieser Tiere bis heute hinübergerettet haben.
     
  7. Purple

    Purple Geselle

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    Für mich bleibt auch immer die Frage, weshalb man diese Monster mit der heutigen Technik immer noch nicht zu Gesicht bekommt.
    Aber wenn es das Tier nicht gibt, wer hat Interesse daran, die Legende am Leben zu behalten? Das wäre nicht nur die Tourismusbranche. Bestimmt ists eine Verschwörung :D
     
  8. sdrulezagain

    sdrulezagain Meister

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    da...
    wie kommt eine zeichnung davon nach babylon????
    ich mein das ist doch tiefster dschungel da unten und bis babylon ists ein stückchen...
     
  9. Tetsuo

    Tetsuo Großmeister

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    Ok Leute wir brauchen nen Sponsor!
    Wir gründen unser eigenes Forscherteam und starten eine Expedition.

    Ne aber im ernst ich finde das recht interessant. Ich hoffe das bald mehr darüber raus kommt. Das Video würde ich gerne mal sehen.
     
  10. Markus

    Markus Anwärter

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    Hey! Da hat es doch mein Text auch zu euch geschafft... Quelle angegeben? Ja, da ganz am Anfang. Ok, dann will ich mal nicht so sein wegen dem Copyright. :wink:

    Ich fang mal da an, wo ich nicht erst nochmal nachlesen muß. Das Video war mal im Internet "erhältlich". Jetzt allerdings nicht mehr. Es ist wie in meinem Bericht erwähnt sehr umstritten, da es ebensogut eine Python oder ein Kanu mit einem stehenden Einheimischen sein könnte (obwohl Befürworter sagen, dass die Kreatur zum Schluß abtaucht. Etwas was Kanus nicht machen...). Zu meinem Bedauern habe ich das Video bislang auch nicht gesehen und kann keine direkte Einschätzung geben.

    Das Ishtar-Tor von Babylon (heute übrigens im Pergamon-Museum in Berlin zu sehen) zeigt neben normalen Tieren wie dem Löwen das Relief eines Drachen welches gewöhnlich als Sirrush bezeichnet wird. Es wurde die Theorie aufgestellt, dass dieses Bildnis nach Berichten von Reisenden aus Zentralafrika geformt wurde.

    Dass man MM trotz moderner Technik nicht zu Gesicht bekommt, erscheint eher realistisch. Die Dschungelgebieten des Kongo sind nicht nur wegen der Flora und Fauna absolut tödlich, sondern auch wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen. Und mal ernsthaft: eine Wärmebildkamera in einer Gegend wie dem Kongo??

    Verzeiht mir die kurzen Antworten, aber die Fülle der aufgestellten Fragen ließ mir kaum eine Wahl... :wink:

    Übrigens: mit Spannung werden derzeit die Ergebnisse einer Expedition aus dem Jahr 2001 erwartet...
     
  11. Giacomo_S

    Giacomo_S Ehrenmitglied

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    Ich habe diesen ominösen Video gesehen - das könnte aber auch alles mögliche sein, wie immer bei diesen Videos. Zwar bewegt sich irgend etwas gegen die Flußrichtung, aber auch in Flüssen soll es ja schon mal gegenläufige Strömungen geben.

    Was die nicht stattgefundenen Expeditionen betrifft, ist das leicht zu erklären. Zum einen handelt es sich um eines der unzugänglichsten Gebiete der Erde überhaupt, zum anderen hat die Regierung der freien Republik Kongo in den letzten Jahrzehnten nur wenige Expeditionen erlaubt. Rundherum sind Bürgerkriegsgebiete und das seit Jahrzehnten, es ist daher absolut lebensgefährlich, da hin zu gehen, mal ganz davon abgesehen, daß auch heute noch eine solche Expedition alles andere als ein Spaziergang ist. Auch die dort einheimischen Pygmäen leben nur am Rand dieser Wildnis. Tropenkrankheiten, gefährliche Tiere, Insekten, Klima machen dem Expeditionsteilnehmer auch heute noch das Leben schwer, ganz zu schweigen von der (Film-)Ausrüstung, die sicherlich auch sehr darunter leidet.

    Ich habe über eine solche Expedition in meinen Tagträumen tatsächlich schon mal nachgedacht. Da die einzigen gangbaren Wege die Flüsse sind, bräuchte man ein Schiff, idealerweise einen Raddampfer mit wenig Tiefgang (jetzt glaubt mal nicht, die gibts nicht mehr: Hier auf dem Ammersee fahren die nämlich herum). Mit so einem Gefährt könnte man bequem die ganze Ausrüstung transportieren und auch das Ding so umbauen, Kühlräume etc, daß man eine längere Zeit autark ist. Man könnte sogar darüber nachdenken, ob man das Ding mit einer modernen Dampfmaschine betreibt, denn brennbares Material und Wasser gibt's da genug und man wäre unabhängig von Dieseltreibstoff. Hat natürlich den Nachteil, daß man heizen muß...

    Die Kosten einer solchen Expediton betragen sicher mindestens meherere hundertausend Euro (vom Schiff gar nicht zu reden). Man könnte natürlich auch mit meherern kleineren Booten versuchen, das zu machen, aber wie transportiert man die Ausrüstung, wo wird ein Lager aufgeschlagen etc.
    Außerdem: Wenn es tatsächlich gelingt, Zell- und Blutproben zu nehmen (siehe weiter unten), wie kühlt man die dann ?
    Die Mannschaft ist sicher auch nicht ganz ohne. Man braucht in jedem Fall mindestens einen Human- und Tiermediziner, einen Biologen und natürlich einen Tropenspezialisten, der als Expeditionsleiter der Scout der ganzen Geschichte ist, einen Maschinisten, der u.U. auch mal was reparieren kann, einen guten Koch (damit könnte ich dienen) und natürlich einen exzentrischen britischen Lord, der die Expedition finanziert.

    Meiner Meinung wird es nicht ausreichen, das Vieh zu filmen. Wie wenig Glaubwürdigkeit auch den bestdokumentiertesten Sensationen gewidmet wird, dafür ist der WTC-Vorfall wohl der beste Beweis. Wenn man es also nicht übers Herz bringt, es zu erschießen, wird man es betäuben müßen, um es entweder in persona mitzunehmen (was bei einem Gewicht von mindestens 6 Tonnen nicht ganz einfach wäre) oder zumindest Zell- und Blutproben nehmen. Die DNA-Analyse wäre dann als Beweis eindeutig.
    Betäuben könnte man das Tier wahrscheinlich mit derselben Droge, mit der Elefanten ins Reich der Träume geschickt werden: Apomorphin, eine synthetische Morphin-Variante, die meherere tausend Mal wirksamer ist als gewöhnliches Morphium (und auf den Menschen absolut tödlich wirkt).

    Noch besser wäre natürlich, wenn man ein paar Eier findet, die man dann ausbrütet. Dann hätte man dieses Tier gleich als zoologisches Exemplar.
    Nur: wo bringt man es dann unter ? Zunächst könnte ja eine Turnhalle reichen, es ist ja zunächst noch klein. Aber dann bräuchte man irgendwann ein größeres Freiluftgehege, daß auch noch ein brauchbares Klima aufweist. Im Kongo kann man es totsicher nicht lassen. Die abergläubischen Einheimischen drehen ja komplett durch. Eine Insel wäre in der Tat ideal, vielleicht eine der Kapverdischen Inseln ?

    Ach übrigens: Diese Region ist die einzige weltweit, in der sich das Klima seit der Kreisezeit nicht verändert hat. Wenn es also irgendwo auf der Welt noch einen Dinosaurier gibt, dann da.
     
  12. Anemi

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    Empfehle zum Thema Expedition zur Suche des Mokele Mbembe das Buch "Kongofieber" von Redmond O´Hanlon, es handelt von genau einer ebensolchen durch namhafte Zoologen. Übrigens sehr witzig - und spannend!
     
  13. Hito

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    Ich kann nicht wirklich an die Existenz glauben, obwohl es schon genial wäre, wenn solche Dinos noch existieren würden.
     
  14. Laokoon

    Laokoon Erleuchteter

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    Es gab auch einen Spielfilm dazu...irgendwann in den 80ern.... "Dino baby" oder so...hab ich voll gerene geguckt als ich noch ein kleiner Spund war....weil damals die Dinomania war und ich ihr größter Fan ;-)
    Ich such mal ein bissel danach und editier den Beitrag, wenn ich den Film gefunden hab...war eigentlich ganz gut der Film!


    So, kurz gegoogelt....

    http://www.epilog.de/Film/B_Bd/Baby_Das_Geheimnis_einer_verlorenen_Legende_USA_1985.htm

    http://www.movieactors.com/ScienceFiction/a2.htm

    Also ICH fand den Film gut. Vielleicht aus Senitmentalitäts- und Vergangenheitsgründen. :roll: :wink:
     
  15. Alien

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  16. Laokoon

    Laokoon Erleuchteter

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    @ Alien: Und? Das erste sind Enten o.ä. und das zweite Ochsen.... sieht man doch ziemlich deutlich...

    [edit] spammer .... :!: aber ich sag ja nichts
     
  17. Alien

    Alien Meister

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    utkubmit
    scharfsinnig :D ,jetzt erkenn ich es auch 8)
     
  18. Giacomo_S

    Giacomo_S Ehrenmitglied

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    Das habe ich kürzlich gelesen. Enttäuschend war jedoch, dass er dem Lac Télé nur wenige Seiten einräumt - denn er war auch nur wenige Tage dort.
    Aber immerhin, er war einer der wenigen Westler, die da überhaupt mal waren.

    Das Buch zeigt auch die Schwierigkeiten einer solchen Expedition auf. Die eine Hälfte der Bevölkerung lebt noch in der Steinzeit, die andere Hälfte im Steinzeit-Kommunismus. Überall gibt es ein schwieriges Gefüge der Magie (oder des Glaubens daran), in dem sich die Menschen nur deshalb gegenseitig umbringen. Ein Fremder, vor allem aber ein Weisser läuft eigentlich ständig Gefahr, da unter die Räder zu kommen und aus magischen Gründen umgebracht zu werden. Die Versorgung ist mies, die Expeditionsteilnehmer immer irgendwie krank. Ekelhafte Insekten machen zudem jedem das Leben schwer.

    Mokele-Mbembe hat O'Hanlon nicht gesehen. Allerdings gibt er ihm, nachdem er sich selbst ein Bild der Lage am Lac Télé gemacht hat, keine großen Chancen für seine Existenz. Der See scheint, für seine Größe, relativ flach zu sein. O'Hanlon bemerkt, das 50 m vom Ufer entfernt, der See nur 1,50 tief ist - wie sollte sich ein solches Monster dort verstecken können ?

    In der Nähe des Sees leben lt. O'Hanlon auch keine Pygmäen, auch wenn selbst viele Bantus (die andere große Ethnie des Kongo) das behaupten. Für die Bantus gelten die Pygmäen als Menschn 2. Klasse - und vielen nicht einmal als das, denn für sie sind das überhaupt keine Menschen.
    In Seenähe leben dort Bantus, die sich dorthin zurückgezogen haben. Vor den Franzosen, vor den Kommunisten. Die anderen nennen sie "Pygmäen" ... weil das ein Schimpfwort ist.

    Direkt am See lebt keiner. Der See gilt definitiv nicht als heilig, vielmehr als unheimlich und gefährlich (fremde Geister leben da). Wer den Schrei einer bestimmten Kretur hört, lebt nicht mehr lang, heisst es. O'Hanlon vermutet dort gefährliche Virenstämme, die dort in der völligen Abgeschiedenheit ihre natürlichen Wirte haben (denen sie nicht schaden), die ein Mensch aber kaum zu überstehen vermag.
     
  19. InsularMind

    InsularMind Erleuchteter

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    Bei dieser Kreatur kam mir spontan in den Sinn, es müsste sich um eine afrikanische Vergleichs-Spezies zur Anakonda in Südamerika handeln, also vielleicht eine Boa-Art, die sich viel im und ums Wasser aufhält.

    Das mit der Dino-Form ist aufgrund der Größe solcher Tiere und deren denkbarer Lebensweise schon etwas fern vom Realistischen. Gibt es überhaupt rezentere Knochenfunde, die dem Tier zugeordnet wurden?

    Bei der beschriebenen, ungünstigen Lage im Gebiet, wo das Tier vorkommen soll, ist es klar, dass eine vernünftige Untersuchung lebensbedrohlich ist.

    Falls an dieser Geschichte :http://www.anomalist.com/reports/mokele.html
    was dran ist, könnte es auch -- vorausgesetzt man überlässt den Sauropoden-Teil mal der Erzählungsverzerrung oder Übertreibungsdrang -- ein aal-ähnlicher, großer Fisch in Frage kommen. Wenn die, welche davon gegessen haben, an den Folgen starben. Aalfische haben häufig giftiges Blut, Nierenstränge und Hautpartien. Ähnlich könnte es bei einer Art Riesenwaran sein, die haben oft Gift oder üble Erreger-Sammlungen im Speichel, und wenn das Fleisch über die Speerungs-Stellen damit eingesaut war...

    Ich würde gern einen Skelett-Teil davon sehen. Wenn die Dinger da leben, sterben davon auch welche, und sie starben all die Jahrmillionen lang seit ihrer Evolution.

    Das soll ein Fußabdruck sein : http://www.unexplained-mysteries.com/gallery/images/2006/mokele-mbembe-footprint

    Es entstehen solche Fußabdrücke allerdings hin und wieder auch bei Tieren, die Flußpferd-artige Füße haben. Tierspuren können je nach Festigkeit des Grunds, der Art des Auftretens, Schleppens oder Ziehens beim gehen und Ineinandertreten ziemlich unterschiedliche Formen annehmen. Faken kann man sowas natürlich auch. Auf einer anderen Seite steht was von 30 - 90 cm großen Abdrücken..
    Zum Vergleich ein Flußpferd-Fußabdruck :[​IMG]

    Und hier vom Nashorn: http://www.flickr.com/photos/lilmel/114932492/
     
  20. Helika

    Helika Meister

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    Kurz dazu, wie sehr sich die Form von Zehen allein beim Menschen unterscheiden kann:

    Zwei-Zehen-Menschen/Wadoma/Straußenfußmenschen in Zimbabwe

    Sprich: ich kann mir auch gut entsprechende (nicht letale) Missbildungen bei Tieren vorstellen.

    Hinzu kommt noch:

    Damit eine Art überleben kann, muss eine gewisse Bestandsgröße vorhanden sein. Das Gebiet im Kongo mag noch so unerforscht sein, ich kann mir wirklich kaum vorstellen, dass so große Tiere so lange völlig unentdeckt bleiben - besonders, ohne auch nur irgend welche Überreste zu hinterlassen (Knochen, Fußabdrücke in ausreichender Anzahl, Eierschalen, Losung).

    Es wird zwar immer wieder von neu entdeckten und z.T. auch recht großen Arten berichtet - wenn man sich diese aber genauer anschaut, so stellt man schnell fest, das sie bisher schon bekannt waren, allerdings mit anderen Arten verwechselt wurden/diesen hinzugerechnet wurde.


    Das zusammengenommen macht es einfach sehr unwahrscheinlich, dass sich auch im tiefsten Dschungel eine wirklich große Tierart, so lange verborgen halten kann.