Lebensmittelindustrie, gesunde Lebensmittel oder Lüge?

Gruni

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Es geht um letzte Sendung,

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/14/0,1872,7111534,00.html

Wie die Lebensmittelindustrie und zum narren hält.
Vieles wußte ich schon aber ein Satz ist mir im Kopf geblieben.
Es ging um gefährliche Stoffe in Lebensmitteln und
Dr. Thilo Bode erklärte das aufgrund von verschiedenen Untersuchungen bei sehr vielen Lebensmitteln festgestellt worden war das gefährliche Substanzen beinhaltet sind.
Prof. Dr. Matthias Horst der die Lebensmittelindustrie vertrat meinte das alles getestet ist und für unbedenklich erklärt wurde.

Dr. Bode erklärte dann das das Prinzip so funktioniert: Momentan sieht es so aus das ein Inhaltsstoff ist solange unbedenklich ist bis das Gegenteil bewiesen ist und dann darf er erst verboten werden. 8O
Er meinte das es ein Politisches Problem ist und fordert von der Regierung das ein Gesetz gemacht werden muß das besagt das die Industrie beiweisen muß das der Stoff unschädlich ist und dann darf er erst verwendet werden. (bisher dachte ich das es auch so ist)
Renate Künast unterstützt und bestätigt das das Problem so besteht.

Prof. Dr. Matthias Horst meinte bloß das der Verbraucher doch selbst bestimmen kann was er kauft :don:

Was haltet ihr davon?

Ich bin mir bewusst das nicht alles unbedenklich ist aber als Verbraucher hat man doch keine andere Wahl, Man weiß ja meistens nicht was man kauft, kann man der Industrie trauen? Ich denke Nein!

Werde auf jeden Fall das Buch
Abgespeist. Wie wir beim Essen betrogen werden und was wir dagegen tun können von Dr. Bode durchlesen,
 

InsularMind

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Das wäre ja doch mal was Interessantes gewesen, wofür man eine Glotze brauchen können hätte. :lol:

Na ja, ich kann mir dennoch vorstellen, dass es um gewisse Zutaten, Geschmacksverstärker, verkünstlichte Aromen und Konservierungsstoffe ging, die man als Lebensmittelzusätze verwendet, und von denen manche das Wort "Lebensmittel" an sich eher ins Paradoxe verdrehen. :gruebel:

Ich frage mich manchmal schon, wie sich die Bereiche der Lebensmittelherstellung, des Gesundheitswesens und der Gesetze im Zusammenhang zu einander eigentlich vertragen können, oder ob irgendwo im Hintergrund verschwörerstilmäßig die Lebensmittel-Mafia direkt mit den Pharmaherstellern und den Wirtschaftsbonzen vernetzt tickt, und ob es von denen überhaupt angestrebt ist, Lebensmittel als Mittel zum Leben -- was sie ja eigentlich sind; zu verwenden.
Müssten die Lebensmittel-Hersteller etwa für die Gesundheitskosten zum Beispiel aus der Schwemme der Diabetiker und Fettleibigen aufkommen, würden die Zusammensetzungen vermutlich schon dezent anders aussehen...

Eine Wahl hat man schon, aber sie ist eben nicht besonders vielfältig. Entweder man kauft das vollchemisierte Kramzeugs, oder man isst nur Sachen, die man selbst angebaut hat, oder von deren einigermaßen unbedenklicher Produktion man wirklich weiß. Das herauszufinden, ist an gekauften Sachen aber auch wieder nicht immer definitiv möglich -- da kommt es auf das Vertrauensverhältnis an. Man hat sogar an ausgezeichneten Bio-Eiern aus der Freilandhaltunng bei Untersuchungen schon festgestellt, dass die Abrollspuren von den Gittern einer Baterriehaltung drauf waren. Aber wir vertrauen unseren immerzu freundlichen Händlern...

Allerdings gibt es 100% gesunde Nahrung wohl in unserer Zeit so nicht mehr, dafür ist einfach die Umweltbelastung zu hoch oder zu flächendeckend im Vorkommen vieler verschiedener Schadstoffe.
 

Ein_Liberaler

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Also wir haben keine Fertiggerichte im Haus. (Selbst als Notnagel nur eingefrorenes Brot, Käse usw.)

Wir bestimmen die Zusammensetzung unseres Essens selbst, und wenn wir Zucker kriegen, sind wir weißgott selbst schuld.

Jeder kann das so halten, ist auch billiger.

Ansonsten macht es die Menge. Sollen die Händler kontrollieren, wieviel Schokolade, Zucker, Kuchen usw. jeder kauft? Sollen sie zusammenarbeiten? Sollen wir die Zuckerkarte wieder einführen? Wird nicht sonst schon über die Zumutung lamentiert, daß uns der Einzelhandel mit seinen satanischen Paybackkarten überwacht?

Wenn jetzt schon andere schuld sein sollen, wenn wir zu fett sind, dann wird wirklich die Verantwortungslosigkeit auf die Spitze getrieben. Und wer soll es richten? Vater Staat. Der seit zig Jahren alle Kinder zehn Jahre in die Schule zwingt und nicht in der Lage ist, ihnen in dieser Zeit Englisch beizubringen, oder die Grundlagen gesunder Ernährung.

"Vollchemisiertes Kramzeug..." Meine Güte, solange so viele Leute an zuviel Essen krepieren, und noch viel mehr an zu wenig, und so wenige an den Insektiziden und Herbiziden im Mehl, ist das wohl kaum das Problem.

Wer Eier aus biologischer Haltung haben will und den Supermärkten nicht traut, soll sich einen Bauern suchen, bei dem er die glücklichen Hühner mit eigenen Augen sehen kann. Die Dinger sind ohne weiteres ein paar Wochen lagerfähig, wenn man keine totale Logistiknulpe ist, muß man nicht dauernd aufs Dorf fahren.

Thilo Bode... Ein mittelständischer Unternehmer der Panikindustrie. Schmutziges Gewerbe, das.
 

Gruni

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Das hat doch nix mit Fertiggerichten zu tun!

Schau dir Brotaufstriche, Getränke oder nur mal die Wurst an.
In eine Salami wird zum beispiel Vitamin C beigefügt wie in viele anderen Sachen auch damit sich die Farbe besser hält dabei besteht durchaus die Möglichkeit das es zu einer Überdosierung kommen kann. Gerade weil in allen möglichen Lebensmittel Zusatzstoffe eingebracht werden damit auch Marmelade wie Erdbeeren schmeckt reicht es eben nicht aus einfach Erdbeeren rein zu machen, da brauch man schon Geschmacksverstärker.
Getränke, Das einzige was man trinken kann ist eigentlich Wasser, in allen anderen Sachen sind Unmengen von Zucker, 1L Eistee zum Beispiel hat genauso viel Kalorien wie eine Fette Pizza und wenn du Kinder hast wüsstest du das es nicht einfach ist einen Kind immer Wasser zu geben wenn doch die anderen Sachen so schön Süß sind.

Sicher geb ich dir recht das man es doch selbst in der Hand hat was man kauft und was man isst, jedenfalls wenn man ein gewisses Budget hat. Leider ist es nun mal so das gesunde Sachen weit teurer sind wie der abgepackte Pframpf, selbst täglich frisches Obst und Gemüse für einen Salat ist für viele Menschen schon fast unbezahlbar und dabei sind z.B. die Tomaten aus Spanien extrem vorbelastet mit Pestiziden die über die Grenzwerte gehen.


Thilo Bode... Ein mittelständischer Unternehmer der Panikindustrie. Schmutziges Gewerbe, das.

Ich finde es witzig das egal was man als Quelle oder Diskussionsanfang einbringt einer gleich mal schreibt das man darauf nicht aufbauen kann weil es ja nur ein Panikmacher ist. Manchmal glaube ich das ein nicht mal kleiner Teil der hier vertretenen Community irgendwo in Berlin dafür bezahlt wird um den Leuten den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Jedenfalls hatte der Dr. Bode für mich einen guten Eindruck gemacht und gute stichhaltige Argumente geliefert auf die Künast und Prof. Dr. Horst nix weiter sagen konnten und ihm sogar recht gaben.
Dr. Horst wollte die Diskussion in eine ganz andere Richtung leiten und alles schönreden mit Argumenten die so schlecht waren das sie von mir hätten sein können, aber sicher ist ja eh immer alles nur Panikmache.
 

agentP

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Getränke, Das einzige was man trinken kann ist eigentlich Wasser, in allen anderen Sachen sind Unmengen von Zucker, 1L Eistee zum Beispiel hat genauso viel Kalorien wie eine Fette Pizza und wenn du Kinder hast wüsstest du das es nicht einfach ist einen Kind immer Wasser zu geben wenn doch die anderen Sachen so schön Süß sind.
Ich habe ein Kind und ich finde das nicht, dass es nicht einfach ist. Das erfordert natürlich Konsequenz und ein wenig Zeit. Der Eistee, den mein Sohn seit Jahren mit in Kita und Schule nimmt, hat bei uns übrigens ganz bestimmt nicht so viele Kalorien wie eine fette Pizza und es gibt ihn in deutlich mehr Geschmacksrichtungen als abgefüllten, weil wir den selber machen und nicht fertig kaufen. Stell dir vor das geht.
 

Ein_Liberaler

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Brotaufstriche? Jeder hat es in der Hand, was er sich aufs Brot tut. Ich lebe sicher zu fett, aber das ist meine eigene Schuld. Wenn man die Wurst nicht fingerdick schneidet, wird man schon keine Vitamin-C-Vergiftung bekommen.

Marmelade kocht meine Mutter selbst, ich mag das süße Zeug ja eher nicht. Wie man sich Nußnougatcreme aus Brot streichen kann, habe ich nie begriffen, aber das ist natürlich reine Geschmackssache.

Säfte gibt es auch ohne Zuckerzusatz. Ich bin ja noch in der schlechten alten Zeit groß geworden, als man sich Apfelschorle selbst mischen mußte. (Eine Ordonnanz im Offizierheim wollte mir mal mittags keine mischen, weil sie dachte, da gehörte Alkohol rein.)

Als Kind habe ich praktisch nur Mineralwasser und Orangensaft getrunken (und Kaffee), aber ich war allgemein ziemlich pflegeleicht. Wir hatten nie Cola etc. im Haus. Heute laufen alle mit einer Flasche in der Hand oder in der Tasche rum. Früher gab es in der Großen Pause die Schulmilch, und sonst trank man den ganzen Vormittag nichts, ert recht keine süße Plörre.

Mein Gott, ich rede wie mein eigener Großvater.

Bei Obst und Gemüse muß man sich eben auch etwas am jahreszeitlichen Angebot orientieren.

Nach Aussage meiner Mutter kostet das Kilo Möhren bei unserem Gemüsemann einen Euro. Wirsing, Rotkohl, Sauerkraut, alles im Grunde spottbillig. Ein Blumenkohl zwei Euro, aber das ist dann auch die Gemüsebeilage für eine Familie.

Wenn arme Leute sich nicht gesund ernähren können, liegt das nicht am fehlenden Geld, sondern an fehlenden hauswirtschaftlichen Kenntnissen.

Daß sich Bode und Künast einig waren, ist wohl kaum überraschend.

Wenn Du Bode als "Argument kraft Autorität" angeführt haben solltest, dann ist das allerdings so unzulässig wie mein "Diskreitierungsversuch". Ein solcher sollte es aber gar nicht sein. Ich habe lediglich meinem Ärger über Bode freien Lauf gelassen...

Mit seinen Argumenten können wir uns gerne auseinandersetzen. Ich finde es zum, Beispiel völlig normal, daß erstmal grundsätzlich alles erlaubt ist, und Verbote im Einzelfall erlassen werden müssen. Wenn dem hersteller bekannt ist, daß ein Nahrungsmittelzusatz schädlich ist, darf er ihn auch ohne besonderes Verbot nicht verwenden.
 

Gruni

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echt man kann Eistee selber machen? WOW....

Ich selber achte sehr auf unsere Gesundheit, wir haben einen großen Bauernhof mit großen Garten und bauen fast alles selber an (Paprika, Kartoffeln, Möhren, Bohnen, Tomaten, Zucchini, Erdbeeren...) Früher haben wir auch selber geschlachtet aber das ist heut so eine Sache.
Nur mal so am Rande.

Ich finde es zum, Beispiel völlig normal, daß erstmal grundsätzlich alles erlaubt ist, und Verbote im Einzelfall erlassen werden müssen. Wenn dem hersteller bekannt ist, daß ein Nahrungsmittelzusatz schädlich ist, darf er ihn auch ohne besonderes Verbot nicht verwenden.

Und wenn es nicht bekannt ist darf er ihn so lange verwenden bis das gegenteil bekannt ist. Super Sache das. In 20 Jahren bekommen alle Krebs oder die nächste Generation (jetzt mal ganz Krass angenommen) und dann heißt es, ja es könnte der Stoff so und so sein der damals überall drin war wegen Haltbarkeit, Farbe, Geschmack aber jetzt wissen wir ja was er für Auswirkungen hat und benutzten ihn nicht mehr.

Ich finde Verbraucherschutz fängt damit an vorher zu schauen ob es Auswirkungen haben könnte und nicht erst hinterher zu schauen was passiert ist. Sicher ist das selbst wenn man alle möglichen Tests macht immer ein Risiko bestehen bleibt.
Andere Sache: Warum müssen in Lebensmitteln Farbstoffe sein? Reicht die Naturfarbe nicht aus um sich gut verkaufen zu lassen?

eine Geschichte vom Bund wenn du schon damit anfängst, hat zwar nicht mit Lebensmitteln zu tun aber irgendwie passend.
Kosovo 2000, 6 Monate Einsatzkompanie, Patrouillen ect... 2001, ein Jahr später bekommen wir ein Zettel worauf wir Koordinaten und Messwerte schreiben sollen wo wir Kontakt mit zB. Uranangereicherter Munition oder ähnlichen hatten.
Ein Jahr später sollen wir Koordinaten und Messwerte angeben und wenn wir irgendwann mal Krebs oder anderes bekommen könnten wir auf nen Obolus ausgehen.
Ich meine ein Jahr später weiß man ja noch die Koordinaten und nen Geigerzähler hatten wir auch immer umhängen.

Warum kommen die nicht vorher und sagen schreibt euch die Sachen auf falls mal was ist. Genau wie mit dem Lebensmitteln, warum wird nicht vorher geschaut.

Um eventuelle Schadens kosten klein zu halten
 

antimagnet

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kann man das irgendwo nachlesen, dass erst mal alles erlaubt ist, bis die schädlichkeit erwiesen ist? ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass man fingerfarben, autoreifen, styropor, nivea-creme etc. so lange in den joghurt mixen darf, bis in studien die schädlichkeit bewiesen wurde...
 

agentP

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echt man kann Eistee selber machen? WOW....
Fein, wenn ich dir das nicht sagen muss, aber umso weniger verstehe ich, wieso du dich dann so anhörst, als wären die Eisteehersteller schuld, wenn die Kinder zu viel Zucker bekommen. Ich kann mich da halt teilweise nur wundern. Neulich erzählte mir eine bekannte Mutter, sie mache ihren Kinern keine Spaghetti mehr, weil die ganzen Maggi(oder Knorr oder sonstwas)-Tüten-Soßen bei Ökotest (oder Stiftung Warentest) so schlecht abgeschnitten haben. Auf die Frage, warum sie die Soße dann nicht einfach mit frischen Zutaten selber macht, schaut sie mich mit großen Augen an, als wäre sie noch nie auf die Idee gekommen, dass das auch geht.
Ich bin bei solchen Dingen immer völlig baff. Nicht weil Leute gar nicht mehr wissen wie man kocht, solche gab´s bestimmt schon immer, sondern weil manche Leute anscheinend überhaupt gar keinen Bezug mehr zu den Lebensmitteln haben. Das Problem liegt aber bei den Eltern, nicht bei den Herstellern. Kinder lernen durch Vorbilder und durch Erfahrung. Kinder, die mitkochen dürfen, die in der Küche mal was ausprobieren dürfen, die ihre Eltern kochen sehen entwickeln sich da ganz anders als Kinder, denen vorgelebt wird, dass Abendessen heißt "Chinanudeln vom Chinaimbiss mit viel Ketchup vor dem Fernseher". Das zumindest ist meine Erfahrung und wenn ich mich nicht täusche gibt es da einiges an Studien zu dem Thema.
 

Gruni

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agentP schrieb:
Ich bin bei solchen Dingen immer völlig baff. Nicht weil Leute gar nicht mehr wissen wie man kocht, solche gab´s bestimmt schon immer, sondern weil manche Leute anscheinend überhaupt gar keinen Bezug mehr zu den Lebensmitteln haben. Das Problem liegt aber bei den Eltern, nicht bei den Herstellern. Kinder lernen durch Vorbilder und durch Erfahrung. Kinder, die mitkochen dürfen, die in der Küche mal was ausprobieren dürfen, die ihre Eltern kochen sehen entwickeln sich da ganz anders als Kinder, denen vorgelebt wird, dass Abendessen heißt "Chinanudeln vom Chinaimbiss mit viel Ketchup vor dem Fernseher". Das zumindest ist meine Erfahrung und wenn ich mich nicht täusche gibt es da einiges an Studien zu dem Thema.

Das unterschreibe ich dir sofort! Genau meine Meinung.
Ich habe auch den Thread nicht eröffnet wegen mir sondern weil ich erstaunt war bezüglich dieser Sendung.

Aber bleiben wir mal beim Beispiel Eistee, Normale Leute gehen einkaufen und das ungesunde gepanschte Zeug kosten 2 Liter 0,89€ und daneben ist Saft der Liter 1,39€, da überlegen viele einfach nicht mehr.

antimagnet schrieb:
kann man das irgendwo nachlesen, dass erst mal alles erlaubt ist, bis die schädlichkeit erwiesen ist? ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass man fingerfarben, autoreifen, styropor, nivea-creme etc. so lange in den joghurt mixen darf, bis in studien die schädlichkeit bewiesen wurde...

Ich versuch mal was zu finden.
Ich denke auch nicht das es sich auf solche von dir gegebenen Beispiele bezieht aber ich kann mir vorstellen wenn jetzt ein Stoff gefunden wird oder hergestellt wird der Lebensmittel geschmacklich verbessert oder haltbarer macht würde man zwar schnell mal ein paar Lebensnotwendige Tests machen und dann rein ins Futter ohne Langzeitwirkungen oder anderes zu berücksichtigen.
 

Ein_Liberaler

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Gruni schrieb:
Früher haben wir auch selber geschlachtet aber das ist heut so eine Sache.

Schwierigkeiten mit den Behörden? Ansonsten, gratuliere. Selbst was anbauen zu können, ist klasse. Wenn ich Langzeitarbeitslose sehe, die zu faul sind, ihren Schrebergarten auch zu bestellen und nur zwei magere Tomatenpflanzen stehen lassen, weil sie die Pacht verlieren, wenn sie gar nichts anbauen...

Ich finde Verbraucherschutz fängt damit an vorher zu schauen ob es Auswirkungen haben könnte und nicht erst hinterher zu schauen was passiert ist.

Das geschieht ja auch. Schon weil man mit Klagen zu rechnen hätte, denn zivilrechtliche Ersatzansprüche bestehen ja auch, wenn man nicht wußte, was man da verkauft, siehe Contergan.

Andere Sache: Warum müssen in Lebensmitteln Farbstoffe sein? Reicht die Naturfarbe nicht aus um sich gut verkaufen zu lassen?

Keine Ahnung. Offenbar nicht. Mir reicht sie zwar...

Ich meine ein Jahr später weiß man ja noch die Koordinaten und nen Geigerzähler hatten wir auch immer umhängen.

Tja.

Genau wie mit dem Lebensmitteln, warum wird nicht vorher geschaut.

Um eventuelle Schadens kosten klein zu halten

Es wird ja geschaut. Nur ist der Nachweis der Unschädlichkeit sehr schwer. Bei Genfood ist er zigmal geführt worden, wird aber von interessierten Kreisen (Panikindustrie) nicht anerkannt. Und man könnte ja tatsächlich was übersehen haben, einfach weil die Wissenschaft noch nicht so weit ist. Vielleicht übersieht man aber auch seit Jahrhunderten was beim traditionellen Essen. Cholesterin hat man den Großteil der Menschheitsgeschichte über nicht gekannt.

Daß eine staatliche Genehmigung Sicherheit garantieren könnte, ist eine naive Annahme.
 

Booth

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InsularMind schrieb:
Allerdings gibt es 100% gesunde Nahrung wohl in unserer Zeit so nicht mehr, dafür ist einfach die Umweltbelastung zu hoch oder zu flächendeckend im Vorkommen vieler verschiedener Schadstoffe.
Na - ob früher wirklich weniger Schadstoffe in der Nahrung existiert haben... wer weiss das schon - insbesondere waren diverse Zubereitungstechniken (Braten über dem offenen Feuer) alles andere als "gesund".

Vielleicht kann es auch nicht schaden, die Vorstellung von 100% Gesundheit zu überdenken.

Denn was wäre im Umkehrschluß eigentlich 100% krank?! ;)

gruß
Booth
 

DrJones

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Neulich erzählte mir eine bekannte Mutter, sie mache ihren Kinern keine Spaghetti mehr, weil die ganzen Maggi(oder Knorr oder sonstwas)-Tüten-Soßen bei Ökotest (oder Stiftung Warentest) so schlecht abgeschnitten haben. Auf die Frage, warum sie die Soße dann nicht einfach mit frischen Zutaten selber macht, schaut sie mich mit großen Augen an, als wäre sie noch nie auf die Idee gekommen, dass das auch geht.

Ganz richtig, das ist meiner Meinung nach das was die Nahrungmittelindustrie
will. Man soll quasi von ihr abhängig sein. die Industrie drückt
sich dabei mit aller Macht zwischen die Erzeuger und den Endverbraucher.

Das ist natürlich nicht immer schlecht, denn viele Produkte kann man selber
eben nicht machen (Schokolade, Süßwaren...).
Aber wenns um sowas einfaches wie Tomatensoße geht, da hörts doch auf.
Man wird mit billigsten Produkten angelockt, weils ja
so schön günstig ist(Rinderkraftbrühe die 2 g gefriergetrocknetes Rindfleisch enthält). Gleichzeitig gibts dann wieder
teure Spezialprodukte die mit Vitaminen und Mineralstoffen künstlich
angereichert wurden.
 

agentP

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Man soll quasi von ihr abhängig sein. die Industrie drückt
sich dabei mit aller Macht zwischen die Erzeuger und den Endverbraucher.
Äh, und wie macht sie das? Mich hat jedenfalls noch keine Maggi-Miliz davon abgehalten mein Gemüse frisch auf dem Markt oder in der LPG zu kaufen, das entscheide ich immer noch selber.

Man wird mit billigsten Produkten angelockt, weils ja
so schön günstig ist

Da kann die Industrie aber nix für wenn die Leute nicht rechnen können. Für den Preis von einem Päckchen Maggi-Fix Bolognese mach ich die doppelte Menge mit unwesentlich mehr Arbeitsaufwand und leckerer dazu. Jede Wette. Beweis trete ich gerne jederzeit an. Schwieriger wird´s womöglich bei der Rinderbrühe.
 

dkR

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Gruni schrieb:
In eine Salami wird zum beispiel Vitamin C beigefügt wie in viele anderen Sachen auch damit sich die Farbe besser hält dabei besteht durchaus die Möglichkeit das es zu einer Überdosierung kommen kann.
Nope. Wasserlösliche Vitamine kann man beim besten Willen nicht überdosieren. Überschuß wird einfach ausgeschieden.
Im Gegensatz zu den fettlöslichen Vitaminen, die bei Überdosierung durchaus mal toxisch wirken können.

Also ich finde, man sollte mal wieder ein gesundes Maß an Selbstverantwortung an die Leute bringen. Dass weder Fast-food noch Kiloweise Zucker oder Pizze gesund ist, ist nu keine neue Erkenntnis. Wer sich ausschließlich von Fertigschrott ernährt muß halt irgendwann die Folgen tragen.

Einerseits persönlcihe Freiheit wollen, andererseits diese der Staat wirds schon richten und mir das Denken abnehmen Mentalität
 

Gruni

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dkR schrieb:
Einerseits persönlcihe Freiheit wollen, andererseits diese der Staat wirds schon richten und mir das Denken abnehmen Mentalität

schon wieder eine Antwort die ich überaus qualifiziert finde.

Wozu brauchen wir aber dann einen Staat? Damit er die Steuern die wir zahlen mehr oder weniger sinnvoll anlegt? Hast du Kontrolle über Pestizide oder GEN Manipulation, unnötige Farbstoffe oder andere Sachen.

Ich meine es gibt genug Sachen die unnötig sind aber gerade was Ernährung und Gesundheit angeht sollte der Staat die Sache schon etwas ernster nehmen egal ob die Leute dumm sind oder hoch intelligent.

Eine erhöhte Zuname von Vitamin C kann sehr wohl zu Erscheinungen führen, es kann vermehrt zu Nierensteinen und Durchfall kommen, aber es gibt vieles was noch nicht mal ansatzweise erforscht ist.
 

Ein_Liberaler

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Den Staat haben wir, um uns gegen äußere Feinde zu verteidigen, um das Verbrechen zu bekämpfen und um unabhängige Gerichte zu stellen.

Wenn Foodwatch sich tatsächlich darum kümmern würde, ob bestimmte Nahrungsmittel schädlich sind, hätte die Organisation einen Sinn.
 

Gruni

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Ok, dann können wir uns Unmengen von Steuern sparen da die Polizei, die Bundeswehr und der Gerichtsapparat nur einen kleinen Teil des Haushalts einnehmen.
 
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