Junge Union sucht Kontakt zu Rechtsextremen

agentP

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Das kommt Jürgen Rüttgers gar nicht gelegen: Mitten im nordrhein-westfälischen Wahlkampf hat die Junge Union in Brühl für einen Politskandal gesorgt. Zu einer Informationsveranstaltung luden die Nachwuchspolitiker jetzt eine bekannte Neonazi-Größe ein.
Mehr dazu hier:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,348029,00.html

Super Nummer: Der Regierung die Verantwortung für das erstarken des Rechtsextremismus zuschieben wollen und selber die Jungs hoffähig machen.
 

haruc

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AUA, das ist ja soooo dumm...

Naja... wenn se sich ihren Weg so verbauen, haben sie keine Zukunft verdient.
 

_Dark_

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also ich kann aus meiner aktiven zeit bei dem verein solche vorgänge absolut nicht bestätigen...
die junge union ist genauso ein jugendverband einer etablierten partei wie das die jusos sind..
meint ihr es hätte auch so ein geschrei gegeben, wenn die einen kommunisten eingeladen hätten??
sicher nicht.

aber gut: als ich vor drei jahren mit 16 auf einem sommerfest war und einer im vollsuff meinte, er müsse sieg heil usw. grölen und die ersten beiden strophen der hymne singen, wurde er ganz schnell des platzes verwiesen und, weil er sich weigerte zu gehen die polizei geholt, die ihn dann ausnüchtern ließ..
da ist absolut keine toleranz gegenüber extremisten jeglicher coleur da, dieser vorfall ist für mich ein absoluter ausnahmefall..
schwarze schafe gibts überall, das sollte eigentlich schon bekannt sein..
und warum der spiegel jetzt tönt, von wegen rüttgers solle
die ju rügen, ist mir absolut unklar..
wenn dann sollte er diesen einen ortsverband rügen und die paar kasperln die das zu verantworten haben ausschließen..
die ju an sich ist zumindest sauber
 

deffel

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Ich kann mihc noch dran erinner das ich mal den Fernseher eingeschalte
habe, und auf irgendnem dritten Programm war gerade jmd. von der
JU und hat ernsthaft einen Polizeistaat gefordert.
(Mir ist erstmal alles entglitten...(Gesichtzüge,Colaflasche...etc))
Leider weiss ich nihct mehr wer das war, is aber auch schon min. 5-6 Jahre her.

Gruß der Deffel
 

Elbee

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Da möchte ich nochmal das neue Buch "Halbgötter in Schwarz" von Rolf Bossi empfehlen. In einem Extra-Kapitel befasst er sich mit der Sache ehemalige N_azi-Richter und wie diese nach WKII gleich wieder in Amt und Würden waren und wie das funktionierte. Die Wurzeln für das nicht nur gelegentliche Liebäugeln mancher Politiker mit N_azis liegen weit zurück, sind tief verankert und wurden zu lange ganz schön ignoriert.
 

Tarvoc

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agentp schrieb:
Das kommt Jürgen Rüttgers gar nicht gelegen: Mitten im nordrhein-westfälischen Wahlkampf hat die Junge Union in Brühl für einen Politskandal gesorgt. Zu einer Informationsveranstaltung luden die Nachwuchspolitiker jetzt eine bekannte Neonazi-Größe ein.
Mehr dazu hier:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,348029,00.html

Super Nummer: Der Regierung die Verantwortung für das erstarken des Rechtsextremismus zuschieben wollen und selber die Jungs hoffähig machen.
Da kann ich nur sagen:
Schwarz-braun und doof wie 'ne Haselnuss...
 

Elbee

Großmeister
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Wichtiger ist, nicht auf standardisierte Politikfarben reinzufallen. Faustregel: Wer auf den Anderen zeigt, will in erster Linie von sich ablenken. Und wenn jemand ein grünes Parteibuch hat, dann kann er lange im Kopf rot oder braun sein, das ist eine Frage der Zweckmäßigkeit und nicht die eines festzementierten Standpunktes. Und das betrifft dementsprechend sämtliche Kontakte, auch persönliche. Eine grundsätzliche Skepsis JEDEM Politiker gegenüber ist daher durchaus angebracht, und es sollte als angenehme Überraschung zur Kenntnis genommen werden, wenn man mal einen Humanisten darunter ausmacht. Doch Falken braucht es auch, in der Politszene heiligt gelegentlich der Zweck die Mittel und Bewertungen über Gut und Böse werden mal schnell auf den Kopf gestellt. Hinterher wissen es ohnehin alle besser.

Die Kontakte spanischer Sozialisten etwa werden hierwww.heise.de/tp/r4/artikel/19/19743/1.html im Falle 11.März Anschlag beleuchtet.

Königsdisziplin ist jedoch die Kungelei mit allen Parteien, und zwar so, dass man nie Unterstützung oder Widerstand nachgewiesen bekommen kann. Das ist Stromlinie in Reinform, und die Betreffenden amüsieren sich bestimmt über Menschen, die der Auffassung sind, es sei ethisch fein, sich einen einzigen Standpunkt auszusuchen. Ein Portrait mit überraschend viel Outing in dieser Hinsicht brachte vorgestern Phönix. Es ging um das traditionsreiche Bankhaus Metzler.
 
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