eine unbefleckte empfängnis verhüten

agentP

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Netter Punkt ! Aber wenn die Regeln in der Bibel zur damaligen Zeit ein soziales Sicherungssystem waren, dann Frage ich ich mich wieso jemand auf die Idee kommt daß diese Regeln in völlig anders strukturierten Gesellschaften und ein paar tausend Jahre später auch noch Sinn machen.
Wobei ich natürlich nicht behaupten will, daß keine dieser Regeln heute noch Sinn macht, aber wer legt bitte fest welche heute noch Sinn machen und welche nicht ?
 

Don

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Ich möchte mal ein biogisches Denkmoment einbringen.

Den damaligen Menschen war biologisch gar nicht bewußt wie Kinder entstehen. Der Geschlechtsverkehr als solches war nicht das was man als Zeugung betrachtete.

Don
 

Lyle

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Was meinst Du mit damaliger Zeit. Wenn Du die Zeit der jüdischen Gesetzgebung, die übrigens mehr als ein Sozialsystem beinhaltet, meinst, dann wird in der Bibel (Apg 15) selbst festgelegt, welche dieser Regeln für Christen heute noch Bedeutung haben. Und das sind nicht grad viele.

Übrigens damit ich nicht falsch verstanden werde. Ich behaupte keineswegs, dass biblische Maßstäbe zur Sexualität ähnlich freizügig sind wie die unserer Gesellschaft, aber sie sind sind auch nicht so verklemmt wie manche es darstellen.
 

Lyle

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@ Don
Glaubst Du wirklich. Klar dass sie nicht wussten wie sich das nun genau mit Sperma und Eizelle verhält, aber sie werden schon gewusst haben was man anstellen muss um Kinder zu Kriegen, zumindest soweit es den körperlichen Akt angeht. Was sollen sie den sonst als Zeugung betrachtet haben?
 

Don

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In dem christlichen Glauben war immer der heilige Geist mit von der Partie, nur wenn er sein OK gab gab es Kinder. Oder Gott persöhnlich segnete die Ehe damit diese fruchtbar wurde. Der Geschlechtsverkehr war nur das Ritual sozusagen.


Don
 

Lyle

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Das gilt aber auch für alles andere. Nichts, kein Geschäft, kein Unternehmen, keine Reise, kein... gelingt ohne Gottes Ok.
Außerdem ist der Geschlechtsverkehr ja zu mehr gut als zum Kinderkriegen :wink:
Erfreue dich an deiner Frau, die du als junger Mann geheiratet hast. Spr 5,18
 

agentP

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Außerdem war der Preis gar nicht so niedrig.

Ah ja. 50 Silberstücke entschädigen den Vater (!) dafür , daß die Tochter die Vergewaltigung ertragen musste. Das heisst also die Entschädigung für die Tochter ist genau 0. Ich finde das schon sehr niedrig.


Erfreue dich an deiner Frau, die du als junger Mann geheiratet hast. Spr 5,18

Und woran darf sich die Frau erfreuen ?
 

Lyle

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Ich dachte eigentlich es macht beiden Spass. Oder ist alles nur vorgetäuscht
 

sillyLilly

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@Lyle

Ja ... empfinde ich auch so :D
Nur ......... über den Spaß der Frau wird in der Bibel wenig geschrieben :wink:

Oder noch eine andere Sichtweise :

Das Geschenk der Fruchtbarkeit und Lust (Apfel), der Frau an den Mann, wird in der Bibel, recht verzerrt dargestellt.

Namaste
Lilly
 

agentP

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Lyle schrieb:
Ich dachte eigentlich es macht beiden Spass. Oder ist alles nur vorgetäuscht

Ich vergesse immer wie selbstverständlich das doch ist und vor allem vermutlich in Zeiten war, als die Frau nicht mehr als das Eigentum des Mannes war. :roll:
 

Lyle

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agentp schrieb:
Ich vergesse immer wie selbstverständlich das doch ist und vor allem vermutlich in Zeiten war, als die Frau nicht mehr als das Eigentum des Mannes war.

Ist aber schon wieder anderes Thema oder?
 

agentP

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Ja und nein, Lyle, denn was ich damit sagen will ist, daß dein Satz von Seite 1 ("Geht man von der Bibel aus, so ist diese gar nicht so Sexualitätsfeindlich, obwohl sie auch Regeln setzt.") stimmt, wenn man ausser Acht lässt, daß sie sich fast ausschliesslich mit der männlichen Sexualität auseinandersetzt und das ist eben nur eine Seite der Medaille.
 

Lyle

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"Fast ausschließlich" ist etwas übertrieben, aber sagen wir mal, dass das Gewicht stärker auf die männliche Seite gelegt wird.
Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass Frauen in der Bibel nur als Objekte angesehen werden, die keinen eigenen Willen haben.
Z.B.

Komm und küß mich, küß mich immer wieder! Ich genieße deine Liebe mehr als den besten Wein. 3 Der Duft deiner Salben betört mich. Dein Name ist wie ein besonderes Parfüm, darum lieben dich die Mädchen. 4 Nimm mich bei der Hand! Schnell, laß uns laufen, zu dir nach Hause wollen wir eilen! Du bist mein König! Ich freue mich über dich, du bist mein ganzes Glück. Deine Liebe ist kostbarer als der edelste Wein. Kein Wunder, daß die Mädchen für dich schwärmen! (Hoheslied1,2-4)

Obiger Text stammt aus der Bibel und ist Teil eines Liebesepos in dem die Gefühle eines Mädchens und ihres Geliebten beschrieben werden. In diesem Buch findet sich eine Bescreibung der Liebe, der Romantik und auch der Erotik, wie Gott sie den Menschen geschenbkt hat.
(Man kann es auch auf einer höheren Ebene interpretieren, aber das ist hier nicht so wichtig)

Es ist richtig, dass Frauen in der Bibel eine andere Position haben als Männer, und das ihnen eine andere zugewiesen wird. Was ja auch für einen Großteil der Geschichte den tatsächlichen Verhältnissen entsprochen hat. Je nach Ansichtssache trifft das auch heute noch zu. Ich will mich hier jetzt nicht über biblische Rollenverteilungen streiten, die zugegebenermaßen anders sind als die heute propagierten.
Es geht mir nur darum zu zeigen dass es sich bei der Bibel nicht um irgend ein weltfremdes Buch handelt, dass die natürlichen Bedürfnisse leugnet - zu denen Sex gehört - und jeden Spass verbietet. Gewisse "Späße" verbietet sie, das ist richtig ja, aber weder leugnet noch verurteilt sie den Sexualtrieb des Menschen. Sie will einem - das heißt weder Mann noch Frau - kein schlechtes Gewissen einreden wenn man mal einen Orgasmus hatte der nicht der Fortpflanzung diente, um es mal platt zu sagen.
Es nervt mich nämlich, wenn Leute so etwas behaupten, nur weil sie gewisses Halbwissen über die katholische Kirche oder so haben.
 
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