Der Exorzismus von Emily Rose

fabz

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nabend alle zusammen!
soll ja bald der film dazu rauskommen,angeblich wahre geschichte und wahre tonband aufnahmen.was denkt ihr dazu?gibts fakten,hat die kirche sie wirklich offiziell als vom teufel besessen erklärt?alles nur marketin trick oder wahre begebenheit?(hab gegooglet und nachgeschlagen aber nix außer filmwerbung gefunden...)danke
 

Marco²³

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Da es den Teufel nicht gibt, wird es entweder eine dokumentierte Epilepsie oder eine ähnliche Krankheit sein.

Damit halt mehr Leute, vor Angst, Kirchensteuer zahlen werden solche Stories wohl veröfentlicht!

:twisted: Buh!
 

MrPalmer

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Hallo Fabz

Der Film basiert wirklich teilweise auf den Tonbandaufzeichnungen im
Fall Anneliese Michel aber leider sehr Hollywood like und deswegen voll
mit den üblichen Klischee vom Teufel und Exorzismus.

Leider scheint der Exorzismus eine Renaissance
zu erleben. Denn wir werden nicht nur von Emily Rose im Kino heimgesucht
nächstes Jahr kommt ein deutscher Film zum selben Thema "Requiem" von
Hans-Christian Schmid.

weitere Infos zu Anneliese Michel
 

Benkei

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Besessenheit

Marco²³ schrieb:
Damit halt mehr Leute, vor Angst, Kirchensteuer zahlen werden solche Stories wohl veröfentlicht!
Falls es wirklich Leute geben sollte, die aus Angst (vor Teufeln, Dämonen, Gott, der Kirche, was auch immer) Kirchensteuer zahlen, dann sollten sich diese Leute doch wohl eher fragen, ob sie nicht lieber Angst vor "der Einweisung" haben sollten.

Was den Fall anbelagt, so läuft es bei der "Besessenheit" wohl wie mit jedem konzeptuellen Glauben:
"Was der Denker denkt, wird der Beweisführer beweisen".
Sobald dich deine Mitmenschen bzw. der Exorzist davon überzeugen zu Glauben, dass die Möglichkeit der Besessenheit bei dir vorliegen können, werden sich die dazugehörigen Zeichen "von selbst einstellen".

Unter dem Leitsatz "Dein Denken erzeugt die Welt" spielt es eigentlich keine Rolle, ob die Besessenheit real ist oder nur Einbildung. Das Resultat kann in jedem Fall tötlich sein, wie der Fall Anneliese Michel zeigt.

Von der Warte aus kann man auf die beiden Filme gespannt sein und ich frage mich schon jetzt, ob sie in die Schiene à la "Der Exorzist" gleiten, quasi "Das Böse ist real und mächtig" oder einen anderen Weg gehen, beispielsweise "Die Besessenheit begann erst mit ihrer Feststellung".

Exorzismen sind in jedem Fall fragwürdige Praktiken, die allerdings nicht nur der katholischen Kirche anzulasten sind.
 

Hosea

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Unter der Überschrift "Benedikts neuer Kurs" weist focus online (1.7.) darauf hin, dass zwei italienische Bischöfe und ein Dominikaner-Priester in Rom einen neuen Exorzismus-Kurs anbieten. Der Kurs findet im Oktober am Priesterseminar Regina Apostolorum statt, wie die vom Vatikan anerkannte Hochschule des Ordens "Legionäre Christi" bekannt gab.

http://www.theologe.de/theologeaktuell.htm#Exorzismus

:k_schuettel:
 

Giacomo_S

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Typisch amerikanisch ist mal wieder, den Fall für USA - Verhältnisse und Handlungsorte umzuschreiben.
Warum konnte man nicht näher an der "wahren Geschichte" bleiben und sie dort spielen lassen, wo sie passiert ist: In den 70ern in Deutschland.
 

Hosea

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Giacomo_S schrieb:

Warum konnte man nicht näher an der "wahren Geschichte" bleiben und sie dort spielen lassen, wo sie passiert ist: In den 70ern in Deutschland.

Das frage ich mich seit dieser Gebrüder Grimm Hollywood-Verfilmung auch.

Aus den Märchenerzählern wurden zwei Geisterjäger und aus den Gebrüder Grimm die Betrüger Grimm.

Geht es nicht heutzutage auch bei Filmen um Botschaften (?) :

„Der Exorzismus von Emily Rose“ könnte schlichtweg als eine Art PR-Film der katholischen Kirche gedeutet werden – die Tochter einer ländlich-gesunden, sprich: nicht dekadenten, Großfamilie (Vater sagt im Zeugenstand aus, wohl bibelfest, nicht jedoch sonderlich naturwissenschaftlich bewandert zu sein), bekommt ein Stipendium für eine Universität in der Großstadt, dem finstren, sinistren Hort allen Übels (schließlich warnt die Mutter vor Tanz und Typen). Prompt befallen sechs großkalibrige Dämonen (u.a. die Teufel, welche in Kain und Nero hausten) die Tochter im Studentenwohnheim und die seelische sowie körperliche Pein nimmt ihren Lauf.

Vertraut man dem Amerikanisten Jürgen Heideking, bekennen sich heute über 90 Prozent der Amerikaner zum Glauben an Gott, und Kirchen genießen bei Umfragen regelmäßig weit mehr Vertrauen als staatliche Institutionen wie der Kongress oder der Supreme Court.

http://www.filmspiegel.de/filme/exorzismusvonemilyroseder/exorzismusvonemilyroseder_1.php

Selbst die Drehbücher von Hollywoodfilmen werden vom Pentagon redigiert: die Nation bereitet sich auf den nächsten Krieg vor.

http://www.ndrtv.de/weltspiegel/20020804/usa.html

So unrecht hatte damals Public Enemy garnicht, mit ihrem Song..Burn Hollywood..Burn ...gestern wie heute...
 

agentP

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Hosea schrieb:
Giacomo_S schrieb:

Warum konnte man nicht näher an der "wahren Geschichte" bleiben und sie dort spielen lassen, wo sie passiert ist: In den 70ern in Deutschland.

Das frage ich mich seit dieser Gebrüder Grimm Hollywood-Verfilmung auch.

Aus den Märchenerzählern wurden zwei Geisterjäger und aus den Gebrüder Grimm die Betrüger Grimm.

Öhm, der Film ist von Terry Gilliam. Wer König Artus mit Kokosnüssen reiten lässt und Jesus -Verzeihung: Brian- am Kreuz pfeifen lässt, der wird wohl auch aus den Gebrüdern Grimm 2 Trickbetrüger machen dürfen. :wink:
 

Hosea

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agentP schrieb:

Öhm, der Film ist von Terry Gilliam. Wer König Artus mit Kokosnüssen reiten lässt und Jesus -Verzeihung: Brian- am Kreuz pfeifen lässt, der wird wohl auch aus den Gebrüdern Grimm 2 Trickbetrüger machen dürfen. Wink

:roll: ...ups einer von der Truppe, danke Agent...das nehm ich zurück. Cooler Film ;-)

Lg H
 

Benkei

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Re: Besessenheit

Benkei schrieb:
[Von der Warte aus kann man auf die beiden Filme gespannt sein und ich frage mich schon jetzt, ob sie in die Schiene à la "Der Exorzist" gleiten, quasi "Das Böse ist real und mächtig" oder einen anderen Weg gehen, beispielsweise "Die Besessenheit begann erst mit ihrer Feststellung".
Ich hab mir den Film gestern angesehen und würde ihn in die "Das Böse ist real und mächtig"-Schublade stecken.

Teilweise wird der Film doch sehr "amerikanisiert" dargestellt, so dass man sich tatsächlich fragt, ob Hollywood sich einfach nicht mehr in die Mentalität "der Alten Welt" hineinversetzen kann. Naja, damit werden wir wohl leben müssen.

Was den Film angeht, so bringt er nicht wirklich "Licht" in die Thematik und kann wohl eher als "Unterhaltung" dienen als wirklich über Exorzismen zu informieren. Als "Werbung für die kath. Kirche" würde ich den Streifen nicht bezeichnen. Er vermag es vielleicht, einen tiefverwurzelten Teufels-/Dämonengläubigen in seinem Glauben zu bestätigen, aber jemanden, der unbelastet an die Thematik herangeht, den wird er wohl einfach nur unterhalten.

Auch nach dem Film kann ich zum Thema Teufel und Dämonen sagen:
"Bin nie einem begegnet."

Ich bin allerdings schon gespannt auf "Requiem"; vielleicht ja auch "nur" "Unterhaltung" :wink:
 

Anhai

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Ich habe den Film auch gestern gesehen und fand ihn nicht besonders gut. Mit der Geschichte von Anneliese Michel hat er ja nun wahrlich nicht viel zu tun. Mag sein das der Fall zwar dem Autor als Anregung diente, mehr aber auch nicht.

Ich weiß ein bisschen was über die wahre Anneliese Michel, da ich aus der Gegend stamme und auch auf die gleiche Schule gegangen bin wie sie. Zwar war ich erst 6 als das Ganze passierte, aber natürlich ist das in unserer Gegend und gerade auch auf der Schule später immer noch ein Thema gewesen.

Der Film ist aber nur ein ganz normaler Gruselfilm und fertig. Es gab aber vor gar nicht allzu langer Zeit mal eine Doku im ARD über den Fall Michel. Die war recht gut. Leider weiß ich nicht mehr wie der Titel war. Es war im Rahmen einer Serie über allen möglichen Hokuspokus.
 

struppo_gong

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Bevor hier alle hollywood verteufeln und behaupten der film würde einseitige schlüsse fördern, ohne den film je gesehen zu haben, will ich auch mal was dazu sagen.

(leichte spoiling warnung)
Erstmal; ja, es ist ein gruselfilm.
allerdings für einen gruselfilm doch relativ handlungsorientiert und meiner meinung auch mit botschaft. und zwar keineswegs der, wie ich bei manchen journalisten lhörte, dass exorzimus real wäre. natürlich werden in einem horrorfilm teufelfratzen vorkommen und die leute die dem fall (im gerichtsverfahren )nachgehen, werden auch scheinbar vom Teufel verfolgt. das ist unterhaltung. aber man muss auch sehen, dass ebenso auch die andere seite beleuchtet wurde. ich denke, dass der Film die idee der subjektiven wirklichkeit ganz gut rübergebracht hat.
unter anderem durch das ausrichten der handlung am gerichtsverfahren

(meiner meinung ist es auch ein fehler von deutschen filmemachern zu denken ein film müsse entweder unterhalten oder aufklären- kein wunder das hier so mumpitz wie der untergang auf der einen seite oder feuer eis und dosenbier (oder so) auf der anderen seite produziert wird - ganz davon zu schweigen dass ein großer teil der deutschen schauspieler nichts drauf hat) tja deutschland schlechte komödien und schlechte dramen sind wohl dein ding - aber es gibt auch ausnahemen

die kritik, dass hollywood filme machen sollte die in deutschland spielen finde ich bei diesem film lächerlich. und wer sich die gebrüder grimm anschaut ist selber schuld.

ich fand den film sehr fett (hab ihn auf englisch gesehen)
Das er sich nicht ans historische orginal hielt war mir egal und auch schon im vorhinein klar. trotzdem hat er im gegensatz zu allen anderen horrorfilmen die ich bis dato kannte einige sehr interessante moralische aspekte aufgebracht.
z.B. dass anscheindend die ärzte, die vor der exorzistischen behandlung emily behandelten auch ihre fehler gemacht haben müssen. oder , dass der pfarrer vielleicht dumm handelte aber nicht unbedingt eine bösartige intention hatte.
 

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