ZinsesZins... führt zum Kollaps!!!

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Guest

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Hallo erstmal miteinander.
Bin grade sehr selten im Forum weil ich mir Gedanken über ein paar Theorien gemacht habe.
Ich habe mir die Frage gestellt warum es immer wieder Hochkulturen gibt, diese allerdings immer wieder untergehen. Dazu hab ich eine Theorie:

Der Zerfall einer Gessellschaft und schlimmer nicht einer ganzen Kultur, wird von dem Geldwesen verursacht. Die Theorie ist eigentlich ganz simpel in jeder Kultur in der es ZinsesZins gab, hatte früher oder später dass zeitliche Gesegnet. Sie gingen unter weil die Reichen immer Reicher und die Armen immer ärmer wurden. Da der Reiche immer etwas mit der Armut der Armen verdient, wird dieser Spalt immer größer bis ein gessellchaftliches Zusammenleben undenkbar wird. Dies schafft dann Probleme im Staat die dann schlussendlich zu seiner Auflösung führt. (römisches Reich, Babylonien etc.)
Inunserem heutigen Geldsystem ist nun noch ein zweiter Fehler vorhanden. Es gibt eine Zentralbank der es gegeben ist aus nichts Kapital zu schaffen(Druckpressen anwerfen). Dies leihen sie dann Großbanken die leider zur Zeit zu wenig Kapital haben, Dies müssen natürlich wieder zurückzahlen. Mit ZinsesZins. Genau hier liegt der Fehler es werden Schulden(ZinsesZins) gemacht die allerdings auf keiner Produnktionleistung. Allerdings schuldet dann jemand anderem Schulden die auf nichts basieren. Somit gibt es dann irgendwann mehr Schulden als Kapital.
Was zu einem riesigen Kollaps führen würde. Wie es inder Geschichte schon aufgetretten ist. (z.b. vor der französischen Revulution wurde 70% der Staatseinnahmen zur Tilgung der Schulden verwedet)

Ich hoffe das es irgendjemmand verschdanden hatt. Leider kann ich euch die Fragen nicht allzu bald beantworten die haben werdet, da ich Probleme mit dem Internet hab...
MfG Superich

(Wenn Doppelpost bitte nicht sperren :why?: )
 

HaZZe

Geselle
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reicht mir nicht als begründung.

interessante theorie, doch zuviele lücken!

und quellen wären bestimmt nicht schlecht um den niedergang anderer staaten zu dolumentieren.
zudem gab es da andere faktoren, die zu einem niedergang führten.
aber wenn du meinst, dass du recht hast, dann bitte ne QUELLE angeben.
ich könnte mir auch irgend ein scheiss ausdenken! :evil: :?
 

Elbee

Großmeister
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Zum Thema Zinsen und Zinseszinsen, systematischer Finanzierung von Unternehmen und Staaten sowie deren Involvierung in kriegerische Auseinandersetzungen, Blockaden und gezielter Steuerung sowie dauerhaftem Parken von Geldmitteln und den Auswirkungen dieser miteinander vernetzten Voraussetzungen in den letzten Jahrhunderten möchte ich Bücher von Christoph Spehr empfehlen.
 

Sile

Großmeister
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Soweit ich das mal richtig verstanden habe liegt, der Fehler in unserem Finanzsystem hauptsächlich darin, das jedes Unternehmen eine Umsatzsteuersteigerung von (nenn wir mal einen Hausnummer) 3 % pro Jahr machen müsste, das das auf lange Sicht nicht geht ist natürlich klar.
Die Begründung für den Zwang der Umsatzsteigerung kenne ich nicht mehr aber dafür gibet ja google (ist schon ganz schön spät *auf die Uhr schau*).

Ausserdem weiss ich nicht, wie du darauf kommst, dass das römische Reich aus Finanz Gründen in die Brüche gegnagen sein solte.
 

captainfuture

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eine solche problematik ist tatsächlich vorhanden und ganz leicht nachvollziehbar. das finanzsystem benötigt exponentielles wachstum um auf lange sicht stabil sein zu können, da 'gehortetes geld wächst' (= zinsen für angelegtes geld) und damit den umlauf bremst. der motor für den geldumlauf muss aus anderer quelle betankt werden (=wachstum).
alternative währungssysteme gehen davon aus, dass man für 'gehortetes geld' bezahlt, indem es an wert verliert. nur geld, dass innerhalb von kurzen zeiträumen weiter in umlauf gehalten wird, und damit den motor des geldumlaufs in betrieb hält, ist 'gebührenfrei'.
meines wissen gab es ein solches system kurze zeit in tirol nach dem wirtschaftscrash in den 20ern, bevor es von der landesbank verboten wurde. ausserdem hier in bayern der 'chiemgauer', in australien eine form von gutscheinen mit verfallspotential und in argentinien eine alternativwährung zur inflation.

alleine die vorstellung, was ein einzelner cent im jahre 0 angelegt heute an zins und zinseszins einbringen würde, übersteigt die gesamte geldmenge, die wohl auf diesem planeten jemals gedruckt wurde.
 

Trasher

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Irgendwann wird man die Zinsen ganz abschaffen, die Tendenz ist doch schon deutlich zu spüren. Sparen ist out, Geld vermehrt sich heute nur noch über Aktien effektiv. Die EZB senkt immer mal den Leitzins und läßt damit die Börsianer jubeln und mein Sparbuch mehr und mehr in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.
 

Tweedledee

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captainfuture schrieb:
meines wissen gab es ein solches system kurze zeit in tirol nach dem wirtschaftscrash in den 20ern, bevor es von der landesbank verboten wurde.

Du meinst das 'Wunder von Wörgl'

SPIEGEL SPECIAL 5/1996 schrieb:
Das Geldwunder von Wörgl
Aufschwung durch Banknoten mit Werteverlust

"Etwas Schwund ist immer", lautet eine alte Lebensregel. Und natürlich gilt sie auch fürs Geld. Doch der Bürgermeister des 4200-Seelen-Dorfes Wörgl in Tirol schaffte 1932 das Kunststück, aus Geldschwund Kapital zu schlagen. Die Weltwirtschaftskrise hatte 400 Wörgler Bürger arbeitslos gemacht; keine Bank hätte der überschuldeten Gemeinde auch nur einen weiteren Schilling Kredit gegeben, um Gehälter oder Sozialhilfe auszuzahlen. Wörgl war bankrott.

Um die Kasse wieder aufzufüllen, heckte der Bürgermeister einen unkonventionellen Plan aus: In einer Art Bündnis für Arbeit rückten alle Wörgler Bürger zusammen und ermächtigten die Gemeinde, sogenanntes Schwundgeld in Umlauf zu bringen: Monat für Monat verloren die Scheine ein Prozent ihres Wertes.

Mit der flüchtigen Währung, deren eigentlicher Erfinder der Geldreformer Silvio Gesell war, legte Wörgl ein Beschäftigungsprogramm auf, ließ Straßen asphaltieren und das Kanalisationsnetz ausbauen. Rund hundert Arbeitslose fanden so ein neues Auskommen. Geschwind wanderte das Geld von Hand zu Hand, ehe schließlich Gemeindesteuern oder Wasserrechnungen beglichen wurden. Die Folge: Wörgl war stets gut bei Kasse.

Erst nach 13 Monaten endete das Wirtschaftswunder von Wörgl: Die Notenbank verbot das Schwundgeld. Seitdem verschwindet das Geld auch in Wörgl wieder ganz von selbst.
http://geldreform.de/spiegel/

captainfuture schrieb:
ausserdem hier in bayern der 'chiemgauer', in australien eine form von gutscheinen mit verfallspotential und in argentinien eine alternativwährung zur inflation.

Zum Chiemgauer: http://www.chiemgau-regional.de/
Es gibt noch eine Reihe weiterer Projekte in dieser Richtung, z.B. der Giessener Justus.

captainfuture schrieb:
alleine die vorstellung, was ein einzelner cent im jahre 0 angelegt heute an zins und zinseszins einbringen würde, übersteigt die gesamte geldmenge, die wohl auf diesem planeten jemals gedruckt wurde.

Das ist sehr milde untertrieben, die Rechnung ist als 'Josephspfennig' bekannt: ein im Jahre 0 auf einem Konto angelegter Pfennig würde bis heute bei 5% Verzinsung eine Geldmenge im Wert von mehr als 200 Milliarden Erdkugeln aus purem Gold einbringen.
 

Sile

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Aber beim "josephspfennig" wird glaub ich keinerlei Inflation berücksichtigt oder ? Ich weiss nicht inwiefern das dabei letztendlich eine Rolle spielen würde, aber trotzdem würde der Betrag wohl die heutigen Normen sprengen.
 

captainfuture

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Silencermh16 schrieb:
Aber beim "josephspfennig" wird glaub ich keinerlei Inflation berücksichtigt oder ? Ich weiss nicht inwiefern das dabei letztendlich eine Rolle spielen würde, aber trotzdem würde der Betrag wohl die heutigen Normen sprengen.

der betrag selbst, falls auf papier gedruckt, wäre ursache für eine inflation.

@tweedledee : danke für die links - genau die meinte ich ;)
 

IMplo

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Heh, da gibt es ein schönes Beispiel der Sci-Fi-Ecke..

In Douglas Adams´s "Per Anhalter durch die Galaxis" legt man einen Cent zu irgendeiner Zeit seines Lebens an.
Wenn man dann zum restaurant am Ende des Universums gelangt, ist aus diesem Cent so derart unglaublich viel Geld geworden, daß man damit die immensen Kosten für das Mahl, die Drinks und die Anreise hat...

LOL

Greetz!
IMplo
 

SentByGod

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Zerstört die Banken und verbrennt euer Geld!
Nur um danach festzustellen das Industriekulturen ohne derartiges nicht existieren können...
 

semball

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Das klingt ja alles sehr interessant und für bessere Alternativen bin ich immer dankbar.
Und die Links haben mich schon ziemlich beeindruckt. Ich frage mich bloß, wie und ob man sowas in grösserem Maßstab umsetzen könnte. Ist hier zufällig ein Wirtschaftswissenschaftler anwesend? ;)

gruss semball
 

hal-9000

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Helmut Creutz: Das Geldsyndrom

dieses buch beschreibt die hier erwähnten zusammenhänge ziemlich anschaulich. außerdem erklärt es die ganzen folgen des jetzigen geldsystems (verschuldung, deskrepanz zw. arm und reich, kriege, etc..) ganz gut. wirklich empfehlenswert!

das buch gibt es hier kostenlos als pdf, doc, oder im html-format.

ein system soll ja dem menschen dienen. doch beim kapitalistischen geldsystem ist genau umgekehrt: da dient der mensch dem system.
leute, die einzige wahre globale verschwörung ist die des geldes!
 

hal-9000

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Trasher schrieb:
Jupp, aber bei einer Inflation ist es nicht mal mehr das Papier wert, auf dem es gedruckt ist.
die inflation ist selbst nur eine folge des geldsystems
:arrow: schau dir mal den link an den ich gepostet hab ;)
 

Sile

Großmeister
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Zinssytem völlig abschaffen ? :D
neee
Also mir kommt das utopisch vor. Wenn wir In Kua wären oder in China aber in einer Demokratie, und einem wirklich freien Handelssystem kann man das glaub ich nicht durchsetzen.
Ich weiss auch nicht recht wie du/ihr das gemeint habt, sollen nur Zinserträge bei Kapitalanlagen bei SParkassen etc. gestrichen werden, oder auch solche, die durch Immobielien, etc. gemacht werden ?
 

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