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Wie funktioniert eine Einwegtoilette?

Dieses Thema im Forum "Schnäppchen und Angebote" wurde erstellt von Speedylina, 17. April 2012.

  1. Speedylina

    Speedylina Anwärter

    Beiträge:
    8
    Registriert seit:
    13. April 2012
    Ort:
    Münster
    Bitte lacht mich für diese Frage nicht aus, aber ich wüsste gerne wie eine sogenannte Einweg- bzw. Reisetoilette funktioniert.

    Ich bin diesen Sommer auf einer mehrtägigen Reise zum Wandern und Zelten.
    Als ich andere Mitreisende danach fragte wie sie auf so einer Fahrt auf die
    Toilette gehen, haben sie zu mir gesagt, dass ich mir einfach eine Einwegtoilette besorgen soll.
    Das soll so eine Art Plastiktüte mit Pulver drin sein, damit man später alles auch umweltbewusst entsorgen kann.
    Wisst ihr was sie meinen :?:
    Ist wie gesagt eine wirklich ernst gemeinte Frage, da ich mich langsam
    auf die Tour vorbereiten muss und mir eben auch Gedanken darum mache was man am besten tun kann wenn es keine sanitären Anlagen gibt.
     
  2. NormaJean

    NormaJean Forenlegende

    Beiträge:
    7.215
    Registriert seit:
    27. Oktober 2002
    Das Ganze sieht dann in etwa so aus:
    Outdoor-Toilette
    Es gibt wohl unterschiedliche Tüten zum Reinpacken - biologisch abbaubar, mit ner Art Gelbeschichtung (muß als Restmüll entsorgt werden), selbstgebastelt mit Katzenstreu...

    Vllt. gehst du am besten mal in einen Laden mit Sport- und Outdoorartikeln zu gehen und siehst dir die Teile vor Ort an?
     
  3. haruc

    haruc Ehrenmitglied

    Beiträge:
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    Manchester
    Hallo,

    ich kenn nur sowas wie den Biffy Bag. Da haste so nen Stoffbeutel in dem selber nochmal Beutel aus Kunststoff oder so sind. Da kippt man dann das Pulver rein, das ist sowas wie Katzenstreu fürs Katzenklo, das verfestigt Flüssigkeit und mindert die olfaktorische Belastung, die beim Transport der Fäkalien entstehen kann. (Man wirft das Ding ja nicht in die Landschaft, sondern entsorgt es in einem Mülleimer)

    Den fertig präparierten Beutel bindet man sich dann wie auf der Anleitung angegeben um den Bauch, geht in die Hocke und verrichtet sein Geschäft... Wenn fertig mit beiligendem Klopapier anfallende Reinigung bewerkstelligen und die Hände mit dem beiligenden feuchten Tuch säubern. Alles dann in den Beutel und gut zuknoten. Fertig. Ahso, vorher hose runterziehen! Soll Leute gegeben haben, die das in der Aufregung vergessen haben... War dann "scheiße".

    Kostet so ca. 5€ im Handel. zb Hier: http://www.aliens-outdoor.de/Reisetoilette-Einwegtoilette-|-BIFFY-BAG::545.html


    edit: Norma war wohl schneller.
     
  4. NormaJean

    NormaJean Forenlegende

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    ich war nicht nur schneller, haruc, meine Lösung ist sicherlich auch viel bequemer ... in die Hocke ... also wirklich - das ist im Wald! Da hat es jede Menge Krabbeltiere! :eek:chne:
     
  5. haruc

    haruc Ehrenmitglied

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    Ok im Wald ist das was Anderes. Ich hatte jetzt bei der Beschreibung von Speedylina irgendwie den großen Belchen vor Augen, der nicht nur keinen Wald hat, sondern dazu noch überlaufen ist.

    Bei mir hat sich das Problem allerdings folgendermaßen gestaltet: Wir ham auf unserem Ballergrundstück nen Geburtstag gefeiert, und das Grundstück ist infrastrukturell etwas vernachlässigt. Das nächste Klo ist ca 5km entfernt... Da den Herren Geburtstagsfeierausträgern der Kauf einer wiederverwendbaren Campingtoilette zu teuer war, saßen dann nacher 30 Leute ohne Klo auf einer Lichtung im Wald... Da kann man schlecht neben den Buffettisch seine Ladung legen... Also: Schnell Grube ausgehoben und einen umgefallenen Baum (Durchmesser ca 15cm) so gelegt, dass man bequem darauf sitzen konnte... War auch eine GästIn anwesend, die etwas beleibter war und einer solchen Hilfseinrichtung bedurfte.

    Leider hab ich an dem Abend meinen Spaten verloren. Der war zwar schon alt aber noch in tadellosem Zustand (außer dass die Farbe an manchen stellen abgescheuert war) :(
     
  6. Malakim

    Malakim Ehrenmitglied

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    Was ist aus dem guten alten Klappspaten und einem Feuerzeug geworden?
     
  7. Malakim

    Malakim Ehrenmitglied

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    31. August 2004
    Das was am längsten eckelig in der Gegend herum fliegt ist das Klopapier. Daher Loch ausheben, Geschäft verrichten, in dem Loch das Papier verbrennen, dann zuschaufel.

    Würden das alle machen könnte man den Inkatrail noch gehen ;)
     
  8. Speedylina

    Speedylina Anwärter

    Beiträge:
    8
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    Münster

    Ahhhhhh, achso.
    Aber stinkt das dann nicht beim Verbrennen?
    Der Rest klingt logisch.
     
  9. Malakim

    Malakim Ehrenmitglied

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    31. August 2004
    Sicherlich stinkt das beim verbrennen ... aber ich muß zugeben ich habe mich immer lieber so zum Wind gestellt das ich es nicht riechen mußte.

    Wir reden doch über draußen, oder?


    Gibts dort Bären wo Du wandern willst? Mußt Du Deine Klamotten und Dein Essen tragen?
    Diese Einwegtoiletten Lösung erscheint mir recht schwer und (ausser man ist angehalten das zu machen) unsinnig.
     
  10. Spook

    Spook Meister

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    8. Juli 2003
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    eingebunkert in meinem Kopf
    Noch einfacher als die hier genannten Varianten sind die Tüten vom Peepoo-Projekt. Leider sind sie wohl immernoch nicht im freien Handel erhältlich. Richtig schick ist das aber auch nicht, wenn die sich im Wald stapeln...
     
  11. haruc

    haruc Ehrenmitglied

    Beiträge:
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    Manchester
    Einwegtoiletten sind ja auch was für absolute Notfälle...

    Nur, jetzt wo ich darüber nachdenke, fällt mich ehrlich gesagt keine Situation ein, wo man wirklich eine Einwegtoilette dringend braucht... Oder wind wir Menschen durch knappe 100 Jahre Porzellanschüsseln schon so degeneriert, dass wir nichtmehr wie unsere Ahnen dereinst die Notdurft so verrichten können, wie es die Natur vorsieht? Hat doch die letzten 40.000 Jahre auch ganz gut geklappt und wir sind nicht dran gestorben.

    Klar, man sollte es tunlichst vermeiden, Wanderwege vollzustuhlen, aber wenn man etwas abseits des Weges ein nettes Gebüsch aufsucht, dürfte das doch kein Problem mehr sein, oder? Noch besser wirds natürlich, wenn man - seinen Mitmenschen zuliebe - einen Klappspaten dabei hat, mit dem man dann das Endprodukt jeglicher Nahrung galant in einem eigens ausgehobenen Erdloch verschwinden lassen kann... Wenns sein muss auch mit Klopapier, das zergeht innerhalb weniger Monate und ist absolut unbedenklich (außer natürlich feuchtes Klopapier, aber das braucht eigentlich kein Arsch).

    Insofern: Freier Stuhlgang für freie Bürger.

    Tip: Wenn dann plötzlich ein Ordnungshüter auftaucht, und einen wegen Verrichtung der Notdurft in der Öffentlichkeit (welche Öffentlichkeit im Wald?) rannehmen will, kann man ja sagen, dass man naturkundlich interessiert ist, und da eben einen sehr interessanten Wildschweinhaufen entdeckt hat...