Veränderung des gängigen sozialen Umgangs und Umgang damit

InsularMind

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Ja, vielleicht passt das hier am Ehesten dazu. Ist ja üblich nicht so sehr mein Gebiet, aber fällt nur mir das auf, oder auch anderen, dass sich der offen soziale Umgang zwischen den Menschen allmählich immer mehr ins Niveaulose, Agressive bzw. Abgeneigte / Gleichgültige neigt?

Ist das nur eine scheinbare Entwicklung, weil man selbst älter wird, anderen Umgang gewohnt ist, und die Jüngeren zu kritisieren beginnt? Also dass man immer mehr so wird wie die Eltern, von denen man immer glaubte, sie würden alles viel zu eng sehen, und könnten nicht locker mit Irgendwas umgehen? Bei jüngeren Leuten betrachte ich die Umgangsweise mit andauernden Anreden, die in meiner Jugendzeit noch als Beleidigung gegolten hätten. Bin ich einfach "zu alt" um sowas als positiv zu sehen?

Unfreundliche, gestresste oder gehetzte Mitbürger sind auch über die Hektikwelt erklärbar, klar. Wer hat heute schon noch Zeit für ein Schwätzchen auf der Straße ? Und warum gehen alleaneinander vorbei als wären alle Anderen gar nicht da, oder nur potenzielle Hindernisse? In den Internetforen gibt es dann diese Trolle, die provozieren und sticheln, bis einem der Kragen platzt. Auch das wird immer mehr, habe ich das Gefühl.

Und zuletzt was Persönliches, welchen sozialen Fehler begeht man nur darin, indem man Menschen, deren Fähigkeiten oder Können man aufrecht bewundert, mit einem kleinen Präsent konfrontiert?
Das heißt, welchen Grund hat es, wenn der Versuch einer freundlichen Geste mit Ablehnung, Aggression und Beleidigungen quittiert wird, bzw. in einem Forum sich die Herumreiterei auf diesem Thema über Monate hinweg weiterzieht?

Was ist anzuraten, wenn man die Welt in so einem Fall nicht mehr versteht, oder sie allgemein immer weniger versteht? :?!?:
 

antimagnet

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Re: Veränderung des gängigen sozialen Umgangs und Umgang d

InsularMind schrieb:
Und zuletzt was Persönliches, welchen sozialen Fehler begeht man nur darin, indem man Menschen, deren Fähigkeiten oder Können man aufrecht bewundert, mit einem kleinen Präsent konfrontiert?
eine möglichkeit, wie der beschenkte das interpretieren könnte:

was er kann, was er macht, was er gibt - das gibt er gerne und freiwillig. jetzt kommst du und bezahlst, kommerzialisierst ihn dafür. das kann in der tat motivation zunichte machen, da du seine intrinsische motivation durch das geschenk zu einer extrinsischen degradierst. und eigentlich ist das, was er kann, was er macht, was er gibt, auch weit mehr wert als dein geschenk. und jetzt fühlt er sich auch noch in der verpflichtung, dir was zurückzuschenken.

eine andere möglichkeit:

er ist einfach ein ganz schöner bratarsch.


die welt ist (aber wem erzähl ich das) halt echt nicht schwarzweiß... auch tolle menschen können sich mies benehmen...
 

InsularMind

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Ja danke mal für die Anregung.

Ob das Erste oder das Zweite da zutreffend sein können, das ist mir auch nicht gelungen, es rauszufinden. Ich wollte nicht Antwort II oder was Ähnliches unterstellen, ohne etwas Anderes ( evtl regionalsprachlich oder kulturell bedingtes Missverständnis ) hinterfragt zu haben, denn man ist ja leicht dabei, Leute für seltsame Reaktionen als irgendwie bescheuert / beschränkt einzustufen. Mit Nachfragen, ob ich irgendwie kränkend verstanden wurde, kam ich nicht weiter.

Ich habe mich inzwischen dafür entschuldigt, meine Bewunderung ausgesprochen zu haben, aber die weitere Reaktion verlief wirklich merkwürdig und mit weitergehenden verbalen Attacken. Nachdem ich die Mitgliedschaft in mehreren Foren aufkündigte, in denen beide von uns Mitglieder waren, ist aber Ruhe eingekehrt.
Interessant wäre es zwar, ob sich die gleiche Person so auch gegenüber einer Frau oder einem Kind oder einer Gruppe von Bewunderern verhalten hätte, aber das werde ich nie rausfinden.
 

Winston_Smith

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Und zuletzt was Persönliches, welchen sozialen Fehler begeht man nur darin, indem man Menschen, deren Fähigkeiten oder Können man aufrecht bewundert, mit einem kleinen Präsent konfrontiert?
Wir kennen jetzt ja die Hintergründe nicht. Aber vielleicht hat sich der Beschenkte ja ein bißchen verarscht gefühlt? Was er oder sie geleistet hat, war für die Person völlig normal und nicht der Rede wert. Das er/sie jetzt dafür so "gefeiert" wird, war ihm unangenehm und er fühlte sich verarscht?

Nur so ne Idee.

ws
 
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