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Neandertaler nur 7500 Jahre alt!!!

Dieses Thema im Forum "Technik, Forschung und Entwicklung" wurde erstellt von GreatForrest, 17. August 2004.

  1. GreatForrest

    GreatForrest Meister

    Beiträge:
    425
    Registriert seit:
    2. Mai 2002
    Wie nun anscheinend herausgefunden wurde sind viele deutsche
    Ur-knochenfunde gar nicht so alt wie behauptet. So soll
    der berühmte Neandertaler nicht wie angenommen 36300 Jahre sondern nur 7500 Jahre alt sein.

    Bericht vom Spiegel: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,313575,00.html
     
  2. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

    Beiträge:
    9.777
    Registriert seit:
    14. September 2003
    Nicht die Rasse Neanderthaler ist nur 7500 Jahre alt, sondern ein bestimmtes Individuum, das man bisher für einen Neanderthaler hielt, das sich aber durch die neue Datierung als moderner Mensch herausgestellt hat.
     
  3. arius

    arius Erleuchteter

    Beiträge:
    1.676
    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Ort:
    Munichen
    Kann mir nicht vorstellen, dass das so hier steht:

    Dort ist eine schöne Grafik drin, die die Entwicklung der Hominiden darstellt.

    [​IMG]

    Hominidenforschung II –
    Neandertaler und frühe anatomisch moderne Menschen

    Menschenartige Lebewesen gab es in Vielzahl – alleine schon die Artenvielfalt der Hominiden war beachtlich groß. Allerdings waren die meisten Vertreter mehr Tier als Mensch.

    Daher ist ihre soziale und kulturelle Hinterlassenschaft nicht mit dem
    heutigen, modernen Menschen vergleichbar. Wie sah es diesbezüglich mit dem Neandertaler und dem frühen anatomisch modernen Menschen aus?

    siehe: http://www.museion2000.ch/aktuelles-heft/
     
  4. antimagnet

    antimagnet Forenlegende

    Beiträge:
    9.726
    Registriert seit:
    10. April 2002
    boah, arius, mach mal ein bisschen mellow mit deiner museion-werbung, bitte... wird ein bisschen viel, finde ich. ach, ja nicht nur ich...


    antimagnet
    moderator
     
  5. Talpa

    Talpa Großmeister

    Beiträge:
    822
    Registriert seit:
    15. März 2004
    Ist nix neues, dass sogenannt seriöse Wissenschaftler Ergebnisse fälschen, um ihre Theorie (oder ihr dogmatisches Weltbild) zu bestätigen.

    Einer der berühmtesten Fälle: Der spätere Kurator für Zoologie am Natural History Museum in South Kensington, Martin Hinton, liess 1908 manipulierte Knochenteile "finden", um mit diesem Missing Link die Evolutionstheorie (ja, immer noch Theorie...) zu beweisen. Der Schwindel flog erst 1953 auf.
    Und er ist beileibe nicht der einzige Wissenschaftler, der mit gefälschten Daten arbeitet.
    Über Betrug und Irrtum in der Wissenschaft
     
  6. hives

    hives Ehrenmitglied

    Beiträge:
    3.623
    Registriert seit:
    20. März 2003
    Wirklich bedauerlich. Da will ich mal hoffen, dass er sich auf diesen "Beweis" und nicht gleich seine ganze Theorie bezieht ;)




    Interessanter Artikel.

    Man sollte vielleicht zwischen mindestens drei verschiedenen Fällen von Betrug innerhalb der Wissenschaften unterscheiden:

    1. mutwilliger Betrug wider besseres Wissen (aus Geltungsdrang, finanziellen Gründen etc.; Betrüger ist sich der Unzulänglichkeit bewusst)
    2. mutwilliger Betrug zur Stärkung einer vermeintlich richtigen Theorie (Betrüger bessert Daten auf, fälscht Ergebnisse etc. um eine Theorie zu untermauern, von der er überzeugt ist)
    3. fahrlässiger Betrug (Ergebnisse werden nicht sorgfältig geprüft, sobald sie zur jeweiligen Theorie passen)


    Die eigentliche Problematik liegt meiner Meinung nach in einem Wissenschaftssystem, dass sich immer mehr von Ökonomie und anwendungsbezogener Effektivität leiten lässt, während die Grundlagenforschung an Bedeutung verliert, die Existenz konkurrierender Lösungsvorschläge als Bedrohung für eigene Theorien erachtet wird und sich gleichzeitig Leistungsprinzip, Karrierestreben, personale Idealisierung und eine Art intellektuelles Heldentum oft als wesentliche Triebfedern zeigen...
    Wissenschaftler sehen ihre persönliche Laufbahn oft in direkter Verbindung mit ihren Theorien und werden somit leicht zu Advokaten von Dogmen.



    Ein Zitat von John C. Eccles, Nobelpreisträger für Medizin 1963 (für den Ionenmechanismus der Nervenzellmembran:

    "Das war mein Problem. Ich hatte lange eine Hypothese vertreten, bevor mir klar wurde, dass sie vermutlich verworfen werden müsse, und das deprimierte mich außerordentlich. Ich war in eine Kontroverse über Synapsen verwickelt gewesen und glaubte damals, dass es eine späte langsame chemische Komponente gäbe, glaubte aber, dass die schnelle Übertragung über die Synapse auf elektrischem Wege vor sich gehe. zu diesem Zeitpunkt lernte ich von Popper, dass es wissenschaftlich nichts ehrenrühriges sei, wenn die eigenen Hypothesen als falsch erkannt werden.
    [...]
    Hier zeigt sich eine eigenartige Reihenfolge. Es erwies sich, dass ich zu schnell bereit gewesen war, die elektrische Hypothese synaptischer Übertragung zu verwerfen. Die vielen Arten von Synapsen, die Gegenstand meiner Arbeiten gewesen waren, sind sicherlich chemischer Art, aber heute sind viele elektrische Synapsen bekannt, und mein Buch über die Synapsen (1964) enthält zwei Kapitel über elektrische Übertragung, sowohl inhibitorische als auch exzitatorische!"

    Und an anderer Stelle:

    "Ich kann mich jetz sogar über die Falsifikation einer Lieblingstheorie freuen, denn eine solche Falsifikation ist ein wissenschaftlciher Erfolg."

    (zitiert nach Karl R. Popper, "Alles Leben ist Problemlösen")


    Wenn es innerhalb der Forschung nur noch um schnelle Anwendung und die damit verbundene eigene Karriere geht, überraschen die zahlreichen Betrugsfälle jedoch nicht wirklich - hier noch ein paar Links:




    http://www.zeit.de/2003/21/N-F_8alschungen_Interview



    http://www.g-o.de/index.php?cmd=focus_detail2&f_id=110〉=4


    http://www.g-o.de/index.php?cmd=focus_detail2&f_id=110〉=8




    http://www.g-o.de/index.php?cmd=focus_detail2&f_id=110〉=9



    Wie es mit den "zweifelsfreien Nachweisen" aussieht, ist allerdings wieder so eine Sache für sich - siehe etwa Talpas Link:

    Hier das ORI:

    http://ori.dhhs.gov/


    Und noch eine...
    http://www.g-o.de/index.php?cmd=focus_detail2&f_id=110〉=14
     
  7. Tigerspucke

    Tigerspucke Meister

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    Golgatha, mitten drin, statt nur dabei
    Und ich hab mich schon gewundert

    Ich war vor ca. einem Jahr in neuen Neandertalmuseum,.. und hab mich doch sehr über eine sehr plastische Darstellung eines Neandertalers gewundert..sieht der doch Olli Kahn frappieren ähnlich!! :lol:

    Tigerspucke
     
  8. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

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    14. September 2003
    Das Museum ist schon ziemlich eindrucksvoll, oder? Teilweise ein bißchen effekthascherisch, aber das ist der Geist unserer Zeit. So eine leise Hoffnung habe ich ja noch, daß mein Nachbar auch mein Vorfahr ist...
     
  9. Munich

    Munich Erleuchteter

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    6. Oktober 2002
    Dein Nachbar ist Oli Kahn??? 8O 8O 8O

    Meiner nur Jens Jeremies :roll: :?

    Schau mer mal wer danach kommt, ich glaube nämlich das haus gehört dem FC Bayern!

    Jetzt wieder zum Thema, wobei, zählt Oli Kahn nicht auch zum Thema???

    Naja, also ich finde das schade das die Schädel nicht so alt sind, sicherlich hat man sich auch noch bei vielen anderen Skeletten getäuscht!

    Munich
    ^°~
     
  10. Angel of Seven

    Angel of Seven Ehrenmitglied

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    3.562
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    Ort:
    Heaven, Earth and Hell
    Cooler Link Talpa, danke!


    @Antimagnet

    [​IMG]



    LG


    AoS
     
  11. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

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    14. September 2003
    Touché.
     
  12. Laokoon

    Laokoon Erleuchteter

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    1.506
    Registriert seit:
    11. August 2004
    Ort:
    Ilium
    Das Grundalter der Art "Neanderthaler" wir schonrichtig sein, weil man ja in ganz Europa Funde aus dieser Zeit gemacht hat.

    Im übrigen bin ich mit Spiegel-online als Quelle immer sehr misstrauisch. Die schreiben sehr viel Müll. Eine interaktive Bildzeitung würde ich sagen, die gerne einmal etwas zu dick auftragen und Fakten geschickt deuten beziehnungsweise auslegen. Aber das ist ein anderes Thema.

    Zurück zum Neanderthaler. Man geht davon aus, dass er sich mit dem Homo sapiens vermischt hat. Denn der Neanderthaler ist eine Sakgasse in der Evolution. Von ihm stammen wir nicht direkt ab. Aber ich denke, dass bei manchen Menschen noch Teile seines Erbgutes, das partziell in das von einigen Homo-sapiens Individuen eingeflossen ist, noch zum Vorschein treten.
    Nichtzuletzt dadurch sehen wir Menschen so verschieden aus. Große Menschen, kleine Menschen. Menschen mit deutlicher ausgebildeten Brauenwülsten. Menschen mit gedrungenem, kräftigem Körperbau. Mit weiten Nasenflügeln. Aber wie gesagt, das ist nur ein Teil der sechseinhalb Milliarden Menschen, die unseren Erdball bevölkern.

    Das dazu.
     
  13. Artaxerxes

    Artaxerxes Erleuchteter

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    18. Juni 2004
    @ all,

    DER Neandertaler im Museum ist schon echt und auch alt!. Dazu gibt es genügend Referenzfunde in Mitteleuropa bis hin in den nahen Osten. Im Gegenteil, als man die Knochen des Vormenschen im Neandertal fand, hielten es die Herren Professores für die Überreste eines "rachitischen Idioten", und nur ein paar Jahre alt! Dies wurde - nicht zuletzt durch Beifunde - später revidiert!

    Im vorliegenden Fall ist jedoch nur ein simpler Betrüger am Werk gewesen, der nebenbei noch ein paar schnelle Euro ergattern wollte.

    Wie sehr man bei solchen Funden fokussieren kann zeigt eine Moorleiche, die in Dänemark gefunden wurde. Da behauptete doch eine Frau aus der Gegend - und schwor sogar vor Gericht - dass es sich bei dem Toten um ihren ehemaligen Freund handelte. Die Gute irrte, war doch der Moormann schon 3000 Jahre tot.

    Gruß Artaxerxes
     
  14. DietmarSziel

    DietmarSziel Anwärter

    Beiträge:
    17
    Registriert seit:
    2. März 2004
    Ort:
    Berlin
    Ich finde auch, das viele Fußballer mehr wie Neandertaler aussehen und oft auch auf derer geistiger Entwicklungsstufe stecken geblieben sind.

    DER SCHWARZE FÜRST... :twisted: ......lol.................................