Denken und Esoterik passt das denn?

Seid einigen Jahren befasse ich mich mit dem was man landläufig unter dem Begriff „Okkultismus“ zusammenfasst.
Themen wie Magie, Tarot, Spiritualität, Esoterik und ähnliche stehen oft in dem Ruf durchschaubar dümmlich
oder Teil eines irrationalen Aberglaubens zu sein. Dennoch haben sich sehr gebildete und intelligente Menschen wie
Alphonse Louis Constant (Eliphas Levi), Gérard Analect Vincent Encausse (Papus), Edward Alexander Crowley (Aleister Crowley), Rudolf Steiner oder Helena Petrovna Blavatsky (und viele mehr) mit diesen Themen befasst.
Was also steckt dahinter? Gibt es Magie und wenn ja wie muß man sich das Vorstellen?

Wie es mir bei diesem (und anderen) Themenkomplex(en) öfter passiert ist, gibt es zwei Pole von denen aus man sich nähern kann. Einen aktiven der über die Ratio gespeist wird und einen passiven der über das Erlebnis gespeist wird. Beides sind nur Pole der selben Sache und in der Wertigkeit gibt es im Endergebnis keinen Unterschied von welcher Seite man sich der Sache nähert. Jeder Mensch ist unterschiedlich und neigt eher zu dem einen oder zu dem anderen Pol. Im Bereich der Esoterik findet man meinen Beobachtungen zu Folge häufig Menschen die eher von der erlebenden Seite kommen und dies spiegelt sich in der vorhandenen Literatur leider negativ wider, da Gefühl und Erleben nur schwer kommunizierbar sind.
Ich finde es jedenfalls schwer zu diesen Themen „gute“ Bücher zu finden und darum werde ich hier im Blog immer mal wieder auch auf Literatur verweisen die ich hilfreich gefunden habe.

Persönlich neige ich sehr dazu Fragen zu durchdenken und mich von der rationalen Seite zu nähern und das Erleben (Fühlen) kommt erst danach. Daher ist es für mich wichtig zumindest eine theoretische Grundlage zu schaffen die nicht im Widerspruch zu den bekannten Naturgesetzen steht. Wie oben bereits erwähnt erwartet man eigentlich das es diese theoretische Grundlage zu Magie, Tarot und dergleichen nicht oder nur ganz oberflächlich gibt. Um diese Themen auf eine theoretische Grundlage stellen zu können mußte ich jedoch zunächst einige Dinge lernen un beherzigen.

Das erste was ich lernen mußte war meine eigenen Vorurteile abzulegen. Natürlich ist Magie im Sinne von „Hex hex ein böser Dämon kommt und frisst Dich“ oder „Abrakadabra Du bist eine Maus“ Quatsch. Das liegt aber im wesentlichen an den Vorstellungen die man sich selber zur Magie gemacht hat und wenn man genauer nachliest sind die Vorstellungen eines Aleister Crowley oder eines Papus eigentlich ganz anders. Begriffe wie „Magie“, „Dämon“, „Engel“, „Geist“ usw. meinen oft etwas ganz anderes als man gewohnt ist.

Als zweites mußte ich lernen (und lerne es noch) etwas „um die Ecke“ zu denken. Eben weil oft von Dingen die Rede ist die den (gewohnten) Sprachraum verlassen, wird in Bildern, Analogien, Symbolen und drumherum geredet. Die ganze Alchemie z.B. ist voll davon und wenn man das ignoriert kommt man zu dem (falschen) Schluß das die Alchemie nur ein primitiver Vorläufer der heutigen Chemie war.

Comments (1)

GrubiMärz 20th, 2009 at 19:16

Hallo 20-1-30-40

Sowas in der Art hattest du mal angekündigt…

Danke dafür dass du dir die Arbeit machst deine Gedanken zu der Materie festzuhalten.
Ich finde dass du dieses Thema sehr anschaulich -verständlich rüberbringst.
Freue mich auch auf mehr 🙂

Gruss Grubi

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