Berlin plant Rauchverbot ohne Ausnahmen

Nun ist die Katze aus dem Sack im Land der Demokratur.

Als würden nicht bereits die willkürlichen Demütigungen durch Hartz-IV ausreichen, wie sie schon mancher in Form von Behördenwillkür erleben durfte.

Aber es ist ja nicht so, als dass das Volk größere Probleme hat – weshalb lieber (wieder einmal) Freiheiten beschnitten werden:
Die Sprecherin des Arbeitskreises „Gesundheit“, Stefanie Winde, verkündete der Zeitschrift „Berliner Morgenpost“ gegenüber, dass das Rauchverbot auch in Gaststätten und Diskotheken durchgesetzt werden soll. Und weil es der SPD-Demokratur noch nicht reicht, sollen auch noch private Vereins- sowie Sportheime in dieses Verbot einbezogen werden.
Immerhin sind diese Politiker so gnädig und verbieten nicht das Rauchen unter freiem Himmel – doch womöglich ist es diesen Leuten noch nicht aufgefallen, dass auch an der Bushaltestelle massenweise Menschen an den Folgen des Passivrauchens qualvoll dahin siechen könnten.
Der Eingriff in die Privatsphäre mit dem Rauchverbot in Vereinen ist ein – für die SPD typischer – Versuch, noch ein bisschen mehr seine Krallen in Würde und Freiheit des Volkes zu schlagen.

Auch das ZK der PDS scheint der Auffassung, wie durch deren gesundheitspolitischen Sprecher, Wolfgang Albers gegenüber „Spiegel Online“ erklärt wurde:
„Ich wäre auch für weichere Lösungen. Aber wahrscheinlich hilft nur ein grundsätzliches Rauchverbot, um für Klarheit zu sorgen“ – womit er die breite Zustimmung seiner Partei unterstreicht.
Und diese Einstellung wäre nichts Neues für solche Politiker – waren sie es doch zum Teil in der Vergangenheit gewohnt, Verbote in sozialistischer Manier zu avisieren. Honni wäre sicher stolz angesichts solcher Tendenzen. Wobei hier natürlich ein Irrtum nicht ausgeschlossen werden kann. Es wäre genauso gut möglich, dass diese Partei zu faul oder zu unfähig ist, um „weichere Lösungen“ auszuarbeiten – da schaffen wir lieber mal kurz „Klarheit“, nicht wahr?

Doch Heidi Koschke, sogenannte Gesundheitsexpertin der Grünen schießt den Vogel ab:
„Wieso nehmen wir uns nicht ein Beispiel an Irland? Dort stellen die Wirte Bänke und Heizstrahler raus, weil draußen geraucht werden muss“, sagte sie.
Sie ist zudem der Ansicht, mehr Kreativität propagieren zu müssen.

Wieso nehmen wir uns nicht ein Beispiel an den Niederlanden und richten kontrollierte Anlaufstellen für den legalen Verkauf von Haschisch ein?

Weil wir uns hier weder in den Niederlanden noch in Irland, der berühmten „Grünen Insel“ befinden!

Gerade einer Gesundheitsexpertin aus der Politik sollte das Volk so viel Hirn zutrauen können, als dass sie andere Gesundheitsaspekte nicht durch einen derartigen Hirnfurz außer Acht lässt:
Das Landesimmissionsschutzgesetz zum Beispiel!
In den Kiezen der Hauptstadt gelten Bestimmungen zum Lärmschutz. All jene, die eine Gaststätte in der Nähe ihres Schlafzimmerfensters haben, werden sich sicher freuen.
Die Gäste rauchen ja nun im Freien – und unterhalten werden sie sich dabei auch. Mit zunehmendem Alkoholpegel vielleicht auch noch ein bisschen lauter.
Aufenthalt unter Heizstrahlern im Freien bedeutet Genehmigungen für einen Schankvorgarten.
Die Türen werden sich öfter schließen und öffnen – die Musik hinter den normalerweise verschlossenen Türen bekommen die Anwohner gleich noch gratis dazu.
Die Ordnungsämter erwartet so gesehen ein Boom von Nachfragern nach Ausnahmegenehmigungen, wonach der Lärm durch stets vor der Kneipe stehende Menschen auch mal bis zu 75 dB(A) betragen darf. Kennt einer von euch Politikern eigentlich auch die ganzen Auflagen dazu?
Schönen Dank auch – wir haben wohl vergessen, dass auch Lärm gesundheitsschädlich ist und die Berliner Ordnungsämter nur bis 22:00 Uhr tätig sind, womit solche Auflagen nie kontrolliert werden können!

Eines sollte diesen Diktatoren klar sein:
Der Nichtraucher kann sich einer Kneipe entziehen, in der geraucht wird. Der Nichtraucher hat kein Recht, eine Diskothek zu betreten, in der geraucht wird.
Aber der Anwohner hat keine Chance, sich weiteren Lärmbelästigungen zu entziehen – oder meinte hier jemand mit Kreativität, dass wir mit Musik im Kopfhörer einschlafen sollen? Das ist hier eine Großstadt, in der es Kneipen, Gaststätten, Diskotheken, … in Massen gibt!

Hinzu kommen steigende Heizkosten durch erheblich öfter zu benutzende Eingangstüren und diese zusätzlichen Gasheizstrahler. Dass Politiker nicht mit Geld umgehen können, ist ja nun in der Vergangenheit hinreichend bewiesen worden – da verwundert es nicht, dass nicht daran gedacht wird, dass der Wirt höheren Vorsteuerabzug durch Butangasflaschen geltend machen könnte.
Aber das Peinlichste – gerade für „grüne“ Politiker: Der CO2-Ausstoß dürfte bei solchen Maßnahmen zunehmen! Wollt ihr das auch durch das Verteilen von EU-Zertifikaten an Gaststätten unter den Teppich kehren?

Doch es gibt sie, Stimmen, die sich nicht durch diktatorische Züge äußern:
Mario Czaja ist gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.
Er plädiert für ein Rauchverbot, welches sich auf geschlossene, öffentliche Räumlichkeiten bezieht. Er ist der Ansicht, dass der Wirt einer Gaststätte sehr wohl selbst entscheiden sollte, ob er in seinen Räumlichkeiten ein Rauchverbot ausspricht.

Richtig so!

Comments (2)

MartinFebruar 7th, 2007 at 10:00

1. KEIN RAUCHER IST GEZWUNGEN IN EINE RAUCHFREIE KNEIPE NACH DEM RAUCHVERBOT ZU GEHEN

„Anmerkung Redakteurs: DITO!“

2. in einer freiheitlichne Gesellschaft sollte man Bürger, nur weil diese nicht rauchen, nicht aus dem gesellscahftlichen Leben, Bars und Kneipen verbannen

„Anmerkung Redakteurs:
Niemand hat verbannt zu werden. Richtig. DAS nennt man Freiheit.“

3. wer soll die Kosten für Lüftungsanlagen und Umbauten zahlen die ohne Rauchverbot anfallen?

„Anmerkung Redakteurs:Was für Kosten? Was willst du denn? Bleib doch zuhause und mach das Fenster auf.“

4. Gaststätten sind Arbeitsplätze, da die Angestellten dort hingehen müssen hat dort auch Rauchfreiheit zu gelten

„Anmerkung Redakteurs: Berufsrisiken gibt es überall.“

Das Argument das, weil ein Rauchverbot woanders gilt, wird das auf keinen Fall übernehmen können ist selten dämlich.

„Anmerkung Redakteurs: And so u R.
Argumente?“

Und wer argumentiert das NR nicht in Diskos gehen sollen,:

!Aber der Anwohner hat keine Chance, sich weiteren Lärmbelästigungen zu entziehen – oder meinte hier jemand mit Kreativität, dass wir mit Musik im Kopfhörer einschlafen sollen?!

Dann zieh halt weg und hör auf zu heulen! Niemand zwingt dich neben einer Straße oder Disko zu wohnen! das wohnen dort ist FREIWILLIG! Forder‘ halt „lärmfreie“ Zonen, muss doch ausreichen,dann zieh halt dahin!

„Anmerkung Redakteurs: Du musst wirklich selten unterbelichtet sein. Wer in einer ruhigen Straße wohnt und DANN den Lärm dazu bekommt, soll wegziehen? Kleiner Beckstein, wie? Wie wäre es, wenn militante Nichtraucher, wie du verschwinden? Dann gäbe es so manches Problem erst gar nicht.

Und jetzt: Geh spielen …“

martinFebruar 7th, 2007 at 10:07

Warum Herr Czaja diktatorisch über Gäste und Angestellte hinweg entscheiden will ist eigenartig – vielleicht fordert er demnächst auch noch Freiheit in der Wirteentscheidung zu Gammelfleisch, Salmonellen und das Wirte selber entscheiden können ob in der Küche geraucht wird oder nicht?

So eine Rauchdiktatur brauchen wir nicht – warum Herr ‚Czaja für ein Rauchverbot ist? Keine Ahnung, wahrscheinlich Geld von der Tabaklobby bekommen!

„Anmerkung des Redakteurs: Geh spielen.“

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