Bücherempfehlung: Wie ich meinen Eltern den letzten Nerv raubte

Papa sein ist nicht ganz ohne Stress.
Das Kind schreit, doch was will es diesmal? Ist es zu hell, fehlt der Schnuller, ist die Windel am Bersten oder der Sauger an der Nuckelflasche verstopft?
Soll die Mama her, weil der Papa zum Kuscheln nicht mehr reicht – oder sollte das Kind etwa schon so schlau sein, und seine Eltern schlicht ärgern wollen?All diese Fragen hat sich sicher schon so manches Elternteil gestellt. Nicht selten griffen verzweifelte Eltern zur Literatur, um so die Schreie ihres Sprößlings interpretieren zu können.

Und hier ist sie: Die Antwort auf die Frage, was genau im Kopf eines Säuglings vor sich geht!

Dazu schrieb der Autor, Simon Brett, ein Buch, das schonungslos enthüllt, wie ein Säugling pausenlos seine Eltern hinters Licht führt und nach Belieben manipuliert, um sie in die Verzweiflung zu treiben.

„Wie ich meinen Eltern den letzten Nerv raubte – Enthüllungen eines Säuglings“, fördert in Tagebuchform die gesamte Arglist eines Säuglings zu Tage.

Dazu ein paar Auszüge aus dem Buch:

Erster Tag
(…)Trotz des ganzen Schmalzes war das ein interessanter Augenblick, denn ich bekam zum ersten Mal das Gesicht der Frau zu sehen, die für neun Monate mein Wohnmobil gewesen war. Ich muss sagen, dass sie nicht gerade toll aussah. (…)

(…)Das sollte ich mir merken: ESSEN ZU VERWEIGERN IST EINE WIRKUNGSVOLLE ART VON ERPRESSUNG.(…)

(…)Wieder eine Spazierfahrt im Kinderwagen. Eine kleine Verbesserung, was die Überwindung der Stufe vor dem Eingang angeht, aber sie braucht noch mehr Übung.(…)

Woche für Woche wird die Geschichte des Säuglings von den ersten Zähnen, über das Einschlafen und den ersten Tropfen Whisky erzählt und erlaubt gleichzeitig frisch gebackenen Eltern eine kleine Aussicht auf das, was sie selbst noch erwarten wird.

„(…)Dreimonatskolik“.
Ich mag das. Erstklassig. Nett, so eine amtlich klingende medizinische Erklärung dafür zu haben, dass ich ein kleiner Satansbraten bin.
So habe ich die Genehmigung, die nächsten paar Wochen absolut unausstehlich zu sein.(…)

Nach dem ich obiges Zitat aus dem Buch laut vorlas, kann ich nun aus eigener Erfahrung auf die Warnung des Autors ausdrücklich hinweisen:

„Dieses Buch gehört nicht in die Hände von Säuglingen!“

Dieses Werk von Simon Brett ist nicht allein eine amüsante Betrachtung des ersten Lebensjahres eines Säuglings, es lässt ebenfalls zu, dass sich Eltern geistig wappnen können, um durch den Schlusssatz des Buches bestätigt zu werden:

Nein, im großen und ganzen machen sich meine Eltern ganz gut.

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