Neues Betriebssystem von Microsoft

Microsoft arbeitet an einem neuem Betriebssystem, das auf den Namen „Singularity“ hören soll und ein von Grund auf neu geschriebenes System darstellt, dass nichts mehr Windows zu tun haben wird.

Der Schwerpunkt von „Singularity“ soll dabei auf Verlässlichkeit gelegt sein.

Das neue Betriebssystem wird in einem eigens entwickelten C#-Derivat entwickelt werden und liegt in einem rund 3000 zeiligen Prototyp vor. Für das neue System, bei dem auf einen Mikrokernel gesetzt wird, soll eine spezielle Compilerversion namens Sing#, die sich vom C#-Derivat Spec# ableitet, zum Einsatz kommen.

Microsofts Forschungsgruppe hat einen 44-seitigen Bericht zu Singularity veröffentlicht, in dem sich Details zum Projekt finden.
Um Sicherheit und Verfügbarkeit zu erreichen, nutzt Singularity so genannte Software Isolated Processes (SIP), bei denen die Objekträume voneinander getrennt sind und so eigene Fehlerbehandlungen ermöglicht werden. Jedes Programm, jeder Treiber läuft in einem eigenen SIP, die sich weder Speicher teilen noch ihren eigenen Code verändern können. Zur Kommunikation zwischen Prozessen existiert eine gemeinsame Schnittstelle.

Trotz seiner höheren Verlässlichkeit ist Singularity im Umgang mit Prozessen etwa beim Erzeugen und Starten eines Prozesses weitaus schneller: 300.000 CPU-Takte im Unterschied zu Windows (5,4 Millionen), BSD (1 Million) oder Linux (719.000). Auch bei Disk-I/O oder SPECweb99 schlägt es sich nicht schlecht. Die Code-Größe etwa von „Hello World“ bleibt bei Sing# mit 286 KByte im Rahmen, hier ist Windows-C++ mit 69 KByte klar besser, wohingegen Linux-C++ 984 KByte verschlingt.

Ob und wann Microsoft aus dem Forschungsprojekt „Singularity“ ein Produkt machen wird ist unbekannt.

Comments (2)

FranziskanerNovember 7th, 2005 at 20:31

Naja, im Ankündigen war M$ ja schon immer Weltmeister…warten auf die OS-Revolution, die dann in ca. 8-10 Jahren kommt… 🙂

Und den Vergleich eines „Hello World“ mit einem völlig neu entwickelten C# Compiler – wohlgemerkt ohne grosse Klassenbibliotheken – mit Linux halt ich auch für Blödsinn. Für schlanke Programme kann man ja immer noch C nehmen. Oder wer programmiert eine simple Stringausgabe tatsächlich objektorientiert?

Was eigene, geschützte Speicherbereiche angeht, die hat uns M$ ja schon für Longhorn/Vista versprochen, auch da ist ausser einem besseren DRM für die Industrie nicht viel übrig geblieben. Nunja, wer ein sicheres, schlankes Betriebssystem mit komfortablen Anwendungen haben will, der findet abseits der Windows Welt ja auch heute schon Alternativen…

pcmastersJuli 18th, 2006 at 19:26

Wie Franziskaner schon sagt, ist Microsoft im Ankündigen Weltmeister. genauso wie der iPod Killer ende des Jahres 2006 kommen soll udn Win Vista MacOSX schalgen soll etc.

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