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| Inhalt zum 15.05 | Datum
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| Region | Land
| Titel
| 15.05.1972
| | Europa | Deutschland | Anschlag auf den Wagen von Bundesrichter Buddenberg >>mehr
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| Leitartikel | | Zeitalter des Terrors (I): Osama Bin Laden | | Sie handelten autonom - und doch konnte man sie einer Gruppe zuordnen. Sie handelten
im Geheimen - und doch wussten Regierungschefs vorab davon, handelten jedoch nicht
oder nur halbherzig. Wie sich später herausstellte, war der Geheimdienst
mindestens eines Landes mit involviert. Diese Tat sollte die Welt nach ihr verändern.
Nie wieder hatten es Attentäter so leicht - so leicht wie an jenem Tag in
Sarajewo, dem 28. Juni 1914. Es war oberflächlich gesehen nur ein Attentat;
es gab zwei Todesopfer; den Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie
Chotek. Dennoch führte die Tat eine Völkergemeinschaft beinahe zwangsweise
in den Krieg. Einen Krieg, an dem zuletzt insgesamt 36 Länder teilnahmen
- den Ersten Weltkrieg. | | Terrorismus - Eine kurze Einführung in Begriff und Geschichte | Obwohl der internationale Terrorismus im Zuge der Anschläge von New York,
Madrid und zuletzt London zu einem beinahe schon zentralen Thema in Europa geworden
ist, bleibt sowohl die Beurteilung der Bedrohung als auch die Bedeutung verwendeter
Bezeichnungen weitgehend im Unklaren. Welche Anschläge Al-Qaida
zugeschrieben werden können; welche Befehls- und Planungsstrukturen gegenwärtig
existieren; aber auch für welche Anschläge auch nur ein islamistischer
Hintergrund hinreichend belegt wurde, bleibt ebenso umstritten wie die Definition
des zentralen Schlagwortes "Terrorismus".
Während sich bei vielen Menschen bereits eine permanente Angst vor großen
Menschenansammlungen und öffentlichen Verkehrsmitteln bemerkbar macht, werden
in Politik und Medien schlagkräftige Gegenbegriffe geprägt, emotional
aufgeladen und instrumentalisiert; sei es als Legitimation für Gesetzesänderungen
oder als Rechtfertigung für die Proliferation von Waffen- und Überwachungstechnologie.
Längst existieren zahlreiche theoretische Modelle, die den Anspruch besitzen,
terroristische Phänomene zu erklären, im direkten Vergleich jedoch erheblich
voneinander abweichen und teilweise eher die Weltsicht des Interpreten widerspiegeln,
als wirklich zur Klärung und Lösung von Problemen beizutragen. Terrorismus
in Theorie und Praxis wiederum hat zweifellos eine lange Tradition, deren Studium
den Blickwinkel auf die gegenwärtigen Entwicklungen und Gefahren herausfordern
und erweitern kann. |
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