Am 2. Dezember 1975 überfallen extremistische Ambonesen, die in den
Niederlanden wohnen, einen Zug nahe
Beilen und nehmen die Fahrgäste als Geiseln.
Die Geiselnehmer wollen zunächst, dass die niederländische Regierung die Sezessionsbestrebungen der in den
Südmolukken lebenden Ambonesen unterstützt, die sich am 25. April 1950 von
Indonesien loslösten und die christliche Republik
Maluku Selatan ausriefen, die allerdings bis 1955 durch Eingreifen der indonesischen Armee komplett erobert und wieder annektiert wurde.
(Es sei hier erwähnt, dass die hauptsächlich christlich geprägten Bewohner der
Südmolukken die früheren Kolonialherren aus den
Niederlanden sowohl ideologisch, als auch praktisch – nämlich im Kampf gegen die javanische Befreiungsarmee – bis zur Entlassung
Indonesiens in die Unabhängigkeit unterstützten.)
Später forderten die Terroristen die Freilassung inhaftierter Ambonesen, ein Flugzeug, sowie eine sichere Ausreise. Allerdings blieb die Regierung in
Den Haag hart und ging - trotz der Ermordung von drei Geiseln - auf keine der Forderungen ein.
Eine weitere Gruppe von Ambonesen überfällt am 4. Dezember desselben Jahres das indonesische Generalkonsulat in Amsterdam und nimmt 25 Personen als Geiseln.
Schließlich geben die Terroristen am 14. Dezember auf, nachdem gemäßigte Ambonesen in die Verhandlungen miteinbezogen wurden.