| Selbstmordanschläge auf drei Luxushotels in Amman |
| Am: 09.11.2005, um: 21:00 Uhr - Ort: Jordanien / Vorderer / Mittlerer Orient |
| galt: |
Jordanien |
| Ausgeführt durch: |
Ali Hussein Ali al-Schamari, Sajida Mubarak al Rishai, Rawad Dschassem Mohammed Abed, Safaa Mohammed Ali, Al-Qaida |
| Verdächtig: |
al-Sarkawi, Abu Musab |
| Motivation: |
politisch-religiös |
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Am 09.11.2005 sprengten sich gegen 21.00 Uhr fast zeitgleich in den drei Luxushotels "Days Inn", "Radisson SAS" und "Grand Hyatt" der Jordanischen Hauptstadt Amman drei Selbstmordattentäter irakischer Herkunft in die Luft und töteten dabei 57 Menschen. Der Sprengstoffgürtel einer vierten Attentäterin zündete nicht.
Dies, sowie die schnelle Schließung der jordanischen Landesgrenzen, erklärt wahrscheinlich auch, wieso diese Taten bereits 4 Tage später relativ lückenlos aufgeklärt wurden. Die 35-jährige Attentäterin Sajida Mubarak al Rishai gab an, dass sie zusammen mit ihrem Mann in Abendgarderobe den Ballsaal im "Radisson SAS" betrat und sich dort in die Luft sprengen wollte. Während ihr Mann, der sich auf der gegenüberliegenden Seite des Saals befand, die Bombe wie geplant zündete, gab sie an, dass sie es zwar auch versuchte, der Sprengsatz aber nicht zündete. Sie verließ daraufhin im allgemeinen Getümmel den Saal.
Nach Angaben der jordanischen Regierung sind die vier Attentäter am 4. November über die irakisch-jordanische Grenze gekommen und hätten sich in Amman eine Wohnung gemietet. Die Sprengstoffgürtel, bestehend aus schwerem RDX-Sprengstoff, der Metallstücke enthielt um die Wirkung zu verstärken, hatten sie bereits dabei. Am Abend der Anschläge fuhren die Terroristen in die von ihnen ausgespähten Hotels und zündeten dort die Sprengstoffgürtel.
Al Rishai war offenbar die Schwester eines von US-Militärs getöteten Al-Qaida-Funktionärs namens Mubarak Atrus al-Rischawi, der enge Verbindungen zu Abu Mussab al-Sarkawi, dem Führer der Al-Qaida im Irak, hatte. Es wird allerdings von zahlreichen Experten davon ausgegangen, dass sich Sarkawi mit diesen Anschlägen "ins eigene Fleisch" geschnitten hat. Denn trotz der pro-westlichen Haltung und den guten Beziehungen zu den USA, gab es zahlreiche Stimmen und Strömungen in der jordanischen Bevölkerung, die die Aktionen bzw. die (angeblichen) Motive der Al-Qaida guthießen. Zahlreiche Proteste nach den Anschlägen und Transparente mit der Aufschrift "Schmor' in der Hölle, Abu Mussab al-Sarkawi" zeugen von einem Meinungsumschwung.
Die meisten Opfer der Anschläge sind laut jordanischen Verlautbarungen irakischer und jordanischer Herkunft. Es waren jedoch auch ausländische Touristen betroffen, darunter vier Deutsche und ein Schweizer die leicht verletzt wurden, sowie ein US-Bürger der ums Leben kam. Unter den Toten sollen auch vier einflussreiche Palästinenser gewesen sein, darunter der Chef des Militärgeheimdienstes im Westjordanland, Baschir Nafeh.
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Verknüpfung im Terror-Archiv
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| 07.07.2005 | Bombenanschläge am 7. Juli 2005 in London |
| 12.05.2003 | Selbstmordanschläge in Riad |
| 16.05.2003 | Selbstmordanschläge in Casablanca |
| 26.02.1993 | Anschlag auf das World Trade Center 1993 |
| 12.10.2000 | Anschlag auf die USS Cole |
| 06.10.2002 | Anschlag auf den französischen Tanker Limburg |
| 13.11.1995 | Sprengstoffanschlag auf die "SANG" in Riad |
| 25.06.1996 | Anschlag am "Khobar Towers Komplex" in Dharhan |
| 07.08.1998 | Anschlag auf die US Botschaften in Nairobi (Kenia) und Dar es Salaam (Tansania) |
| 12.10.2002 | Bombenanschläge auf Bali / Kuta Beach |
| 17.03.2002 | Terroranschlag auf eine Kirche in Islamabad |
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