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| Bombenanschläge auf Bali / Kuta Beach | | Am: 12.10.2002, um: 23:00 Uhr - Ort: Republik Indonesien / Asien |
| galt: |
USA, Australien, Republik Indonesien |
| Ausgeführt durch: |
Jemaah Ismaliyah |
| Verdächtig: |
Amrozi bin Nurhasyim, Maskur bin Abdul Kadir, Abdul Aziz, Abdul Ghoni, Riduan Isamabudian, Azahari Bin Husin, Noordin Mohamed Top, Maskur bin Abdul Kadir, Hernianto, Osama bin Laden, Al-Qaida |
| Motivation: |
politisch-religiös |
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12. Oktober 2002: Am späten Samstag Abend explodierten auf der indonesischen Ferieninsel Bali in der Touristenmetropole Kuta Beach drei Sprengsätze. Die erste Explosion ereignete sich in "Paddy's Bar", worauf viele Menschen auf die Straße flohen. Kurz darauf explodierte vor dem "Sari's Club" auf der anderen Straßenseite eine Autobombe. Beide Lokale wurden völlig zerstört. Die zweite Explosion war so gewalltig, das sie mehr als 100 Meter der Hauptstraße zerstörte und dabei über 180 Menschen tötete. Die dritte, vergleichsweise schwache Bombe, explodierte zu dieser Zeit vor dem amerikanischen Konsulat in einem Vorort von Denpasar. Durch die Explosionen starben 202 Menschen, 332 Menschen wurden verletzt. 88 der Opfer waren Australier, sechs Deutsche. Die radikale Muslimorganisation Jemaah Ismaliyah, welche Verbindungen zur Al Qaida unterhält, zeichnet sich für die Anschläge verantwortlich.
Wenige Tage nach den Attentaten wurde ein Militärangehöriger verhaftet, welcher verdächtigt wird, in die Herstellung der Sprengsätze verwickelt zu sein. Die CIA ermittelte durch Verhöre des Kuwaiter Omar Faruk, bin Ladens ehemaligem Beauftragten für Südostasien, dass Osama bin Laden die Anschläge mit 74'000 Dollar finanzierte. Als Hauptverantwortlicher für die Anschläge gilt Riduan Isamabudian (a.k.a Hambali), der Südostasien-Chef der Al-Qaida sein soll.
Elf Monate nach den Bombenanschlägen hat ein indonesisches Gericht in Denpasar Abdul Aziz (a.k.a. Imam Samudra), der als Chefplaner des Anschlages gilt, sowie Amrozi bin Nurhasyim, der ebenfalls zur Organisation beigetragen hat und Abdul Ghoni zum Tode durch Erschießen verurteilt.
Der Indonesier Amrozi Bin Nurhasyim soll den Minibus und Chemikalien für Sprengstoff besorgt haben. Abdul Ghoni (a.k.a. Mukhlas) soll diese dann zur Herstellung von Sprengstoff verwendet haben und der Computerfachmann Abdul Aziz soll die Bomben gebaut, die Ziele ausgesucht und Vorbereitungstreffen der Attentäter organisiert haben. Ermittlungen ergaben, dass er in Afghanistan im Bau von Bomben ausgebildet worden war. Innerhalb des Verfahrens bezeichnete Aziz die Anschläge als Racheakt gegen die USA und Israel sowie ihren Verbündeten. Dass der Großteil der Opfer aus Indonesien war, schien ihm egal.
Weiterhin wurden Maskur bin Abdul Kadir und Hernianto im Zusammenhang mit dem Attentat wegen Verstoß gegen das Anti-Terror-Gesetz zu fünfzehn und zwölf Jahren Haft verurteilt.
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