Unbekannte verübten am 24.11.1985 einen Bombenanschlag auf das den amerikanischen Soldaten vorbehaltene PX(Post Exchange)-Kaufhaus in Frankfurt am Main.
Durch die Zündung der Autobombe wurden verschiedenen Quellen zufolge 35 bzw. 38 Personen zum Teil schwer verletzt.
Unter den Verletzten befanden sich zwei iranische Dissidenten – zu dieser Zeit wurden Regimegegner in ganz Europa vom iranischen Geheimdienst verfolgt.
Zwanzig Jahre später nimmt – nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" - der Generalbundesanwalt, Kay Nehm, die Ermittlungen erneut auf:
In Berliner Sicherheitskreisen gelten die Informationen eines früheren iranischen Sicherheitsbeamten als umstritten; dennoch prüft die Generalbundesanwaltschaft derzeit, ob es sich um einen Anschlag iranischer Todesschwadronen handelte, deren Ziel möglicherweise die beiden beim Bombenanschlag verletzten iranischen Dissidenten waren.
Die beiden Dissidenten wurden im Jahre 1987 in Hamburg und 1992 in Bonn ermordet.
Die Bundesanwaltschaft äußerte sich bisher nicht zum Stand der Ermittlungen.