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Eines der größten Mysterien in der Geschichte der italienischen
Luftfahrt: der Todesflug von Itavia Flugnummer 870.
27. Juni 1980, Kurz nach 20.08 Uhr:
In Bologna startet - mit Ziel Palermo auf Sizilien - nach zweistündiger
Verspätung wegen eines schweren Gewitters eine DC-9 der italienischen
Gesellschaft Itavia, einer Alitalia-Tochtergesellschaft. Andere Passagiere
an jenem Abend mussten ihren Flug gänzlich stornieren - und nicht etwa wegen
des Wetters: Muammar Gaddhafi, auf Auslandsreise, hatte eiligst eine Sondergenehmigung
für den Überflug Italiens eingereicht. An Bord der italienischen
DC-9 befanden sich 64 erwachsene Passagiere, 11 Kinder, zwei Säuglinge,
drei Besatzungsmitglieder und Flugkapitän Domenico Gatti. Die Flugzeit
sollte ca. 100 Minuten betragen – die Flugbedingungen waren gut –
um 20.59 Uhr hören die Fluglotsen plötzlich über Funk ein erschrecktes
"Guar", wie ein halbes "Guarda!" - "Schau doch!"
Dann verschwindet die Maschine vom Radar der Flugsicherung. Noch in der selben
Nacht wird eine Suchaktion duchgeführt; doch diese bleibt ergebnislos.
Die DC-9 war unweit der italienischen Insel Ustica, 120 Seemeilen nördlich
von Sizilien, ins Tyrrhenische Meer gestürzt. Am nächsten Mittag machen
die Suchmannschaften dort die grausame Entdeckung: Wrackteile, Koffer, Schwimmwesten
und viele Tote.
In der ersten offiziellen Version wird der Absturz mit angeblicher Materialermüdung
des Flugzeuges begründet. Wenige Stunden später wird verbreitet,
ein Bekenneranruf wäre bei der Zeitung "Corriere della Sera" eingegangen.
Mit dem Anruf würde behauptet, die Maschine sei durch eine Bombenexplosion in
der Toilette zum Absturz gebracht worden; die Bombe hätte einem rechtsextremen
Häftling gegolten. Doch es stellte sich heraus, dass sich an Bord kein
Häftling befand. Es ist wahrscheinlich, dass mit dieser Variante Mitglieder
eines
Bundes
einflussreicher Leute versuchten, die Tat den linkspolitischen Kräften
Italiens anzuhängen, welche zu diesem Zeitpunkt in vielen öffentlichen
Ämtern vertreten waren.
War es nun ein Absturz aufgrund eines Defektes? Ein Bombenanschlag? Oder sollte
es sich gar um einen Abschuss handeln? Denn am 18. Juli 1980 entdeckte in Kalabrien
ein Schäfer eine abgestürzte, libysche MiG-23 in den Bergen des Sila-Massivs.
In der Maschine fand die Polizei die stark verweste Leiche des Piloten, Ezzedine
Koal, vor. Die MiG-23 hatte, bevor sie abgestürzt war, ihre Raketen selbst abgefeuert.
Die Nato datierte den Zeitpunkt des Absturzes auf den 18 Juli. Eine Obduktion
der verwesten Leiche legte jedoch den Eintritt des Todes um den 27 Juni 1980
herum fest. Das Todesdatum des Piloten wird später handschriftlich auf
den Tag des Auffindens geändert.
Damit schien damals für Italiens Regierung der Fall eindeutig gelöst:
Libysche Piloten haben die Itavia-Maschine abgeschossen. Doch gibt es an dieser
„schlüssigen“ Erklärung mehr als einen Schönheitsfehler:
Was hatte die MiG zum Absturz gebracht? Eine DC-9 hat für gewöhnlich
keine Luft-Luft Raketenbestückung. Warum auch sollten libysche Kampfflugzeuge
über Italien ein ziviles Passagierflugzeug abschießen?
Mehrere Untersuchungskommissionen sammelten Indizien und kamen nacheinander
zu unterschiedlichen Resultaten. Aber es entstand immer mehr der Verdacht, dass
die Nato in die Ursachen des Unglücks verwickelt war und der „Fehler“
bei der Festlegung des Zeitpunktes des Abschusses ein Vertuschungsversuch war.
Die politische Situation in der Welt war kompliziert zu jener Zeit. Der libysche
"Revolutionsführer" Muammar Gaddafi, zu jener Zeit von den USA
und Frankreich zum Feind Nummer eins im Mittelmeerraum erklärt, machte
dicke Geschäfte mit Italien: Er hatte 1976 zehn Prozent der Fiat-Aktien
aufgekauft und investierte fleißig. Italien revanchierte sich dafür
mit der Lieferung von Kampfflugzeugen und Ausbildern.
Auch flogen gelegentlich libysche Kampfjets auf ihrem Weg zu Wartungsarbeiten nach
Jugoslawien über italienisches Gebiet, was nicht ganz zulässig,
aber auch nicht ganz verboten war. Die Grenzen zwischen Freundschaft und Feindschaft
waren im Mittelmeerraum stets fließender gewesen, als am Eisernen Vorhang
in Osteuropa. Damit geriet Italien gegenüber den Nato-Alliierten zunehmend
in Konflikt. Frankreich unterstützte damals die Regierung des Tschad gegen
Gaddafi und Washington lieferte Kampfjets nach Kairo und plante mit Ägypten
gemeinsame Luftmanöver gegen Libyen.
Die Versuche, diesen Zwischenfall aufzuklären, scheinen unmöglich;
denn man mag es kaum glauben: Kaum eine Radaranlage funktionierte in jener Nacht,
da ein Manöver namens "Synadex" abgehalten wurde. Die Erklärungen
waren vielseitig:
Anlagen waren „defekt“; die Magnetbänder für die automatische
Aufzeichnung wurden gerade gewechselt; es fand eine Übung mit vorbereiteten
Bändern statt; ein Offizier nahm die Aufzeichnungen mit nach Hause und
die unaufmerksame Gattin schmiss sie unabsichtlich weg; der Lotse glaubte, die Anlage
wäre kaputt, denn so viele Radarspots auf einmal hatte er noch nie gesehen -
und wechselte die Konsole.
Man überlege sich: Der Mittelmeerraum - wo die amerikanische Sechste Flotte
stets auf Tuchfühlung mit der sowjetischen Schwarzmeerflotte stand - ein
paar Flugminuten vom Hauptquartier der NATO Süd in Neapel – hier gab
es die modernste Elektronik des Westens – und die funktionierte nicht?.
Selbst von eher großen Dingen, wie Flugzeugträgern, kannte man die
Position nicht. Wo war der französische Flugzeugträger Clemenceau?
Auch die Trümmer der Flugzeuge konnten nicht sorgfältig untersucht
werden. Man schickte die Trümmer der MiG eiligst zum rechtmäßigen
Besitzer nach Tripolis zurück.
Um die Trümmer der DC-9 zu bergen, nahm man sich Zeit, viel Zeit. Mit
der Bergung in 3 700 Meter Tiefe wurde 1986 von der italienischen Regierung
die französische Gesellschaft Ifremer beauftragt. Allerdings stellte
sich im Laufe der jahrelangen Justizuntersuchungen heraus, dass diese Firma
über enge Verbindungen zum französischen und italienischen Geheimdienst
verfügte. Das Wrack wurde 1987 geborgen und untersucht, doch die Untersuchungsberichte
über die tatsächliche Absturzursache wurden von der Bergungsfirma
gefälscht: Schon die ersten Fotoaufnahmen vom Meeresboden machten sichtbar,
dass eines der beiden Triebwerke völlig geschmolzen war. Nach der
Bergung der DC-9 waren deutliche Einschläge im Frachtraum zu erkennen,
die von außen stammten. Es waren auch keine Flammenreste innerhalb der
Maschine zu entdecken. Dennoch stellte die französische Firma seinerzeit
in ihrem Bericht fest, dass eine Bombe im Inneren den Absturz verursachte.
Auch der Voice-Recorder, der die Gespräche der Piloten aufzeichnete,
wurde natürlich nicht gefunden.
Unter den geborgenen Metallteilen war auch der Zusatztank eines amerikanischen
Flugzeugs. Das Modell benutzten damals viele Kampfjets der Navy und der USAF.
Laut Militärexperten durfte er, da er sehr teuer war, nur im Notfall
abgeworfen werden - bei einer Notlandung oder bei einem Luftkampf. An der
Südspitze Sardiniens fand man Mitte der Achtziger die Spuren eines Flugzeugwracks
nebst beiliegendem Pilotenhelm. Man konnte anhand der Wrackteile zwar
nicht mehr präzise sagen, was für ein Flugzeugtyp es einmal war;
aber es war eindeutig einmal ein amerikanisches Flugzeug gewesen. Die USA
gaben zu, ein Flugzeug in dieser Gegend verloren zu haben; welches und wann
es abstürzte, verrieten sie allerdings nicht.
Seit 1990 führt Untersuchungsrichter Rosario Priore die Ermittlungen in
Fall Ustica. Mitte der Neunziger – der Kalte Krieg war nun vorbei und auch
die politische Lage in Italien hatte sich geändert - wurden an die fünfzig
internationale Ermittlungsgesuche eingereicht, um neben der eigenen Regierung
auch Paris, Washington und die Nato-Zentrale in Brüssel zur Mitarbeit zu
bewegen. Nachdem über einhundert Zivilisten und Militärangehörige
vernommen worden sind und auch die Nato sich kooperativ zeigte, tauchten denn
auch plötzlich viele der unterschlagenen Beweise wieder auf: Die noch fehlenden
Wrackteile mit den Schmauchspuren; der verschollenen Voice-Recorder und sogar
die berühmten Radaraufzeichnungen.
Priore erhielt einen 800-Seiten starken Bericht dreier Radarexperten, welche
mit Hilfe bisher geheimgehaltener Radarbilder und Codes aus dem Nato-Hauptquartier
die Daten jener Nacht zu einem Szenario zusammenfügten. Daria Bonfietti,
Senatorin und Mitglied der parlamentarischen Kommission zur Aufklärung
von Attentaten:
"Das neue Radargutachten hat für uns fundamentale
Bedeutung, damit ist das Lügengebilde der Militärs und Geheimdienste
endgültig zusammengebrochen."
Dem Gutachten nach befanden sich in jener Nacht mindestens ein Dutzend Militärjets
um die DC-9 im Einsatz. Zwei Spots flogen eine lange Zeit hinter der langsamen
Verkehrsmaschine her - vermutlich libysche MiG 23. Als erstes stiegen daraufhin
vom Luftwaffenstützpunkt Grosseto zwei italienische F-104 zur »Abfangjagd«
auf. Sie gaben über die Radarstation Poggio Ballone des Flughafens Grosseto
Alarm, als sie die Kampfjets im Radarschatten der Zivilmaschine entdeckten.
Aber die beiden Piloten - Ivo Nutarelli und Mario Naldini - wurden kurze Zeit
später zum Stützpunkt zurückbeordert. Weiterhin wurde ihnen
befohlen, ihre Identifikationscodes und die Aufzeichnungen der Flugbewegungen
auszuschalten.
Die Radaraufnahmen beweisen, dass die DC-9 auf der Höhe von Ponza noch
Besuch von anderen Jets bekam: Zwei Kampfflugzeuge näherten sich aus Richtung
Korsika - wahrscheinlich französische Mirage 2000; zwei weitere stiegen
unvermittelt aus dem Meer unweit Sardiniens auf und zwei kamen aus Richtung
des süditalienischen Festlandes auf die DC-9 zu. Auf Anfrage gab die Nato
den Aufenthalt eines Flugzeugträgers "ungenannter Nationalität"
in diesem Gebiet zu. Dabei kommen eigentlich nur die französische "Clemenceau"
oder die amerikanische "USS Saratoga" in Frage, welche sich zu dieser
Zeit in diesem Gebiet aufhielten. Doch Paris und Washington bestreiten jede
Verwicklung in den Vorfall. Angeblich lagen die Flugzeugträger mit abgeschalteten
elektronischen Geräten in den Häfen vor Anker; es sei kein Flugzeug
gestartet oder gelandet. Doch die einzige Nation, die noch Trägerschiffe
besaß – Großbritanien - hatte nachweislich keine solche Einheiten
in dieser Region. Die Jets kreuzten sehr schnell die Flugbahn der DC 9. Bis
20:59 Uhr war die DC-9 noch deutlich zu erkennen. Dann erlischt das Radarzeichen
der Zivilmaschine und kurz darauf verschwindet auch das Radarecho einer libyschen
MiG-23 über dem süditalienischen Festland. Laut Aussagen der Fluglotsen
des Radarstützpunkts Marsala war an jenem 27. Juni auch eine libysche Passagiermaschine
auf den Monitoren, die der DC-9 entgegen kam. Vor der Sizilianischen Küste
änderte sie jedoch abrupt den Kurs und landete auf Malta.
Es sickerte durch, dass die Alliierten an jenem 27. Juni 1980 ein Attentat
auf Gaddafi planten. Die DC-9 kam wohl durch ihre Verspätung beim Start
zwischen die Fronten. Feldwebel Salvatore Loi bestätigte, dass einen Tag
vor dem Unglück - für den Abend des 27. Juni - bei seiner Radarstation
der Sonderflug einer libyschen Zivilmaschine von Tripolis nach Warschau angekündigt
worden war. Proarabische Kreise in Rom erhielten jedoch Kenntnis von dem Anschlag
und hatten Gaddafi in letzter Minute gewarnt. Das Attentat auf Gaddafi sollte
in Tripolis einen Putsch auslösen.
Doch viele Zeugen konnten zur Klärung dieses Vorfalls nicht mehr befragt
werden:
Sechs Wochen nach dem Unglück raste der Kommandant des Flughafens Grosseto
mit seinem Auto an eine Platane; den Fluglotsen Dettori fand man an einem Baum
aufgehängt; der diensthabende Offizier der Radarstation, Grosseto, starb
am 9 Mai 1981 32-jährig an einem Herzanfall; General Licio Giogieri, Radarexperte
und Mitglied des Radarstabes der italienischen Luftwaffe, wurde im März
1987 durch das sogenannte Terrorkommando Unitá Comunisti Combattenti
erschossen - später stellte man fest, das der Anführer des Mordkommandos
vom Innenministerium bezahlt wurde. Giogieri kommandierte in der Nacht des Vorfalls
über dem Luftraum von Ustica eine PD 808 - ein Spezialflugzeug für
elektronische Kriegsführung. Und noch ein Zufall?:
September 1988, US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein - Absturz der Luftakrobatikstaffel
"Frecce tricolori".
Es kamen 68 Zuschauer ums Leben. Die Piloten der „Unglücksmaschinen“
waren jene, die am 27. Juni 1980 mit ihren Abfangjägern in Richtung des
Passagierflugzeuges aufgestiegen waren, Alarm gaben und 15 Minuten vor Absturz
der DC-9 nach Grosseto zurückbeordert wurden: Mario Naldini und Ivo Nutarelli.
Sie wollten zehn Tage nach der Flugschau vor dem Untersuchungsrichter über
das Unglück aussagen. Ein paar Tage vor der Flugschau sagte Ivo Nutarelli
"
er werde endlich aussagen".
Wahrscheinlich hatten beide mehr Wissen, als es der Nato recht war. Tonbandaufnahmen
beweisen, dass sie von der libyschen Tupolew - sie bezeichneten sie als "Zombie"
– Feindflugzeug - gewusst hatten und gleichfalls den Befehl erhalten hatten, ihre
Identifikationscodes auszuschalten und alle Aufzeichnungen ihrer Flugbewegungen
zu löschen. "Der Spiegel" und die "Taz" stellten die Hypothese eines Sabotageaktes
im Zusammenhang mit der Vorgeschichte der beiden Piloten auf.
Auch Libyens Staatschef, Muammar el-Gaddafi, äußerte sich zu diesem
Zwischenfall:
Für ihn steht fest, dass die Kampfjets Jagd auf sein Privatflugzeug gemacht
hätten, aber die Maschinen verwechselt haben und das Linienflugzeug der
Itavia abgeschossen hätten. Will Gaddafi "reinen Tisch" machen,
nachdem er nun die Hinterbliebenen von Opfern verschiedener Anschläge
entschädigen will, die seinem Regime zur Last gelegt wurden? Er erklärte,
dass die MiGs sein Flugzeug auf dem Heimweg nach Tripolis schützen
sollten. Um ihn vor dem drohenden Anschlag zu schützen, sollen die MiG-Piloten
Täuschungsmanöver unternommen haben: Sie eskortierten zum Schein
das Linienflugzeug. Wenn die libyschen Angaben stimmen, fielen die angreifenden
Piloten auf den Trick herein und schossen das falsche Flugzeug ab.
Ein Sprecher der Untersuchungskommission kommentierte:
"Unsere Überzeugung
war immer, dass die Linienmaschine Opfer eines kriegerischen Aktes wurde.
Die Aussagen von Gaddafi scheinen das zu bestätigen".
Die Indizien, die Chef-Ermittler Priore in jahrelanger Kleinarbeit zusammengetragen
hat, müssen Gaddafis Version nicht unbedingt stützen - aber sie
könnten es durchaus. Er fand heraus, dass in der Nacht des Unglücks
auf den italienischen NATO-Flugbasen Trapani, Sigonella auf Sizilien und Bagnoli
bei Neapel alle Radaraufzeichnungen systematisch vernichtet wurden. Seine
Rekonstruktion ergab, dass - vermutlich vom NATO-Stützpunkt Sigonella
aus - am Abend des 27. Juni US-Kampfflugzeuge vom Typ F-104 Starfighter und
F-4 Phantom aufstiegen, jedoch an dem Tag keine Manöver vorgesehen waren.
Interessant ist auch die Aussage wenige Tage nach der Katastrophe von Admiral
James Flatley, Kommandant des US-Flugzeugträgers "Saratoga",
der vor dem Hafen von Neapel lag. Dort will man damals im Radar-Raum gesehen
haben, dass gegen 20:30 Uhr ein zweistrahliges Flugzeug von Mailand kommend
Richtung Süden mit Kurs auf Tripolis (Libyen) flog. Gleichzeitig bewegte
sich eine Maschine auf der Route in Richtung Süden - die DC-9 der Itavia
aus Bologna. Man habe auch besonders intensive Flugmanöver vor der Westküste
Italiens aufgezeichnet. Auf Anfrage der italienischen Luftwaffe seien diese
Aufzeichnungen dann an den italienischen Geheimdienst Sismi übergeben
worden. Admiral Flatley bekam kurz darauf ein Sprechverbot vom Pentagon und
von den Bändern fehlt bis heute jede Spur.
Das italienische Parlament hat die Regierung aufgefordert, in Washington
um Aufklärung zu ersuchen. Aber ist Italiens Ministerpräsident, Silvio Berlusconi,
wirklich daran interessiert, diesen Vorfall aufzuklären?
Seine
Vergangenheit lässt daran berechtigte Zweifel zu.
Fest steht, dass 81 unschuldige Menschen ums Leben kamen. Aber man wird wohl
nie wirklich Gewissheit bekommen, was am Abend des 27. Juni 1980 geschah. Nur
ein weiteres Bauernopfer im Spiel der Mächtigen ...