Empfehlungen
Fanshop
Letzte Beiträge
!Thread für Hardware Probleme!
Erwerb von Buttersäure
Terror und regulärer Widerstand. Was ist was?
David Icke/Arizona Wilder & Josef Mengele
TV Telemedial
Zukunfts Träume
23.05.08
lustige Links
Amazon Marketplace CDs über Schweiz bestellen
Mr. Andersons... Blog
Was lest Ihr grade?
interessante Links

[ Zum Forum ]
Hauptmenü
Archive

· Reviews
· Redaktions-Artikel
· Blog der Redaktion
· Kriegsarchiv
· Terrorarchiv
· Lexikon
· Periodensystem
· Web Links
Community

· Forum
· Banner
· Ask1-Fan Shop
· Ask1-Amazonshop
· Kalender
· Impressum
Fanshop
Ask1-Fanshirt Comic
11,99 EUR
Ask1 WebTip:
www.polygonismus.de

www.weltverschwoerung.de
Ask1-Kalender
<< Mai 2008 >>
M D M D F S S
      1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031 
Neues Ereignis übermitteln
06.06
• Ask1 hat Geburtstag
Werbung
Werbung
Login
Jetzt gratis registrieren

Werden Sie Ask1-Mitglied und diskutieren Sie in unseren Foren.

Log-in für registrierte User
Benutzername
Passwort
(Registrieren)
   
Archiv!
[ Lexikon | Suche | Artikel | Blog | Periodensystem | TerrorArchiv | KriegsArchiv ]
[ UserMap | Ask1.org-Smilics | Reviews | Umfragen | Bilder-Gallery | WebLinks ]
  
 
Agenda 2010 - Verluste sozialisieren, Gewinne privatisieren
Rubrik:Politik

vom: 22.05.2003


Agenda 2010 - Verluste sozialisieren, Gewinne privatisierenBundeskanzler Schröder hat “schmerzhafte Einschnitte für alle“ mit der Agenda 2010 angekündigt, wobei die geplanten Kürzungen hauptsächlich Alleinerziehende, kinderreiche Familien, Langzeitarbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Kranke und Rentner treffen, also in der Tendenz die Ärmsten der Gesellschaft; und damit jene Schichten, die ihr gesamtes Geld ausgeben müssen. Nimmt man ihnen Geld weg, belastet man damit unmittelbar die Nachfrage, denn sie können das Geld eben nicht mehr für Konsumgüter ausgeben. Das belastet den Konsum, damit die Binnennachfrage, damit Wachstum und damit bleibt die Arbeitslosigkeit hoch.

Der Angriff auf den Sozialstaat wird mit leeren Kassen begründet, doch Geld ist genug da. In Deutschland werden die Arbeitseinkommen sehr stark belastet; mit Sozialabgaben und auch mit Lohnsteuer. Andere Länder belasten die übrigen Einkommen, die Gewinneinkommen, die Kapitaleinkommen, auch das Vermögen, wesentlich stärker als in Deutschland - und sie finanzieren ihre soziale Sicherung ebenfalls stärker über das Steuersystem und damit nicht allein über den Faktor Arbeit. Das ist mit ein Grund dafür, warum diese Länder in der Beschäftigungspolitik erfolgreicher sind.

Die Steuern auf Einkommen und Gewinne in Deutschland im internationalen Vergleich sind eher gering. Sie liegen im unteren Mittelfeld. Auch Vermögen wird in Deutschland wenig besteuert. Selbst Länder, wie England, USA oder Japan liegen bei diesem Vergleich weit vor Deutschland. Die Bundesregierung verzichtet auf Vermögensteuer und damit auf 20 Milliarden Euro.
Große Vermögen haben seitdem nichts mehr zur Finanzierung des Gemeinwesens beitragen müssen.

Die Börsenumsatzsteuer hätte 13 Milliarden Euro gebracht. Die Zinssteuern sollen gesenkt werden, ein Verlust von weiteren 13 Milliarden. Zusammen fehlen dem Staat dadurch 46 Milliarden Euro. 46 Milliarden Euro, mit denen man die Sozialkassen erheblich entlasten und Arbeitsplätze schaffen könnte.
Die von Eichel verantwortete Unternehmenssteuerreform führte 2001 und 2002 zu einem völligen Zusammenbruch der Körperschaftssteuer - der Gewinnsteuer der Kapitalgesellschaften. Die von Kapitalgesellschaften (einschließlich Personengesellschaften) gezahlten Steuern sanken von 67 Mrd. Euro im Jahr 2000 auf 43 Mrd. in 2001 und 41 Mrd. in 2002, was zusammen 50 Mrd. Euro Einbuße in zwei Jahren ausmacht.

Durch krisenbedingte Gewinneinbrüche ist dies nicht zu erklären, die es gesamtwirtschaftlich auch kaum gab. In den Jahren 1992/93 blieben die Steuerzahlungen trotz stärkerer Gewinnrückgänge stabil.
Die dritte Stufe der Einkommensteuerreform, die 2005 bevorsteht, wird den Spitzensteuersatz von jetzt noch 48,5% auf 42% senken und allein dadurch etwa jährlich 6 Mrd. Euro an die Bezieher hoher Einkommen verschenken.

Vor diesem Hintergrund ist die Frage nur allzu berechtigt, warum die Bundesregierung die „Wachstumskrise“ (1) hauptsächlich durch die verstärkte Deregulierung des Arbeitsmarktes und den Abbau sozialer Leistungen zu überwinden sucht.

(1)Interessant hierzu: Die Exportwirtschaft der Bundesrepublik erzielte im Jahr 2002 im Außenhandel einen neuen Rekordüberschuss von 126,2 Milliarden Euro. Im Jahr 2001 erzielten die im internationalen Handel tätigen Unternehmen ein Plus von 95,5 Milliarden Euro. Und das bei angeblich so schlechten Bedingungen am »Standort Deutschland«, wie »zu hohe Lohnkosten«, »verkrustete Strukturen am Arbeitsmarkt« oder »ausufernde Bürokratie«; um nur einige Stichworte der Neoliberalen zu nehmen.

Fakt ist statt dessen, dass die Bundesrepublikanischen Unternehmen international nicht nur wettbewerbsfähig sind, sondern ganz offenbar an der Spitze stehen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erreichte Deutschland bei 240 Handelspartnern mit 170 Ländern positive Handelsbilanzsalden. Den höchsten Überschuss in Höhe von 26,6 Milliarden Euro erwirtschafteten die Unternehmen auch im Jahr 2002 im Handel mit den USA.

Ein riesiger Handelsbilanzüberschuss auf der einen, 126 Milliarden weniger Steuereinnahmen in den kommenden fünf Jahren auf der anderen Seite sind nur scheinbar ein Gegensatz. Hierbei wird nur deutlich, dass die Bundesrepublik - betrachtet man den privaten Sektor - ein immens reiches Land ist. Aber der Reichtum bleibt bei den Besitzenden.
Eine Umverteilung von unten nach oben über Steuergesetze und –Gestaltungsspielräume für Unternehmer und Freiberufler; die nahezu ausschließliche Finanzierung der öffentlichen Haushalte durch die Beschäftigten mit ihrer Lohnsteuer sowie die weit verbreitete Steuerflucht der Reichen haben das Staatswesen in die Finanz- und Zahlungskrise geführt. Und erneut sollen gerade Lohnsteuerpflichtige, Arbeitssuchende und Sozialhilfeempfänger für diese bewusste Fehlsteuerung zahlen. Das alte Motto wird ganz frisch aufpoliert: Verluste sozialisieren, Gewinne werden privatisiert.

Es ist bezeichnend, dass immer mehr gesellschaftlicher Reichtum mit immer weniger Menschen produziert wird - aber gleichzeitig immer weniger an diesem Reichtum teilhaben, sondern immer ärmer werden.


Aufrufe: 3830

4.67

Punkte: 4.67
Stimmen: 27

© Die Redaktion

Alle Logos und Warenzeichen sind eingetragene Marken der jeweiligen Inhaber.
Alle auf dieser Seite angebotenen Informationen unterliegen dem jeweiligen Urheberrecht. Eine Übernahme, Vervielfältigung und Speicherung ist nur mit Genehmigung und eindeutiger Quellenangabe erlaubt. Für Schäden aufgrund fehlerhafter Informationen wird keine Haftung übernommen.
© Redaktion"at"Ask1.org


Druckversion


Impressum
Kommentar schreiben

zurück zur Übersicht

Zurück
5 (sehr gut)4 (gut)3 (befriedigend)2 (ausreichend)1 (schlecht)

  



Quellen und Buchtips:
Agenda Deutschland
Agenda Deutschland
Was sich ändern muss.
von Dieter Wild
Die Selbstbehauptung Europas
Die Selbstbehauptung Europas
Perspektiven für das 21. Jahrhundert.
von Helmut Schmidt
Kommentar von: Eingeweihter , 22.05.2003, 13:45
Ich glaube, besser und treffender hätte man die derzeitige Lage nicht beschreiben können. Auch die Schlussfolerungen kann ich voll und ganz teilen. Volle Zustimmung von meiner Seite, liebe Redaktion!



nach oben

Kommentar von: samhain , 25.05.2003, 23:03
passend zum thema auch folgender artikel:

Kollektive Verblendung

DEUTSCHLAND IM MAI
Das Volk kapituliert vor den Kassandrarufen der Vorstandsetagen, Parteivorstände und Chefkommentatoren

http://www.freitag.de/2003/22/03220301.php



nach oben

Kommentar von: asasello , 18.06.2003, 16:34
Der auswuchernde Sozialstaat, der den Menschen suggeriert sie würden sofort verelenden und verhungern wenn sie nicht rund um die Uhr von wohlmeinenden Gutmenschen umsorgt werden ist und bleibt die größte Verschwörung von allen.
Jede Verschwörung hat das Ziel den Menschen ihre Freiheit zu nehmen und damit lenk und manipulierbar zu machen. Die Schreiber dieses Forums die auf Knien darum bitten stärker kontrolliert gelenkt zu werden haben eigentlich keinen Grund sich über andere Verschwörungen Sorgen zu machen.
Dem Staat und den ihn vertretenden Eliten sind solche Menschen natürlich die liebsten. Eine Zukunft haben wir aber nur wenn wir es schaffen den Staat radikal zurückzudrängen! Nur Freiheit schafft Wohlstand und macht Sicher. Jede Steuer und Ausgabenkürzung ist wenigstens ein kleiner Schritt in die richtige Richtung!



nach oben

Kommentar von: skyvoice , 02.08.2003, 23:35
Vergleicht man die Aktivitaeten der Regierungen in europaeischen Nachbarstaaten mit der Situation in Deutschland, so wird uns ein neuer Trend immer schaerfer erkennbar: nach der Einheitswaehrung kommt die Einheitspolitik. Wir sind mitten im neuen Kommunismus.
Redet den Buergern weiterhin 'das Ding' von Demokratie und Freiheit ein - und sie merken gar nichts mehr.



nach oben

Kommentar von: IMplo , 23.08.2003, 01:58
Vergleicht man das existente Angebot legaler Arbeit mit dem Angebot an Schwarzarbeit, stelle ich die Frage:

Wenn ich den Staat von allen Pflichten mir gegenüber entlaste - darf ich dann auch Schwarzarbeiten?

Prima! Dann bin ich wenigstens nicht mehr staatlich gefördert und fremdbestimmt arbeitslos!



nach oben

Kommentar von: Kalinka , 14.09.2003, 23:10
Hier der Kommentar ...

so isses!



nach oben

Kommentar von: neo der große , 29.04.2004, 21:28
Das ganze wird etwas zu einseitig betrachtet... ZUERST müssen Gesetzte her, die es ermöglichen Unternehmen auch über die Grenzen Deutschlands hinweg zur Verantwortung zu ziehen, danach können wir wieder über ein "rückgängig machen" der 2000 initiierten "Reformen" sprechen.

Ansonsten ist der Grundgedanke schon richtig.

mfg Neo der Große



nach oben

Kommentar von: Tigerspucke , 07.08.2004, 12:30
Hier der Kommentar ...
Laut dem Jahresbericht ..der bundesweiten Einrichtungen "die Tafeln",waren Ende 2001 ca 110 000 Bedürftige auf diese Einrichtung angewiesen.
Laut deren Bericht werden es bis Ende 2004..ca 550 000 Menschen sein.
Ich frage mich allen ernstes, was das noch mit sozialem zutun hat, was sich Schröder und Konsorten da auf die Fahnen geschreiben haben.
Die Frage ist was tun, geht Schröder und kommt Merkel?, und wird es gar besser?..
16 Jahre Kohl haben gezeigt das auch schwarze keine besseren roten sind als die grünen oder gelben.



nach oben

Kommentar von: Arlett , 11.08.2004, 00:56
Zu einfach sollte man es sich nicht machen.
Genug Geld war sicherlich in den mindestens letzten 50 Jahren nicht da.
Nicht nur, dass zuviel soziale Absicherung aufgebaut wurde, die eigentlich nie finanzierbar war - nein, auf der anderen Seite wurde natürlich den Reicheren und Reichen auch immer mehr Geld geschenkt.
Ganz klar, gemacht werden muss viel. Alle müssen ran - aber alle nach ihren Möglichkeiten. Das sollte das Prinzip sein. Ein Staat besteht aus allen Menschen, und alle nutzen alles. Also müssen auch alle alles bezahlen.
Wenn es nur praktisch einfach wäre...



nach oben

Kommentar von: Marcus , 26.08.2004, 09:20
Hallo!

schaut euch doch z.B. mal England an, ca. 25% Steuer und das wars - der Rest ist Sache des Bürgers. Da ich schon eine Weile in England gelebt habe, könnte ich so eine Steuerpolitik in D nur begrüßen.

Gruß,
Marcus



nach oben

Kommentar von: Erik Rabung , 01.06.2005, 17:06
Ich nenne so etwas 'homöopathische Politik'.
Die Theorie der Homöopathie sagt ja, dass das was krank macht auch gesund macht, also erhält der Herzkranke Digitalis verabreicht.

Haben wir zu viele Arbeitslose? Oder zu wenige Stellen?
Lösung: Junge Leute müssen früher von der Schule, alte Leute dürfen später in Rente, der Kündigungsschutz wird verändert, um Mitarbeiter besser dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen zu können.

Haben wir zu wenige Steuereinnahmen? Kann man unsere Unternehmensmargen nicht mit denen im Sudan vergleichen?
Lösung: Senken wir doch die Unternehmenssteuer, erhöhen wir die Verbrauchssteuer, schaffen wir Flächentarifverträge ab, um die Gerwerkschaften zu entmachten und den örtlichen Betriebsrat direkt mit dem multinationalen Konzern verhandeln zu lassen.

Toll!
Noch Fragen?



nach oben


Kommentar schreiben
zurück zur Übersicht
 
 
dieredaktion ©
Alle Logos und Warenzeichen sind eingetragene Marken der jeweiligen Inhaber.
Alle auf dieser Seite angebotenen Informationen unterliegen dem jeweiligen Urheberrecht. Forenbeiträge geben die Meinung der Verfasser wieder und nicht die Meinung des Webmasters. Eine Übernahme, Vervielfältigung und Speicherung ist nur mit eindeutiger Quellenangabe erlaubt.
Für Schäden aufgrund fehlerhafter Informationen wird keine Haftung übernommen.
Web site engine\'s code is Copyright © 2002 by PHP-Nuke. All Rights Reserved. PHP-Nuke is Free Software released under the GNU/GPL license.

Bitte beachtet auch unsere Partnerseiten Zweibettzimmer - der Film, The Economy of Polygons , Heimatverein Treuenbrietzen und Der Provinzblogger