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Uranmunition - oder wie man seinen Atommüll auch entsorgen kann.....
Rubrik:Wissenschaft und Technik

vom: 05.03.2003


Uranmunition - oder wie man seinen Atommüll auch entsorgen kann.....Was genau ist Uran Munition? Die meisten werden dabei unwillkürlich an Atomwaffen denken. Das ist aber grundlegend falsch. Bei Uranmunition handelt es sich um Granaten, Kugeln oder Raketenspitzen deren panzerbrechender Hartkern aus abgereicherten Uran besteht. Das militärische Prinzip dieser Waffen ist denkbar einfach:

Abgereichertes Uran, auch als DU bezeichnet (Die Abkürzung steht für "Depleted Uran") wird aufgrund seiner besonderen Härte in Munition zur Bekämpfung von gepanzerten Zielen verwendet. Ein simples Experiment kann die Effektivität dieser Munition verdeutlichen:

Man nehme eine Holzplatte, eine Kugel aus dem selben Holz und werfe sie mit voller wucht gegen die Holzplatte. Das Ergebnis wird sein das die Holzplatte sowie die Holzkugel eine Delle davon tragen werden. Nun nehme man eine Stahlkugel und wiederhole den Wurf auf die selbe Holzplatte. Die Kugel wird wahrscheinlich die Platte durchschlagen, selber aber keinen schaden nehmen!

Herkömmliche Panzergranaten z.B würden auf ca. 2/3 des Weges durch die Panzerung steckengeblieben. Anders die DU-Granaten: Sie durchdringen in der Regel die Panzerung des Zieles. Durch die Aufprallenergie und das Durchdringen, zerstäubt das Uran im Panzer.
Ein Phänomen der DU-Munition: Der Uranstaub Staub fängt sofort Feuer. Uranstaub brennt wie irre. Die Explosion der Granate erledigt die Panzerinsassen, die Wucht der Explosion sprengt den Panzerturm ab. Dieses ist auch ein wichtiger psychologischer Effekt, der Vertrauen bei den angreifenden Soldaten in ihre Kampfkraft hervorruft.

Bei diesem "durchschlagenden" Erfolg ist es nicht verwunderlich, dass die Verantwortlichen die negativen Effekte der DU-Munition trotz bewiesenermaßen besseren Wissens bagatellisieren.

Eines der Hauptargumente zur Bagatellisierung von DU lautet:

"Abgereichertes Uran hat nur 60 % der Radioaktivität von natürlichem Uran".

Dies ist nur dann richtig, wenn mit "natürlichem Uran" ausschließlich die in der Natur vorkommende Isotopenverteilung des Urans gemeint ist: 99,27% U238, 0,72% U235, und 0,0054% U234.
In Reaktoren wird aber eine Anreicherung des U235 auf ca. 3 % benötigt.
Was dann später übrig bleibt ist das "abgereicherte" Uran mit einer Isotopenverteilung in der Größenordnung von 99,8% U238, 0,2% U235 und 0,006% U234.
Auf diese Weise reduziert sich die Aktivität des "natürlichen" Urans von 25,4 Bq/mg auf 14,8 Bq/mg bei "abgereichertem" Uran.

In der Natur kommt ein metallischer Klumpen reinen Urans allerdings nicht vor. Uran kommt in natürlicher Form in der Erdkruste mit lediglich 2 mg / kg (0,1 - 20 mg / kg) vor. Meist in vulkanischen Gesteinen und verschiedenen Sedimentgesteinen. Durch geochemische Prozesse bildeten sich Uranerze mit 0,1 bis 5 % Uran.

Das "natürliche" Uran, das immer als Vergleich zu DU herangezogen wird und so viel gefährlicher als DU sei, ist bereits ein industrielles Produkt.

Abgereichertes Uran als Industrieprodukt hat zwar eine geringere Radioaktivität als das Industrieprodukt Uran in seiner natürlichen Isotopenverteilung, doch eine höhere Gefährlichkeit als Uran in seinem natürlichen Vorkommen!!

Da DU meistens aus atomarem Müll der Wiederaufbereitung stammt, findet man zusätzlich Spuren von U236, Plutonium, Neptunium und Americium:

DU Munition ist eine besonders grausame und billige Möglichkeit, atomaren Müll zu entsorgen!!

Bei der Explosion der DU-Munition nach einem Treffer entstehen feinst verteilte Partikel aus verschiedenen Uranoxiden. Eine realistische Schätzung geht davon aus, dass bis zu 70% des im Geschoss vorhandenen Urans als Feinstaub freigesetzt werden und ein überwiegender Teil der Partikel kleiner als 10 µm ist! Das heißt sie sind so klein ist, dass er beim Einatmen in die tieferen Atemwege gelangt. Damit kommen wir zu einem weiteren Argument der DU-Munition Verteidiger:

Der menschliche Körper hat Erkennungsmechanismen für Uran, die dieses sofort ausscheiden, wenn es in den Verdauungstrakt kommt. Das gilt für sämtliche in der Natur vorkommenden Isotope. Also U238, U234, auch U235.

Bedauerlich nur: U236 kommt in der Natur nicht vor. Unglücklicherweise ist in Atomaren Abfall jedoch U236 enthalten, und es entsteht noch zusätzlich, wenn das Projektil den Panzer durchdringt, fein zerstäubt und verbrennt.

Atomforscher sagen: "Um von abgereichertem Uran Krebs zu bekommen, müsste man großen Mengen davon lange ausgesetzt werden". Aber U236 ist in dieser Gleichung nicht enthalten, denn dieses stammt von verbranntem Nuklearmaterial, das recycled wurde.

Und zudem: Was in die Lunge eingeatmet wurde, kommt dort leider nicht mehr raus. Da können auch die Ausscheidungsmechanismen des Körpers nichts mehr machen.

Ein weiterer sehr unangenehmer Effekt:

Der US-Airforce zufolge treffen bei einer "typischen A10-Thunderbolt-Bombardierung" eines Panzers nur 10% der Geschosse tatsächlich ihr Ziel.
Ein Großteil der Geschosse landet im Boden und graben sich so ca. 30 cm unter die Erdoberfläche.
Durch Korrosion der Geschosse im Boden (ca. 0,05 - 1 cm /Jahr) werden von einem 30mm-Geschoss im Jahr ca. 90 g Uran, von einem 120mm-Geschoss 500 g Uran freigesetzt!
Nach 5 - 10 Jahren ist dann bereits das gesamte metallische Uran korrodiert. Noch nach Jahren gelangen die Reaktionsprodukte in das Grundwasser und in die Nahrungskette. U238 hat eine Halbwertszeit von 4,5 Milliarden Jahren!! Über die Folgen für kommende Generationen kann man nur spekulieren. Zudem kommt es durch die Zerfallsprodukte zu einer weiteren Zunahme der Radioaktivität in den kommenden Milliarden Jahren.

Was passiert mit den zerstörten Bunkern und Panzern?

Ein Geigerzähler ins Innere eines mit DU-Munition zerstörten Panzers zeigt ca. 29 Treffer pro Sekunde. Das entspricht einer Strahlung von 12 Millirem pro Stunde. Der erlaubte Wert für einen Menschen sind 300 Millirem pro Jahr. Also wäre nach 25 Stunden Aufenthalt, in dem mit dem radioaktiven Staub des Panzers kontaminierten Bereich, die erlaubte Dosis für ein Jahr erreicht! In der Umgebung des Panzers ist die Strahlung weit geringer, die 300 Millirem sind aber auch weit vor Ablauf eines Jahres erreicht. Zudem ist zu beachten das der Staub nicht in den Wracks bleibt, sondern sich nach und nach in der Umwelt verteilt!

Ausschnitt aus der:

Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlen

(Strahlenschutzverordnung - StrlSchV)
§ 45

Dosisgrenzwerte für Bereiche, die nicht Strahlenschutzbereiche sind

(1) Der Strahlenschutzverantwortliche hat die technische Auslegung und den Betrieb seiner Anlagen oder Einrichtungen so zu planen, daß die durch Ableitung radioaktiver Stoffe aus diesen Anlagen oder Einrichtungen mit Luft oder Wasser bedingte Strahlenexposition des Menschen jeweils die folgenden Grenzwerte der Körperdosen im Kalenderjahr nicht überschreitet:

Effektive Dosis, Teilkörperdosis für Keimdrüsen, Gebärmutter,
rotes Knochenmark 0,3 Millisievert,

Teilkörperdosis für alle Organe und Gewebe, soweit nicht unter
Nummer 1 oder Nummer 3 genannt 0,9 Millisievert,

Teilkörperdosis für Knochenoberfläche, Haut 1,8 Millisievert.
.....

§ 46

Schutz von Luft, Wasser und Boden

Bei Tätigkeiten nach den §§ 6, 7, 9 oder 9 b des Atomgesetzes oder nach den §§ 3, 4 Abs. 1, §§ 16 oder 17 dieser Verordnung ist, falls die Möglichkeit des Entweichens radioaktiver Stoffe in Luft, Wasser oder Boden besteht, dafür zu sorgen, daß

(1) Eine unkontrollierte Ableitung vermieden wird,
die abgeleitete Aktivität so gering wie möglich ist,
die Ableitung überwacht und nach Art und Aktivität spezifiziert der zuständigen Behörde mindestens jährlich angezeigt wird.
(2) Ist zu besorgen, daß die Grenzwerte des § 45 an einem Standort überschritten werden, so hat die zuständige Behörde die insgesamt in einem Jahr maximal zulässigen Aktivitätsabgaben mit Luft und Wasser so festzulegen, daß die Grenzwerte des § 45 nicht überschritten werden.
......

(1 Millisievert/mSv = 100 Millirem/mrem)


Die folgen kamen nach dem Golf-Krieg 1991 an den Tag:

Das Golfkriegs Syndrom:

Die am häufigsten genannten Symptome waren:

Hautausschläge, Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen und Gedächtnisverlust.

Die Zahl der hilfesuchenden Patienten wurde 1994 durch das amerikanische Verteidigungsministerium auf mehrere hundert, durch das Department of Veterans Affairs sogar auf mehrere tausend geschätzt. Anfänglich schien es als wären nur amerikanische Truppenangehörige von diesen seltsamen Krankheiten betroffen. Zeitlich verzögert und in geringerem Umfang wurden derartige Fälle aber auch aus England, Kanada und Frankreich bekannt.

Keine Hilfe hat die Zivilbevölkerung in den Kriegsgebieten zu erwarten, die immer noch mit den kontaminierten Wracks und in verseuchten Gebieten leben muss!

Die Kindersterblichkeit im Irak ist inzwischen mehr als doppelt so hoch wie vor dem Krieg. Die meisten Kranken stammen aus einem Gebiet im Süd-Irak, wo 1991 eine Panzerschlacht tobte. Die Symptome sind die gleichen wie bei den Soldaten mit "Golf-Syndrom" und deren Kindern.

Auch in Bosnien wurden nach dem Krieg 1994 beunruhigende Erscheinungen in der Vegetation festgestellt:
Auf den Schalen von Birnen, Äpfeln und Pflaumen gibt es längliche rötliche Flecken, die sich progressiv ausweiten, was zur Austrocknung der Früchte führt.
Die Stämme und Zweige sind von einem seltsamen Moos befallen. Es gibt wenig Früchte, und diese haben eine mißgebildete Form.
Eine seltsame Massenerkrankung hat die Kühe erfaßt. Die Milchproduktion sinkt rapide und versiegt teilweise ganz. Der Blutanteil in der Milch ist oft so hoch, daß sie nicht mehr zu gebrauchen ist.


Im Kosovo-Krieg 1999 flog die NATO etwa 2.300 Luftangriffe auf Jugoslawien. Dabei warfen die Piloten mindestens 22.000 Tonnen explodierendes Material ab. Nach NATO Angaben wurden insgesamt 35.000 Projektile aus abgereichertem Uran abgefeuert! Ein großer Teil in Kosovo, aber auch an anderen Orten in Serbien und Montengro. Jugoslawische Stellen sprechen sogar von 50.000 Projektilen. Dies entspricht etwa 1 bis 1,5 Tonnen Uran-238, die hauptsächlich von A-10 Kampfflugzeugen der US-Luftwaffe abgefeuert wurden.



Die Forderung muss definitiv lauten: Weltweites Verbot abgereicherten Urans!!!!

Mindestens 9 Staaten sollen bereits jetzt DU-Munition besitzen. Führend ist dabei die U.S.A., aber auch England, Frankreich und Russland besitzen diese Munition. In der Bundeswehr wird allerdings auf diesen Munitionstyp verzichtet, hier verwendet man Wolframschwermetall um die Panzerungen zu durchbrechen. Diese Munition ist zwar in der Herstellung teurer, enthält aber dafür keine stark radioaktiven Stoffe!
Sogar in der zivilen Luftfahrt wird DU eingesetzt! (z. B. 1992 beim Absturz einer Boeing-747 bei Amsterdam ist bereits DU freigesetzt worden!) DU wird dort als Gegengewicht und Ballast eingesetzt.

Die gesicherten Kenntnisse über die chemische und physikalische Natur des Urans und seine Wirkungen auf den menschlichen Organismus, sowie die bislang bekannten Hinweise über bereits aufgetretene Schäden machen es unbedingt erforderlich, eine sofortige weltweite Ächtung abgereicherten Urans zu fordern!




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Quellen und Buchtips:
Uran- Geschosse:
Uran- Geschosse:
Schwergeschädigte Soldaten, mißgebildete Neugeborene, sterbende Kinder.
von Siegwart-Horst Günther
Kommentar von: Planetar , 07.03.2003, 18:32
Guter Artikel!!! Was mich persönlich an diesen Urangeschossen ärgert, ist die Tatsache, dass Teflon Geschosse eine ähnliche panzerbrechende Eigenschaften haben. Bei Versuchen hat man auf 700 m Distanz mit einem cal. .50 BMG Teflongeschoss einen Double-Six (zwölf Zylinder) Motorblock beidseitig durchgeschossen und das Geschoss wies nur minimalste Deformierungen auf. Also fände ich es sinnvoller in der Richtung weiterzumachen....Meiner Meinung nach sind die Urangeschosse nur die billigste Methode um seinen radioaktiven Müll loszuwerden.

greetz
Planetar



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Kommentar von: Psycho , 08.12.2003, 11:40
Kluge Idee seinen Müll zu entsorgen... aber halt unmoralisch. Allein im Kosovo, garnicht so weit weg, liegt tonnenweise Uranmüll herum...
noch eine Kleinigkeit: "12 Millirem pro Stunde. Der erlaubte Wert für einen Menschen sind 300 Millirem pro Jahr. Also wäre nach 25 Stunden Aufenthalt, in dem mit dem radioaktiven Staub des Panzers kontaminierten Bereich, die erlaubte Dosis für ein Jahr erreicht!"
Wer verbringt schon 25Std. in der nähe eines zerstörten Panzers ?
naja, bin mir sicher das war eine dumme frage und es gibt eine ganz einfache antwort...

PsYcHo



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Kommentar von: General , 06.04.2004, 10:15
Zum Beispiel verbringen spielende Kinder lange Zeit in und um Panzerwracks...Sicher mehr als 25 Stunden pro Jahr!

Gruss
G.



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Kommentar von: Peter Königsreuther , 24.08.2004, 15:23
Was ist denn das für ein Windei mit den Teflon Geschossen?
Ich glaube Ihr habt keine Ahnung was Teflon überhaupt ist, oder?
Teflon ist ein Kunststoff auch PTFE oder Polytetraflourethylen genannt und hat eine Dichte von 1,8 bis 2,2 g/Kubikzentimeter!
Stahl hat ca. 7 und Wolfram, als klassischer Hartkern in Munition hat 19!!!!
Dann könntest Du auch mit Kochsalz schießen, oder Holz! Das ist wenigsten härter als Teflon!
Soll ich Dir sagen, was mit Deinem Teflon passiert? es wird ein Spiegelei, sobald es auftrifft! Selbst wenn es ummantelt wäre, braucht man eine gewisse Wucht (Masse) des Geschosses! Wie aus der Dichte im Vergleich zu Wolfram ersichtlich wöge ein Teflon-Geschoss nur 10% eines Wolfram-Geschosses!
Einfacher Versuch: Nimm einen Hammer (bitte aus Stahl) und hau auf einen überall erhältlichen Teflondichtring drauf! Du wirst dann sehen, wer den Zusammenprall besser übersteht!
Schönen Gruß!
Peter Königsreuther



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Kommentar von: Sturmkrähe , 30.10.2004, 03:05
Ich stimme dem Artikel in der Kernaussage und der Forderung nach Ächtung absolut zu und bin ganz froh, dass die Bundeswehr immerhin weniger nachhaltig schädliche Munition verwendet. Dass so ein Wolframpfeil aus einem 120mm-Geschoss der Besatzung des getroffenen Fahrzeugs DIREKT schadet ist klar, aber dafür sind die Dinger wohl so traurig das ist ja auch da.
Allerdings stimmt das mit der Entsorgung von Atommüll nicht ganz, weil trotz der großen Mengen an verschossenem DU (wohl mehrere Tonnen insgesamt) diese nicht annähernd an den Jahresausstoß an Atommüll von AKWs etc. heranreichen. Bei ein paar Tonnen brauchten wir wohl keine riesigen CASTOR-Züge ;-)



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Kommentar von: Craw , 30.04.2005, 01:25
Hallo,
interessanter Artikel, aber er enthält einen prinzipiellen Fehler:

Bis auf eine Ausnahme (U 237) sind alle Uranisotope Alphastrahler. Alphastrahlung ist zwar eigentlich die gefährlichste Strahlungsart, wird aber bereits durch 20 cm Luft oder ein Blatt Papier vollständig aufgehalten. Uranmunition ist wirklich nicht gefährlich wegen der zurückbleibenden Strahlungsquelle, da gibt es schlimmere Strahler (z.B. die Leuchtfarben der Bundeswehr aus den 70er Jahren).

Die Gefahr der Uranmunition besteht in der Bildung von Uranoxid (wie schon korrekt gesagt, beim Verbrennen des Geschosses), eine hochgiftige Verbindung. Der Feinstaub erhöht natürlich auch die Gefahr, beim Einatmen von Uranoxid kann es natürlich auch zu Strahlungsschäden kommen. Die Strahlungsgefahr ist aber lächerlich klein im Gegensatz zur Tatsache, dass Uranoxid einfach sehr giftig ist.

Der Teil mit dem U 236 im Körper ist totale Grütze. Isotope können in 99,9999 % der Fälle (Ausnahmen nur bei wirklich leichten Atomen wie Wasserstoff) nicht chemisch und damit auch nicht vom Körper unterschieden werden. Ich habe keine Idee was der Teil aussagen soll.

Uuuund die Verdoppelung der Kindersterblichkeit im Irak komplett auf Uranmunition zu schieben halte ich wirklich für lächerlich.
Nach einem Krieg und einem Embargo geht es einem Land nunmal sehr schlecht, mit oder ohne Uranmunition.

Das Golfkriegssyndrom als Auswirkung der Uranmunition ist übrigens auch nur eine Theorie, keine Tatsache. Ich widerspreche nicht, dass es das Golfkriegssyndrom gibt, ich glaube nur nicht, dass Uranmunition daran schuld ist. Es gibt auch noch so etwas wie chemische Kampfstoffe, auf die die Symptome wesentlich besser passen würden. Die haben im Übrigen auch sehr nachhaltige Effekte auf die Umgebung, erklären also auch eventuelle Mutationen an Früchten und sowas.

Der erlaubte Grenzwert für Strahlenbelastung für einen Menschen pro Jahr ist übrigens nur ein DEUTSCHER Grenzwert, kein allgemein gültiger Grenzwert. Und deutsche Grenzwerte sind meist um den Faktor 10 unter der kleinsten tatsächlich schädlichen Dosis.

Im Artikel fehlen mir noch ein paar Quellenangaben für Behauptungen, die aufgestellt werden. Beweise sind immer besser als Meinungen.

Ansonsten unterstütze ich die Hauptaussage: keine Uranmunition

Das er



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