Irak - Unerwartet starke Gegenwehr oder der Versuch die Propaganda zu hinterfragen... Rubrik:Politik vom: 21.03.2003
Als
der britische Verteidigungsminister Hoon am Morgen des 20.03.03 verlautbaren
ließ, dass der Vorstoß der alliierten Kräfte zwar vorankomme, jedoch
"anders als geplant", erschien diese Meldung einigermassen quer in der
allgegenwärtigen Propaganda-Wüste.
Zur Abhängigkeit der Medien stellen sich uns viele Fragen:
Was geschieht wirklich im Irak? Saddams Generäle betonten bei
einer Pressekonferenz, dass die weltweit gezeigten Bilder sich
ergebender irakischen Soldaten reine Propaganda seien.
Auch die Meldung, wonach Saddam und/oder einer seiner Söhne bei den ersten Angriffen umkamen, wurden heftigst dementiert. Trotzdem
halten sich auch in Bagdad die Gerüchte, Saddam sei auf einer Bahre aus
einem Haus getragen worden. Ebenfalls hält sich das Gerücht, dass
Saddams Sohn Udai, sein designierter Nachfolger, bei einem der ersten
Bunker-Angriffe durch Cruise-Missile-Raketen ums Leben gekommen sei.
Wo stehen die Alliierten zur Zeit tatsächlich?
Wurde
wirklich erst ein alliierter Soldat im Gefecht getötet oder will man
den Rückhalt in der eigenen Bevölkerung zu Beginn des Krieges nicht
gefährden?
Wie viele sogenannten Kollateralschäden gab es in der Bevölkerung zu beklagen?
Es werden heftige Häuserkämpfe in der umkämpften Hafenstadt Umm Qasr
gemeldet. Auf CNN wird von einer "richtigen Schlacht" vor den Toren der
Stadt Basrah berichtet und dass die Ölfelder rund um die Stadt noch
in irakischer Hand sind.
Könnte es sein, dass eine der größten je zusammengestellten
Eroberungs-Armeen auf mehr Gegenwehr bei den schlecht ausgerüstete und
demoralisierte Irakis stößt, als angenommen wurde?
Was geschieht, wenn sich die Theorien der "Alliierten" in Sachen
Kriegsplanung als falsch erweisen und im arabischen Raum der Hass auf
die westlichen "Besatzer" außer Kontrolle gerät?
Dazu, von der Weltöffentlichkeit kaum beachtet, gibt es einen weiteren, zweiten Krieg: In
Afghanistan wird zeitgleich mit den ersten Angriffen auf den Irak die
Operation "Kühner Schlag" gestartet - angeblich zur Verfolgung der
"üblichen Verdächtigen".
Rund 1 000 Elite-Soldaten, welche zur 82. US-Luftlandedivision gehören
(besser bekannt als "die Weißen Teufel"), durchkämmen einmal mehr den
Distrikt Maruf. Es werden in den dortigen Höhlensystemen die Verstecke
von Osama bin Laden und Scheich Omar vermutet, welche beide starke
Stammesbindungen in diesem Gebiet haben sollen. Auch dort könnte den
US-Truppen eine steife Brise entgegenwehen.
Eine Flut der Propaganda bricht gegen die Inseln der Fakten
und leider zeigt sich einmal mehr, dass die Wahrheit in einem Krieg als
Erstes stirbt.
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