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Verfasst am: Mo Apr 07, 2008 11:14 pm |
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Wenn eine seit Jahren verwitwete Muslimin ein Kind bekommt, kann es sein, daß sie wegen Ehebruchs gesteinigt wird, jedenfalls in Nigeria. Islamische Schwangerschaften können aber schonmal vier Jahre dauern. Wenn der Gatte also noch keine vier Jahre tot ist, kann die Frau nochmal Glück haben.
_________________ Taxation with representation still sucks. |
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Ein_Liberaler Inventar
 Anm.Dat: Sep 14, 2003 Beiträge: 6897
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Verfasst am: Mo Apr 07, 2008 11:30 pm |
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Aus unserer Sicht grober Unfug. Im Rahmen der Scharia eine die Situation entschärfende Lösung, die viel Leid ersparen kann.
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~Mundus vult decipi, ergo decipiatur~ |
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Laokoon Cholerischer Prophet Redakteur

 Anm.Dat: Aug 11, 2004 Beiträge: 1357 Wohnort: Ilium

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Verfasst am: Mo Apr 07, 2008 11:33 pm |
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Ja, eine, wie soll man sagen, pfiffige Lösung.
_________________ Taxation with representation still sucks. |
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Ein_Liberaler Inventar
 Anm.Dat: Sep 14, 2003 Beiträge: 6897
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Verfasst am: Di Apr 08, 2008 3:43 pm |
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Heißt das, man kann Ehebruch begehen, obwohl der Ehemann bereits tot ist?
_________________ "Wer ein Schwein ist, sollte nicht im Schlachthaus sitzen." - Kurt Beck |
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Mr. Anderson Assistant Chief of Staff

 Anm.Dat: Feb 24, 2004 Beiträge: 1976
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Verfasst am: Di Apr 08, 2008 4:45 pm |
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Wenn man die Definition von wikipedia zugrunde legt, kann man sogar Ehebruch begehne ohne jemals verheiratet gewesen zu sein:
| Zitat: | In der Ethnologie und der Anthropologie wird als Ehebruch das Eingehen gesellschaftlich nicht geduldeter außerehelicher Beziehungen definiert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ehebruch
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Das schliesst imho auch z.B. auch vor- und nacheheliche Beziehungen mit ein.
_________________ "Wenn ich sicher wüsste, dass jemand in mein Haus käme, mit der festen Absicht, mir Gutes zu tun, würde ich um mein Leben laufen." - H.D. Thoreau, Walden |
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agentP Grand Poobah
 Anm.Dat: Apr 10, 2002 Beiträge: 7830 Wohnort: Firecracker Lounge

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Verfasst am: Di Apr 08, 2008 8:16 pm |
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Unter "außerehelicher Beziehung" steht aber, dass sie nur von einem verheirateten Partner eingegangen werden kann.
Oder bleibt man nach islamischem Recht als Witwe "verheiratet"?
_________________ "Wer ein Schwein ist, sollte nicht im Schlachthaus sitzen." - Kurt Beck |
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Mr. Anderson Assistant Chief of Staff

 Anm.Dat: Feb 24, 2004 Beiträge: 1976
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Verfasst am: Mi Apr 09, 2008 8:04 am |
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Stimmt. Da hatte ich nicht draufgeklickt. Ich hätte jetzt "ausserehelich" eher so verstanden, dass das jede Beziehung zwischen 2 Menschen ist, die keine Ehe miteinander führen.
_________________ "Wenn ich sicher wüsste, dass jemand in mein Haus käme, mit der festen Absicht, mir Gutes zu tun, würde ich um mein Leben laufen." - H.D. Thoreau, Walden |
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agentP Grand Poobah
 Anm.Dat: Apr 10, 2002 Beiträge: 7830 Wohnort: Firecracker Lounge

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Hosea Ehemaliges Mitglied
 Anm.Dat: Dec 25, 2004 Beiträge: 1520
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Verfasst am: Di Mai 13, 2008 6:42 pm |
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Im Folgenden ein Video aus Indien.
Sky-News: India: Babies Thrown 50ft Off Temple.
Sollte es zu keinerlei Verletzungen oder Nachwirkungen kommen; warum nicht? Andererseits, bin ich auch ein wenig skeptisch, dass da wirklich nichts mit den Kleinen passiert.
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~Mundus vult decipi, ergo decipiatur~ |
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Laokoon Cholerischer Prophet Redakteur

 Anm.Dat: Aug 11, 2004 Beiträge: 1357 Wohnort: Ilium

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Verfasst am: Mi Mai 14, 2008 8:31 am |
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| Laokoon hat folgendes geschrieben: | | Aus unserer Sicht grober Unfug. Im Rahmen der Scharia eine die Situation entschärfende Lösung, die viel Leid ersparen kann. |
Die ganze Scharia ist grober Unfug.
_________________ Arbeite, als ob das Geld nicht brauchst.
Liebe, als ob du nie verletzt worden wärst.
Tanze, als ob niemand zusieht.
Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort. |
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Giacomo_S Inventar
 Anm.Dat: Aug 13, 2003 Beiträge: 1758 Wohnort: München
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Verfasst am: Mi Mai 14, 2008 10:06 am |
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Tja, Giacomo_S, was sind das nur für unterbelichtete, abgrundtief rückständige Völker, dass die nicht direkt auf Menschenrechte, UN-Charta und Mehrparteiensystem mit Sperrklausel gekommen sind. 
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~Mundus vult decipi, ergo decipiatur~ |
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Laokoon Cholerischer Prophet Redakteur

 Anm.Dat: Aug 11, 2004 Beiträge: 1357 Wohnort: Ilium

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Verfasst am: Mi Mai 14, 2008 1:52 pm |
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Nur weil wir mal genau so bescheuert gehandelt haben und es arrogant wirken könnte soll man sich deiner Meinung nach also lieber gar nicht über die Scharia beschweren?
Wenn es nicht das ist, was du sagen willst, dann würde mich mal interessieren, was du in Giacomos Post alles hineininterpretiert - was da nicht steht.
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Aphorismus Eröffner des Threads
 Consigliere
 Anm.Dat: Dec 22, 2004 Beiträge: 3661 Wohnort: im moment in den neuronen deines kopfes
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Verfasst am: Mi Mai 14, 2008 2:32 pm |
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| Laokoon hat folgendes geschrieben: | Tja, Giacomo_S, was sind das nur für unterbelichtete, abgrundtief rückständige Völker, dass die nicht direkt auf Menschenrechte, UN-Charta und Mehrparteiensystem mit Sperrklausel gekommen sind.  |
Es ist richtig: Auch wir haben Revolutionen und letztlich Jahrhunderte gebraucht, um unsere mittelalterlichen Gesetze auf den Aktenhaufen der Geschichte zu werfen und es hat auch viel Blutzoll gekostet.
Die Scharia ist ein mittelalterliches Gesetzsystem. Unter ihr gibt es keine Gleichheit vor dem Gesetz, sie sieht verstümmelnde Strafen auch für kleinere Straftaten vor und sogar Todesstrafen für Delikte, die in der westlichen Justiz nicht einmal Straftaten sind.
Zwar gilt die Scharia in vollem Umfang nur in wenigen Ländern - viel schlimmer finde ich aber, das ein nicht kleiner Anteil unser muslimischen Mitbürger in Deutschland sie für legitim, ja erstrebenswert hält. Und das sind oft hier aufgewachsene Migranten, oft auch mit deutscher Staatsangehörigkeit.
Nur ein Beispiel:In diesem Forum für Marokkaner in Deutschland kann sich lt. einer (nicht repräsentativen) Umfrage rund ein Drittel vorstellen, unter der Scharia zu leben.
Wie man den Beiträgen entnehmen kann, wird die Scharia nicht etwa als unzeitgemäßes System, dass es zu überwinden gilt angesehen. Man beachte, dass es sich bei den Teilnehmern nicht etwa um irgendwelche analphabetischen Ziegenhirten handelt, sondern um im Westen aufgewachsene Menschen mit relativ guter Bildung.
Die zentrale Aussage ist wohl, dass die Scharia "gottgegeben", somit jeglichem menschlichen Gesetzeswerk überlegen ist und damit umzusetzen. Oder härter formuliert: Jedes moderne Gesetzsystem ist ein Verrat an der göttlichen Ordnung und somit Blasphemie.
So gesehen geht Laokoons Beitrag nicht nur an einem Teil gesellschaftlicher Realitäten völlig vorbei, er ist auch noch Wasser auf die Mühlen der Dogmatiker.
_________________ Arbeite, als ob das Geld nicht brauchst.
Liebe, als ob du nie verletzt worden wärst.
Tanze, als ob niemand zusieht.
Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort. |
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Giacomo_S Inventar
 Anm.Dat: Aug 13, 2003 Beiträge: 1758 Wohnort: München
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Verfasst am: Do Mai 15, 2008 1:05 pm |
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| Aphorismus hat folgendes geschrieben: | Nur weil wir mal genau so bescheuert gehandelt haben und es arrogant wirken könnte soll man sich deiner Meinung nach also lieber gar nicht über die Scharia beschweren?  |
Nein, das habe ich nicht gemeint. Denn Genitalverstümmelung oder o.ä. sind was sie sind - Grausamkeiten. Kritik und Dialog sind unumgänglich. Aber ich wehre mich aber vehement dagegen, dass gesellschaftsordnende Strukturen, Maßstäbe und Normen, die nicht unserem Standard entsprechen, verallgemeinernd verteufelt werden.
Dass die gesamte Scharia grober Unfug ist, stimmt nicht. Und Giacomos Post sagt ja genau das.
Sie ist für unsere Verhältnisse strikt und teilweise brutal, auch zuweilen unverständlich. Aber sie hat die Gesellschaft in der arabischen Welt geordnet und tut dies in manchen Staaten immer noch.
Dort, wo europäisch-amerikanischer Einfluss sich kulturell und wirtschaftlich mit dem islamisch-arabischen vermischt hat, hat sich die Situation oftmals geändert. Und wo es durch ein langsames Verschmelzen oder ideologischen Austausch nicht funktioniert hat, wird es auch kaum anders funktionieren und man muss sehen, wie sich die Situation dort entwickelt.
An gesellschaftlicher Realität geht vorbei, Giacomo, wenn man die Scharia nicht als etwas in der Welt vorhandenes akzeptiert – und – weitergehend – mit diesem Umstand zu arbeiten versucht. In unserer Gesellschaft hat die Scharia als eine Paralleljustiz nichts verloren, da gebe ich Dir uneingeschränkt Recht.
Vielleicht ist sie auch nicht mehr zeitgemäß. Aber dann wird sie auf natürlichem Wege auslaufen. Dort, wo sie sich womöglich noch fünfzig oder einhundert Jahre hält, hält sie sich eben noch fünfzig oder einhundert Jahre. Die absolute Monarchie ist bei uns auch nicht an einem Tag gestorben. Und vielleicht bietet die weitere Entwicklung der Scharia völlig neue Ansätze gesellschaftlicher Ordnung und des Zusammenlebens, die sogar uns konstruktiv erscheinen.
Man kann schlecht Freiheit und Menschenrechte für alle fordern, wenn man gleichzeitig anderen Gesellschaften eine Gesellschaftsform aufdiktieren möchte oder die vorhandene einfach ablehnt. Das ist doch schon ein Widerspruch in sich.
So kam auch Giacomos Kommentar bei mir rüber. Sollte das nicht de Intention gewesen sein, können wir das ja einfach als Missverständnis abhaken.
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~Mundus vult decipi, ergo decipiatur~ |
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Laokoon Cholerischer Prophet Redakteur

 Anm.Dat: Aug 11, 2004 Beiträge: 1357 Wohnort: Ilium

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Verfasst am: Do Mai 15, 2008 4:59 pm |
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| Laokoon hat folgendes geschrieben: | | Genitalverstümmelung |
Ich nehme an, damit ist die Klitoris-Beschneidung gemeint.
Das Beispiel ist schlecht gewählt, weil gerade diese ist nicht Bestandteil der Scharia, sondern vor-islamische Praxis vor allem (islamischer) schwarzafrikanischer Länder.
| Laokoon hat folgendes geschrieben: | | Sie ist für unsere Verhältnisse strikt und teilweise brutal, auch zuweilen unverständlich. Aber sie hat die Gesellschaft in der arabischen Welt geordnet und tut dies in manchen Staaten immer noch. |
Diese Aussage geht davon aus, die Scharia hätte in den Ländern, in denen sie gilt, ununterbrochen gegolten. Das ist nicht der Fall. Stattdessen nimmt ihr Einfluss seit Mitte der 70er Jahre wieder zu.
In Saudi-Arabien gilt die Scharia in vollem Umfang erst seit 1932 (auch wenn die Saudis und die Wahabiten bereits seit 1744 kräftig daran gearbeitet haben). Im Iran gilt sie erst seit 1979 (während es seit 1921 eine politische Neuorientierung hin zum Westen gab).
Dahinter stecken die Bestrebungen der Wahabiten der (islamischen, ganzen) Welt ihre dogmatische Interpretation des Islams als die einzig richtige, da göttliche aufzudrücken.
Im Grunde kein neuer Vorgang in der Geschichte der islamischen Welt, denn jede bedeutende Erhebung hatte das Ziel "den wahren Islam" in einer "vom Glauben abgekommenen, von Ursupatoren beherrschten Welt" wiederherzustellen.
| Laokoon hat folgendes geschrieben: | | Vielleicht ist sie auch nicht mehr zeitgemäß. Aber dann wird sie auf natürlichem Wege auslaufen. Dort, wo sie sich womöglich noch fünfzig oder einhundert Jahre hält, hält sie sich eben noch fünfzig oder einhundert Jahre. Die absolute Monarchie ist bei uns auch nicht an einem Tag gestorben. |
Auch wenn ich Nazi-Vergleiche nicht mag - auch die Nazis haben sich zumindest teilweise, auf eine so nie stattgefundene historische, germanische Kontinuität berufen.
Die Wahabiten und Islamisten berufen sich auf ihre eigenen Interpretation der islamischen Geschichte und begründen dies mit "göttlichem" Recht, aber im Grunde handelt es sich um eine politische, rückschrittliche Entwicklung.
| Laokoon hat folgendes geschrieben: | | Und vielleicht bietet die weitere Entwicklung der Scharia völlig neue Ansätze gesellschaftlicher Ordnung und des Zusammenlebens, die sogar uns konstruktiv erscheinen. |
Aus wahabitischem Selbstverständnis heraus kann es keine Reform oder Weiterentwicklung der Scharia geben.
Sie leitet sich direkt aus dem Koran und des Lebens Mohammeds ab. Der Koran ist vom Engel Gabriel persönlich diktiert, Mohammed gilt als Beispiel für alle Muslime. Die Ausarbeitung dessen wurde von den Muslimen selbst im 10. und 11. Jahrhundert für abgeschlossen erklärt.
An "göttlichem Recht" kann es keinen Zweifel oder Korrektur geben.
| Laokoon hat folgendes geschrieben: | | Man kann schlecht Freiheit und Menschenrechte für alle fordern, wenn man gleichzeitig anderen Gesellschaften eine Gesellschaftsform aufdiktieren möchte oder die vorhandene einfach ablehnt. Das ist doch schon ein Widerspruch in sich. |
Einerseits ja, andererseits halten auch wir bestimmte Grundrechte für nicht verhandelbar, insbesondere die der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von der Generalversammlung der Vereinten Nationen von 1948.
Im Jahr 1990 hat die Organisation der Islamischen Konferenz die Kairoer Erklärung der Menschenrechte beschlossen, die inhaltlich erheblich von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte abweicht, obwohl sie im Wortlaut ähnlich gehalten ist. Sie garantiert z. B. keine Gleichberechtigung von Männern und Frauen und kein Recht auf freie Wahl der Religion oder des Ehepartners. Weiter stellt sie alle dargestellten Rechte unter den Vorbehalt der islamischen Scharia.
Von "eine Gesellschaftsform aufdiktieren" kann also schon von daher nicht die Rede sein, weil es unter der Scharia eine Reihe von Grundrechten ausdrücklich nicht gibt.
_________________ Arbeite, als ob das Geld nicht brauchst.
Liebe, als ob du nie verletzt worden wärst.
Tanze, als ob niemand zusieht.
Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort. |
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Giacomo_S Inventar
 Anm.Dat: Aug 13, 2003 Beiträge: 1758 Wohnort: München
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