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Marc
Inventar


Anm.Dat: Dec 31, 2003
Beiträge: 914
Wohnort: Timbuktu


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BeitragVerfasst am: Mo Apr 14, 2008 7:07 am    Titel: Antworten mit Zitat


psst hat folgendes geschrieben:

Desweiteren ist Tibet für China militärisch gesehen sehr wichtig. Tibet liegt im Dreieck zwischen Russland, China und Indien. Wer dieses kontroliert hat militärischen Vorteil.

Liegt China nicht genau zwischen Tibet und Russland?


Laokoon
Cholerischer Prophet
Redakteur
Cholerischer Prophet<br>Redakteur


Anm.Dat: Aug 11, 2004
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BeitragVerfasst am: Mo Apr 14, 2008 10:46 am    Titel: Antworten mit Zitat


Booth hat folgendes geschrieben:

psst hat folgendes geschrieben:
Wenn eine Abspaltung tibets geschehen würde, würde es den Chinesen Wirtschaflich sehr schaden
Das glaube ich kaum, da die wirtschaflichen Zentren Chinas nicht in Tibet liegen.

Da setze ich mal etwas dagegen:

Tibet-Initiative e.V. hat folgendes geschrieben:
In die andere Richtung lassen sich die tibetischen Rohstoffe wie Kohle, Gas, Uran und Öl leichter aus Tibet heraustransportieren. Xizang lautet die offizielle chinesischen Bezeichnung für Tibet. Das bedeutet „Schatzhaus des Westens“. Die Chinesen wissen schon lange um die Rohstoffe in Tibet, doch haben sich die Schätze ihren Begierden bislang vor allem aufgrund der schlechten Infrastruktur entzogen. Der aufwändige Transport war bisweilen noch teurer als die Rohstoffe selbst.

...
Die FAZ hat folgendes geschrieben:
Tibet verfügt neben großen Salzvorräten über Vorkommen von Gold, Kupfer und Uran. Sorge über die Pläne Chinas in Tibet herrscht auch in den umliegenden Ländern. Indien fürchtet, dass der Bau von Staudämmen große Folgen auf die Wasserversorgung des Subkontinents habe.

...
Radio China hat folgendes geschrieben:
Es wird geschätzt, dass es auf dem auch als "Dach der Welt" bezeichnetem Plateau Kupferreserven in Höhe von 30 bis 40 Millionen Tonnen, 40 Millionen Tonnen Blei und Zink und mehrer Milliarden Tonnen Eisenerz gibt. Eine Reihe stark eisenhaltiger Flöze, mit geschätzten Reserven von bis zu 500 Millionen Tonnen, wurden bei Nixiong in der Mitte des Plateaus entdeckt.


Desweitern bietet Tibet mit seinen naturräumlichen Gegebenheiten ein hohes Potenzial zur Energieumwandlung bzw. Stromerzeugung.
Ein paar Karten von der Chinesischen Amt für Geologische Forschung (CGS) höchstselbst. Kurz gesagt: Viele Rohstoffe, einfach abzubauen. Nur bis zur Fertigstellung der Tibetbahn Mitte 2006 nicht wirklich gut zugänglich für die Volksrepublik. Jetzt schon.

Und wie man sieht, nutzt jede Gruppierung der Tibetfrage diesen Umstand für sich: Die Tibet-Aktivisten fordern, dass China aufhören soll, Tibet auszubeuten und Natur und Landschaft zu zerstören, die VR beharrt aber gerade wegen des Rohstoffreichtums darauf, dass Tibet im Staate bleibt.

Zitat:
Tibet liegt im Dreieck zwischen Russland, China und Indien.
In der Tat Quark. Tibet grenzte nicht mal an Russland, als die zentralasiatischen Staaten noch sozialistische Sowjetrepubliken waren. Edit: Aber, wohlgemerkt, gehen Interessensphären meist weiter als Ländergrenzen. Wobei das Great Game auch schon lange her ist, psst.

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~Munera nunc edunt et, verso pollice vulgus cum iubet, occidunt populariter.~
Iuvenal

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BeitragVerfasst am: Mo Apr 14, 2008 11:28 am    Titel: Antworten mit Zitat


Zitat:
Liegt China nicht genau zwischen Tibet und Russland?


Auf meiner Karte schon, aber die ist sicher vom CIA gefälscht.

Zitat:

Ich bezweifel, dass es den Politikern der Westmächte um das Volk der tibeter geht.


Es ist letztlich doch egal, ob es den Politikern nur um das Volk geht oder ob sie noch andere Interessen haben, (wobei ich durchaus glaube, dass eine Menge Politiker tatsächlich einfach ein Problem mit Menschenrechtsverletzungen haben)
Die Tibeter wollen Autonomie, sie wollen nicht unterdrückt, niedergeknüppelt oder ermordet werden wenn sie protestieren und wenn das mit den Interessen des Westens zusammenpasst und mit den chinesischen nicht, dann wüsste ich nicht was daran verwerflich sein soll an einem Strang zu ziehen.


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"Wenn ich sicher wüsste, dass jemand in mein Haus käme, mit der festen Absicht, mir Gutes zu tun, würde ich um mein Leben laufen." - H.D. Thoreau, Walden

Booth
Inventar


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BeitragVerfasst am: Mo Apr 14, 2008 2:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Laokoon hat folgendes geschrieben:
Booth hat folgendes geschrieben:

psst hat folgendes geschrieben:
Wenn eine Abspaltung tibets geschehen würde, würde es den Chinesen Wirtschaflich sehr schaden
Das glaube ich kaum, da die wirtschaflichen Zentren Chinas nicht in Tibet liegen.

Da setze ich mal etwas dagegen: [...]
Das war eher eine Bestätigung... alles was in den Artikeln zu finden ist, zeigt eindeutig, daß Tibet heute eben nicht ein wirtschaftliches Zentrum ist. Du sagst das Stichwort selber am Ende:
Zitat:
Desweitern bietet Tibet mit seinen naturräumlichen Gegebenheiten ein hohes Potenzial zur Energieumwandlung bzw. Stromerzeugung

Klar wäre es ärgerlich, ein solches Potential zu "verlieren"... aber es besteht ja gar keine wirkliche Gefaht, daß China Tibet verliert. Und eine jetzige Abspaltung würde die jetzige Wirtschaft Chinas nicht allzu dolle treffen. Aber... das ist eh graue Theorie... es wird keine Abspaltung geben. Und wenn die USA ernsthaft und für China sichtbar versuchen würden, einzuschreiten, dann dürfte es ordentlich Schmerzen für die amerikanische Wirtschaft geben.

Nichts weiter habe ich zum Ausdruck gebracht.

gruß
Booth


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Derjenige, der weiss, daß er nichts weiss, weiss mehr, als derjenige, der nicht weiss, daß er nichts weiss.

Laokoon
Cholerischer Prophet
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Anm.Dat: Aug 11, 2004
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BeitragVerfasst am: Mo Apr 14, 2008 3:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Booth hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Wenn eine Abspaltung tibets geschehen würde, würde es den Chinesen Wirtschaflich sehr schaden
Das glaube ich kaum, da die wirtschaflichen Zentren Chinas nicht in Tibet liegen. Das ist mehr ein politisches Ziehen...[...blablabla...]

Es ging mir darum, eben diese Aussage zu widerlegen. Es geht nicht nur so nebenbei um wirtschaftliche Interessen.

Es schadet einer Wirtschaft enorm, von extrem billigen Rohstoffen abgeschnitten zu werden. Rohstoffen, die jetzt schon genutzt werden und deren Abbau sich noch wesentlich ausweiten wird. Siehe auch letzte Verlinkung von mir im vorherigen Post, insbesondere die Tabellen.

Schau Dir doch einfach mal an, wie sich in den letzten 20 Jahren die Förderung von Metallen und anderen Bodenschätzen und Rohstoffen in der Region entwickelt hat. Oder werfe einen Blick auf die knapp ein dutzend Staudammprojekte, die in den letzten Jahren zur Stromerzeugung fertiggestellt wurden bzw. sich noch im Bau befinden.
Das Potenzial ist nicht nur im Energiesektor umso lukratiker, da es mit minimalen Kosten ausgeschöpft werden kann.

Wikipedia: Tibet: Bergbau hat folgendes geschrieben:
Im Januar 2007 meldete die Chinesische Regierung die Entdeckung von großen mineralischen Lagerstätten unter dem Tibetischen Hochland.[32] Die Lagerstätten sind nicht sehr weit von der Lhasa-Bahn entfernt und könnten die Vorkommen in China von Zink, Kupfer und Blei verdoppeln.


Hier der dazugehörige Artikel des Herald Tribune:
Herald Tribune hat folgendes geschrieben:

BEIJING: Chinese geologists have found deposits of copper, iron, lead and zinc ore along the Qinghai-Tibet Railroad route, the state news media said Thursday, adding that the area may also have petroleum potential.
[...]
Total possible reserves could equal more than 20 million tons of copper and 10 million tons of lead and zinc, the official Xinhua press agency said, citing the country's top geological surveyor, Meng Xianlai.
[...]
Deposits include the Yulong copper find in the Tibet Autonomous Region, with a proven reserve of 7.89 million tons, Meng said, second only to the country's largest copper mine, operated by Jiangxi Copper.
[...]
China is now working on extending the railroad to Shigatse, Tibet, which would allow greater access to remote deposits including Yulong.
[...]
Estimated reserves of 760 million tons of high-grade iron ore were found in the Kunlun Mountains on the western Qinghai-Tibet Plateau...
[...]
The midwestern part of the Qiangtang basin in northern Tibet, which is also along the railroad, has favorable conditions for oil and natural gas and promising reserves, Xinhua quoted Zhang as saying.
[...]
...will add 26.8 million tons of copper to Chinese mineral reserves and reduce national dependence on imports...


Entschuldigung, aber wie kannst Du noch abstreiten, dass wirtschaftliche Interessen marginal wären? Gerade in einem Land, dass sich mitten im Aufschwung befindet, der jedoch durch Rohstoffengpässe gefährdet werden kann.
Klar können die tibetischen Autonomie-/Unabhängigkeitsbewegungen gegen die Chinesische Volksarmee mit ihren knapp 2,25 Millionen aktiven Soldaten und den vorhandenen Technologien nichts ausrichten, sondern
in Kürze ausradiert werden.
Aber China kann nicht riskieren, dass es ein solches Gebiet wie China langsam aus den Händen gleiten lässt, was genau dann passieren würde, wenn es tibetischen Nationalisten freien Lauf lässt, die wiederum schnell ausländische Investoren für ihren Widerstand finden und schon gefunden haben. Zumal es nach dem chinesischen Geschichtsbild auch schon seit Ewigkeiten zum Reich gehörte. Wohl gemerkt, laut chinesischem.

Für China wäre der Verlust deutlich spürbar.

[Edit: Ausgeweitete Unruhen genügen ja schon, um die Produktion über Wochen oder gar Monate lahm zu legen - und dass allein sind schon schwerwiegende Verluste.]

Also, ich wiederhole nochmal:
Entschuldigung, aber wie kannst Du noch abstreiten, dass wirtschaftliche Interessen marginal wären und somit außer Acht gelassen werden können, so wie das in Deiner "Argumentation" wirkt.


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psst
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BeitragVerfasst am: Mo Apr 14, 2008 5:13 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Millitärisch :
Tibet ist für China sehr wichtig, nicht nur strategisch, sondern auch militärisch", sagt der Wirtschaftswissenschaftler Andrew Fischer von der London School of Economics. China sei in Tibet "vor allem aus Gründen der nationalen Sicherheit". Ein Blick auf die Landkarte zeigt, was der Tibet-Experte meint: Das Gebiet liegt im Dreieck von China, Indien und Russland - wer Tibet kontrolliert, hat hier auf jeden Fall einen Vorteil. Die neu eröffnete Eisenbahnlinie nach Lhasa kann auch dazu dienen, in kurzer Zeit viele Truppen in die Region zu verlegen. Militärische Konflikte zwischen China, Russland und Indien gab es noch in den 60er Jahren.

Wasserversorgung :
Was damals noch keine große Rolle spielte, ist im 21. Jahrhundert zu einem wichtigen Faktor geworden. In Tibet entspringen zahlreiche Flüsse, die das bevölkerungsreichste Land der Erde mit einem kostbaren Rohstoff versorgen: Wasser. "Es ist Chinas Wasserreservoir", sagt Ran Guangrong, Professor am Zentrum für Tibetische Studien an der Universität von Sichuan in der nordwestlichen Stadt Chengdu. "Wenn Tibet etwas geschehen würde, dann wäre ganz China davon betroffen."

http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Tibet-China;art123,2499779


BaronSamedi
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BeitragVerfasst am: Mo Apr 14, 2008 9:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat


es ist schon schade, dass die tibetische kultur durch die umsiedlungen zerstört wird. darunter leiden die tibeter. und weil die tibeter so sympathische repräsentanten haben, werden sie von einigen westlern unterstützt. (ein bissl so wie palästina und die arabische welt.)
letztendlich sehen das aber doch die meisten medien und politiker inzwischen etwas realistischer.im meinungsbildungsprozeß traten halt verschiedene ansichten und interessen zutage.
die umsiedlungen und das angehen gegen die kultur sind aber schon heftig.
Zitat:
Massenumsiedlung & Sinisierung
Umsiedlungen Eine grosse Anzahl Chinesen ziehen - durch die chinesische Regierung ermutigt - nach Tibet. Die Grösse der Umsiedlung spitzt sich alarmierend zu. Die berechtigte Angst besteht - alle Anzeichen bestätigen dies -, dass die gegenwärtige chinesische Politik "erfolgreich" ist. Ziel ist es, die Tibeter zu einer unbedeutenden Minderheit im eigenen Land zu machen.
Anreize für
chinesische
Umsiedler Die gegenwärtige Ansiedlungspolitik wurde 1983 begonnen, als die "endgültige Lösung" von Chinas Tibet-Problematik beschlossen wurde. Deng Xiaoping und andere chinesische Staatsträger beschlossen die Umsetzung der Regierungslinie durch die Motivierung von Chinesen, sich in Tibet anzusiedeln. Anreize für die chinesischen Einwanderer sind: Höhenzulagen, Entfernungsprämien, Steuervergünstigungen, verkürzte Arbeitszeit und mehr freie Tage. Die Arbeitslöhne und Beamtengehälter in Tibet sind die höchsten in ganz China und bestehen zu über 30% aus Prämien. So kann ein chinesischer Lehrer in der Autonomen Region Tibet fünfmal so viel Geld - bei vergleichsweise weniger Arbeit - wie in China verdienen. Diese Bestrebungen verletzen Artikel 49 der 4. Genfer Konvention (1949), die den Bevölkerungstransfer von Teilen der Bevölkerung der Besatzungsmacht in das besetzte Territorium untersagt. Die Bestimmungen der Genfer Konvention werden von der chinesischen Regierung nicht respektiert, obwohl sie sie 1956 ratifiziert hat.
Folgen
7.5 Millionen Chinesen stehen heute 6 Millionen Tibetern im ursprünglichen Staat Tibet gegenüber. In allen grösseren Städten sind die Chinesen schon heute den Tibetern an Zahl überlegen. Selbst nach chinesischer Schätzung sind ca. 58% (entsprechend ca. 150'000) der Einwohner von Lhasa chinesisch; rechnet man noch die starken Truppenkonzentrationen im Lhasa-Tal dazu, so stehen 300'000 Chinesen etwa 60'000 Tibetern gegenüber. Die Stadt Chamdo hat nach Augenzeugenberichten einen chinesischen Bevölkerungsanteil von 95%. Manche Städte in Kham entstanden überhaupt erst nach der Ankunft der Chinesen in den 50er Jahren. Eine davon, Hong Yuan, wurde inmitten grosser Weidegebiete erbaut, in denen Nomaden leben.

Der Bevölkerungstransfer verursachte eine Inflationsrate von 300% und eine Zweiklassengesellschaft mit scharfen ethnischen Grenzen sowie einer bisher nicht dagewesenen Arbeitslosigkeit unter den Tibetern.

Im Gebiet von Lhasa zum Beispiel sind 30'000 Tibeter arbeitslos, da sie ihren Arbeitsplatz an chinesische Neuankömmlinge abgeben mussten. Neugeschaffene Arbeitsplätze werden vorrangig von Chinesen besetzt. Chinesisch ist Hauptunterrichtssprache und damit Voraussetzung für die meisten Arbeitsstellen. Dadurch haben die Neuansiedler einen sofortigen sprachlichen Vorsprung. Die tibetische Sprache wird hingegen aus dem Arbeitsalltag völlig verdrängt. Von den ca. 12'000 Läden, Teehäusern und Restaurants ausserhalb des Barkhor-Altstadtkerns in Lhasa sind nur 300 im Besitze von Tibetern.
Grosse Bedrohung In Tibet bedeutet die Bevölkerungsverlegung die grösste Bedrohung für das Ueberleben des tibetischen Volkes und seiner Kultur.
http://www.tibetfocus.com/zerstoerung/sinisierung.html

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BeitragVerfasst am: Di Apr 15, 2008 9:10 am    Titel: Antworten mit Zitat


Zitat:
Ein Blick auf die Landkarte zeigt, was der Tibet-Experte meint: Das Gebiet liegt im Dreieck von China, Indien und Russland - wer Tibet kontrolliert, hat hier auf jeden Fall einen Vorteil.

Dann wirf doch bitte einfach mal selber einen Blick auf die Karte, anstatt den Unsinn zu wiederholen, den ein Journalist verzapft hat. Rolling Eyes

Das was auf dieser Karte Xizang heisst, ist Tibet und das was Russia heißt ist Russland:



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BeitragVerfasst am: Di Apr 15, 2008 9:33 am    Titel: Antworten mit Zitat


Ich finde den Begriff sehr seltsam, der hier in der Diskussion mehrfach verwendet wurde, und der mir ein Mode(un)wort zu sein scheint.


Was bittschön ist eine "Ethnie"?


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BeitragVerfasst am: Di Apr 15, 2008 9:47 am    Titel: Antworten mit Zitat


Ethnie


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Booth
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BeitragVerfasst am: Di Apr 15, 2008 1:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Laokoon hat folgendes geschrieben:
Für China wäre der Verlust deutlich spürbar

psst hat folgendes geschrieben:
Wenn eine Abspaltung tibets geschehen würde, würde es den Chinesen Wirtschaflich sehr schaden

Booth hat folgendes geschrieben:
alles was in den Artikeln zu finden ist, zeigt eindeutig, daß Tibet heute eben nicht ein wirtschaftliches Zentrum ist


Tja... was haben wir denn da. Aussagen, eine Abspaltung würde Tibet "sehr schaden", eine Reaktion von mir, daß Tibet ganz sicher kein "wirtschaftliches Zentrum" ist, und dann Dein hinweis, daß eine Abspaltung "deutlich spürbar" wäre. Meine Ablehnung gegenüber "sehr schaden" bleibe bestehen... Deine Aussage von "deutlich spürbar" würde ich sofort unterschreiben. Ein wirtschaftliches Zentrum ist Tibet meines Erachtens eindeutig nicht. Wo ist hier der Konflikt?

Laokoon hat folgendes geschrieben:
Ausgeweitete Unruhen genügen ja schon, um die Produktion über Wochen oder gar Monate lahm zu legen - und dass allein sind schon schwerwiegende Verluste
Ach herrje... Du glaubst an so "ausgeweiteten" Unruhen, daß aus ganz Tibet die Produktion der dortigen Energieversorgung lahmgelegt wird? Ja dann...

Scherwiegende Verluste für die gesamte chinesische Wirtschaft wären das aber ganz sicher nicht. Ein paar Wochen woanders Ressourcen her zu beziehen... das sollte machbar sein. Aber weder Du noch ich kennen die genaue Energieversorgung Chinas, oder? Wink
Von den zwei Bekannten, die China kennen (der eine hat eine chinesische Frau, der andere war in einem Industrieprojekt von Siemens dort) kenne ich jedenfalls einige Aussagen, daß die Energieversorgung dort sowieso nicht so dolle ist, und selbst für die Industrie manchmal ausfällt. Das ist eine Situation, die den Chinesen in manchen Regionen offenbar eh vertraut ist.

Ich glaube... wir können eh kaum einschätzen, ab wann eine DIKTAKTUR in China bei einem Aufstand "schwerwiegende Verluste" sehen würde. Das sind Diktatoren... wenns irgendwo im Land nicht funktioniert, werden da ein paar freundlich, lächelnde Soldaten im Panzer hingeschickt. Was soll passieren, wenn es ein paar Wochen/Monate Ärger in Tibet gibt? Es gibt dort keine Tagesthemen und keine Talkshow mit Frau Will und erst recht keine Wahlen, die die Aparatschisk zu befürchten hätten. Die schiessen den Aufstand nieder und gut ist. Das klingt zwar böse zynisch... aber herrje... glaubt Ihr ernsthaft, daß eine Diktatur damit ein erhebliches Problem hat, wenn es in einem Teil des Landes kracht? Das ist für die eh normal. Business as usual.

gruß
Booth


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