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Indem die Christen sagen, dass Christus ihr König ist...
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Neue Antwort erstellen    Ask1.org Foren-Übersicht -> Religion und Glauben
BeitragVerfasst am: Fr Feb 29, 2008 5:38 pm


Es geht doch darum, dass Christen ihn nicht allein für sich beanspruchen dürfen, das wäre nämlich Fanatismus.

Da Christus König der Geisterwelt Gottes ist, ist er für alle Wesen König, egal ob sie es wissen, ihn anerkennen oder nicht...

Die Verantwortung für das Übel in der Welt trägt ein anderer, der nicht will, dass die Wahrheit ans Licht kommt und versucht, möglichst lange die Menschen irre zu führen !


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Tretet an die Wege und seht, forscht nach den Pfaden der Vorzeit, welches der Weg des Heils sei; den geht, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

arius
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BeitragVerfasst am: Fr Feb 29, 2008 5:40 pm


arius hat folgendes geschrieben:
Es geht doch darum, dass Christen ihn nicht allein für sich beanspruchen dürfen, das wäre nämlich Fanatismus.


Fanatismus ist unter religiösen Menschen nicht gerade selten.


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Malakim
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BeitragVerfasst am: So März 02, 2008 11:38 am


Hallo,

das folgende Gedicht entstand u.a. durch Anregungen aus diesem thread:

Sisyphos - Luzifer - Diabolus 02.03.2008 V3.0

Unverschämt glücklicher Teufel -
kein gefallener Engel -
zu allem frei:
Nie mehr Kettenhund!

Auch grandioses Scheitern
hätte Würde,
doch selbst Götter zittern
vor Tiefe und Freiheit
im Höllenschlund.

Gruß
Trestone


Trestone
Inventar


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BeitragVerfasst am: So März 02, 2008 11:55 am


Darf man Kritik üben?
Ein Zeilenumbruch macht aus Prosa noch kein Gedicht... Wink


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gloeckle
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BeitragVerfasst am: So März 02, 2008 12:02 pm


Ich verstehe es auch inhaltlich nicht so richtig, aber immerhin gibt es einen Endreim.


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Inventar


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BeitragVerfasst am: So März 02, 2008 1:27 pm


[quote="Trestone"]
ammun hat folgendes geschrieben:


Deutet er doch an, dass sich Christentum und Jesus relativ unabhängig voneinander entwickelt haben -
was ich mir bisher oft gar nicht so klar gemacht habe,
denn schließlich lesen und hören wir (bin Katholik)
ja oft Erzählungen über Jesus (Bibel, neues Testatment).

Dass diese wie alle Überlieferungen nur bruchstückhaft,
politisch überarbeitet und zu "christen internen Zwecken" angefertigt wurden,
machte ich mir selten klar.
Die Qumrandiskussion half da ein wenig.

Wie haben wir aber einen direkten Zugang zu "Jesus", ohne diese Filter?
Denn auch für die anderen Quellen gilt das oben gesagte?
D.h. die Frage, wer Jesus ist, bleib für unsere Projektionen offen,
auch für die, dass er sich angesichts der heutigen Christen und Kirche
im Grab herumdrehen würde (wenn es nicht doch leer ist).

Auch die Fragen: "Wer sind die Christen?", "Wie ist die Kirche?"
ist schwer zu beantworten, da ja auch ich mich mit meiner Individualität
als Stück der Kirche begreife -
nur die Papiere der Amtskirche zu betrachten springt ähnlich zu kurz,
wie Jesus nur aus der Bibelüberlieferung zu sehen.



Man kann doch auch Christ sein, ohne sich mit der Kirche (welcher auch immer) zu identifizieren.
Ist klar, dass vor allem die kath. Kirche viel Dreck am Stecken hat weil Jahrhundertelang Menschenrechte verletzt wurden und die Leute einfach dumm gehalten wurden. Ansätze davon lassen sich wahrsch. immernoch finden.
Aber die Kirche hat ja auch aus ihren Fehlern gelernt und weiß jetzt, dass z.B. Hexeverbrennungen nicht Gottes Wille waren. Und die Kirche verändert sich und kommt den Menschen entgegen (z.B. die Abschaffung der Vorhölle, so ein Blödsinn).
Wie auch immer, ich finde, dass an sich als Christ nicht für die Vergangenheit der Kirche schämen muss.
Zum Glück gabs ja so Leute wie Martin Luther, denn die ganzen Dogmen und Traditionen der katholischen Kirche nerven mich wirklich.
Die Protestanten können sich da ja noch gut rausreden.

Aber das mit der Qumramdiskussion und den politisch überarbeiteten Überlieferungen würd mich mal interessieren. Gibts da noch nen Thread?
thx, Suzana


Suzana
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BeitragVerfasst am: So März 02, 2008 8:29 pm


Suzana hat folgendes geschrieben:

Zum Glück gabs ja so Leute wie Martin Luther, denn die ganzen Dogmen und Traditionen der katholischen Kirche nerven mich wirklich.
Die Protestanten können sich da ja noch gut rausreden.


Ich fürchte da bist Du einem Irrtum aufgesessen. Martin Luther hat die Dogmen nicht abgeschafft. Ich glaube nichtmal reduziert. Eigentlich habe ich den Eindruck die protestantischen Kirchen sind dogmatischer als die RKK, aber da kann ich mich täuschen.

Radikale Fundamentalisten findet man am ehesten unter Protestanten. Der Begriff "Fundamentalismus" kommt von protestantischen Christen:

Wiki hat folgendes geschrieben:

In seiner ursprünglichen Bedeutung geht der Begriff Fundamentalismus auf eine konservative Reformbewegung gegen modernistische Tendenzen innerhalb des US-amerikanischen Protestantismus zurück.


Martin Luther selber ist auich schön angreifbar wenn man denn möchte. Ich denke da an so interessante Schriften von Luther wie:
Von den Jüden und iren Lügen (1543)
Auch Hexen wollte Luther eher nicht am Leben lassen, so predigte er 1526

Martin Luther hat folgendes geschrieben:

Es ist ein überaus gerechtes Gesetz, dass die Zauberinnen getötet werden, denn sie richten viel Schaden an, was bisweilen ignoriert wird, sie können nämlich Milch, Butter und alles aus einem Haus stehlen… Sie können ein Kind verzaubern… Auch können sie geheimnisvolle Krankheiten im menschlichen Knie erzeugen, dass der Körper verzehrt wird… Schaden fügen sie nämlich an Körpern und Seelen zu, sie verabreichen Tränke und Beschwörungen, um Hass hervorzurufen, Liebe, Unwetter, alle Verwüstungen im Haus, auf dem Acker, über eine Entfernung von einer Meile und mehr machen sie mit ihren Zauberpfeilen Hinkende, dass niemand heilen kann…
Die Zauberinnen sollen getötet werden, weil sie Diebe sind, Ehebrecher, Räuber, Mörder… Sie schaden mannigfaltig. Also sollen sie getötet werden, nicht allein weil sie schaden, sondern auch, weil sie Umgang mit dem Satan haben.



Also ganz so einfach ist die Sachlage da irgendwie nicht.


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Malakim
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BeitragVerfasst am: Mo März 03, 2008 9:51 am


Trestone hat folgendes geschrieben:


Ich finde die Überschrift (bzw. den ersten Satz oben) sehr spannend:

Deutet er doch an, dass sich Christentum und Jesus relativ unabhängig voneinander entwickelt haben - ...


sehr gut erkannt!


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Ammun war da...

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BeitragVerfasst am: Mo März 03, 2008 11:53 am


ammun hat folgendes geschrieben:
Trestone hat folgendes geschrieben:


Ich finde die Überschrift (bzw. den ersten Satz oben) sehr spannend:

Deutet er doch an, dass sich Christentum und Jesus relativ unabhängig voneinander entwickelt haben - ...


sehr gut erkannt!


So? Ich verstehe es nicht.
Was versteht ihr unter Entwicklung von Jesus? Sein "Werdegang", seine Biographie?
Wie kann man das in Relation zur Entwicklung des Christentums setzen und eine Abhängigkeit verneinen?


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gloeckle
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BeitragVerfasst am: Mo März 03, 2008 12:32 pm


Amun schiebt zwei Sachen, einmal die Person Jesu und seine Lehre und dann das Christentum auf einer Zeitebene. Das kann man ja nicht so einfach tun. Die Lehre Jesu ist die Grundlage, aber das Christentum hat sich doch erst nach seinem Tod entwickelt, er hatte die Grundlage gesetzt aber keinen Einfluß auf die Entstehung des Christentums.

Ich empfehle Amun mal nicht nur nach interessanten Sätzen in der Bibel zu suchen. sondern sich auch mal mit der Frage zu beschäftigen, welche Zeiteinflüsse dort enthalten sind und wie sich unser heutiges Verständnis von Glauben und Gesellschaft zur Zeit von vor 2000 Jahren verändert hat.
Damit meine ich nicht die Glaubensaussagen, sondern seine Bemühungen die Worte Jesu aus seinem heutigen Weltverständnis zu interpretieren.


Minerva
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BeitragVerfasst am: Mo März 03, 2008 2:11 pm


Minerva hat folgendes geschrieben:
Die Lehre Jesu ist die Grundlage, aber das Christentum hat sich doch erst nach seinem Tod entwickelt, er hatte die Grundlage gesetzt aber keinen Einfluß auf die Entstehung des Christentums.


Hatter er nicht?
Hat er denn nicht 12 Jünger ausgesannt um die 12 Stämme Israels mit seinen Lehren vertraut zu machen und hat er nicht auch 70 weitere Gläubige ausgesannt um die 70 Völker der Erde zu unterweisen? Leitet sich nicht aus solchen religionsstiftenden Handlungen Jesu die Kirche her?



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BeitragVerfasst am: Mo März 03, 2008 3:10 pm


Hatte er schon, er ist die Grundlage des christlichen Glaubens, aber daraus zu folgern, dass die Entwicklung des Christentums in seinem Sinne geschehen ist halte ich für gewagt. Viele Aspekte des Christentum basieren auch auf Entscheidungen die er sicher nicht für richtig gehalten hätte. (z.B. das die Rolle der Frau in der Kirche) Auch wenn es immer heißt, die Kiche ändere sich nicht, so hat sie doch in dieser langen Zeit viele Anpassungen an die jeweilige Zeit erfahren un ich unterscheide schon zwischen der Aussage der Bibel und manchen Aussagen der etablierten Kirchen.


Minerva
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BeitragVerfasst am: Mo März 03, 2008 3:26 pm


Wir sind uns einig Smile


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BeitragVerfasst am: Mo März 03, 2008 7:50 pm


Minerva hat folgendes geschrieben:
Amun schiebt zwei Sachen, einmal die Person Jesu und seine Lehre und dann das Christentum auf einer Zeitebene. Das kann man ja nicht so einfach tun...


Analog sage ich: Wir schieben Geist, Körper und Gott oft in eine Zeitebene,
das kann ich auch anders tun:

Ich nehme einfach ein Nacheinander an:

1) Wir sind erst Gott (und sonst existiert parallel nichts, auch kein Geist und kein Körper)

2) dann sind wir Körper (und sonst existiert parallel nichts, auch kein Gott und kein Geist)

3) dann sind wir wieder Gott (und sonst ... nichts)

4) dann sind wir Geist (und sonst ... nichts)

usw.

Über die Dauer der Intervalle weiß ich wenig,
vermute aber dass die Gott-Zustände relativ lange sind und die beiden anderen relativ kurz -
aber alle unwahrnehmbar kurz.

Mit dieser Theorie wäre auch die Theozidee fast beantwortet,
denn wenn das Böse geschieht (meist durch bewußte Geister)
ist Gott ja gar nicht da...

Das Ganze könnte man "quantentheorieorientierter Pantheismus mit Sequentionalisierung" nennen,
kurz QUAPSI.

Es ist auch eine Art Wiedergeburtslehre im Turbotempo (Planck-Sekunden).
Wie beim Fernsehbild nehmen wir sonst Permanenz an, wo in Wirklichkeit Verwandlung und (schneller) Wechsel herrscht.

Leider ein wenig Off-Topic...

Gruß
Trestone


Trestone
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BeitragVerfasst am: Mo März 03, 2008 8:43 pm


Trestone hat folgendes geschrieben:

2) dann sind wir Körper (und sonst existiert parallel nichts, auch kein Gott und kein Geist)



Hmm... das ist aber genau das, das Jesus verneint.... die christliche Lehre sagt das Körper, Geist und Gott parallel existieren und ich sage das trotzdem die lineare Zeit wie wir sie uns vorstellen eine Illusion ist.... Smile

Lg

AoS


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"Whence comest thou?" Then the Angel answered the Lord, and said: "From going to and fro in the earth, and from walking up and down in it."

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