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Earthlings
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BeitragVerfasst am: Fr Jan 18, 2008 12:18 am


http://veg-tv.info/Earthlings

Eine Reportage. Vorweggenommen: Ich hab noch nie in meinem Leben so etwas krasses gesehn. (Und ich bin viel im Inet unterwegs Wink ). Viele werden sich die Doku nicht ganz anschauen können. Aber gerade die sollten vielleicht anfangen zu überlegen, ob sie so weiter machen wollen wie bisher.
Ich bin seit 6 Jahren Vegetarier und stehe dem Veganismus recht nahe. Ich weiß auch, was geht. Aber was der Film zeigt...hat mich verdammt oft zusammen zucken lassen und mir abartig schlechte Gefühle in der Magengegend verursacht. Ich hoffe er fällt nicht unter das "sowas ist unerwünscht....Kinder....böse". Ganz einfach, weil es da draußen passiert. Und ich finde die Ausrede "das wußte ich nicht" oder die Begründung "Es schmeckt aber" ...mittlerweile nicht mehr dolle. Schaut einfach mal die Doku an. So viel ihr könnt und macht euch gedanken. "Hätten Schlachthäuser Glaswände, würde keiner mehr Fleisch essen". Wer das weiß und es ignoriert...nunja. Die Leute brauchen mir persönlich nicht mehr, in keiner Beziehung mit "Respekt" oder "politisch korrekt" kommen. Weil sie weder das Leben, irgendwelche Rechte noch Intelligenz respektieren.


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BeitragVerfasst am: Fr Jan 18, 2008 1:25 am


Immer dieser moralische Zeigefinger... Rolling Eyes

Für interessante Dokus habe ich übrigens einen gesonderten Thread geöffnet, wenn du magst kannst du das da gerne ebenfalls posten. Wink

Irgendwie ist mir das Thema zu Komplex, um mir eine abgeschlossene Meinung zu bilden. Da gibt es sooo viele offene Fragen...

Klar, toll sieht das nicht aus, wenn man bspw. ein Schwein schlachtet. Hört sich auch nicht gut an und sieht auch nicht besonders aus. Aber im Endeffekt - gebraten, am Spieß... Kann schon was.

Ist immer alles stark perspektivabhängig. Geht es um den generellen Respekt vor Leben? Wieso gilt das dann offenbar nicht für Insekten?

Oder geht es darum, Schmerzen zu vermeiden? Da wäre dann die Frage, was Schmerz überhaupt für ein Phänomen ist. Ist das psychisch, physisch oder beides? Bei Menschen - beides. Bei Tieren auch? Bei allen Tieren? Oder nur bei manchen?

Massentierhaltung ist ziemlich unsexy - geschenkt. In 500 Jahren wird wohl niemand mehr Fleisch essen - geschenkt. Finde ich alles wunderbar. Und wenn jemand da Infos verbreiten und Leute wachrütteln will -- denn die wenigstens werden ihr Verhalten überhaupt hinterfragen -- dann begrüße ich das. Und für den moralischen Zeigefinger habe ich auch ein gewisses Verständnis.

Aber die Welt ändert sich nicht von heute auf morgen. Meine Theorie ist, dass wir immer im Mittelalter leben. Wir halten es nur für die ach so moderne Gegenwart. Ich versuche, die archaischen Momente, die es in die Jetztzeit geschafft haben, zu genießen. Das ist reinster Pragmatismus. Es mag - auf welcher Ebene auch immer - falsch sein, Tiere zu essen. Ich bin mir da nicht ganz sicher, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es da sehr gute Argumente gibt (und einige kenne ich). Nur, was schert das den Metzger? Und so lange ein Steak schmeckt wie ein Steak nunmal schmeckt, so lange wird es für mich verdammt schwer sein, das nicht zu kaufen.

Vielleicht nicht nobel und vielleicht irgendwo sogar verrückt, aber dann kann gerne jemand, wie wir heute über's Mittelalter sprechend, in 300 Jahren das unglaublich finden, was ich hier für eine Meinung vertrete, aber jemand anders würde dann sicher entgegnen, dass das damals nun einmal normal und "eben die Zeit" war - und er hätte vollkommen Recht.


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BeitragVerfasst am: Fr Jan 18, 2008 11:37 am


Aphorismus hat folgendes geschrieben:
Immer dieser moralische Zeigefinger... Rolling Eyes

Für interessante Dokus habe ich übrigens einen gesonderten Thread geöffnet, wenn du magst kannst du das da gerne ebenfalls posten. Wink


Danke aber das hier reicht mir.

Aphorismus hat folgendes geschrieben:

Irgendwie ist mir das Thema zu Komplex, um mir eine abgeschlossene Meinung zu bilden. Da gibt es sooo viele offene Fragen...



Weil es viele Fragen gibt nicht nach Antworten suchen? Wäre doch zu einfach...

Aphorismus hat folgendes geschrieben:

Klar, toll sieht das nicht aus, wenn man bspw. ein Schwein schlachtet. Hört sich auch nicht gut an und sieht auch nicht besonders aus. Aber im Endeffekt - gebraten, am Spieß... Kann schon was.


Ist das ein Grund? Weil etwas schmeckt etwas das unappetitlich ist und das rankommen....ungut...es zu tun? Vielleicht ist der Weg das Ziel. Und wenn der Weg "böse" ist...ist das Ziel nicht weniger böse?

Aphorismus hat folgendes geschrieben:

Ist immer alles stark perspektivabhängig. Geht es um den generellen Respekt vor Leben? Wieso gilt das dann offenbar nicht für Insekten?


Richtig. Wieso nicht. Ich kill keine Insekten, weil es mich grad überkommt. Sticht ne Schnake mich, kriegt die auch eine. Vergleichbar mit nem Löwen der mich fressen woltle...da würde ich mich auch wehren. Ein klärendes Gespräch mit Schnaken kam bei mir leider noch nicht zustande, um sie zum aufhören zu bewegen...

Aphorismus hat folgendes geschrieben:

Oder geht es darum, Schmerzen zu vermeiden?


Schmerz. Qual. Leiden. Sei es aus geschmacksgründen (Lebenden Fisch fritieren...), Kostengründen (Gurgel aufschneiden ist billiger als Todesspritze) oder Sadismus (schaut euch Earthlings an...). Diese Schmerzen zu vermeiden wäre doch machbar. "Human". Richtig. Oder ist jemand, der Kinder quält in Ordnung, weil es ja in seiner Natur liegt. Er das schon immer gemacht hat. Oder ist es böse weil das Kind nie etwas böses getan hat. Sich nicht wehren kann. Kann ein Tier das? Hat jemals ein Tier einer Puppy Fabrik, PelzFabrik etwas böses getan? Oder sind sie von Natur aus dazu geschaffen, durch anale Stromstöße getötet zu werden?

Aphorismus hat folgendes geschrieben:

Da wäre dann die Frage, was Schmerz überhaupt für ein Phänomen ist.


Schau dir jemanden an, dem ein Arm fehlt. Seine Mutter gestorben ist. Der vergewaltigt wurde. Und schau dir die Tiere an denen bei lebendigem Leib das Fell abgezogen wird und die wann weggeschmissen werden. DAS ist das Phänomen Schmerz. Was willst du sonst noch darüber wissen? Was interessiert es, woher es direkt kommt. Wenn du siehst das es Leiden und Qual ist?

Aphorismus hat folgendes geschrieben:

Ist das psychisch, physisch oder beides?


Ein toter Freund oder ein 70 Schläge ins Gemächt. Beides Schmerzen? Ja.

Aphorismus hat folgendes geschrieben:

Bei Menschen - beides.


Richtig

Aphorismus hat folgendes geschrieben:

Bei Tieren auch? Bei allen Tieren? Oder nur bei manchen?


Nein. Ach was. Delphine bleiben aus perversität bei verwundeten Artgenossen. Sie wollen sie leiden sehn. Meerschweinchen fressen nichts mehr wenn ein Verwandter stirbt, weil sie abnehmen wollen. Und Schweine quieken aus spaß wenn ihnen die Zähne abgeschnitten werden. Wie soll ein Fisch denn den Leuten bitte verständlich machen, das er Schmerzen hat, wenn er harpuniert wurde und aufgeschlitzt. Ach..durch herumwälzen? Nein. Das sind ja nur Muskeln und so die zappeln. Kein schmerz. Oder wollen wir verschleiern?

Aphorismus hat folgendes geschrieben:

Massentierhaltung ist ziemlich unsexy - geschenkt. In 500 Jahren wird wohl niemand mehr Fleisch essen - geschenkt. Finde ich alles wunderbar.


Warum ist es in 500 Jahren toll und heute nicht?

Aphorismus hat folgendes geschrieben:

Und wenn jemand da Infos verbreiten und Leute wachrütteln will -- denn die wenigstens werden ihr Verhalten überhaupt hinterfragen -- dann begrüße ich das. Und für den moralischen Zeigefinger habe ich auch ein gewisses Verständnis.


Verständnis. Ist aber nett. Wenn in den Nachrichten kommt, das 2 Leute in nem Autounfall gestorben sind sind alle bestürzt. Aber das 10 MILLIARDEN. MILLIAREN. MILLIARDEN! Tiere JÄHRLICH durch Tierversuche sterben. Da ist ein Thread schon ein etwas zu hoch erhobener Zeigefinger. Ja. Sorry. Die verhältnismäßigkeit sollte beachtet werden Sad (Sorry...is kein anpissen deinerseits. Aber finde die Sicht vieler Leute was das angeht ...naja..traurig? Lustig? Wenn Zahlen, Fakten etc nicht mehr zählen..dann vielleicht Sarkasmus um zum denken zu bewegen?)

Aphorismus hat folgendes geschrieben:

Aber die Welt ändert sich nicht von heute auf morgen.


Gut das wir erst gestern angefangen haben Tiere zu quälen. Da wir es noch nicht Jahrhunderte lang machen können wir vielleicht bald damit aufhören. Oder Ändert sich nichts, wenn man nicht anfängt etwas zu tun?

Aphorismus hat folgendes geschrieben:

Meine Theorie ist, dass wir immer im Mittelalter leben. Wir halten es nur für die ach so moderne Gegenwart. Ich versuche, die archaischen Momente, die es in die Jetztzeit geschafft haben, zu genießen.


Unter dem Gesichtspunkt wäre einem Menschen, der Sextourismus an Kindern betreibt nichts vorzuwerfen, da es ja ein Genusspunkt unserer Barbarischen Zeit ist. Oder ist das was anderes? Alle sind Schweine. Ich also auch. Da fall ich wenigstens nicht auf. Hmm. Naja. Stimmt schon.

Aphorismus hat folgendes geschrieben:

Das ist reinster Pragmatismus. Es mag - auf welcher Ebene auch immer - falsch sein, Tiere zu essen.


Was ist praktisch daran, sich Krankheiten heranzuzüchten, Ungesund zu leben, krank zu werden etc.? Was ist praktisch daran das immer mehr Krankheiten auftreten bei in Massen gehaltenen Tieren. Unser Antibiotika die wirkung verliert, weil Tiere damit dauer-behandelt werden? Schon lustig wenn noch mal ne Pest kommt. Und dann resistent gegen Antibiotika. Gab doch schon mal Party oder?

Aphorismus hat folgendes geschrieben:

Ich bin mir da nicht ganz sicher, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es da sehr gute Argumente gibt (und einige kenne ich). Nur, was schert das den Metzger? Und so lange ein Steak schmeckt wie ein Steak nunmal schmeckt, so lange wird es für mich verdammt schwer sein, das nicht zu kaufen.


Was Geschmack alles rechtfertigen kann. Nicht schlecht. Aber das Kerlchen aus Rotenburg...Armin Malwes war das, oder? Dem kann dann aber beim besten willen kein Vorwurf gemacht werden. Er hat niemanden getötet und ...hey...war lecker.

Aphorismus hat folgendes geschrieben:

Vielleicht nicht nobel und vielleicht irgendwo sogar verrückt, aber dann kann gerne jemand, wie wir heute über's Mittelalter sprechend, in 300 Jahren das unglaublich finden, was ich hier für eine Meinung vertrete, aber jemand anders würde dann sicher entgegnen, dass das damals nun einmal normal und "eben die Zeit" war - und er hätte vollkommen Recht.


Sorry...aber da drängt sich mir so abartig das 3. Reich ins Gehirn. Damals hat jeder gewußt, was passiert und es geduldet. Aber man kann heute keinen Vorwurf machen, weil es eben passiert ist? Das etwas passiert, passiert ist...daran kann man ggf nichts ändern. Da geb ich recht. ABER: Das wir NICHTS aus sowas lernen. Das nehm ich der Menschheit übel. Weder aus Kriegen lernen wir. Nicht aus Massenvernichtungen (nicht nur 3. Reich. Russland mir Gulaks + Knochenstraße. Tiere. Indianer. Sarajevo. Iran. Hexenverbrennungen. Und wir machens immer wieder...und das jedes mal haben einige einen neuen "Aha-Effekt". Das ist das einzige, das wir mitnehmen aus all dem.


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BeitragVerfasst am: Fr Jan 18, 2008 1:24 pm


@ Diskordias Legionär

Der Film brauchte gerade mal 3 Minuten um Godwins Gesetz zu "bemühen" und Du gerade mal 2 Einträge........

Eigentlich erübrigt sich damit jegliche Diskussion mit Dir, werde aber meinen Standpunkt trotzdem kurz schildern und es dann damit auf sich beruhen lassen, da es nix geben wird was mich davon abbringt!

Es wird nicht viele Leute - und hier vermutlich schon gar nicht - geben, die sich nicht ungefähr vorstellen können, was in Schlachthäusern, in der Massentierhaltung, bei Tierversuchen, usw. abgeht.

Ich persönlich wohne auf dem Land - umringt von Bauernhöfen - und habe schon x-mal gesehen wie Tiere geschlachtet und "verwurstet" wurden. Und ich sag´s Dir "direkt und ungeniert" - ich habe NULL PROBLEM damit.
Ich habe auch kein Problem mit Lederwaren, mit Kosmetika (ja gut mit denen teilweise schon), mit Arzneien.

Ich finde es allerdings auch nicht ok, Tiere aus "Spaß" oder "Sport" zu töten - zumindest da bin ich auf einem Nenner mit Dir.

Ich finde es absolut in Ordnung wenn Du Deine Meinung vertrittst und dagegen ankämpfst. Jeder hat schließlich (gottseidank) ein Recht auf seine Meinung.

Und im Gegensatz zu Dir

ZITAT:

Wer das weiß und es ignoriert...nunja. Die Leute brauchen mir persönlich nicht mehr, in keiner Beziehung mit "Respekt" oder "politisch korrekt" kommen. Weil sie weder das Leben, irgendwelche Rechte noch Intelligenz respektieren.


respektiere ich andere Meinungen auch....


Nichtsdestotrotz werde ich auch weiterhin mit meinen Lederschuhen in mein Lieblingsrestaurant gehen und dort genüßlich mein Steak verzehren!


Deremija
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BeitragVerfasst am: Fr Jan 18, 2008 4:39 pm


Deremija hat folgendes geschrieben:

respektiere ich andere Meinungen auch....


Meinung ist eins. Unterstützung von Massenmord...etwas anderes.

Godwins Gesetz kannte ich nicht. Ist aber recht interessant. Naja. Nundenn. Es ist vllt auch etwas, dass das Ausmaß verdeutlicht. Weil Der Holocaust für DEN Massenmord steht. Und daher imo das einzige ist, das dem Menschen hilft etwas zu begreifen: das Ausmaß.

Ich hab als Kind auch gesehn wie Schweine, Hasen, Hühner gschlachtet werden. Aber das industrielle...und die Art ist das was mich so...nunja.

Klar können es sich einige hier vorstellen. Aber schön reden wird schwerer nach dem man es gesehen hat. Darum geht se vllt auch. Etwas zu lassen weil man erkannt hat das es einfach schlecht ist.


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BeitragVerfasst am: Fr Jan 18, 2008 5:02 pm


Massentierhaltung ist schlecht, ja. Tiere gehören würdig behandelt, ja.

Aber Massentierhaltung mit dem Holocaust zu vergleichen... Das zeugt entweder von ideologischer Verblendung oder historischem Unwissen. Such es Dir aus.

so ein blödsinn.....


ws


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BeitragVerfasst am: Fr Jan 18, 2008 5:08 pm


Wie stehts mit dem Gedanken, generell auf Fleisch aus Massentierhaltung zu verzichten?
Ich bin ein Allesfresser und im Gegensatz zu vielen anderen lege ich großen Wert auf die Art und Weise, wie mein Essen vorher gelebt hat. Allerdings würde ich nicht auf Fleisch, Fisch, Schalentiere verzichten wollen. Das schlechteste, weil älteste Argument überhaupt: Raubtiere tun das auch nicht.
Nur sollten wir uns insgesamt mehr Gedanken darüber machen, woher unser Essen kommt und wie viel Fleisch wir andauernd futtern, das, finde ich, muss nämlich nicht sein.
Gruß,
Magna


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BeitragVerfasst am: Fr Jan 18, 2008 5:44 pm


Magna hat folgendes geschrieben:
Wie stehts mit dem Gedanken, generell auf Fleisch aus Massentierhaltung zu verzichten?
Ich bin ein Allesfresser und im Gegensatz zu vielen anderen lege ich großen Wert auf die Art und Weise, wie mein Essen vorher gelebt hat. Allerdings würde ich nicht auf Fleisch, Fisch, Schalentiere verzichten wollen. Das schlechteste, weil älteste Argument überhaupt: Raubtiere tun das auch nicht.
Nur sollten wir uns insgesamt mehr Gedanken darüber machen, woher unser Essen kommt und wie viel Fleisch wir andauernd futtern, das, finde ich, muss nämlich nicht sein.
Gruß,
Magna


Den guten Willen in allen ehren, aber ich denke da wirds am Geld scheitern.

1. Wäre das Produkt sau teuer
2. könnte es sich kein Bauer auf dauer Leisten die Tiere Artgerecht zu halten
3. leider ist die Massentierhaltung in unserer Konsumgesellschaft nicht mehr wegzudenken.


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BeitragVerfasst am: Fr Jan 18, 2008 5:52 pm


Winston_Smith hat folgendes geschrieben:
Massentierhaltung ist schlecht, ja. Tiere gehören würdig behandelt, ja.

Aber Massentierhaltung mit dem Holocaust zu vergleichen... Das zeugt entweder von ideologischer Verblendung oder historischem Unwissen. Such es Dir aus.

so ein blödsinn.....


ws


Was ist der Unterschied. Eine Seite stellt sich über die andere. Dann wird Systematisch ausgesucht wer wie stirbt. Der Zweck ist klar. Es geht um Effizienz. Die Rechtfertigung ist eine andere: man ist etwas besseres oder: wir könen es eben tun. Moral wird durch weg sehen oder durch sagen von "so schlimm ist es schon nicht" weg gemacht. Optional: es ist halt so. Herrenrassen Menalität ist es in beiden fällen. Und wo ist der Unterschied?


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BeitragVerfasst am: Fr Jan 18, 2008 6:04 pm


Weil die Tiere nich für die Endlösung, Endsieg oder aufgrund überlegener Art sterben. Sie sterben weil es eine Nahrungsquelle für den Mensch ist.

Stell dir mal vor die ganze Menscheit wäre Vegetarisch/Veganer... Greenpeace würd euns den ganzen Tag aufs Dach steigen, weil wir Tieren das Futter streitig machen und somit sie zum Untergang verdammen ... LOL


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BeitragVerfasst am: Fr Jan 18, 2008 6:17 pm


Haben die Borkenkäfer die einen ganzen Wald vernichten auch eine Herrenrassenmentalität?
Ich kann nicht beurteilen, ob sie sich darüber Gedanken machen.
Oder die Wespe, die ihre Eier in andere Insektenkörper setzt, und die Larven sich später vom lebenden Tier ernähren... sehr ... unappetitlich. Immer diese Herrenrassen! Manmanmanmanman.....
Einer muss imho das Ende/Anfang der Nahrungskette darstellen, im Mom ist das eben der Mensch, vor einiger Zeit sollen das mal die Dinos gewesen sein.
Mit manchen Tieren entwickelt der Mensch eben ein extremes Mitgefühl, was das Schlachten selbiger nicht gerade einfacher macht, von daher bin ich auch der Ansicht, dass dieses Schlachten so kurz und schmerzlos wie möglich ablaufen sollte.
Aber auf Fleisch zu verzichten? Die armen Pflanzen! Rolling Eyes


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BeitragVerfasst am: Fr Jan 18, 2008 6:22 pm


Wenn wieder sein Schwein zuhause schlachtet, gäbs das Problem nicht.
Diese Naturfremdheit macht doch Massentierhaltung erst möglich.
Zitat:
Aber das 10 MILLIARDEN. MILLIAREN. MILLIARDEN! Tiere JÄHRLICH durch Tierversuche sterben.

Das sind aber ziemlich viele.

Bevor man über Tierversuche herzieht, sollte man sich mal Gedanken über die Haltung von Haustieren machen.
Labortiere sind einfach zu wertvoll um sie nicht artgerecht zu halten und zu pflegen. Und die dazugehörige Bürokratie ist einfach unglaublich. Schön ist das natürlich nicht, aber leider notwendig. Die Alternative sind Menschenversuche, verbietet sich natürlich von selbst.

Nen neuen Hamster für das 5-jährige Blag gibts für 10€ oder Geschenkt. Darüber regt sich keiner auf.

Zitat:
Unser Antibiotika die wirkung verliert, weil Tiere damit dauer-behandelt werden? Schon lustig wenn noch mal ne Pest kommt. Und dann resistent gegen Antibiotika. Gab doch schon mal Party oder?

Nein, Antibiotika für die Tierzucht sind selbstverständlich nicht klinisch zugelassen. Und andersrum, das würde ja jeweils den anderen Markt kaputtmachen.


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Btw sell all your gasoline stocks. Everything now runs on potatoes!"

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BeitragVerfasst am: Fr Jan 18, 2008 10:39 pm


Zitat:
Das sind aber ziemlich viele.

Das sind wahrscheinlich auch PETA-Zahlen. Die BUAV schätzt die Anzahl auf etwa hundert Millionen, also ein Hundertstel davon.

http://www.buav.org/pdf/VivisectionFAQs.pdf


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BeitragVerfasst am: Sa Jan 19, 2008 11:08 am


Moin!

Also erstmal vorweg: ich habe mir den Film noch nicht angesehen.
Nicht, weil ich beführchte, dass er mir zu "heftig" ist, sondern weil 1,5 Std. doch schon ein ziemlich langer Streifen ist. Ich hoffe ich finde in den nächsten Tagen noch Muse dazu.

Zum Thema:
Ich selbst esse eigentlich sehr gern Fleisch und Fisch. Allerdings habe ich meinen Fleischkonsum mittlerweile auf ein Minimum reduziert; so verzichte ich für gewöhnlich darauf, Fleisch "aufs Brot zu schmieren" oder selbst Gerichte mit totem Tier zuzubereiten, wenn ich allein esse (was der Regelfall ist). Fleisch esse ich folglich fast nur, wenn ich eingeladen werde, ein Restaurant besuche, in dem es keine vergleichbare fleisch-/fischlose Mahlzeit gibt, oder manchmal im Rahmen der sommerlichen Grillsaison.

Ich bin mir des Leidens, dass durch die Massentierhaltung, Tierversuche, Pelztierzucht, etc. erzeug wird bewusst.

Ich denke, dass nur die Konsumenten selbst die Möglichkeit haben, diese Entwicklung rückgängig zu machen. Dafür ist ein Umdenken erforderlich, dass zu Anfang auch zu finanziellen Einbussen führen kann (wer sich entscheidete, weiterhin Fleisch zu essen und auf Massentierhaltung verzichten will, muss zwangsläufig mehr Geld für sein Steak ausgeben). Aber wie soll es auch anders laufen? Es wird sich nichts ändern, wenn man nicht bei sich selbst anfängt.

Solange man beim Fleischkauf sparen will, wird Massentierhaltung und -Schlachtung erforderlich sein. Wenn man auf artgerechte Haltung, bio und öko besteht, werden sich immer mehr Unternehmen danach richten. Das simple "Angebot und Nachfrage"-Ding. Es lässt sich fast überall anwenden.

Warum läuft denn im Fernsehen so ein Schrott wie "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" oder "Deuschland sucht den nächsten Y-Promie"? Doch nur weil es Leute gibt, die sich diesen Mist reinziehen. - Angebot und Nachfrage.

So sieht es auch mit Tierversuchen aus. Für medizinische Zwecke sind sie meistens absolut notwendig um nicht Menschenleben zu gefärden; in diesem Rahmen zumindest kann man sie ethisch vertreten.
Es werden aber auch Tierversuche vorgenommen, um neue Zigarrettenmarken zu testen, neue Kosmetika oder andere Luxusartikel. Darüber sollten sich die Konsumenten derartiger Produkte im klaren sein, bevor sie "den nächsten Stein" aufnehmen und über die Fleischesser herfallen.

Solange es also Leute gibt, die diese Industrien bezahlen, solange wird es auch diese Industrien geben.
Es liegt an jedem einzelnen, ob er hierauf Einfluss nehmen will oder lieber seine Augen verschließt.

Ich wünsche ein schönes Wochenende, mit offenen Augen!
< Namaste >

Benkei


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Tausend verschiedene Straßen gibt es.
Wer einmal diese Schranke durchschritt,
spaziert in Freiheit im Weltall umher."
aus "Mumonkan-Die torlose Schranke", Mumon Roshi

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BeitragVerfasst am: Sa Jan 19, 2008 12:30 pm


Bio-Fleisch oder Fleisch aus artgerechter Haltung prinzipiell als zu teuer abzutun ist Unfug. Zum Beispiel kaufe ich sehr gern argentinisches Rindfleisch, weil ich die Herden dort selbst bewundern durfte. Die haben halt genug Platz dafür und das schmeckt meines Erachtens auch besser.
Manchmal muß man halt weiter laufen/fahren, weil zB der örtliche Toom nur (!) Wiesenhof-Huhn anbietet. Oder es kostet mehr, dann gibts Tags drauf halt mal nur Gemüse. Aber wenn ich als kleine Studentin mir das leisten kann, dann kann mir keiner erzählen, er könne sich das nicht leisten.
Ich glaube nicht, dass wir komplett auf Fleisch/Fisch verzichten müssen, solange wir darauf achten, was wir essen. Das kann auch mal bedeuten, kein Thunfisch, weil die Bestände überfischt sind.
Auch Tiere essen Fleisch, aber halt nicht in solchen Massen wie wir.
Gruß,
Magna


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