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Leben ohne Liebe????
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BeitragVerfasst am: Sa Jan 28, 2006 10:44 am


Booth hat folgendes geschrieben:

Zwischen Aufmerksamkeit, Sympathie, Zuneigung, und Liebe gibt es meines Erachtens eine unendliche Anzahl von Grauzonen.

Hier muss ich ganz zustimmen.

Ich denke dass ein Leben ohne Liebe (im Sinne von "Begehrende Liebe" auf gegenseitige Abhängigkeit) durchaus möglich ist; nicht aber ein Leben ohne Aufmerksamkeit, Sympathie und Zuneigung.
Ob es so etwas wie "Bedingungslose Liebe" tatsächlich gibt, kann ich nicht einmal sagen.

Was diese "Begehrende Liebe" betrifft, die später in gegenseitige Abhängigkeit gründet, so fällt mir hierzu ein Spruch von Charles Bukowski ein:
"Liebe ist etwas für Menschen die es verkraften. Es ist wie eine übervolle Mülltonne auf den Rücken tragen und durch ein Meer von Pisse warten."
Vielleicht nicht ganz meine Meinung.


_________________
"Der Große WEG ist ohne Tor.
Tausend verschiedene Straßen gibt es.
Wer einmal diese Schranke durchschritt,
spaziert in Freiheit im Weltall umher."
aus "Mumonkan-Die torlose Schranke", Mumon Roshi

Benkei
Inventar


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BeitragVerfasst am: So Jan 29, 2006 10:19 am


das stimmt der mensch braucht das (Zwischen-)Menschliche
so sehr wie luft oder wasser!


DragoMuseveni
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BeitragVerfasst am: So Jan 29, 2006 11:17 am


Es wurde jetzt wieder festgestellt, dass isnbesondere Sex, aber auch abgeschwächt Petting u. Kuscheln, Aufregungsgefühle in stressigen Situationen unterdrücken, diese Wirkung hält bis zu einer Woche, liegt wahrscheinlich am Kuschelhormon Oxyction (oder so ähnlich Wink)

Man hat es ja geahnt, liebende Menschen sind einfach ausgeglichener.


maik79
Forensianer


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BeitragVerfasst am: Mi Feb 08, 2006 1:50 pm


level42 hat folgendes geschrieben:
Ich würde Dir eher empfehlen, Deine Vergangenheit abzuschließen und in die Gegenwart zu blicken. Es nützt nichts, wenn man in der Vergangenheit lebt. Was geschehen ist, ist geschehen und jeder Augenblick bringt die Chance eines Neuanfangs.


Wen meinst Du damit? Ich hab den Thread aus Zufall wieder gefunden und musste mich doch sehr wundern, wie ich Zeitweise, drauf war. Dazu muss ich im Nachhinein sagen: es war sowas wie die "rebellische Slipknot-Phase" *lol* und einen auf Anti zu machen musste sein. Nich sooo das wahre, nä? Man war noch jung und ...naja...noch bisschen dümmer Wink


_________________
Die industrialisierte Welt bietet vieltausendfache Konsumgüter für das 'leibliche Wohlbefinden' an. Für das 'Seelische und Moralische' fühlt sie sich kaum zuständig!

=>Willy Meurer, (*1934), deutsch-kanadischer Kaufmann, Aphoristiker und Publiz

Diskordias Legionär
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Tread eröffner!

Inventar


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BeitragVerfasst am: Mo Feb 13, 2006 1:25 am


Also,wenn es keine Liebe gäbe, dann gäbe es folglich auch keine Gefühle bzw. Empfindungen, ergo mentale Zustände gibt es nciht bzw. sind physisch realisiert. Worauf ich hinaus will ist folgendes:
Es gibt verschiedene philosophische theorien über die Realisierbarkeit von mentalen Zuständen, also Empfindungen. Dem Funktionalismus zufolge sind unsere Empfindungen nur funktionale Zustände, da.h. sie stehen in einer gewissen kausalen relation zu den physischen zuständen. Eine wietere theorie, die der Supervenienz besagt, dass mentale zustände über den physischen supervenieren, d.h., dass höherstufige Zustände durch niederstufige, also physische zustände realisiert werden. Schließlich besagt die krassesete Position, der Eliminative Materialismus schlichtweg, dass es gar keine Empfindungen und somit auch gar kein mentales "Leben" gibt. Die Theorie stützt ihre Aussage auf der Annahme, unsere Verwendung von mentaler "Sprache" sei nur nur eine art alltagspsychologie mit der wir unser gesellschaftliches Miteinander besser interpretieren können und eigentlich würde diese Theorie bald durch eine neuere neurophysiologische Theorie ersetzt werden......Fraglich ist, was dann dem zufolge Gefühle wie liebe sind...nehmen sie überhaupt ncoh einen Platz ein? oder was ist mit Schmerz?


HartanderGrenze
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 13, 2006 1:57 am


HartanderGrenze hat folgendes geschrieben:
Also,wenn es keine Liebe gäbe, dann gäbe es folglich auch keine Gefühle bzw. Empfindungen, ergo mentale Zustände gibt es nciht bzw. sind physisch realisiert.
So lange Liebe eine Empfindung ist, so lange muss sie nicht andere Empfindungen ausschließen. Ein Leben ohne Liebe wäre eben ein Leben mit einer Empfindung weniger.
Gruß
Holo


holo
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 13, 2006 4:33 pm


Wie sagt man doch so schön: "Liebe ist nur einWort"
Und genau darum geht es nämlich: Um den semantischen Bezug, also es geht um die Bedeutung des Wortes "Liebe". Wir Menschen haben nunmal den Drang alles und jedem einen Namen auf die Stirn zu drücken, damit wir uns besser verständigen können. Aber das innerliche Gefühl, also das "Wie-es-sich-anfühlt", die Qualia liegt auf einer ganz anderen Ebene wie das Wort Liebe. Das zeigt sich vor allem daran, dass man nicht sagen kann, ob jeder Mensch Liebe genauso empfindet wie der andere, oder ob es Unterschiede in der Gefühlswahrnehmung gibt. Wenn es Liebe nicht gäbe, dann gäbe es auch eine ganze Reihe von anderen Gefühlen, die damit zusammenhängen nicht, denn Liebe ist ja nur ein sehr weit gegriffener Oberbegriff. Was ist mit Zuneigung, was ist mit "Schmetterlingen im Bauch", aber vor allem ergibt sich daraus die Frage: Was geschieht mit dem Gefühl "Hass"? Wenn es keine Liebe gäbe, also sowohl semantisch, als auch mental, dann gäbe es auf jeden Fall semantisch gesehen keinen Hass-Zustand, denn wenn man nicht weiß was Liebe ist, dann kann man dieses Gefühl auch nicht vom Hass unterscheiden, folglich wäre also der Hass weiter ausgeprägt. Man stelle sich folgendes Beispiel vor:
Peter wohnt in einem sterilen Haus und bekommt sein ganzes Leben von den Eltern keine Liebe, sondern nur Hass gespendet. Er lernt also was Hass ist, weiß aber nicht um die Erfahrung der Liebe. Peter kennt auch das Wort "Liebe" nicht, da er das Gefühl nie "gelernt" hat.
Was passiert nun, wenn Peter erwachsen ist und das Haus verlässt? Wird er jemals lieben können?


HartanderGrenze
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 13, 2006 4:49 pm


Es gab eine Zeit, als ein Fürst eine Gruppe von Waisenkindern aufziehen ließ. Die Säuglinge wurden von Ammen mit allem versorgt, durften aber nicht angesprochen oder geliebt werden. Er wollte dadurch herausfinden, ob der Mensch eine angeborene "Ursprache" besäße. Keines der Kinder ist älter als Jahr geworden.
Menschen können nicht ohne Liebe leben. Sie sterben dann.


Giacomo_S
Inventar


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BeitragVerfasst am: Mo Feb 13, 2006 4:55 pm


Das stimmt aber nur zum teil, denn das was du meinst ist Zuneigung. Aber jetzt stell dir folgendes Szenraio vor: Du glaubst, dass du Gefühle wie Liebe hättest und bist auch vollkommen davon überzeugt, besitzt aber in wirklichkeit gar kein solches Gefühl, denn du bist nur ein Zombie. Du lebst weiter, findest Freunde, bist vielleicht auch mit einem Mädel zusammen und du glaubst, dass jedes Mal, wenn du ihr begegnest, du ein seltsames Gefühl im Bauch hast, das aber in Wirklichkeit garnicht existiert. Dir fehlt die gewisse Qualia der Liebe, du weißt also nciht wie es sich anfühlt, sondern du glaubst nur zu wissen, dass du weißt wie es sich anfühlt.


HartanderGrenze
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 13, 2006 5:00 pm


Zitat:
Dir fehlt die gewisse Qualia der Liebe, du weißt also nciht wie es sich anfühlt, sondern du glaubst nur zu wissen, dass du weißt wie es sich anfühlt.


Ähm, ich frage dich einfach mal: Wie fühlt sich Liebe den an? Und woher willst du wissen wie diese sich anfühlt?
Wink
(Kann es sein, dass du auf sowas hinaus willst?)


_________________
"Die Vergangenheit prägt uns, die Gegenwart verwirrt uns und die Zukunft ängstigt uns ... und unsere Leben gleiten hinweg, Augenblick für Augenblick, verloren in diesem großen, schrecklichen Dazwischen."

Simple Man
Redakteur
Redakteur


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BeitragVerfasst am: Fr Feb 17, 2006 4:34 pm




Hans_Wurst
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BeitragVerfasst am: Fr Feb 17, 2006 7:07 pm


HartanderGrenze hat folgendes geschrieben:
<snip>


Glaubst Du das ein Unterschied gibt zwischen Zuneigung und Liebe besteht? Und wenn ja, wie sieht der aus?
Das Wesen der Liebe zu ergründen - das haben die Philosophen seit Anbeginn der Zeit zu ergründen versucht und sind dabei nicht wirklich weiter gekommen.
Das Gefühl der Liebe ist subjektiv. Daher ist es unerheblich, ob man sich das "einbildet" oder es sich um "echte" Empfindungen handelt.


Giacomo_S
Inventar


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BeitragVerfasst am: Sa Feb 18, 2006 4:31 pm


Hallo Leute,
weil ich zum schönen Thema Liebe auch etwas zu berichten weiß, habe ich mich hier wieder mal eingeloggt. Wink

Das Topic ist irgendwie unsinnig, finde ich. Denn Gott ist die Liebe und die Liebe ist das Leben, also auch der Sinn des Lebens.

Diskordias Legionär hat folgendes geschrieben:
Meint ihr, das ein Mensch ohne Liebe leben kann????? Ohne Zuneigung?????? Hat jemand eine Ahnung, wei man Liebe und Zuneigung "abstellen" kann???????

Warum willst Du denn die Liebe und Zuneigung abstellen? O_O
Abstellen kann man die Liebe, indem man sich von Gott abwendet. Sowas tuen aber nur solche Leute wie Hitler oder Selbstmörder. Es ist also die tiefste Hölle, die solche Menschen gewählt haben, wo ja unsereins zum Glück nicht hin will. Wink

Simple_Man hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Dir fehlt die gewisse Qualia der Liebe, du weißt also nciht wie es sich anfühlt, sondern du glaubst nur zu wissen, dass du weißt wie es sich anfühlt.


Ähm, ich frage dich einfach mal: Wie fühlt sich Liebe den an? Und woher willst du wissen wie diese sich anfühlt?
Wink
(Kann es sein, dass du auf sowas hinaus willst?)


Wie sich die Liebe anfühlt, ist schwer zu beschreiben, aber ich kenne kein schöners Gefühl als von Gott geliebt zu werden, weil ich IHN liebe.
"Liebe Jesus so wie die Braut Ihren Bräutigam liebt", beschreibt diese Liebesgefühl am besten.

Wenn Du auch diese Liebe fühlen willst, dann ganz einfach so:

Zitat:
Jesus bringt die Wahrheit mit seiner Liebesbotschaft!
Wir brauchen nur Gott gerne über alles zu lieben und unseren Nächsten wie sich selbst (das beinhaltet die 10 Gebote), dann tun wir Gutes, erzeugen den Himmel in uns, werden immer seliger, es geht uns bestens.
Wunderbar!


Ich hatte dem lieben Gott versprochen, IHN für den Rest meines Lebens, so gut wie es mir möglich ist, zu dienen. Und weil ich dannach diese wunderbare Gotteserfahrung gemacht hatte, will ich, mit meinem freien Willen und ohne irgendeinen Zwang, nur noch ein gottgefälliges Leben führen. Alles andere ist für mich sinn- oder wertlos geworden. Wink

Anfangs war diese Liebeserfahrung noch euphorisch und deshalb ziemlich heftig, was da bei mir abging, und ich war selber darüber sehr erstaunt, daß die Liebe, bzw. Gott, nicht nur hole Worte sind, sondern ein Gefühl ist.


WolArn
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BeitragVerfasst am: Di Feb 21, 2006 9:36 pm


Also ich finde, dass das was du jetzt sagst garnichts mit diesem Thema zu tun hat. Aber um nochmal auf die sogenannte Qualia zu kommen: Du hast recht. Liebe ist ein subjektives Gefühl, aber ich kann nicht unterscheiden, ob ich mir dieses "what-is-it-like" Gefühl nur einbilde oder ob es wirklich existiert. Das ist ja genau das worauf ich hinaus will. Woher kannst du mit Sicherheit sagen, dass du Gefühle hast nur weil sie sich irgendwie anfühlen, obwohl du das nicht empirisch beweisen kannst. Wenn du es nicht beweisen kannst, dann kannst du dir zumindest vorstellen, dass diese Gefühle nur in deiner Einbildung existieren, d.h. dass dir dein Körper eine scheinbare mentale Eigenschaft vorgaukelt. Also könnte es dieser Theorie nach keine Liebe geben (es wären aber auch viele andere Empfindungen mit eingeschlossen). Und jetzt zu deinem Gott: Es ist absolut unsinnig zu behaupten, dass Gott = Liebe. Erstens würde ich gerne deine Prämissen für diese krasse Schlussfolgerung erfahren, zweitens glaube ich nicht, dass du aus welchen Prämissen auch immer solch eine unlogische Konklusion ziehen kannst. WEnn Gott = Liebe, dann kann ich das höchstens metaphorisch sehen, so dass beide Begriffe sich auf einen dritten, ein tertium comparationis beziehen. Aber welcher Begriff wäre das? Ebenfalls geschieht nicht alles auf der Welt, was Gott macht aus Liebe. Götter (falls man denn von so einem altertümlichen Glauben ausgeht) sind auch rachsüchtig und unbeherrscht, ausserdem ist es nur ein sehr einfaches mittel sich die Welt zu erklären, um schwierigen Aufgaben aus dem Weg zu gehen.


HartanderGrenze
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Anm.Dat: Feb 13, 2006
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BeitragVerfasst am: Mo Nov 12, 2007 10:49 pm


Ich würde sagen, dass ca 20 % der Menschen so leben, aus den Gründen, dass ihnen Liebe aus der natürlichen Vereigenschaftung ihrer Umstände her nicht zufällt, bzw. ihre Natur die Fähigkeit dazu nicht bedingt. Ich nehme mich nicht aus. Meist ordnet man solchen Leuten irgendwelche soziopathischen Störungen zu, oder hält sie für Egoisten, Missanthropen. Es ist auch eine Frage, ob Beliebtsein oder Bewunderung bereits zu Liebe gezählt werden, oder nicht.
Ein Faktor ist einfach sehr natürlich, und betrifft die partnerschaftliche Ebene. So ähnlich, wie bei den Hirschen die attributsschwachen Exemplare, oder bei den Wölfen die meisten niederen Ränge der Packmitglieder etwa nicht dazu kommen, sich zu vermehren, gibt es das auch bei den Menschen -- Leute, die für Partnerschaft, Zuneigungsbeziehungen und alles Verwandte nicht ausgewählt werden.
Ob alle von diesen wirklich ohne Liebe leben, kann ich nicht sagen. Weiter denke ich an untypische Beziehungen -- wer will sagen, ob Jemand ohne Liebe lebt, der sie nicht auf einen Menschen bezieht, sondern auf einen Gegenstand, oder auf eine Sache, wie etwa Musik oder Windsurfen?

Ich glaube nicht, viel zu verpassen, wenn ich nicht weiß, was unter diesem "Liebe" so alles einbezogen wird. Wahrscheinlich ist es so ähnlich, als wenn man nicht weiß, wie sich Schwerelosigkeit anfühlt. Etwas was man nicht kennt und nicht vermisst.


InsularMind
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