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Verfasst am: Di Jan 24, 2006 4:32 pm |
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Bin grad auf der Seite des Sterns auf ein nettes Interview
gestoßen:
Katja Kipping von der Linkspartei schlägt darin vor jedem
ein sogenanntes Grundeinkommen zwischen 700 und 1500 Euro
zu geben.
Der Grund dafür liegt ihrer Meinung nach darin das es schlichtweg
keine/zu wenig 'klassische' Lohnarbeitsplätze mehr gibt um
5 Mio Arbeitslose in Lohn und Brot zu bringen.
Wir sind quasi am Ende der Fahnenstange angekommen.
Sie rechtfertigt sich auch damit das es neben den Lohnarbeitsplätzen
auch andere Formen von Arbeit gibt (Kinderbetreuung, ehrenamtliche
Tätigkeiten) die genauso wertvoll für die Gesellschaft sind wie
normale Jobs.
Hier der Link: http://www.stern.de/politik/deutschland/:Debatte-%FCber-Grundeinkommen-Soll-Nichtstun-Frau-Kipping/553889.html
Wie seht ihr das? ist das sinnvoll oder nur Utopie?
Verfallen die Deutschen der Faulheit, oder wird hier und da kreatives
Potential frei.
Ich muss zugeben ich finde die Idee die der Kecke Rotschopf da bringt
schön fürchte aber das sie an den Menschen scheitern würde.
Warum soll schließlich noch jemand den ganzen Tag lang am Fließband
malochen wenn er auch seinen Hobbys nachgehen, und kreativ sein
kann.
Würde die Wirtschaft zusammenbrechen wenn man den Kreislauf des
Geldes/Einkommens etwas von der Arbeit abkoppelt?
Was glaubt ihr würde passieren?
_________________ Nur in einem stillen Teich spiegeln sich die Sterne |
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DrJones Eröffner des Threads
 Urgestein
 Anm.Dat: May 21, 2002 Beiträge: 1862 Wohnort: Tübingen
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Verfasst am: Di Jan 24, 2006 4:41 pm |
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| DrJones hat folgendes geschrieben: |
Bin grad auf der Seite des Sterns auf ein nettes Interview
gestoßen:
Katja Kipping von der Linkspartei schlägt darin vor jedem
ein sogenanntes Grundeinkommen zwischen 700 und 1500 Euro
zu geben.
Der Grund dafür liegt ihrer Meinung nach darin das es schlichtweg
keine/zu wenig 'klassische' Lohnarbeitsplätze mehr gibt um
5 Mio Arbeitslose in Lohn und Brot zu bringen.
Wie seht ihr das? ist das sinnvoll oder nur Utopie?
Würde die Wirtschaft zusammenbrechen wenn man den Kreislauf des
Geldes/Einkommens etwas von der Arbeit abkoppelt?
Was glaubt ihr würde passieren?
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nette idee, aber woher das geld nehmen.
_________________ Intellektuelle sind freundlich zum Fremden,nicht um des Fremden willen,sondern weil sie grimmig sind gegen das Unsere und alles begrüßen,was es zerstört.-Botho Strauß
Wir leben unterm gleichen Himmel,haben aber nicht den gleichen Horizont |
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vonderOder Inventar
 Anm.Dat: Nov 24, 2004 Beiträge: 1589 Wohnort: im Osten von Deutschland
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Verfasst am: Di Jan 24, 2006 4:55 pm |
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Es würde natürlich radikale Umstrukturierungen nötig sein.
Aber das was in Deutschland passiert ist ja mehr oder weniger ein
Kreislauf des Geldes.
Man bekommt Geld für irgendwas (auch Arbeitslose, Kindergeld...)
Die Geben es aus und zahlen somit wieder Mehrwertsteuer.
Das Geld hat dann derjenige bei dem gekauft wurde.
Auch er zahlt Steuern und geht einkaufen... etc etc.
Neues Geld entsteht dabei eigentlich nicht. Somit ist es nur ein
Umverteilungsproblem. Ich denke das es einen großen
Schub für die Binnennachfrage geben würde, wenn jeder ein
Grundeinkommen hätte. Und dann haben wir ja schon wieder
unseren oben beschriebenen Kreislauf.
Das überhaupt keiner mehr arbeit ist natürlich nicht wünschenswert.
Über das Problem, woher der Staat das Geld nehmen soll hat sich die Frau
Kipping schon ihre Gedanken gemacht, allerdings fürchte ich nicht genug
da muss es einen Haken geben!
_________________ Nur in einem stillen Teich spiegeln sich die Sterne |
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DrJones Eröffner des Threads
 Urgestein
 Anm.Dat: May 21, 2002 Beiträge: 1862 Wohnort: Tübingen
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Verfasst am: Di Jan 24, 2006 5:24 pm |
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| DrJones hat folgendes geschrieben: | Über das Problem, woher der Staat das Geld nehmen soll hat sich die Frau Kipping schon ihre Gedanken gemacht, allerdings fürchte ich nicht genug
da muss es einen Haken geben! |
die fage ist: wer hängt dann an diesem haken?
_________________ Intellektuelle sind freundlich zum Fremden,nicht um des Fremden willen,sondern weil sie grimmig sind gegen das Unsere und alles begrüßen,was es zerstört.-Botho Strauß
Wir leben unterm gleichen Himmel,haben aber nicht den gleichen Horizont |
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vonderOder Inventar
 Anm.Dat: Nov 24, 2004 Beiträge: 1589 Wohnort: im Osten von Deutschland
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Verfasst am: Di Jan 24, 2006 5:29 pm |
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Die Erkenntnis das nur jemand der über Geld verfügt, selbiges der Wirtschaft/Staat wieder zuführen kann ist ja kein Geheimnis.
Aber da unsere Gesellschaft nicht die Mittel besitzt um sowas zu finanzieren, bleibt es bei der Idee.
Obwohl eine Wirtschaft selbstlaufend sein sollte, scheint der Kreislauf mehr und mehr nur noch dem einen Zweck zu dienen: Profit.
Mal sehen was unser Ein_Liberaler-Freund dazu sagt. 
_________________ Die Amerikaner sind das einzige Volk, das den technischen Fortschritt erreicht hat, ohne den Umweg über die Zivilisation zu nehmen.
Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, daß wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen. |
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SentByGod Einer, im Hintergrund
 Anm.Dat: Apr 10, 2002 Beiträge: 2187 Wohnort: Duisburg
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Verfasst am: Di Jan 24, 2006 7:20 pm |
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Bis zu 1500 Euro/Monat ohne was dafür tun zu müssen? Hmmm... mindestens eine Industrie würde dies sicher unterstützen:
Hersteller von Online-Games.
gruß
Booth
_________________ Derjenige, der weiss, daß er nichts weiss, weiss mehr, als derjenige, der nicht weiss, daß er nichts weiss. |
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Booth Inventar
 Anm.Dat: Oct 19, 2003 Beiträge: 1951 Wohnort: Deutschland
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Verfasst am: Di Jan 24, 2006 8:27 pm |
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Ich finde diese Idee nicht nur gut, sondern denke, sie ist der einzige, soziale Weg aus dem Dilemma. Natürlich bedürfte es Umstruckturierungen aber machbar wäre es -z.Min. theoretisch- allemale.
Mit einer Wertschöpfungsabgabe z.B., ließe sich so ein Vorhaben in jedem Falle finanzieren. Der goldige Nebeneffekt wäre auch, dass die Firmen wieder Leue einstellen würden um die Kosten zu senken - natürlich nur in einem bestimmten Rahmen.
Bleibt nur die Frage, wie man es den Globalisierungspredigern beibringt
_________________ Der Mensch findet eigentlich immer, wonach er sucht.
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morgenroth Inventar
 Anm.Dat: Sep 06, 2003 Beiträge: 804 Wohnort: hab ich
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Verfasst am: Di Jan 24, 2006 9:29 pm |
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Um das Problem von einer anderen Seite anzuleuchten, wodurch
Frau Kipping erst auf diese Idee gekommen sein könnte, stelle ich
mal folgende Frage in den Raum:
Kann es eigentlich sein, das man zur Versorgung der Weltbevölkerung
mit Nahrung, Wasser, Konsumgütern und in beschränktem Maße
auch Luxusgüter (allgemein eben Wohlstand) gar nicht die gesamte Anstrengung/ Arbeit der gesammten Weltbevölkerung braucht?
(wenn Weltbevölkerung zu hochgegriffen ist, ersetzt es durch
Deutschland)
Wenn nicht, ist es dann nicht schon Unsinn Vollbeschäftigung
bzw. 0% Arbeitslose zu fordern? Die Wirtschaft soll dazu gedrängt
werden Leute einzustellen die sie gar nicht braucht nur damit
es keine Arbeitslosen gibt?
Mit zunehmendem technischen Fortschritt wird Vollbeschäftigung
ja quasi noch schwieriger zu bewerkstelligen sein.
Irgenddwann sind wohl auch jetztige Niedriglohnländer auf gleicher
Augenhöhe mit den westlichen Ländern.
Ich will natürlich nicht das sich die Welt in eine Hälfte arbeitende
Bevölkerung und eine 'freizeitbevölkerung' teilt.
Aber wenn eben jeder nur noch ein bisschen arbeitet....
(Damit eben kein Neid aufkommt und sich keine 2 Klassenbevölkerung
bildet)
Klärt mich auf, ich hab das Gefühl ich hab ein Brett vorm Kopf

_________________ Nur in einem stillen Teich spiegeln sich die Sterne |
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DrJones Eröffner des Threads
 Urgestein
 Anm.Dat: May 21, 2002 Beiträge: 1862 Wohnort: Tübingen
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Verfasst am: Di Jan 24, 2006 9:34 pm |
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Glaubt ihr im Ernst, dass ein Prinzip funktionieren könnte, bei dem man fürs Nichtstun bezahlt wird?
| DrJones hat folgendes geschrieben: | | Neues Geld entsteht dabei eigentlich nicht. |
Geld entsteht nicht einfach so. Ich verstehe von Wirtschaft zwar nicht viel, aber soweit ich weiß, muss Geld immer einen bei der Staatsbank hinterlegten materiellen Gegenwert haben. Daher sind alle wirtschaftlichen Bestrebungen im Grunde nur ein Versuch, das vorhandene Geld für einen selbst günstig zu verteilen. Bitte korrigiert mich, wenn ich mich irre.
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Ehemaliger_User >Account deaktiviert<
 Anm.Dat: Oct 11, 2002 Beiträge: 2882
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Verfasst am: Di Jan 24, 2006 9:35 pm |
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Irgendwie taucht das Thema immer wieder auf, auch in der Formaldebatte " Sozialpolitische Entwicklung in Deutschland", aus der ich mal zitieren will:
| Zitat: | | Ich zitiere jetzt mal Wikipedia: "Das steuerliche Existenzminimum beträgt heute (2005) 7.664 Euro im Jahr [638 Euro/Monat]. Wenn man dieses Existenzminimum als Mindestgrundeinkommen ansetzt, ergibt sich für Kritiker ein Finanzierungsbedarf von 620 Mrd Euro im Jahr. Die gesamten Steuereinnahmen des Staats betragen aber derzeit nur rd. 450 Mrd. Euro. Kritiker haben deshalb erhebliche Zweifel an der Finanzierbarkeit des Modells." Und das Buch spricht von 800 Euro/Monat ! Man kann also leicht von 800 Mrd Euro Finanzierungsbedarf ausgehen. |
Wenn ihr dieses Problem lösen könnt, kann man drüber nachdenken.
_________________ In Wirklichkeit bin ich eine gentechnisch hochgezüchtete Zwiebel im Teststadium, die euch beim Einkaufen die Angst vor der Gentechnologie ausreden soll..... |
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Woppadaq Mitglied
 Anm.Dat: Aug 02, 2003 Beiträge: 1414 Wohnort: Timbuktu
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Verfasst am: Di Jan 24, 2006 9:55 pm |
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| Zitat: |
Geld entsteht nicht einfach so. Ich verstehe von Wirtschaft zwar nicht viel, aber soweit ich weiß, muss Geld immer einen bei der Staatsbank hinterlegten materiellen Gegenwert haben. Daher sind alle wirtschaftlichen Bestrebungen im Grunde nur ein Versuch, das vorhandene Geld für einen selbst günstig zu verteilen. Bitte korrigiert mich, wenn ich mich irre. |
da irrst du dich , der Gold Standard, den du wohl meinst wurde 1971 vollends aufgegeben (schau dir mal die Texte, die auf den Dollarscheinen vor 1971 drauf sind an, und die nach 1971 ), dass heißt das du keinen Dollar bzw Euro mehr auf die Bank bringen kannst um dafür GARANTIERT den Gegenwert in Gold zu bekommen link
Und Geld (Dollar, Euro usw.) ensteht einfach so... musst es nur Drucken
_________________ Was hinkt, geht. |
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somebody Foren-Admin

 Anm.Dat: Feb 22, 2005 Beiträge: 1258 Wohnort: somewhere
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Verfasst am: Di Jan 24, 2006 9:59 pm |
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Der gründer des drogeriediscounters DM, Werner, hat so ein system schon vor monaten im spiegel diskutiert, hier: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,386396,00.html
dieses thema übernahm ich ins forum und zwar hier , dann allerdings letztendlich gesperrt wurde, weil wir das thema in einem anderem thread (link ebenfalls in meinem thread, vorletzter post)schon kurz diskutiert hatten ...
also langsam sollte man mal was "machen", i.S.v. klaren regeln und klares durchgreifen im forum ... immer das ständige löschen und schließen von threads und nach wochen werden quasi die selben threads wieder neu eröffnet und das nur weil wieder ein anderer mit diesem vorschlag ankam
_________________ Ein Toter ist schlimm, 10 Tote sind eine Katastrophe und 1 Millionen Tote ist nur eine Statistik!!!
(\__/)
(O.o )
(> < )
This is Bunny. Copy Bunny into your signature to help him on his way to world domination. |
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Java Inventar
 Anm.Dat: Aug 26, 2005 Beiträge: 199
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Verfasst am: Di Jan 24, 2006 10:36 pm |
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Naja, selbst wenn die Sache mit dem Grundeinkommen nicht
funktioniert,
steht man nicht trotzdem noch vor meiner oben gestellten Frage?!
Was macht der Teil der Bevölkerung der zur Produktion
aller Güter nicht nötig oder überflüssig ist?
Wenn das Grundeinkommen nicht in diesem, unserem System
funktioniert, sollte man evtl das System ändern.
Ansich ist das ja ne schöne Idee, da Armut quasi abgeschafft wird,
Leistungsdruck von den Menschen genommen wird und den
Mensch als Individuum wertschätzt und fördert.
_________________ Nur in einem stillen Teich spiegeln sich die Sterne |
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DrJones Eröffner des Threads
 Urgestein
 Anm.Dat: May 21, 2002 Beiträge: 1862 Wohnort: Tübingen
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Verfasst am: Di Jan 24, 2006 11:00 pm |
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Ich habe mir dazu schon in anderen Threads die Finger wund getippt. Deshalb kurz:
- 700 - 1.500 € für alle sind unfinanzierbar.
- Der Teil des Volkes, der zur Produktion der Güter, die wir im Moment nutzen, nicht nötig ist, sollte andere, neue Güter produzieren.
- Geld entsteht, wenn man welches druckt. Dadurch sinkt das bereits vorhandene Geld im Wert. Unser Geld ist nicht mehr gedeckt.
- Die "Wertschöpfungsabgabe" ist nur ein modischer Tarnbegriff für die längst diskreditierte Maschinensteuer. Mehr Arbeitskräfte und dafür weniger Maschinen bedeutet auch niedrigere Löhne. Hohe Löhne sind nur mit hoher Produktivität, also teurer Maschinenausstattung möglich.
Warum muß man sich eigentlich von 28jährigen Mädchen, die Slawistik studiert haben und für die "Wirtschaftsfachleute" des Jahrhunderts, die SED, im Bundestag sitzen, via Stern zu wirtschaftlichen Themen belästigen lassen?
Der Kommunismus leuchtet der Schnepfe doch aus allen Knopflöchern. Da vergleicht sie nichtarbeitende Millionäre, die von ihrem eigenen Geld leben, mit nichtarbeitenden Transferleistungsempfängern, die auf Volkes Kosten leben. Da plädiert sie für drei Säulen der Finanzierung: Erstens die Differenz zwischen Bürokratengehalt und Grundsicherung nach Bürokratieabbau (Kündigungsschutz sichert uns den Bürokratenbestand für Jahrzehnte), zweitens die bisherigen Transferleistungen, drittens der Teil des ausgezahlten Geldes, der als Steuer zurückfließt. Heilige Einfalt! Später verplappert sie sich:
| Zitat: | | Götz Werners Argumentation finde ich in vielen Punkten sehr sympathisch, aber bei der Frage der Finanzierung unterscheiden wir uns gewaltig. Er will die Unternehmer nicht in die Pflicht nehmen, sondern die Verbraucher belasten - mit einer Mehrwertsteuer von 50 Prozent. |
Sie möchte also "die Unternehmer" "in die Pflicht nehmen". Wir erinnern uns: Der Unternehmer ist für den Kommunisten ein Schwein, das man schlachten muß, für den Sozialisten eine Kuh, die man melken kann und für den Liberalen das Pferd, das den Karren zieht.
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Ein_Liberaler Urgestein
 Anm.Dat: Sep 14, 2003 Beiträge: 8514 Wohnort: The Irresponsible Country Club
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Verfasst am: Mi Jan 25, 2006 9:37 am |
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| Zitat: | Mit einer Wertschöpfungsabgabe z.B., ließe sich so ein Vorhaben in jedem Falle finanzieren. Der goldige Nebeneffekt wäre auch, dass die Firmen wieder Leue einstellen würden um die Kosten zu senken - natürlich nur in einem bestimmten Rahmen.
Bleibt nur die Frage, wie man es den Globalisierungspredigern beibringt |
Mich interessiert eher, wie du in unserer längst globalisierten Welt denn den Unternehmer davon abhalten willst, dann endgültig seine Produktion in maschinensteuerfreie Länder wie Polen, China oder meinetwegen auch in die USA zu verlegen.
Wenn ich´s mir genau überlege interessiert mich auch, wie du den hochqualifizierten Arbeitnehmer davon abhalten willst nach Australien auszuwandern, wo der Unternehemer ohne Maschinensteuer ein deutlich höheres Gehalt anbieten kann?
| Zitat: | | Er will die Unternehmer nicht in die Pflicht nehmen, sondern die Verbraucher belasten - mit einer Mehrwertsteuer von 50 Prozent. |
Ist denn nicht jeder Unternehmer immer auch ein Verbraucher, der Mehrwertsteuer zahlt?
Wobei der zitierte Wikipedia-Artikel ohnehin schon ein treffendes Resüme zieht:
| de.wikipedia.org hat folgendes geschrieben: | | Eher sollte es jedoch darum gehen, Strukturwandel durch Automatisierung abzufedern. Und auch darum, Nachfrage in Richtung Konsum von personalintensiven Waren, wie z.B. Gesundheitsdienste, Bildung und Sozialarbeit, zu lenken. |
_________________ "I note the obvious differences
between each sort and type,
but we are more alike, my friends,
than we are unalike" - Maya Angelou |
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agentP Grand Poobah
 Anm.Dat: Apr 10, 2002 Beiträge: 8873 Wohnort: Kreuzkölln

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