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Die Erde im Wandel
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BeitragVerfasst am: Do Okt 23, 2003 8:19 pm


Hallo zusammen,

ich wollte mal ein Sammelthema für interessante & wissenswerte Meldungen eröffnen, die sich mit Klimawandel & Umweltveränderungen beschäftigen. Oftmals lassen sich solche Meldungen nicht seitenweise diskutieren, ohne sich nach einer Weile stark zu ähneln - deshalb keinen eigenen Montblanc-Thread.

Da ich in diesem Bereich die meisten Interessierten vermute, habe ich das Thema mal bei der Forschung angesiedelt. Würde mich über rege Beteiligung freuen... Wink

Zitat:
Saint-Gervais (dpa) - Der französische Alpengipfel Montblanc ist durch den extrem heißen Sommer um fast zwei Meter geschrumpft. Der Gipfel in den Savoyer Alpen, der allgemein als der höchste des europäischen Kontinents gilt, ist nur noch 4808,45 Meter hoch. Das ergaben wissenschaftliche Messungen des Nationalen Geographischen Instituts (ING) vom September, die am Freitag in Saint-Gervais veröffentlicht wurden. Damit ist das vergletscherte Massiv des Montblancs 1,95 Meter niedriger als vor zwei Jahren. Damals lag die Gipfelhöhe bei 4810,4 Metern.

«Die höheren Temperaturen haben die Schneedecke stark erhitzt und schneller zusammenschmelzen lassen. Zudem haben starke Winde die Gipfelkante abrasiert», sagte ein Sprecher der Expedition aus 19 Wissenschaftlern, Führern und Studenten des ING und des Leica Geosystems. Bei den Untersuchungen wurde zudem festgestellt, dass das Gipfelmassiv sich um rund 70 Zentimeter nach Nordwesten verschoben hat.

Inzwischen wird auch der Elbrus (5633 Meter) im Kaukasus als der höchste Berg Europas angegeben. Die Frage seiner Zurechnung zu Europa oder zu Asien ist allerdings umstritten, denn seine Spitze liegt genau an der Grenze zwischen den beiden Kontinenten


Quelle: http://portale.web.de/Wissenschaft/Forschungsreisen/?msg_id=3806846


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pinacolada
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BeitragVerfasst am: Do Okt 23, 2003 9:07 pm


in diesem zusammenhang fällt mir eine frage ein:
die höhe wird doch vom meeresspiegel aus gemessen oder?
durch die klimaerwärmung aber verändert sich doch der meeresspiegel in den nächsten jahren wird dann alles jedes jahr neu berechnet da er sich ja dann sicher kontinuierlich verändert
da zurzeit noch keine küsten im meer verschwunden sind geh ich mal davon aus das er sich noch nicht wesentlich verändert hat


sdrulezagain
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BeitragVerfasst am: Do Okt 23, 2003 9:20 pm


sdrulezagain hat folgendes geschrieben:
in diesem zusammenhang fällt mir eine frage ein:
die höhe wird doch vom meeresspiegel aus gemessen oder?

Nicht direkt. Als man den Normal-Null-Pegel einst in Amsterdam bestimmte, orientierte man sich sicherlich am Meeresspiegel.
Alle Höhenmessungen, die sich seit dem auf Normal Null beziehen, beziehen sich auf diese Marke, ohne Rücksicht auf ein Ansteigen des Meeresspiegels.

War übrigens diesen Sommer selbst am Mt.-Blanc und kann nur sagen, daß er richtiggehend trockengelegt ausschaute, im Gegensatz zu meinen Erinnerungen von vor ein paar Jahren.
Dieses Jahr gingen dort jede Menge Steinschläge nieder, da der Permafrostboden auftaute und dem Gestein keinen genügenden Halt mehr bot.


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Trasher
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BeitragVerfasst am: Do Okt 23, 2003 10:26 pm


Ich glaube auch, dass der Meeresspiegel allenfalls um wenige cm schwankt, so dass man diese kleine Abweichung hinnimmt. Rolling Eyes


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Panta rei

Agarthe
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BeitragVerfasst am: Fr Okt 24, 2003 2:18 am


Genau genommen schwankt der Meeresspiegel selbst innerhalb der Weltmeere um bis zu hundert(!) Meter! Soll heißen: es gibt auf den Ozeanen durchaus Stellen, die um hundert Meter über bzw. unter NN liegen. Der Meeresspiegel ist also mitnichten glatt und eben.
Weil diese Stellen sich aber über eine sehr große Fläche (tausende Quadratkilometer) erstrecken, fällt das nicht so auf.


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petrosilius_zwackelmann
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BeitragVerfasst am: Fr Okt 24, 2003 8:05 am


@pz: bezieht sich diese Schwankung auch auf die klimabedingten Veränderungen bisher?
Du bezogst Dich zunächst darauf, dass der Ozean nicht glatt und eben ist, sondern natürlich um mehrere 100 m örtlich schwankt (ehrlich?). Betrachtet man nun ein bestimmte Stelle im Meer, wie hoch sind die Schwankungen jetzt über einen gewissen Zeitraum betrachtet von z.B. 20 Jahren?

Gruß,
Agarthe


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BeitragVerfasst am: Fr Okt 24, 2003 9:52 am


Ich denke, das sind nur die Schwankungen aufgrund der inhomogenen Verteilung der Gravitation über der Erdoberfläche.
Es gab da mal ein schönes Bild, welches die Erde nicht als Kugel sondern eher als eine Art Kartoffel zeigte.
Außerdem wirken durch die Erdrotation am Äquator Fliehkräfte auf die Wassermassen, weshalb dort der Meeresspiegel ebenfalls über dem Mittel liegen dürfte.

Es wäre ziemlich verheerend, wenn der Meeresspiegel allgemein um einige Meter ansteigen würde. Sag goodbye, Hamburg Twisted Evil
Aber ich denke, dafür reicht das gefrorene Wasser an den Polen nicht aus.


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Trasher
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BeitragVerfasst am: Fr Okt 24, 2003 12:43 pm


Wisst ihr was?
Die Gletscher schmelzen schon seit 170 Jahren weltweit verdammt schnell. Und das tolle daran ist, das es VÖLLIG NORMAL ist.


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semball
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BeitragVerfasst am: Fr Okt 24, 2003 2:38 pm


ja, aber wenn Sie wweiterschmelzen, dann wird es unnormal... das wasser, wenn man bedenkt wieviel Liter Wasser in Eis gefasst sind...


Tominaitor
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BeitragVerfasst am: Fr Okt 24, 2003 3:44 pm


Es ist bereits ein sehr flacher Inselstaat durch die globale erderwärmung einfach untergegangen. Da jedoch alle Einwohner der winzigen Insel evakuirt wurden, wurde der Sache kaum Beachtung geschenkt.


Trial
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BeitragVerfasst am: Fr Okt 24, 2003 4:56 pm


Was auch interessant ist, ist das in Paris im Winter der Schnee manchmal rötlich aussieht. Das liegt daran, das Sandkörnchen von der Sahara raufgeweht wurde...
Die Welt unterliegt einem wandern der Wüsten. Jede Wüste wandert langsam in richtung Westen um die Welt...


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BeitragVerfasst am: Fr Okt 24, 2003 5:01 pm


Richtung West?

Dachte immer, die Sahara schwappt langsam nach Norden über das Mittelmeer (siehe Südspanien).


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Trasher
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BeitragVerfasst am: Fr Okt 24, 2003 6:01 pm


uiiii, soviel Resonanz, schön! Es scheint doch einige zu geben, die das interessiert. Wink

Es wäre schön, wenn Ihr dazusagen könntet, woher Ihr Eure jeweilige Informationen bezieht (Schule, Studium, Beruf, Hörensagen, Links, Literatur etc.).

Danke!
pina


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BeitragVerfasst am: Sa Okt 25, 2003 3:34 pm


Agarthe hat folgendes geschrieben:
@pz: bezieht sich diese Schwankung auch auf die klimabedingten Veränderungen bisher?
Du bezogst Dich zunächst darauf, dass der Ozean nicht glatt und eben ist, sondern natürlich um mehrere 100 m örtlich schwankt (ehrlich?). Betrachtet man nun ein bestimmte Stelle im Meer, wie hoch sind die Schwankungen jetzt über einen gewissen Zeitraum betrachtet von z.B. 20 Jahren?

Gruß,
Agarthe


Puuh, leider habe ich jetzt keine Quelle zur Hand, ich habe das nur mal gelesen und dieses "Kartoffelbild" von der Erde, das Trasher erwähnte, kenne ich auch. Aber wie gesagt, momentan suche ich noch nach Quellen.

Was den Treibhauseffekt angeht: Ich tendiere zu der Ansicht, dass man die Erderwärmung - so es denn überhaupt eine gibt - in langfristigen Zusammenhängen sehen sollte. Gut, vielleicht war dieses Jahr mal wieder der wärmste Sommer seit soundsoviel Jahren. Aber das Erdklima hat schon immer geschwankt (siehe Eiszeit etc.), und das wird es auch weiterhin tun. Es gibt durchaus Wissenschaftler die behaupten, der Mensch könne gar nicht so viel Einfluss auf die Erde nehmen, dass er ihr Klima verändert. Und wenn jetzt der Meeresspiegel steigt und vielleicht einen Inselstaat verschluckt, dann ist das verdammt tragisch für die betroffenen Menschen, aber es kommt nicht daher, dass seit hundert Jahren vermehrt Kohlendioxid in die Atmosphäre gepustet wird, sondern das ist einfach der klimatische Rhythmus unseres Planeten. Kann ja keiner erwarten, dass er jetzt auf einmal aufhört, sein eigenes Leben zu führen, nur weil wir zufälliger Weise ein paar Häuschen am Meer gebaut haben. Okay, es wird wärmer und in tausend Jahren ist Deutschland vielleicht Wüste. Aber vor ein paar tausend Jahren war die Sahara auch noch Dschungel. (Oh, oh, hoffentlich lehne ich mich mit dieser Behauptung nicht zu weit aus dem Fenster, aber sowas habe ich damals mal in Biologie gelernt Shocked)
Dasselbe mit dem Ozonloch. Das ist zwar erst 1985 entdeckt worde, vermutlich existierte es aber schon immer. Nur verändert es sich eben in der Größe. Verdammt, da hatte ich mal die Erklärung eines Nobelpreisträgers rumfliegen, warum aus chemischer Sicht gar kein Ozonschwund zustande kommen kann! War ein Interview im Magazin der Süddeutschen Zeitung.
Werde mich mal auf die Suche machen...


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petrosilius_zwackelmann
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 25, 2003 5:47 pm


petrosilius_zwackelmann hat folgendes geschrieben:
Okay, es wird wärmer und in tausend Jahren ist Deutschland vielleicht Wüste. Aber vor ein paar tausend Jahren war die Sahara auch noch Dschungel. (Oh, oh, hoffentlich lehne ich mich mit dieser Behauptung nicht zu weit aus dem Fenster, aber sowas habe ich damals mal in Biologie gelernt Shocked)


Ja, sowas in der Art hatte ich auch gehört. Wird auch gestützt durch das Buch "Wasser - die weltweite Krise um das blaue Gold" von Marc de Villiers. Dort steht:

Zitat:
"Liegt der Grundwasserspiegel sehr tief unter der Erde, ist das Wasser des Leiters hunderte oder tausende von Jahren alt und hat sich möglicherweise noch in einer früheren Klimaepoche angesammelt. Das bekannteste Beispiel hierfür ist der Nubische Sandsteingrundwasserleiter, der unter der heutigen Sahara liegt, die noch bis vor etwa achttausend Jahren grünes Weideland und teilweise auch Sumpfland war - in vielen Teilen der Wüste wurden Fisch- und Flusspferdfossilien gefunden."


Leider steht hier nicht, woher de Villiers diese Information wieder hat, aber ich glaube ihm einfach mal... Wink

Wäre schön, wenn Du noch den Artikel über den Nobelpreisträger findest.


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