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Ausverkauf: Die Zerlegung des Iraks in einen „Freien Markt
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 20, 2003 3:33 pm


sboyli hat folgendes geschrieben:
Kommt mir irgentwie bekannt vor.
War 1990 in Ostdeutschland auch so.


Es ist glaube ich ein Unterschied, ob man sich wiedervereinigt und dabei eine Art Anpassung passiert oder ob man - als Eroberer, denn das sind die Amis, egal wie "menschenfreundlich" ihre Ziele angeblich sein mögen - ein fremdes Land in ein Wirtschaftssystem verwandelt, welches wie das eroberte Land funktionieren soll, aber nicht kann, weil es eben nicht wie das Eroberer-Land ist.

Stell dir mal vor, alle Änderungen in Ostdeutschland wären passiert OHNE Wiedervereinigung und OHNE richtige Systemübernahme und OHNE die finanziellen Mittel, die trotz allem in den Osten geflossen sind. Der Irak ist nun mal kein 51. Bundesstaat Amerikas, soll aber so funktionieren.


Woppadaq
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 20, 2003 4:57 pm


Zitat:
Dazu gehört offenbar als erster Schritt, den Irak ganz für ausländisches Kapital zu öffnen.



tja es mag beim ersten Hinsehen zwar Scheisse aussehen, ist aber nunmal eine Tatsache dass es ohne Geld auch kaum möglich ist das Land aufzubauen.

Ohne Geld keine Firmen
Ohne Firmen keine Arbeit
Ohne Arbeit keine Arbeitsplätze
Ohne Arbeitsplätze keine Entwicklung
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Technoir
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 20, 2003 5:17 pm


Technoir hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Dazu gehört offenbar als erster Schritt, den Irak ganz für ausländisches Kapital zu öffnen.



tja es mag beim ersten Hinsehen zwar Scheisse aussehen, ist aber nunmal eine Tatsache dass es ohne Geld auch kaum möglich ist das Land aufzubauen.

Ohne Geld keine Firmen
Ohne Firmen keine Arbeit
Ohne Arbeit keine Arbeitsplätze
Ohne Arbeitsplätze keine Entwicklung
Ohne Entwicklung kein Frieden


Es ist die Frage, wie dieses Kapital eingesetzt wird - davon abgesehen gibt es in anderen Ländern Kapital und Firmen, die teilweise eher willkommen wären...

"Nach einem solchen Kostenaufwand muss die Usa sich auch entschädigen" ist doch der Tenor. Und das Problem.


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BeitragVerfasst am: Mi Okt 22, 2003 11:38 am


Zitat:
Es ist die Frage, wie dieses Kapital eingesetzt wird - davon abgesehen gibt es in anderen Ländern Kapital und Firmen, die teilweise eher willkommen wären...

"Nach einem solchen Kostenaufwand muss die Usa sich auch entschädigen" ist doch der Tenor. Und das Problem.


Nunja, ich sehe die Sache mal etwas pragmatischer:

Bevor der Irak für die USA überhaupt Gewinn abwerfen wird, müssen dort erstmal Milliarden und Abermilliarden in technische und soziale Infrastrukturen investiert werden. Natürlich werden sich da verstärkt US-Firmen drauf stürzen, aber auch die große Macht USA werden diesen Job nicht alleine machen können. Dazu bedarf es unter anderem auch europäischer und russischer Hilfe. Und die arabischen Staaten sind auch noch da und wollen investieren.
Mittel und langfristig sehe ich sogar einen großen Vorteil für Deutschland, denn die Iraker stehen nunmal auf "made in Germany" und das in sehr vielen Bereichen.

Aber unterm Strich gilt für die Iraker das Gleiche wie seinerzeit für die Deutschen: Geld stinkt nicht.
Und das Land braucht viel davon, um wieder auf die Beine zu kommen und peu a peu den Weg zurück in die Staatengemeinschaft zu finden.
Ich denke mal, dem Ottonormaliraki ist es relativ schnuppe, von wem er seinen Monatslohn bekommt, für ihn ist es wichtig, seine Familie ernähren zu können. Ob er das nun mit Dollars, Euros oder Rubel macht, wird ihm letztendlich ziemlich schnuppe sein. Hauptsache was Warmes zu Essen auf dem Tisch, subere Klamotten am Körper und eine halbwegs sichere Zukunft vor Augen.

Die Amerikaner werden für ihren Kriegsgang noch früh genug ihr Fett abbekommen. Sei es in wirtschaftlicher Hinsicht durch die arabischen Staaten oder durch weitere Terrorattacken seitens AQ und Co.


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BeitragVerfasst am: Mi Okt 22, 2003 7:21 pm


Wiederaufbau im Irak
US-Firmen dick Geschäft

Der Wiederaufbau im Irak verspricht zu einem Milliardengeschäft zu werden, und US-Konzerne haben die besten Chancen, dabei die größten Aufträge an Land zu ziehen. Für Firmen aus Deutschland, Frankreich und anderen Ländern, die gegen den Krieg waren, werden dagegen nach Einschätzung von Diplomaten in Bagdad mittelfristig keine großen Fische zu angeln sein.

...Der unter US-Aufsicht gebildete irakische Regierungsrat will ab sofort ganz im Sinne Washingtons 100-prozentige Töchter ausländischer Unternehmen zulassen. In Bagdad fürchten irakische Geschäftsleute und europäische Diplomaten, dass die vor einem Monat verabschiedeten Rahmengesetze für Investitionen, Zoll, Banken und Steuern das Land zu einem "Selbstbedienungsladen" für die Besatzungsmächte und ihre regionalen Partner Türkei und Kuwait machen könnten.

"Wir versuchen, dem Irak zu helfen, ein kapitalistisches Land und Vorbild im ganzen Nahen Osten zu werden", sagte der US- Geschäftsmann Joe Allbaugh kürzlich der "New York Times". Der 51- Jährige, der vor drei Jahren den Wahlkampf von George W. Bush koordinierte, hat mit anderen engen Bush-Vertrauten in Houston (Texas) die Beraterfirma "New Bridge Strategies" gegründet. Die Firma will ihren Kunden bei Geschäften im Nahen Osten unter die Arme greifen.

alles hier:

http://www.n-tv.de/5189834.html


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BeitragVerfasst am: Mi Okt 22, 2003 8:42 pm


Im nahen Osten? Saudi-Arabien oder was?

Interressant woraus man überall Gewinn schlagen kann! Aus einem Krieg genauso wie aus Frieden.


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BeitragVerfasst am: Mi Okt 22, 2003 8:47 pm


dimbo hat folgendes geschrieben:
Hi!



Oder meinst du, dass M.M. das Steuer mit seinem Film vorher rumreißt, bzw. Bush es anders vergeigt?

Very Happy

dimbo.


Meinst Du jetzt Mickey Mouse in Steamboat ? Very Happy


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BeitragVerfasst am: Mi Okt 22, 2003 9:04 pm


Bush ist doch auch nur eine Marionette.
Meiner Auffassung nach, ist die schon abgeschrieben, die nächste (von der Oposition) schon in Stellung gebracht.
Sie haben den Irak zwar jetzt mit Uranmunitionsmüll aus ihren Kernkraftwerken verseucht und sich die wichtigsten Ölvorkommen gesichert, aber was werden sie daraus machen?
Die Engländer werden weiterhin Dreck (Brittisch Beef, Fertignahrung, Nikotin) essen, und langsam weiter verblöden. Die HandyElektromagnetischenWellen thuen noch ein Übriges. Ansonsten werden sie ihre Lander weiterhin mit Gastarbeitern vollstopfen.
Was nützt ihnen also der ganze Recihtum, wenn sie ihn wie auch schon in der Vergangen heit verschwenden und ihn dazu nutzen, sich selbst zu schaden.
Ich sehe da keinen Nutzen und keine Zielsetzung für das Volk. Nur Chaos.


Axelay
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BeitragVerfasst am: So Okt 26, 2003 12:01 pm


in diesem zusammenhang auch nochmal interessant:

die verquickung von Dick Cheney und Halliburton

>>Der größte Teil von Cheneys Vermögen steckt also in einem Unternehmen, daß eine große Beteiligung an Halliburton hat, dem Unternehmen, daß ohne eine Ausschreibung den größten Auftrag für den "Wiederaufbau" des Iraks erhalten hat.<<

http://www.freace.de/artikel/okt2003/cheney251003.html


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