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LSD - Schmieröl fürs Hirn?
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 11, 2003 1:59 pm


Konnichiwa allerseits

Ich hatte einst damit begonnen einen Artikel über meine Meinung zu halluzinogenen Substanzen zu schreiben, welchen ich aber aufgrund des Umfanges (und dennoch nicht bestehender Vollständigkeit) in keinem Forum veröffentlichte.

Mein persönliches Fazit : Halluzinogene bringen keinerlei "Vorteil" den man nicht auch durch Techniken wie Atemkontrolle, Meditation, Tanz etc erreichen könnte - man könnte diese "körperinternen Drogenprozesse" wahrscheinlich auch besser psychisch verarbeiten da sie sich langsam aufbauen und keinen plötzlichen von aussen induzierten "flash" darstellen.

Halluzinogengebrauch ist für mich ein Zeichen von Mangel an Geduld (oder gar Mühe) sich ausreichend mit sich selbst und Eigeninduzierung auseinanderzusetzen - auf der anderen Seite passt das "hab eine transpersonale Erfahrung nur durch eine Pille" zur schnellebigen Symptomatik vieler "moderner" Menschen der heutigen Gesellschaftsformen (wobei mir der Gebrauch von Halluzinogenen in früheren Zeiten oder bei Naturvölkern durchaus bekannt ist).

Das Risiko dabei sehe ich darin, dass auch nicht ausreichend gefestigte Personen wie zB Jugendliche "nur weil es cool ist" in Kontakt mit Erfahrungen kommen, die ihrem geistigen Entwicklungsstand nicht entsprechen - die Psychiatrien sind voll davon.

Ob dann natürliche Halluzinogene den synthetisch gewonnenen vorzuziehen sind (Mutterkorn Arrow LSD) überlasse ich Personen die diesbezüglich Eigenerfahrung haben und diese ja auch in themenbezogenen Internetforen diskutieren können.


Halluzinogene als "Schmieröl" fürs Gehirn ?
meiner Meinung nach eher ein Mixer und nachher kommt Brei heraus Confused (siehe dazu auch den "Slang" und entstehung der Drogensubkultur seit den 60ern die genausowenig gesundheitsfördernd sind wie die "Alltagskultur")

Ich möchte hier niemanden von meiner Meinung überzeugen, sondern lediglich meine Gedanken mitteilen - diskutieren werde ich das aber aus eben diesem Grunde nicht. Wink


mfG

<gassho>

hona sainara

Tenshin


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Tenshin
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 11, 2003 2:05 pm


THG hat folgendes geschrieben:
und wenn das alter käse ist, dann sagts mir
Bewustseinserweiterung durch Drogen?
da steht auf jeden Fall schon ne Menge zum Thema.

Prozentuale Angaben dieser unbekannten Größen, halte ich nicht für sinnvoll und treffend. Die Erfahrungsdimension ist qualitativ anders, nur in bestimmten Aspekten eine Steigerung differenzierter Gehirnfunktionen.
(und so groß ist die Zirbeldrüse auch nicht, das man von einer prozentualen Steigerung - Gehirnmasse betreffend - sprechen kann)

Da die Erfahrungsebenen des transpersonalen Spektrums weit ausserhalb der Erklärungsmöglichkeiten physischer Gehirnfunktionen sind, spielen derartige Erklärungsmodelle für mich keine große Rolle.
Bei der Interpretation von psychedelischen Erfahrungen tendiere ich mehr zu einer Nicht-Funktion als zu einer erweiterten Funktion des Gehirns.

Zum von sillyLilly angesprochenen Verantwortungsaspekt möchte ich zum Vergleich Erfahrungsbericht eines Rüdiger Nehberg oder gefährliche Expeditionen von Naturforschern heranziehen. Auch hier sagt man sich "toll/interessant" - niemand wird sofort (wenn überhaupt) in ein Flugzeug steigen und losfliegen. Das diese Erfahrungsdimensionen grundlegende Vorbereitungen erforden (und nicht jeder erlangt die notwendige Kondition eines Astronauten), ergibt sich aus der Überlegung, das unser Gehirn Inhalte und Ebenen zur Alltagsbewältigung ausblendet.

(das es in Ausnahmefällen trotzdem geht, zeigte mir das Experiment eines Freundes, der 3 Monate jeden Tag "drauf" war - das mag einigen Theorien in Fachliteratur widersprechen, aber da gibts ja so manchen Schwachsinn geschrieben)

Ob derartige Erfahrungen für den persönlichen Organismus nützlich sind und ob jemand dieses kalkulierte Risiko auf sich nehmen will, muss jeder für sich selbst entscheiden. Genau wie bei jeder anderen Medizin gibt es Missbrauch, und - um noch eine Analogie draufzulegen - auch Leute, die aufgrund ihrer Weltanschauung Schulmedizin völlig ablehnen.

Wer an der Arbeit von LSD in Verbindung mit Psychotherapie interessiert ist, sollte sich mal "Albert Hofmann LSD Mein Sorgenkind Doku TVRip1993 VCD" laden. Hier kommen Experten zu Wort und räumen mit so manchen irrationalen Vorurteilen auf.


Shiva2012
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 11, 2003 2:09 pm


@ Tenshin:

Bei allem Respekt:

Ich finde es etwas anmassend, als jemand, der selbst noch nie irgendwelche Drogen genommen hat, so zu urteilen.

"Dein persönliches Fazit..." Fazit woraus? Wohl kaum aus eigenen Erafhrungen...

Da könnte ich auch sagen: "Mein persönliches Fazit in Sachen Zen-Buddhismus: Die hocken nur rum. Absolute Zeitverschwendung."

Wie du einen umfangreichen Beitrag zu einem Thema schreiben konntest, dessen Praxis du nicht im geringsten einzuschätzen weißt, ist mir ein Rätsel.


dimbo
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 11, 2003 2:14 pm


@dimbo-san : Wie bereits gesagt diskutiere ich das Thema eh nicht..... Wink


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Tenshin
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 11, 2003 2:17 pm


Ich wollte nicht das Thema diskutieren, sondern deine Haltung, aber bitte. In diesem Fall bitte ich dich zur Kenntnis zu nehmen, dass ich dein Post-Verhalten bei diesem speziellen Thema als eine provozierende Zumutung und Ignoranz gegenüber Andersdenkenden empfinde, da du weder zur Begründung deines Standpunktes noch zu einer Diskussion bereit bist. Auf solches Verhalten trifft man in der Regel dann, wenn keine Argumente vorhanden sind. Scheint eine vom Glauben beeinflusste und in höchstem Maße dogmatische Haltung zu sein, die du hier an den Tag legst.

Er hat die Wahrhheit, er verkündet sie, aber sie wird weder begründet noch erläutert.

Klingt eher nach den drei Affen die nichts hören, nichts sagen, und nichts sehen wollen, als nach dir, Tenshin!

Was erwartest du eigentlich für eine Reaktion auf deinen Post?


dimbo
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 11, 2003 2:22 pm


Ich bin auch der Meinung das wenn man das zeug noch nicht probiert hat sollte man kein angaben machen von wirkung und ähnlichem. horrortrips gibt es das stimmt schon aber auch nur dadruch das set und setting bzw unterdrückte gefühle schlechte erinnerungen labile psyche dafür verantwortlich sind und mit einem ensprechenden psychiater kann das risoko gegn 0.01% reduziert werden was versagt ist die versorgung der jenigen die in Gedankenschleifen "hängenbleiben". Weil ein guter Therapeut kann dich aufjedenfall wieder runterholen hab das selbst schon mit erlebt das leute teilweise nach 2 Monaten im andern land wieder zurück gekommen sind es ist halt sehr viel einfullsvermögen notwendig. Heutzutage werden Psychosen mit medikamenten behandelt was meiner meinung nach schlecht ist.
um auf LSD zurück zu kommen mann brauch erfahrene leute und sollte sich zumindest genau darüber informiern bevor man es kosumiert.
Ps Bewusstseins erweiterung liegt in der natur des menschen und ist ein Trieb der nicht unterdrückt werden sollte wie man diesen zustand erreicht ist jedem selbst überlassen


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BeitragVerfasst am: Sa Okt 11, 2003 2:38 pm


Ich habe es selber auch nicht probiert ... und habe auch nicht vor es zu probieren.
Heißt das ich kann dazu nichts sagen?


Namaste
Lilly


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sillyLilly
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 11, 2003 2:42 pm


Natürlich kannst du dann trotzdem etwas dazu sagen.

Aber zu sagen:

"Meiner Erfahrung nach..." wo keine Erfahrung besteht, und dann noch nicht einmal bereit zu sein, auch nur einen einzelnen der vorgebrachten Punkte zu diskutieren, das ist imho nunmal Ignoranz, und die prangere ich an!


dimbo
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 11, 2003 2:58 pm


Jemand der Drogen zu sich genommen hat, kann doch gar nicht vergleichen, ob er eine erweiterte Wahrnehmung, verglichen mit einem anderen Menschen hat.
Höchstens das er selber eine erweiterete Wahrnehmung im Vergleich zu sich selber ohne Drogen hat.
Insofern finde ich das auch ignorant, den Erfahrungswert von jemandem anders so zu beurteilen.

Schwierige Frage ... ich weiß. Da von beiden Seiten immer wieder angenommen werden kann, das Gegenüber hätte nicht die Erfahrungen das beurteilen zu können.


Ich finde nicht gut, wenn Drogen heutzutage, als bewußtseinserweiternde Stoffe propagiert werden.
Der vergleich aus anderen und früheren Kulturen, der dazu oft angeführt wird, ist meines Erachtens heute nicht mehr passend , da a) die Menschen heute anders sind als damals und b) das soziale Netz ein anderes war ... und c) die die Erfahrungen in ganz anderer Form betreut wurden als heute.

Ich kann es respektieren, wenn das jemand für sich entscheidet und macht, aber die Meinungen die ich teilweise in den Postings lese ... gehe ja schon fast in die Richtung, daß jemand der keine Drogen zu sich genommen hat, auch gar nicht sein Wahrnehmungspotential ausnutzen kann.
Gerade weil auch Leute mitlesen, die noch keine Drogenerfahrungen haben ... und bei denen durch solche Erzählungen ... die sich so aufregend anhören, das Interesse geweckt wird, sich auf diese "schwierige Reise" zu begeben, finde ich das manchmal etwas haarstärubend.

Gut ich gebe zu das ich persönlich in meinem Bekanntenkreis einige Erfahrungen mit Drogenabhängigen gemacht habe ... und deswegen auf jede Verharmlosung etwas allergisch reagiere.
Denn ich habe gesehen was mit Menschen, die vorher mal dachten ihr Bewußtsein zu erweitern, passiert ist. Und das waren schmerzhafte und bittere Erfahrungen, mit Menschen die mir zu dem Zeitpunkt sehr nahe waren, die ich anderen nicht unbedingt wünsche.

Namaste
Lilly


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sillyLilly
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 11, 2003 4:00 pm


Zitat:
Jemand der Drogen zu sich genommen hat, kann doch gar nicht vergleichen, ob er eine erweiterte Wahrnehmung, verglichen mit einem anderen Menschen hat.


Jain. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass bestimmte Fähigkeiten im Bereich der visuellen Wahrnehmung durch Psylocybin, den Wirkstoff in halluzinogenen Pilzen, gesteigert werden. So konnten die Versuchspersonen, die den Stoff zu sich genommen hatten einen Text, der nur aus der unteren Hälfte der Buchstaben bestand erheblich besser lesen, als die nüchterne Kontrollgruppe.

Ansonsten gebe ich dir vollkommen recht - wirklich vergleichen kann man nur Zustände, die man selbst erlebt hat. Ich habe auch nirgends behauptet, dass erweiterte Wahrnehmung nur mit Drogen möglich ist. Tenshin ist derjenige, der behauptet, Drogen seien keine Bewusstseinserweiterung, nicht andersherum.

Ich erkenne den buddhistischen Weg an, er den neo-schamanistischen nicht.

Deine (schlechten und nicht selbst gemachten) Erfahrungen mit Drogen kann dir keiner nehmen, ich habe glücklicherweise andere gemacht...

Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann, ist, dass scheinbar Toleranz gegenüber alles und jedem geübt werden muß, ausser Menschen, die Drogen nehmen. Wäre ich Tenshin gegenüber beispielsweise in einem Buddhismus-Thread auf ebenso intolerante und diskussionsunbereite Weise begegnet wäre ich wohl zu Recht wegen Diskriminierung seiner Glaubens- und Meinungsfreiheit angegriffen worden. Mit dem Betäubungsmittelgesetz im Rücken lässt sich da doch gleich viel entspannter auf die Drogen eindreschen...

Ich werde mich hierzu nicht weiter äußern, soll jeder seine eigenen Erfahrungen machen - oder eben nicht.

Das Recht zu reden, kann man eh keinem nehmen. Trotzdem bezeichnend, dass es genug Leute im Board gibt, die sich mit dem Thema intensiv beschäftigen, und hier nicht posten. Scheint, als wäre es diesen Leuten schlichtweg nicht wert, ihre Zeit solchen Threads zu widmen. Kann ich inzwischen immer mehr verstehen...


dimbo
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 11, 2003 4:30 pm


für mich ist folgendes entscheidend:

- wenn ich ohne jegliches training mich in der wildnis kanadas aussetzen lasse, kann dies natürlich zu einer erfahrung werden, die mein restliches leben verändert. sowohl zum positiven wie auch zum negativen. ich werde wohl einiges über mich selbst lernen, aber ich werde vielleicht auch körperlich oder geistig kaputt wieder herauskommen.

die frage ist doch für jeden:
aus welchen gründen genau will ich dieses risiko eingehen?
um mein bewusstsein zu erweitern? was genau versteh ich denn darunter?

ich hoffe das thema mit der verantwortung hiermit vernünftig behandelt zu haben. denn die entscheidung trifft jeder selbst. ich kann nur auf die risiken hinweisen...

einen schönen gruss


Sing-Sil
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 11, 2003 4:53 pm


Na da kann ich doch auf die restlichen Prozent meines Hirns gut verzichten, wenn sowas dabei rauskommt:
Zitat:
drogen machen doof und süchtig!

Auf meinem täglichen Weg zur Arbeit komme ich in Hannover am "Fixpunkt" vorbei, wenn ich dann die Gestalten sehe die dort vor der Tür auf ihre tägliche Dosis Methadon warten, dann kommt mir doch der Gedanke, dass diese 10-15% meines genutzten Hirns mir völlig ausreichen.
Sicher sind solche Threads nicht um Drogenkonsum runterzuspielen eröffnet worden, doch leider sehe ich hier immer wieder, wie einige einen solchen Thread nutzen um den Konsum ins lächerliche zu ziehen oder um eine Rechtfertigung für den Konsum zu finden. Das ist Scheiße!! Drogen jeder Art gehören def. verboten und der Handel oder auch nur die Weitergabe von Drogen sollte mindestens mit fahrlässiger tötung gleichgesetzt werden!
Sorry, wenn ich jetzt ein wenig Offtopic, aber aus meiner persönlichen Erfahrung heraus habe ich ein echt heftiges Problem mit solchen Themen und sehe auch keinen Sinn darin über Eventualitäten zu diskutieren, denn am Ende bleibt immer das selbe Ergebnis, welches einfach nicht herunter- oder umdiskutiert werden sollte und kann:
Zitat:
drogen machen doof und süchtig!


MfG

Ring


Ring
Mitglied


Anm.Dat: Jul 29, 2003
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 11, 2003 5:05 pm


Vorab: Ich möchte Drogen nicht verharmlosen oder propagieren.
Aber auch nicht dämonisieren.

LSD ist in jeder Hinsicht eine bemerkenswerte Substanz. Sie gilt nämlich als die stärkste pharmakologisch wirksame Substanz. Sprich: Es ist keine Substanz bekannt, die in noch kleinerer Dosierung wirksam wäre.
Von diesen kleinen Mengen kommen überhaupt nur 2% durch Blut-Hirn-grenze im Gehirn an. Darüber hinaus werden 80% innerhalb der ersten zwei Stunden bereits wieder mit dem Urin ausgeschieden. Solche geringen Substanzmengen sind selbst mit modernster Mikrochemie jenseits der Nachweisgrenzen. Daher gelang der Nachweis auch nur mittels radioaktiver Markierung. Warum der Rausch dennoch 8-10 Stunden anhält, ist nicht genau bekannt. Es wird eine art Selbstläufer vermutet, der gewisse Mechanismen in Gang setzt, die danach noch eine Zeitlang weiterlaufen vermutet.
Chemisch gesehen ist das LSD ein Indolderivat, genauso wie das Serotonin, einem wichtigen menschlichen Neurotransmitter. Aber auch das Meskalin und andere halluzinogene Drogen sind Indolderivate.

@Sillylilly
Was das Abhängigkeitspotential betrifft, sollte man (illegale) Drogen nicht über einen Kamm scheren. Zwar ist LSD sicherlich nicht harmlos, aber mit Opiaten oder Benzodiazepinen und ihrem extrem hohen Potential an körperlichen Abhängigkeiten sollte man sie auch nicht vergleichen.
Psychische Abhängigkeiten sind natürlich immer möglich. Dennoch fällt auch hier das LSD aus dem Rahmen: Versucht der Acidhead nämlich, am Tag nach einem Trip einen weiteren zu nehmen, dann muß er die doppelte Dosis nehmen, um die halbe Wirkung zu erzielen. Am dritten Tag tritt keine Wirkung mehr ein egal wieviel LSD genommen wird. Die Konsequenz: Man lässt es sein, es wird nichts bringen.
Auch dies ist - aus pharmakologischer Sicht - eine sehr ungewöhnliche Erscheinung.

Mittlerweile stehen selbst konservative wissenschaftliche Kreise der historischen Dämonisierung des LSD zumindest skeptisch gegenüber.
Medizinisch ist sie nämlich nicht haltbar.
In den 60ern wollte man den politischen Gegner, die Hippies, treffen. Vorfälle wurden verdreht, aufgebauscht oder schlicht erlogen, obwohl die amerikanische Regierung selbst sich Mitte der 70er Jahre bei Angehörigen entschuldigen mußte. Die CIA, auf der ewigen Suche nach der ultimativen Wahrheitsdroge, hatte Leuten ohne ihr Wissen LSD untergejubelt.
Ein Naturwissenschaftler hatte sich daraufhin das Leben genommen: Er hatte wohl glauben müssen, er hätte den Verstand verloren. Er wußte ja nicht, daß es auch wieder vorbei geht.

Sicher gibt es Fälle von Drogenpsychosen. Nur: Menschen werden auch psychiatrisch krank ohne Drogen, genau so wie Menschen sich auch ohne Drogen das Leben nehmen. Waren sie unter LSD, liegt die Ursache auf der Hand: Am LSD hat's natürlich gelegen.
Im Unterschied zu den meisten anderen Drogen, lassen die Mehrheit, die LSD genommen haben, erstmal die Finger davon. Es war schön, es hat so lange gedauert, daß man zum Ende froh war, auch wieder runter zu kommen - und man hat erstmal genug.
Sicher gibt es "psychische Abhängigkeiten". Aber was soll das, bitte sehr denn schon sein ? Schaffen das so viele andere nicht auch ganz ohne Drogen: Spielsucht, Sexsucht, Esstörungen kann man auch ohne Drogen haben, um nur wenige zu nennen.


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Liebe, als ob du nie verletzt worden wärst.
Tanze, als ob niemand zusieht.

Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort.

Giacomo_S
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 11, 2003 5:07 pm


ja solche postings tragen bestimmt dazu bei, das unsere jugend die lust verliert damit zu experimentieren.

dein beitrag ist doch wirklich sowas von undifferenziert. was genau sind denn drogen? welche mittel fallen denn darunter und warum? ist alkohol genau das gleiche wie kokain? ist lsd genau das gleiche wie heroin?

was meinst du denn damit zu erreichen wenn man einfach alle rauschmittel komplett verbietet und nicht mehr drüber spricht?

bezieht sich übrigens auf ring...


Sing-Sil
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 11, 2003 5:17 pm


@ giacomo_s

ich finde schon das du extrem herunterspielst und verhamlost.
zum einem finde ich psychische abhängikeit wesentlich gravierender als körperliche.
zum anderen finde ich die argumentationsweise: die psychose liegt nicht in der droge begründet schwachsinnig. denn sie ist auf jeden fall der auslöser. ein mensch der es schafft ein problem sein leben lang zu verdrängen ist meiner meinung nach glücklicher als jemand der mit einem schlag der angst seines lebens gegenüber steht, dies nicht verkraftet und anschliessend durch sämtliche psychatrische instanzen geht und dieses erlebnis vielleicht niemals verkraftet.

und die argumentation das man nicht ständig auf lsd sein kann, weil man mit der dosierung garnicht hinterher kommt leuchtet mir auch nicht ein. es geht doch garnicht um zwei aufeinander folgende tage. es geht um routinen. die können auch wöchentlich dich immer weiter von der alltäglichen welt entfernen. (dies mag sich auf den ersten blick spannend anhören, aber darüber sollte man mal wirklich nachdenken.)


Sing-Sil
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