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Verfasst am: Sa Jul 26, 2003 7:35 pm |
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hallo
@Moppel:
ich weiss nicht ob ich das vielleicht übersehen hab aber ich wüsste gerne was fallsucht ist?
ich wollte auch nicht psychisch kranke mit geistig behinderten durcheinander schmeissen (wobei wir wieder dabei wären, dass man das wort mensch immer vergisst)....ich glaube ich kenne den unterschied.
mir ist da wieder was eingefallen was ich früher mal erlebt hatte:
(hat zwar nichts mit psychatrie zu tun, wollte ich aber trozdem mal sagen)
ich war mal "funkemariechen" und wir hatten einen auftritt in einem "heim für geistig und körperlich behinderte".
das war für mich was ganz anderes und sehr komisch. ich hatte das gefühl als würde ich vor vielen total lieben kindern(waren aber erwachsene) tanzen. wie auch immer....das ganze hat mich total nachdenklich gemacht. ich hab mich gefragt wie diese menschen ihr leben mitkriegen oder wahrnehmen... waren alle total lieb.
aber mal zu deiner frage was wir über psychatrien denken:
unter einer psychatrie stell ich mir eine klinik vor mit weissen räumen und weiss angezogenen ärzten und verwirrten menschen.....
aber ich glaube nicht dass das so 100%ig stimmt...
ich wüsste gerne wissen wie so ne psychatrie eingeräumt ist (also auch von der farbe-->eher bunt oder wirklich überwiegend weis???, oder nüchtern wie ein krankenhaus?
..ich glaube ich denke zuviel über solche themen nach...
und mach mal schluss
gruß an alle
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Yuri Neuzugang
 Anm.Dat: Jul 24, 2003 Beiträge: 4 Wohnort: Timbuktu
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Verfasst am: Sa Jul 26, 2003 9:54 pm |
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also,war auch noch nicht in ner psychiatrie,aber mal 6 wochen in einer "sozio-psychosomatischen klinik". fand die menschen dort extrem sympathisch und zugänglich. danach mußte ich feststellen,daß die "gesunden" leute gerne mit vorurteilen bei der hand sind: ich war plötzlich in die schublade "psycho" gerutscht und meine 4-jährige beziehung ging deshalb in die brüche. dabei habe ich dort nur gelernt,auf mich selber zu achten und mit anderen menschen wacher umzugehen. es hat mich echt erschüttert,wie ich danach (ohne mich negativ verändert zu haben!) abgewertet wurde.
ich könnte mir denken, daß man noch schiefer angesehen wird,wenn man in der "geschlossenen" war..
wirklich arm,daß die menschen nicht mal darüber nachdenken,daß sie eigentlich ALLE einen schaden haben,jeder auf seine art und in unterschiedlicher intensität. nur zwei kategorien gibt es da: die,die damit leben können/wollen und die,die was dafür tun wollen,daß es ihnen bessergeht - und die sich dabei helfen lassen!!also,was soll das?
drogen in der stärke von haldol stehe ich allerdings sehr skeptisch gegenüber,und mich würde es beunruhigen,wenn mir zwangsweise irgendwelche medikamente verabreicht würden...
sowieso,der selbstkontrollverlust muß furchtbar sein: jemand erzählte mir von einem wochenende,das er in einer "geschlossenen" verbringen mußte,und er war in einen raum gesperrt mit jemandem,der echt gruslig drauf war und nur gestöhnt und gezuckt hat,.und er stand dauernd unter beobachtung und mußte fragen,wenn er aufs klo wollte... *schauder*
dafür liebe ich meine freiheit viel zu sehr,um sowas akzeptieren zu können!hoffe,daß das nie nötig sein wird!
liebgrüß!
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Adam23 Neuzugang
 Anm.Dat: Apr 22, 2002 Beiträge: 11 Wohnort: braunschweig
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Verfasst am: Sa Jul 26, 2003 11:41 pm |
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@ Yuri
| Zitat: | Epilepsie (Fallsucht)
Mit einem epileptischen Anfall verbinden die meisten Menschen die Vorstellung von einer plötzlich einsetzenden Bewusstlosigkeit mit Sturz, verbunden mit Verkrampfungen und Zuckungen von Armen und Beinen. Neben diesem so genannten Großen Anfall (Grand Mal) gibt es jedoch viele weitere Anfallstypen, die zum Teil wesentlich weniger dramatisch ablaufen. Ein einzelner epileptischer Anfall macht jedoch noch keine Epilepsie. Man schätzt, dass zirka vier bis fünf Prozent aller Menschen einmal oder wenige Male unter bestimmten Bedingungen einen epileptischen Anfall erleiden (so genannten Gelegenheitsanfall). Faktoren, die so einen Gelegenheitsanfall auch bei sonst Gesunden auslösen können, sind zum Beispiel Schlafentzug, Alkoholgenuss und verschiedene Medikamente. Von einer Epilepsie spricht man erst dann, wenn Anfälle sich häufig wiederholen. | ... hab ich hier geklaut: http://www.lifeline.de/cda/page/center/0,2845,11-1844,00.html
| Zitat: | ... ich war mal "funkemariechen" und wir hatten einen auftritt in einem "heim für geistig und körperlich behinderte"...
... ich hab mich gefragt wie diese menschen ihr leben mitkriegen oder wahrnehmen ... |
habe selber etwas über 5 Jahre in einer Einrichtung für schwer und mehrfach geistig behinderte Menschen gearbeitet und kann aus Erfahrung sagen, daß es schwer einzuschätzen ist wie diese Menschen ihr Leben und ihre Umwelt wahrnehmen. Das ist ja auch bei "uns normalen" von Mensch zu Mensch teilweise stark unterschiedlich. Du kannst Dir aber sicher sein, daß Sie deutlich mehr wahrnehmen als man zuerst annehmen möchte ( ... die kriegen ja sowieso nix mit ... ) Und du kannst Dir auch sicher sein das Dein Auftritt dort einen bleibenden, positive Eindruck hinterlassen hat. Menschen die in so einer Einrichtung leben erzählen von solchen Ereignissen oft noch Monate und Jahre danach, weil solche "Highlights" in ihrem Leben leider nur spärlich gesät sind. Meistens fehlt dem unterbesetzen Mitarbeiterstab leider die Zeit und die Möglichkeit an externen Veranstaltungen teilzunehmen und das Leute von außen (so wie in Deinem Fall) in solche Einrichtungen gehen ist leider eher selten ...
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Pain Logenmitglied

 Anm.Dat: Jul 21, 2003 Beiträge: 359 Wohnort: 7.Stock
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Verfasst am: Di Jul 29, 2003 8:16 pm |
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| Adam23 hat folgendes geschrieben: | drogen in der stärke von haldol stehe ich allerdings sehr skeptisch gegenüber,und mich würde es beunruhigen,wenn mir zwangsweise irgendwelche medikamente verabreicht würden...
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Was hast du denn gegen Haldol? Ich halte Haldo für ein Super-Medikament, praktisch das beste in der Akutbehandlung von Schizophrenien. Meistens werden die Psoitivsymptome (also sowas wie Halluzinationen, Wahn, Ich-Störungen) innerhalb weniger Tage besser, verschwinden manchmal sogar ganz. Zugegebenermassen ist Haldol ein relativ altes Medikamenz und hat ein dementsprechend mieses Nebenwirkungsprofil
Nichtsdestotrotz habe ich auch schon viele Patienten gesehen, die Haldol super vertragen haben, ohne irgendwelche Nebenwirkungen.
Allerdings gibt es mittlerweile ja auch viel modernere, neuere Antipsychotika (Neuroleptika), mit denen man auch sehr gut arbeiten kann und die für den Patienten wesentlich angenehmer sind.
Im Übrigen denke ich, dass die große Angst vor "Psychopharmaka" (Kaffe zählt ja auch dazu ) auf Falschinformationen beruht. Dazu mal grundsätzlich in aller Kürze: 1. Neuroleptika und auch Antidepressiva machen NICHT abhängig. 2. Neuroleptika und Antidepressiva wirken NICHT persönlichkeitsverändernd!
Das was von aussenstehenden häufig zuerst wahrgenommen wird, sind diese enorm verlangsamten Bewegungen, lange Reaktionszeiten, müder schläfriger Blick usw... Diese Effekte sind aber lediglich in der Langzeitbehandlung (damit meine ich ab 20 Jahre aufwärts) anzutreffen, insbesondere bei älteren Patienten, die noch mit "alten" Medikamentenbehandelt wurden/werden... Heutzutage sieht man sowas praktisch nicht mehr bzw. sehr selten.
Dabei muss man dann allerdings (und das wird beim Aburteilen dieser medikamente meist vergessen) immer einen Mittelweg finden, die Krankheitssymptome soweit in den Hintergrund zu drängen, dass der Patient ein halbwegs vernünftiges Leben führen kann, aber durch die Nebenwirkungen nicht allzusehr beeinträchtigt wird...
Naja, soviel im Moment dazu
Ich will aber noch mehr Berichte/Erlebnisse/Gedanken dazu hören, also los 
_________________ "Tu dem anderen an, was er dir zufügen möchte - und zwar als erster."
Edward Noyes Westcott |
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Moppel Eröffner des Threads
 Mitglied
 Anm.Dat: Jul 18, 2002 Beiträge: 92 Wohnort: München
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Verfasst am: Do Aug 14, 2003 5:33 am |
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Leute ich weiss was,
Schlüsselrolle kommt dem Serotoninspiegel zu.
Der Serotoninspiegel bestimmt ,ob jemand ganz oben ist oder eher unten.
Zumindest bei Affen.
So wird die Dunkelziffer der Einnahmehäufigkeit von Fluctin=Prozac bei Managern und Politikern sehr hoch geschätzt.
Weil viele das Glücks-Doping (bes in den USA) kennen.
Wenn man sich ungeliebt fühlt ,ist die Einnahme von Serotonin-Wiederaufnahmehemmern empfehlenswert.
Ungefähr das Gegenteil bewirken die Neuroleptika.
Wichtiger hinweis für Psychiatrie-Patienten:geht nur zu Therapeuten oder zumindest zu Psychiatern,welche sich IN EUCH HINEINVERSETZEN KÖNNEN und Ihr SYMPHATISCH FINDET(!)
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Nadlynn Neuzugang
 Anm.Dat: Aug 14, 2003 Beiträge: 2 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Do Aug 14, 2003 10:08 am |
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Heutzutage werden Neuroleptika von Psychiatern ebenso vielfältig eingesetzt wie von Normal- oder Tiermedizinern. Die von Letzteren verabreichten Substanzen unterscheiden sich nicht von denen, die in der Psychiatrie als antipsychotische Medikamente verabreicht werden. Als Anwendungsgebiete von Neuroleptika werden im »Lexikon der Tierarzneimittel« 1987 beispielsweise genannt: »Ruhigstellung aggressiver Tiere aller Art, insbesondere bei Verladungen, Transport, Beschlag sowie Untersuchungen und zur Vorbereitung auf Operationen, diagnostische Eingriffe; bei Ferkelfressen der Sau, Fremdkörperoperationen, Anmelken, Umstallung, Geburtshilfe, Kaiserschnitt, Kastration... Beruhigung aggressiver Pferde, Schweine und Rinder und anderer Tiere... Zur Vermeidung von Beißereien beim Umgruppieren von Schweinen, gegen Schwanzbeißen und Kannibalismus.«
Die Verabreichung von Neuroleptika und Elektroschocks bedeutet für die Betroffenen nicht immer eitel Sonnenschein. Dass sich viele gegen die Verabreichung von Neuroleptika wehren, ist in psychiatrischen Schriften wie auch in der normalen Presse nachzulesen. Michael Heim, Chefpsychiater der Anstalt Arnsdorf/Dresden, sprach 1992 von einer 60%igen Verweigerung (Heim 1992, S. 43). Unter den Psychiatrisierten sind es die wehrlosesten oder vertrauensseligsten, die am stärksten behandelt werden.
Psychopharmaka insgesamt werden zu 70% an Frauen verabreicht. Alle Neuroleptika werden Frauen deutlich häufiger verschrieben, bei Fluspirilen (Imap) ist das Verhältnis sogar 78 zu 22 Prozent. Neben der Zugehörigkeit zum weiblichen Geschlecht ist das zunehmende Alter ein gewichtiger Risikofaktor. Besonders aus den USA kommen verstärkt besorgniserregende Nachrichten. Während dort der Bevölkerungsanteil der über 60 Jahre alten Menschen 1985 bei 11% lag, betrug ihr Anteil an Neuroleptikaverschreibungen über 33%. Können ältere Menschen nicht mehr weglaufen, werden besonders häufig Neuroleptika verabreicht. Eine US-Untersuchung von 1986, die sich 2000 chemischen Substanzen und Millionen von Verschreibungen widmete, ergab, dass 60,5% der Verordnungen an die über 65 Jahre alten Altersheimbewohnerinnen und -bewohner Neuroleptika waren. Laut einer 1989 im New England Journal of Medicine publizierten Studie von Jerry Avorn und Kollegen der Harvard Medical School in Boston, durchgeführt in 55 Altersheimen in Massachusetts, erhielten 55% von 1201 Untersuchten zumindest ein psychiatrisches Psychopharmakon. 39% aller bekamen Neuroleptika verabreicht, die übrigen Antidepressiva, Lithium und Tranquilizer. Bei der Neuroleptikagruppe war der Prozentsatz der Mehrfachverordnungen mit Abstand am höchsten. Die Verschreibungen waren immer wieder automatisch erneuert worden.
Quelle:
http://www.antipsychiatrie.berlinet.de/artikel/frauen/ladies_first.htm
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BrettonWoods Mitglied
 Anm.Dat: Jun 05, 2003 Beiträge: 331 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: Do Aug 14, 2003 10:38 am |
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Psychopharmaka
Neuroleptika !! kein Suchtpotential !! !! aber starke Nebenwirkungen !!
z.B.: Haldol, Omca, Imap, Ciatyl, Psyquil, Atosil, Neurocil, Melleril
Antidepressiva!! kein Suchtpotential !!
Beispiele: Aponal, Ludiomil
Tranquilizer (Benzodiazepine) !! hohe Suchtgefahr !!körperlich und Psych.!!
Beispiele: Valium, Tranxillium, Adumbran u.a.
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BrettonWoods Mitglied
 Anm.Dat: Jun 05, 2003 Beiträge: 331 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: Do Aug 14, 2003 10:53 am |
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| Moppel hat folgendes geschrieben: |
Ich halte Haldo für ein Super-Medikament, praktisch das beste in der Akutbehandlung von Schizophrenien. Meistens werden die Psoitivsymptome (also sowas wie Halluzinationen, Wahn, Ich-Störungen) innerhalb weniger Tage besser, verschwinden manchmal sogar ganz. Zugegebenermassen ist Haldol ein relativ altes Medikamenz und hat ein dementsprechend mieses Nebenwirkungsprofil |
Ich bezweifle, daß der Patient das genauso als Erfolg sieht, denn er tauscht seine eigentliche Krankheit nur gegen eine neue ein: die schweren Nebenwirkungen. Prima Erfolg.
Gleiches gilt für die “Ekt“. Die kann auch schwere Nebenwirkungen haben & offiziell als Bestrafungsmaßnahmen erlaubt, waren Elektroschocks wohl nie. Aber kannst Du Mißbrauch heute völlig ausschließen? Ich dachte auch, man hätte festgestellt, daß Patienten in der Narkose durchaus noch was mitbekommen. Ich weiß nicht, was eine perniziösen Katatonie ist. Aber wenn “hohes Fieber und andere vegetative Regulationsstörungen“ das lebensbedrohliche daran sind, dann ist mir unklar wie Elektroschocks helfen sollen.
Es kommt auch durchaus vor, daß auffällige & stressige Leute von der Polizei ins ZP gebracht werden. Ob da immer Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegt, weiß ich nicht. Das sind ohnehin ziemliche dehnbare Begriffe.
Verstehe mich nicht falsch, ich bin kein Scientologe & habe prinzipiell nichts gegen Psychopharmaka & Psychiater. Ich finde nur Deine Darstellung arg einseitig & sehr aus der Sicht des Arztes geschrieben.
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citriatus Mitglied
 Anm.Dat: May 03, 2003 Beiträge: 211
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Verfasst am: Do Aug 14, 2003 10:57 am |
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PSYCHIATER & INDUSTRIE
Psychiater als Agenten der Pharmaindustrie
http://www.irresein.de/benkert.html
_________________ (DON'T WORRY) IF THERE'S HELL BELOW WE'RE ALL GONNA GO -Curtis Mayfield-
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BrettonWoods Mitglied
 Anm.Dat: Jun 05, 2003 Beiträge: 331 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: Do Aug 14, 2003 11:22 am |
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| Citriatus_an_Moppel hat folgendes geschrieben: | | Verstehe mich nicht falsch, ich bin kein Scientologe & habe prinzipiell nichts gegen Psychopharmaka & Psychiater. Ich finde nur Deine Darstellung arg einseitig & sehr aus der Sicht des Arztes geschrieben. |
Wenn er überhaupt einer ist... 
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dimbo *gesperrt*

 Anm.Dat: Sep 30, 2002 Beiträge: 1867
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Verfasst am: Do Aug 14, 2003 3:25 pm |
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ein kleiner erlebnisbericht aus der psychiatrie:
im rahmen meiner krankenpflegeausbildung musste ich auch einen 8 wöchigen 'psychiatrie einsatz' machen.
"krisenintervention für akut- und langzeitbereich, halbgeschlossene abteilung" nannte sich das ganze.
wow, wie interessant, endlich mal die richtigen hardcore-irren sehen, und vielleicht kann ich ihnen ja helfen, mann, wie toll kann man da mit den patienten arbeiten und ähnlich bescheuertes zeug dachte ich so in meinem jugendlichen eifer.
als erstes bekam ich einen haufen schlüssel mit unglaublichen vielen ermahnungen, diesen auch ja zu benutzen, nirgendwo liegen zu lassen und ihn überhaupt niemandem auszuhändigen. 'halbgeschlossen' bedeutet nämlich abgeschlossene türen, die für bestimmte leute zu bleiben, für die anderen auf- und hinter ihnen wieder abgeschlossen werden.
das hatte dann zur folge, dass ich innerhalb einer woche überall alles abschloss und ich seitdem meinen schlüssel nirgendwo mehr vergesse.
die station hatte, dank des alten gebäudes (die anlage ist 100 jahre alt, ungefähr) tatsächlich noch den 'kuckucksnest"-charme, mit beruhigungzimmer und der forensichen jugenpsychiatrie -klinik-intern 'jurassic parc' genannt- als nachbar.
die patienten waren nicht nett, innerhalb kürzester zeit wurde mir gesagt, ich sei eine verkommen hure, ich habe einen tumor im bauch, eine gabel wurde auf mich gerichtet und alle wollten meine zigaretten.
das personal, das in gemütlicher runde entspannt kaffee trank und nett plauderte, sagte mir, derartige äusserungen gehören manchmal zu den krankheitsbildern, wenn sie ' richtig eingestellt seien, würden sie ganz gut laufen'. ach ja, akut...psychopharmaka. heil und segen für die geplagte seele, die stimmen schweigen und so.
ehrlich gesagt ging mir der arsch auf grundeis.
ich habe noch nie tagelang mit einer kaffeetasse in der hand versucht mich zu weigern oder zu drücken, einen raum zu verlassen, ich konnte schnell wie kein anderer zur küche spurten, in der ich stundenlang immer neue quarknachtischkreationen zauberte, unendlich lang eine spülmaschine ausräumte, unterstützt von einer nicht ganz so kranken frau, die fortwährend mit 'dem baron' plauderte, was ich allerdings zuerst nicht begriff, denn stell dir vor: jemand steht neben dir und spricht während ihr zusammen arbeitet, du gibst auch antwort, wirst dann aber jedesmal darauf hingewiesen, dass du gar nicht gemeint bist. bist du dann gemeint, merkst du es nicht.
es war sehr laut dort, denn es waren ja viel mehr leute anwesend als man sehen konnte, sehr wohl aber spüren, und selbst der heizkörper stellte einen unheimlich interessanten gesprächspartner für einen der menschen dar.
viele der patienten sassen den ganzen tag im aufenthaltsraum, plauderten, rauchten und warteten auf die nächste mahlzeit. manche von ihnen taten das bereits seit 20 jahren, einige wenige waren erst seit kurzem dabei. hauptgesprächthemen waren medikamente, kaffee, zigaretten. das personal riet mir, wenn ich nichts zu tun habe mich dazuzusetzen, zu plaudern, kaffee zu trinken, die sind gar nicht so schlimm. ich setzte mich also dazu und redete mit einem ehemaligen ingenieur, der früher, 'bevor ich meine psychose hatte' kernkraftwerke gebaut hat, einem ehemaligen mathematiker, der den teufel in einem kind gesehen hatte und dann trat, einem jungen mädchen, die schon mit 18 eine sogenannte psychiatriekarriere aufgrund mehrer gewalttaten gegen sich und andere hinter sich hatte und diversen anderen menschen, die aber oft schon so weit weg waren, das man durch die stimme von jehova, der heizung oder sonstwem gar nicht mehr durchkam.
einmal in der woche gab es bt. beschäftigungstherapie. eine frau (die therapeutin) brachte buntstifte und aus malbüchern für kinder fotokopierte seiten mit, setzte sich in einen raum und wartete. es kam manchmal jemand, und ihre stelle sollte ja sowieso gestrichen werden, wie sie mir erzählte.
manchmal bin ich auch mit einigen 'fitteren' patienten zum spar gegangen, einmal ist mir einer abgehauen. ich wurde jedoch beruhigt, sowohl von den patienten, die mich begleiteten als auch vom pflegepersonal, das mir, entspannt kaffetrinken und plaudernd, versicherte, das sei nicht schlimm, ich soll mich mal nicht verrückt machen, der macht das immer, den kennen wir, morgen kommt der wieder. was sich dann auch als wahr heraustellte.
so vergingen die 8 wochen wie im flug, ich habe vieles gelernt (quarknachtisch für 25 personen, die stimmen sind real), eine menge dinge gesehen, gehört, wie ein mensch 24h am stück schreien kann, während er in der fixierung liegt, zigtausend zigaretten geraucht, noch mehr kaffee getrunken und war froh das mein damaliges auto viel ps hatte, damit ich mich noch ein bisschen nach dienstende austoben konnte.
wie gesagt, es ist ein erlebnisbericht. also total subjektiv. und ich war jung. aber es war krass.
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sublogix Neuzugang
 Anm.Dat: Jan 05, 2003 Beiträge: 16 Wohnort: in meinem kopf
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Verfasst am: Do Aug 14, 2003 5:45 pm |
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Treffer versenkt.
Das nenne ich mal einen Tatsachenbericht! Das ist die Sicht eines Praktikanten, der nicht den leidigen Papierkram noch dazu führen muß.
Vielleicht können jetzt die einen oder anderen verstehen warum so mancher Pfleger oder Arzt irgendwann einen "Burn-out" erleidet!
mfg Don
_________________ Werde nun hier abdanken - macht es gut und viel Spaß noch!
10/02/2005 Don = Der Legat |
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Don Mitglied
 Anm.Dat: Apr 10, 2002 Beiträge: 3558
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Verfasst am: Do Aug 14, 2003 6:45 pm |
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Hallo Moppel und ihr anderen,
erstmal vielen Dank für das interessante Thema. Es wirklich mal Zeit, daß das mal aufgerollt wird.
Ich selbst bin ein "Betroffener". Dieses Jahr habe ich mich nämlich in eine psychisch kranke Frau verliebt.
Wir haben uns zufällig kennengelernt, ich nenne sie hier mal Silvia ( nicht ihr wirkliche Name ). Als ich Silvia kennenlernte, kam sie mir etwas exzentrisch vor, aufgedreht, aber genau das gefiel mir. Zunächst war's wohl für mich nur so ein one-night-stand. Dann plötzlich war Funkstille, ich habe nur noch auf dei Mailbox gequakt.
Aber ich konnte sie auch nicht vergessen, blieb also dran. 10 Tage später rief sie mich an. Man hatte sie in die Geschlossene Psychiatrie gebracht, Diagnose: Manie.
( Hier ein kleiner Einschub für die, die nicht wissen, was damit gemeint ist. Üblicherweise geht die Manie immer mit Depression zusammen, daher nennt man die Krankheit die Manisch-Depressive Krankheit. Seltener sind reine Fälle von Manie. So ist's bei Silvia.
Der Maniker ist energiegeladen, hat ein vermindertes Schlafbedürfnis - max. 6 Stunden, meistens weniger - und eine gesteigerte Libido. Der Grundzustand ist äußerst positiv, eine Hochstimmung, die als sehr angenehm empfunden wird. Typisch ist die fehlende Krankheitseinsicht, daher ist die Manie, obwohl leicht diagnostizierbar schwierig zu behandeln, solange der Kranke nicht einsieht, daß er überhaupt krank ist.
Typische Folgen sind aberwitzige Pläne und Aktionen, bei vielen mit großen Geldausgaben oder Verschuldung verbunden. Geprägt von einer wahrhaft ansteckenden Heiterkeit, haben Maniker häufig eine unglaubliche Überzeugungskraft, mieten ganze Konzertsäale oder fahren mit dem gekauften Rolls Royce vor. Haben sie diese Ziele dann ereeicht, interessiert sie das nicht mehr. Viele Aktionen werden angefangen, aber nichts wird beendet.
Über die Ursachen der MD ist wenig bekannt. Es ist eher eine Krankheit im "neurologischen" Sinn, als denn im "psychischen". Um das mal bildlich zu nennen führen Hardwareprobleme zu Softwarestörungen, es handelt sich nicht um ein reines Softwareproblem. Vermutet werden Stoffwechselstörungen, aber auch eine Vireninfektion ist immer wieder im Gespräch oder auch genetische Gründe. MD ist gar nicht so selten. Man schätzt, das ca. 1% der Bevölkerung diese Krankheit haben. )
Was sollte ich also tun ?
Es wäre ein leichtes für mich gewesen, die Verbindung sofort zu beenden, Argumente hätte man schon finden können, wie "viel Arbeit" oder "kennen uns doch gar nicht". Aber ich wollte und konnte sie nicht einfach im Stich lassen. "Wenigstens verschaffst Du Dir Dein eigenes Bild", habe ich mir dann gedacht. Die Klinik liegt auf dem Land, am Wochende bin ich dann hinausgefahren.
Dann jedes Wochende, immer wieder.
So habe ich dann kennengelernt, wie Psychiatrie ist, mir Informationen - hauptsächlich übers Internet - verschafft, ja seitdem diskutiere ich hin- und wieder in einem Forum ähnlich wie diesem: Nur eben für MDs und ihre Angehörigen.
Silvia wird medikamentiert - "eingestellt" - aber man darf sich das nicht so vorstellen, daß die Medikamente so dämpfend wirken wie eine LMAA-Pille.
Mittlerweile ist sie übrigens, nach einer Periode Tagesklinik, wo sie nur tagsüber dort sein mußte, wieder entlassen worden. Sie wird sich aller Voraussicht aber darauf einstellen müssen, ihr Leben lang Medikamente nehmen zu müssen. Aber sie bekommt das bewundernswert gut hin.
Über die o.g. Situation bin ich zum ersten Mal näher mit der Psychiatrie in Kontakt gekommen. Da ich selbst - allerdings nur in Abständen von Jahren - epileptische Anfälle, Grand Mals bekomme, kann ich vieles nachvollziehen: Die gesellschaftliche Ächtung neurologischer oder psychischer Krankheiten, die Ausgrenzung, die Angst vor Kontrollverlust.
Unsere Gesellschaft und insbesondere die Arbeitswelt fordert mehr denn je, daß Menschen effizient funktionieren wie die Roboter; für Auslaufmodelle ist da kein Platz. Dennoch ist, gerade in den letzten Jahren, unserer Wirtschaftsleben geradezu das Paradebeispiel manisch-depressiven Verhaltens: Erst im manischen Schub die aberwitzigsten Projekte hochziehen ( Internetblase ), dann in der Depression ( Wirtschaftskrise ) ohne Antrieb. Es gibt gute Gründe, den MD nur als das Brennglas unserer Gesellschaft anzusehen, der das nur in sich aufkonzentriert, was um ihn herum schon längst im großen Maßstab passiert.
Das "Hotel zur lockeren Schraube" ( Patienten - Eigenbezeichnung ), jedenfalls das, was ich gesehen habe, würde mich selbst allerdings in den Wahnsinn treiben. Nicht wegen der Patienten, aber wegen der Atmosphäre. Es ist zwar weit von Jack Nicholson's Kuckucksnest entfernt, aber dieser "Geruch" aus Moral, Desinfektionsmitteln und "Bübchen" - Körperlotion der Schwestern macht mich fertig.
Das Krankenhaus als solches, da macht die Psychiatrie keine Ausnahme, ist eine Erfindung christlichem Gedankenguts und diese Moral vertritt das Krankenhaus auch. Das Krankenhaus befriedigt alle physischen Bedürfnisse des Körpers - außer der Sexualität. Die ist nicht nur ausgeklammert, sondern schamhaft geächtet wie damals als Jugendliche in der CVJM Teestube.
Im Rahmen der Therapie werden die Patienten in Listen gepunktet, wer negative Einträge bekommt, bleibt länger drin. Gründe für negative Bewertungen entstehen durch unerwünschtes Verhalten, aber auch dadurch, daß die Patienten in den Gesprächstherapien Aussagen machen, die nach klassischer Lehrmeinung als "typisch" für die Erkrankung angesehen werden. Es ist eben noch keine Besserung erfolgt, deshalb muß der Patient länger bleiben. Mal ganz abgeshen davon, daß unter anderen Umständen das ganz harmlose Statements wären, lernen die Patienten, das zu sagen, was man von ihnen hören will. Gut, vielleicht ist das auch eine Therapie, denn unsere Gesellschaft funktioniert im Grunde ja auch nicht anders.
Die Klinik liegt sehr ländlich, meistens sind wir im Garten spazieren gegangen wenn ich sie besucht habe. Nebenan eine verwilderte Wiese mit hohem Gras und Büschen, da hatte ich mir eine Stelle ausgesucht, die konnte man vom Krankenhaus nicht einsehen. Prompt sagt Silvia, kaum daß ich sie begrüßt habe, "ich habe heute irgendwie keine Lust auf den Garten". Ich sage: "Ich habe mir da so eine nette Stelle ausgesucht", wir gehen hin. Leider haben mich dort die Pferdebremsen in den Hintern gestochen. Als ich sie am Abend auf die Station zurück gebracht habe, war Silvia viel ruhiger. Hätte man es mitbekommen....au weia, das wäre aber schlecht für die Punkteliste gewesen, gleich 2 Wochen länger dafür. Schließlich ist sie krank, wie kann man nur...Und ich wäre auch nicht gut dabei weggekommen. Das der sich nicht schämt, nutzt die Krankheit einer Frau für seine niederen Triebe aus....
Über die Besuche habe ich auch andere Patienten kennengelernt. Mit der Zeit fragt man sich, wer denn eigentlich die Verrückten sind. Die drinnen, die manchmal das getan haben was wir auch gern täten, uns nur nicht trauen oder die draußen, deren Verrücktheiten nicht dadurch besser werden, daß sie gesellschaftlich akzeptiert werden oder zum Funktionieren des Systems beitragen. Grundsätzlich habe ich jedoch ein anderes Bild vom Menschen gewonnen. Wir neigen häufig zu der Ansicht, daß die psychischen Krankheiten von den Menschen selbst verursacht werden. Dadurch z.B., daß man sich gehen lässt und nicht genügend Disziplin hätte usw., ähnlich dem Ruf Drogenabhängiger.
Davon bin ich kuriert.
Ich habe z.b. mit einem Patienten gesprochen, der auf der Autobahn sein Auto am Standstreifen geparkt hat, offen ließ und nur mit einer Decke in den Wald gegangen ist. Dort blieb er dann sechs Tage. An diese Zeit hat er keine Erinnerung, die setzt erst wieder ein, als er den Wald mit zerschundenen Beinen von den Dornen der Büsche wieder verließ.
Inzwischen hatte man sein Auto gefunden, ihn mit Polizei und Hubschraubern gesucht. Eine Polizeistreife griff ihn auf, er wurde in die Klinik gebracht und am Tag der Einlieferung von oben bis unten auf den Kopf gestellt. Daran kann er sich sehr wohl erinnern ( "brutal", "unmenschlich" ), man hatte ihn "fixiert" ( = gefesselt ), er hat über 14 Stunden nichts zu essen oder zu trinken bekommen.
Gefunden hat man nichts: kein physiologischer Befund, kein neurologischer Befund, kein Alkohol, keine Drogen.
Was ich damit sagen will: NICHTS, aber auch GAR NICHTS schützt Dich oder mich davor, daß uns nicht genau so von einer Sekunde zur anderen ein solches Schicksal trifft.
Und die Verachtung, ein "Verrückter" zu sein.
_________________ Arbeite, als ob das Geld nicht brauchst.
Liebe, als ob du nie verletzt worden wärst.
Tanze, als ob niemand zusieht.
Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort. |
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Giacomo_S Inventar
 Anm.Dat: Aug 13, 2003 Beiträge: 1814 Wohnort: München
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Verfasst am: Sa Aug 16, 2003 6:19 am |
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| Zitat: | Was ich damit sagen will: NICHTS, aber auch GAR NICHTS schützt Dich oder mich davor, daß uns nicht genau so von einer Sekunde zur anderen ein solches Schicksal trifft.
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Ja das glaube ich auch.
Eine Weile lang war eine Freundin in der psychatrischen Abteilung.
Ich habe sie oft besucht und hatte viele Gespräche mit den "Patienten"
Wo hört geistige Gesundheit auf ... wo fängt die Krankheit an ?
Namaste
Lilly
_________________ Gefühle die mich lebend machen
Gedanken die es ordnen wollen
Geist der dies umfaßt |
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sillyLilly Inventar
 Anm.Dat: Sep 14, 2002 Beiträge: 4193 Wohnort: my home is my castle
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Verfasst am: Sa Aug 16, 2003 3:40 pm |
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| sillyLilly hat folgendes geschrieben: |
Wo hört geistige Gesundheit auf ... wo fängt die Krankheit an ?
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Das ist in der Tat eine berechtigte Frage. Meiner Meinung nach gehörte meine Freundin da nicht hin, aber wenn man da erst ist, macht es wenig Sinn sich sofort dagegen aufzulehen.
Endlos festhalten können Sie Dich sowieso nicht, rein rechtlich schon nicht, daher sind die meisten Insassen "freiwillig" dort.
In den meisten Fällen entscheidet deine Funktionsfähigkeit darüber, ob Du krank bist, oder nicht. Bist Du erfolgreich trotz Krankheit, z.B. weil Du als Maniker im Vorstand von EM-TV sitzt, dann bist du nicht mehr psychisch krank, sondern eher ein Fall für die Justiz.
Winston Churchill z.B. war ein Hypomaniker ( leichtere Form der Manie ) und hat in seinen Schüben mit seinen Reden immerhin eine ganze Nation mitgerissen. Bist Du ein einflußreicher Politiker oder gar Diktator eines Landes, dann hat es niemanden mehr zu kümmern. Einen Adolf hitler hat ja auch keiner gesagt daß er ein MD ist, oder ?
_________________ Arbeite, als ob das Geld nicht brauchst.
Liebe, als ob du nie verletzt worden wärst.
Tanze, als ob niemand zusieht.
Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort. |
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Giacomo_S Inventar
 Anm.Dat: Aug 13, 2003 Beiträge: 1814 Wohnort: München
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