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Enzyklopädia Coniurationis
Metternich, Fürst von

Klemens Wenzel Lothar Fürst von, österr. Staatskanzler,
geb. 15.5.1773 Koblenz, gest. 11.6.1859 Wien;
1795 in 1. Ehe mit einer Enkelin des Staatskanzlers W. A.
von Kaunitz verheiratet;
1801-1806 Gesandter in Dresden u. Berlin;
1806 Botschafter in Paris;
1809 Außen-Minister;
1821 bis 1848 österreichischer Staatskanzler.


Der 1773 in Koblenz geborene Clemens von Metternich enstammte einem rheinischen Reichsgrafengeschlecht.
Er besuchte die berühmte Diplomatenschule von Wilhelm Koch in Straßburg, auf der auch Talleyrand und Benjamin Constant gewesen waren.
Seine Heirat mit einer Enkelin des österreichischen Staatskanzlers Kaunitz ermöglichte es ihm, wie auch seinem Vater vor ihm, 1801 als Diplomat in österreichische Dienste zu treten.
Erst war er Gesandter in Dresden, dann in Berlin und schließlich in Paris.
1809 wurde er Minister des Äußeren. Es gelang ihm, die äußere Unabhängigkeit des gerade besiegten Österreich gegen Frankreich zu bewahren, um es dann mit dem Anspruch auf eine Führungsrolle in den Kampf gegen Napoleon zu führen.

Dass der Kongress, auf dem die Verhältnisse nach dem Sieg über Napoleon geregelt wurden, in Wien stattfand, unterstreicht die dominante Rolle, die Österreich spielte.
Metternichs Grundsatz war, das Interesse möglichst jeden Staates zu wahren und so ein europäisches Gleichgewicht unter der besonderen Aufsicht eines starken Österreichs zu schaffen.
Frankreich wurde ebenso geschont wie die Rheinbundstaaten.
Ebenso wandte er sich, sogar mit Kriegsdrohungen, gegen die Annexion Sachsens durch Preußen und die Ausdehnung Russlands nach Westen, das er als die größte Gefahr für das angestrebte Gleichgewicht betrachtete.
Seine Vorstellungen über einen deutschen Staatenbund erfüllten sich, auch wenn es ihm nicht gelang, den österreichischen Herrscher als Erbkaiser an dessen Spitze zu etablieren, was der österreichisch-preußische Dualismus verhinderte.

In Österreich, im Deutschen Bund wie auch auf europäischer Ebene galten Metternichs Bemühungen der Bekämpfung der nationalen und liberalen Begegnungen.
Er stand ebenso hinter den Karlsbader Beschlüssen, welche die Demagogenverfolgung beinhalteten

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