Die Weißen Ritter (bzw. Georgische Ritter) waren eine paramilitärische Organisation, die dem georgischen Warlord Dschaba Iosselani unterstand. 1989 gegründet, sahen sie sich in der Tradition georgischer Partisanen, die gegen die russische und osmanische Fremdherrschaft gekämpft hatten. In der Realität glichen sie jedoch eher einer mafiösen Vereinigung, die ihr Geld durch Schutzgelderpressung und andere kriminelle Machenschaften verdiente. Mit ihren über 8.000 Mitgliedern waren die Mchedrioni bald zahlenmäßig stärker als das georgische Militär. Iosselani war einer der führenden Köpfe des Putsches gegen den georgischen Präsidenten Swiad Gamsachurdia und dementsprechend griffen auch die Mchedrioni aktiv in den Kampf gegen die Swiadisten ein, unter anderem waren sie an der Belagerung des Regierungsgebäudes ab dem 22. Dezember 1991 beteiligt. Zeitweise übernahmen die Mchedrioni eine Schlüsselposition in der Stabilisierung der Sicherheitsverhältnisse Georgiens, begannen jedoch gleichzeitig, durch Korruption und Vetternwirtschaft hohe Positionen in der georgischen Wirtschaft zu übernehmen.
Nach der entgültigen Niederlage der Swiadisten entsendete die georgische Regierung die Mchedrioni nach Westgeorgien, um die verbliebenen Reste der Rebellenverbände auszuschalten. Dabei soll es zu schweren Menschenrechtsverletzungen gekommen sein.
1994 wurde die Organisation aufgelöst, existierte jedoch als Rettungskorps weiter und wurde weiterhin von Dschaba Iosselani geleitet. Ein Jahr später forderte der georgische Präsident Eduard Schewardnadse die Entwaffnung der Gruppierung, da sie inzwischen vollends zu einer mafiösen Gemeinschaft verkommen war. Er verbot die Mchedrioni schließlich und ließ Iosselani und viele seiner Anhänger verhaften. Ihnen wurden unter anderem mehrere Attentatsversuche auf Schewardnadse vorgeworfen.
1999 gründete sich die Organisation als politische Partei der Union der Patrioten neu, ohne jedoch ihre ehemalige Bedeutung wiederzuerlangen.